sabato 29 febbraio 2020

nun ja ...

So schnell ist meine Messe-Karriere auch schon wieder (für's erste) zu Ende ... und mein Glaube an die Menschheit wieder etwas hergestellt, denn auf der Messe hier ist quasi niemand. Was ja durchaus sinnvoll ist, also medizinisch-seuchen-technisch. Für mich bedeutet das, dass ich dort gar nicht mehr arbeiten werde, weil mich mein Chef so nicht bezahlen kann (noch bin ich ja nicht mit Geld eingestiegen - die schwäbische Hausfrau schlägt drei Kreuze ;-)), und somit auch nicht in Gefahr laufe, am Ende in häusliche Quarantäne gehen zu müssen.



Bei den anderen Messe-Ausstellern rund um die Crêpes-Wagen war die Stimmung natürlich ziemlich bescheiden, denn die meisten sind Leute, die halt das ganze Jahr auf Messen verkaufen, und die können sich natürlich an den Finger einer Hand abzählen, wie so die nächsten Messe-Wochen und Monate laufen werden. Nämlich gar nicht.

Insgesamt aber natürlich auch für mich sehr schade, mal abgesehen vom Geld, das ich jetzt nicht verdiene (wobei ich dann halt nächste Woche wie sonst auch Food-Fotos machen werde), hatte ich mich schon arg auf das Arbeiten im neuen Anhänger gefreut. Aber gut, was will man machen ...

Ach, bevor ich es vergessen, wir hatten gestern das neulich mal erwähnte Gespräch mit dem Sozial-Menschen der Wohnungsbaugesellschaft über die Tatsache, dass ihn unsere Vermieterin gebeten hat, das Gespräch mit uns zu suchen, damit es wieder ein mehr an Miteinander (!!!) im Haus gäbe. Sagen wir es so, er war eh schon überrascht, dass wir nach der Vorgeschichte überhaupt vorbeikommen sind und fand dann doch auch, dass wir uns überaus anständig verhalten und lobte mein schönes Bild, dass ich unserer Vermieterin täglich das Frühstück ans Bett bringen könnte und es wäre dann doch immer die falsche Marmelade - ergo: wir sind freundlich und nett aber es gibt keinen Millimeter mehr an Miteinander (sonst noch was!?).

giovedì 27 febbraio 2020

So ...

So ... gestern war es hier ja doch noch ziemlich spannend, wir haben ja unsere ersten Corona-Fälle in Tübingen.

Ich bräuchte jetzt ehrlich gesagt noch ein paar mehr, am besten ohne vollständige Erkrankungskette  - so wie es nämlichem Moment aussieht, findet hier ab Samstag die Messe trotzdem statt und ich darf dann das machen, was man ja eigentlich nicht tun sollte, nämlich mit vielen Menschen in Kontakt kommen - wobei wir natürlich eh ständig und immer auf Hygiene achten müssen, der Wagen hat nicht nur ein Waschbecken mit heissem Wasser und Seife sondern selbstverständlich auch einen eingebauten Sterilum-Spender und Gummihandschuhe gibt es ja auch noch.

Trotzdem finde ich das nur so mittel, ich habe ja nicht mal ernsthafte Angst vor dem Virus - aber krank werden möchte ich natürlich eh nie, deshalb lasse ich mich ja auch jedes Jahr brav gegen die Grippe impfen, denn die Vorstellung zwei Wochen lang richtig krank zu sein und mich quasi von den Kindern versorgen lassen zu müssen ... öh ja ... nicht so toll. Vor allem habe ich aber keine Lust, dass dann doch jemand mit Virus auf die Messe kommt und wir dann zwei Wochen in Quarantäne gehen müssen ... wobei der Rest der Familie das - wie man mir versichert hat - super fände (wetten wir, nach drei Tage würden hier alle die Wände hoch gehen)

Nun ja, wir werden sehen. Es bleibt spannend.

mercoledì 26 febbraio 2020

Schnipsel

So, hier war viel los, daher hatte ich auch auch absolut keine Zeit zu bloggen. Jetzt gibt es die letzten Tage im Schnipsel-Verfahren.

Freitag war ja Tertias Geburtstag, da gab's quasi den ganzen Tag Party, weil es ja auch der letzte Schultag vor den Fastnachts-Ferien (die eigentlich nur bewegliche Ferientage sind) war und dann in der Schule groß Fasnet gefeiert wird, so dass wir erstmalig am Nachmittag bei einer Geburtstagsfeier unisono zu hören bekamen: Uah... noch mehr Kuchen und Süßis ... eh nee ... ich kann nicht mehr! Ging dann aber doch:


Die Geburtstagsfeier an sich war dann auch wieder einmal grenzwertig, letztes Jahr ging es ja sehr gut, da hatten wir aber auch alle beschlossen, dass weniger Kinder besser sind, dieses Mal bestand Tertia auf neun Gäste (weil 9. Geburtstag) und ich hatte mir gedacht, dass die ja jetzt doch alle auch schon größer sind. Anscheinend aber nicht groß genug, um nicht über unsere Sofalehnen zu rennen oder aber sonst komplett über die Strenge zu schlagen. Am Ende war ich schon wieder so weit, einige der Damen SOFORT nach Hause zu begleiten und Tertia ein heulendes Elend (Die sind so laut, die brüllen nur rum und machen nur Quatsch!) - am Ende beruhigte sich dann aber alles noch, es wurde Hier kommt Lola geschaut und für nächstes Jahr überlegen wir uns dann ganz sicher wieder was kleineres.


Symbolbild ...

Am Samstag dann allgemeines Aufräumen, Einkaufen usw. bis am späten Nachmittag dann miomarito Schwester mit ihren beiden Kinder zu Besuch kam. Zur Feier des Tages gab's zum ersten mal Pizza aus dem neuen italienischen Ofen mit dazu gekauftem Pizza-Stein und ja, sehr echt und lecker (Und ich hab vergessen Fotos zu machen!!!)

Sonntag dann wie jedes Jahr der sogenannte Ommzug in Rottenburg:



Schön war's, meine Nichte (fast 5) und mein Neffe (8) kannten das (also alemannische Fasnet) vorher nicht, zeigen sich aber unerschrocken und Tertia motze schon mal etwas, dass das frühe doch irgendwie spannender und deutlich grusliger gewesen wäre. 

Am Montag waren wir wieder auf einem Umzug, bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen (was den Gruselfaktor quasi gegen Null gehen lässt), aber nett, wenn man sich bei der Rückkehr nicht erst einmal 2 Stunden lang wieder auftauen muss.



Hier hat Silencia das erst Mal so richtig erwischt (man sieht sie kaum, nur ihre Hände mit den weiß lackierten Fingernägeln). Zu den üblichen Ritualen gehört es ja, jungen Damen die Haargummis zu klauen, die Schuhe auszuziehen und die Schnürbändel zu entfernen (Silencia hatte in weiser Voraussicht ihr Docs an), sie in eine große Tonne mit Konfetti, Heu oder Sägespäne zu stopfen, es gibt auch die Variante, die Beine mit Kabelbinder zusammen zu binden, eine Zeit lang gab's auch zweckentfremdete Tannenbaum-Verpackungs-Maschinen usw. Naja, jedenfalls wurde Silencia da oben ordentlich angemalt u.a. mit Schuhcreme, was sie später zu Hause im Bad ordentlich fluchen ließ (damit es da im Schutz der Masken zu keinen wirklichen Belästigungen usw. kommt, haben alle Häs-Träger (Masken-Träger) eine gut sichtbare Nummer auf dem Kostüm und bekommen ordentlich Ärger, wenn da irgendwas gemeldet wird)

Gestern fuhr miomaritos Schwestern dann wieder, direkt nach Hause, nicht wie geplant zu ihren Eltern, die am Tag vorher vom Karneval in Verona zurück gekommen waren ... 


Wie jedes Jahr zieht ein Fanfarenzug aus dem Nachbardorf bei uns durchs fastnachtsfreie pietistische Dorf und wenn sie bei unseren direkten Nachbarn fertig sind, dann heisst es für uns, dass wir uns langsam ins Nachbardorf zum letzten Umzug des Jahres aufmachen müssen:


Hier mal ein schönes, wenn auch verwackeltes Bild, wie die Kinder sich zum Teil ihre Süßigkeiten-Beute erarbeiten müssen. 




Fazit der diesjährigen Fastest-Umzug-Saison: Wir müssen nächstes Jahr UNBEDINGT (das sage ich aber schon seit ein paar Jahren und vergesse es dann wieder) auf einen Nachtumzug, da sich selbst Tertia so nicht mehr gruselt und es eher langweilig findet.

Nach dem Umzug ging es auch wie jedes Jahr noch zu Freunden, danach dann schnell, schnell in unseren Dorfgasthof, Tertias Geburtstagsessen nachholen (dafür war die ganze Zeit eben keine gewesen, und heute muss miomarito wieder in Augsburg arbeiten, also blieb nur gestern Abend). Es war sehr schön und sehr lecker, alle zufrieden, auch Silencia, der eigentlich fast nur übrig blieb, einen sehr großen (aber auch sehr leckeren) Salat zu essen (es gab auch noch andere vegetarische Sachen, aber insgesamt ist es eben eine sehr übersichtliche Karte und wenn man dann halt auch kein (schwarzes!) Risotto oder Pasta essen möchte wird es eng. Ich hatte super leckere Ente, miomarito Fisch - und Tertia Schnitzel :-))

So, des Weiteren hatte ich dann letzte Woche angesichts eines genaueren Studiums der Crêperie-Zahlen doch erhebliche Zweifel, wie wir in dieser Form das Projekt neue Crêperie (mit horrender Ablösesumme und eher hoher Pacht) plus Caterings plus Crêpes-Wagen quasi zu zweit stemmen sollen (also sowohl in Bezug auf Arbeitskraft als auch Geld) - und die hinzugezogene "Zahlenfrau" meinte dann auch, wir sollten die Crêperie hier im Ort so lange ausreizen wie es ginge (was ungefähr Ende des Jahres bedeutet) und bis dahin halt versuchen, so viel Geld wie möglich zu verdienen usw. und dann noch mal schauen. Mal sehen, wie das klappt.

Ansonsten noch CORONA!!11!! Als alter Nachrichtenjunkie habe ich die Ausbreitung natürlich genauestens verfolgt, ich kann es dann ja auch nie lassen, die ganzen Kommentar unter den entsprechenden Artikel zu lesen (was einem ja an der Menschheit zweifeln lässt .. apropos: Hanau ... ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll - außer: nicht wirklich überraschend (traurig, aber wahr) und als grün-versiffter Gutmensch, der seit über 30 Jahre der Meinung ist (und dies auch immer wieder bei Demonstrationen usw. kund getan hat), dass Staat und Gesellschaft auf dem rechten Auge doch sehr blind ist ... was will man da sagen ...)

So, jetzt aber zurück zum Weltuntergang, ich zweifle inzwischen ein wenig, ob ich ab dem Wochenende tatsächlich hier auf einer lokalen Messe Crêpes backen und unseren Wagen einweihen werde, sicherheitshalber habe ich außerdem unsere Speisekammer aufgefüllt, weil man ja nicht weiß, zu welchen publikumswirksamen Aktionen es eventuell kommen wird und ich sehe mich bei meinem Glück schon hier alleine mit drei wegen Schul-Schließung gelangweilten Kinder sitzen, miomarito in Augsburg und irgendwelche komischen Abriegelungsaktionen sowie beschränkter Zugang zum Supermarkt oder so. Da habe ich dann lieber genügend Kaffee, Alkohol ;-) und Pasta zu Hause.

P.S.: Im neuen Spiegel gibt es einen sehr guten Artikel über meine Heimatstadt Kaiserslautern (oder online hinter der Bezahlschranke (in dem Hochhaus auf dem online-Titel-Bild habe ich als Baby mal gewohnt - ich behaupte immer, daher kommt meine Fußball begeisterung, vom Balkon konnte man nämlich ins Stadion sehen), geschrieben von Arno Frank, der drei Jahre über mir in der Schule war und dessen Roman (So, und jetzt kommst du) ich schon mal empfohlen haben (wo auch viel Lautern und meine Schule vorkommen). Anlass ist das Buch von Christian Baron (Ein Mann seiner Klasse), ebenfalls ein Lautrer (den ich aber nicht von früher her kenne, weil deutlich jünger als ich), das ich aber noch nicht gelesen haben. 

martedì 18 febbraio 2020

Schwierig

Wer mich kennt, weiß, was es bedeutet, wenn ich morgens um halb 10 schon 8 km in den Beinen haben:



aber schön war's

(ansonsten viele Zahlen analysiert, Gedanken gewälzt, Beträge hochgerechnet, Beratungstermine ausgemacht und immer noch ... schwierig)

[also es schwankt, ich würde wirklich sehr, sehr gerne in die Creperie einsteigen, aber *wow* bei der Entwicklung von einem 1-Mann-Nebengewerbe zu einem 2-Leute-Vollzeit-GASTRONOMIE-(!!)-Betrieb mit (notgezwungen) Angestellten innerhalb von zwei Jahren schlackern mir gerade etwas die Ohren. Und die innere schwäbische Hausfrau ... rechnet und rechnet und rechnet und lässt mich nicht schlafen] 

Irgendwann dann auch mal wieder richtiges Bloggen ... oder auch nicht, weil ich steht dann ja IMMER hinter dem Tresen ;-) 

sabato 15 febbraio 2020

Erkenntnis des Tages

Oh mein Gott, es ist so weit. Ich, die ich bei meinem Auszug zum Studium nicht mal unfallfrei ein Ei zubereiten und bis ich miomarito mit Ende 20 kennerlernte auch nur ein einziges Gericht ersthaft kochen konnte, ich habe heute vor lauter Hirnknoten angefangen wie wild zu kochen (Linsenpaste für vegane Pausenbrote und eventuell auch für die veganen Galettes, die wir in anbieten) und zu backen (Banane-Apfel-Brot), nachher gibt es noch Flammkuchen ... krass. Wer hätte das mal kommen sehen.

Ich bin aber auch wieder fast zwei Stunden im Wald herum marschiert, um einen klaren Kopf zu bekommen.


morgens noch eher Winter


abends dann schon eher frühlingshaft


Und heute Abend - Gott sei Dank! - werden ich wie schon immer über diversen Bier oder Gläsern Wein mit miomarito alles durchdiskutieren - falls er dazu fähig ist, denn eigentlich ist er krank, musste aber gestern und heute arbeiten. Und am Montag wieder ... also nur ein kurzer Abstecher ins Schwäbische, vor allem wegen Tertia, die untröstlich war, dass Papa so lange weg ist.

Dummerweise sind die Mädchen aber morgen fast den ganzen Tag im Trainingslager bei Stuttgart. Aber ein paar Stunden werden übrig bleiben bzw. miomarito darf meine Abholschicht übernehmen :-) 

venerdì 14 febbraio 2020

Schlag auf Schlag

Heute Abend waren Tertia und ich mit der Familie meines Chefs im Nachbarstädtchen, um uns ein Lokal für eine neue Crêperie anzuschauen. Schaut eigentlich alles sehr gut aus, bessere Lage geht - zumindest im Nachbarstädtchen - eigentlich nicht, alles bestens ausgestattet, auch was die Abluftanlage angeht, entsprechend hoch wäre natürlich die Ablöse und *uah* meine innere schwäbische Hausfrau läuft gerade Amok.

(Und miomarito ist dieses Wochenende nicht da zum alles durchquatschen ... )

giovedì 13 febbraio 2020

*puh*

Überraschenderweise bin ich gestern Abend tatsächlich ganz schnell eingeschlafen, ich glaube noch vor halb 10, und war dann heute morgen (oder eher heute Nacht) auch um 3:45 Uhr (eine viertel Stunde vor meinem eigentlichen Weckerklingeln) wach - und vom Gefühl her ausgeschlafen.

Schnell alle Vesperboxen usw. für die Kinder gerichtet, mir wie geplant viel Kaffee gekocht und in einen von miomaritos Thermos-Becher gefüllt ... und dann habe ich ausnahmeweise mal meine Handtasche benutzen wollen (ich HASSE Handtaschen, ich habe immer alles (Handy, Geldbeutel) in meinen Hosen- oder Jacken/Manteltaschen, wenn es mehr ist, nehme ich einen Rucksack und wenn wir abends im Sommer weggehen muss miomarito das Geld nehmen (früher, ganz früher, hatte ich das Geld in meinen Stiefeln .. oder ganz wo anders ... verstaut), aber heute wollte ich mal einigermaßen seriös wirken) auf jeden Fall ist dieser Thermosbecher wohl nicht wirklich dicht und so habe ich mir also morgens um kurz nach 4 Uhr erst einmal gefühlt einen halben Liter Kaffee in die Handtasche geleert. So viel zu seriös. Also schwarzer Lederrucksack (immerhin schwarzes Leder).



der Beweis: Abfahrt um 4:31 Uhr

Die Fahrt war echt okay, aber auch um kurz vor halb 6 ist um Stuttgart herum die Hölle los (was mich insofern beruhigt, weil es bedeutet, dass es wirklich egal ist, wann man da rumfährt) und da wir beide tatsächlich einigermaßen ausgeschlafen waren, konnten wir fleißig Pläne besprechen und Optionen für die Weiterentwicklung der Crêperie schmieden.

Wir waren tatsächlich um 8 Uhr dann vor Ort (ich mach jetzt mal quasi Werbung für Roka, weil die das wirklich schön hinbekommen haben) und konnten dann endlich, endlich den Anhänger in fertig und echt mit Aufdruck sehen:



Wir waren beide ziemlich begeistert, haben auch wir alles schön hinbekommen, denn das Design stammt von uns und die Art und Weise wie Innen alles eingerichtet ist, hat "mein Chef" sich ausgedacht und es ist eben ganz an unsere Bedürfnis angepasst ... also fast .. weil ich komme an die Klappen/Dächer nicht wirklich dran, kann also eigentlich den Trailer nicht alleine bzw. nicht ohne noch anzuschaffende Trittleiter benutzen ... (musste kurz an Caroline Criado-Perez denken, Buch habe ich nicht gelesen, aber einen Artikel darüber... und ja .. irgendwie), den Tresen (übrigens mit aufgedrucktem Schach- und Damebrett) kann ich von meiner Größe her auch nicht für die Fahrt befestigen ... mal schauen, wie wir bzw. eben ich das dann hinbekomme.


"in zu"


Ja, und dann ging's wieder zurück. Erste große Fahrt mit Anhänger, ich bin nur kurz gefahren, der Anhänger hat eine sogenannte Komfortkupplung und extra Stoßdämpfer, so dass man 100km/h fahren darf, gleichzeitig tendiert man aber eben wegen dieses Komforts auch zu vergessen, dass man da einen Anhänger dran hat und man muss teuflisch aufpassen, dass man eben nicht "normal" überholt oder um die Kurve fährt. Oder anfängt am Berg Lastwagen zu überholen (klappt eher nicht so) Demnächst üben wir dann rückwärtsfahren und einparken ... Gott sei Dank kann man den Anhänger - zu zweit - auch per Hand schieben und einparken.

Um 14 Uhr waren wir dann wieder zu Hause, haben uns noch mal beim Essen zwei Stunden zusammen gesetzt, noch mal Pläne geschmiedet, Optionen abgewägt und am Ende hatte ich definitiv zu viel - über den Tag verteilt - Kaffee getrunken und einen qualmenden Kopf. 

Die Kinder haben zu Hause alles sehr gut hinbekommen, niemand hat verschlafen und alle waren pünktlich in der Schule. 

So, und weil ich vorhin dann mal kurz 10 min geschlafen habe (was meinen Kaffee-Puls deutlich beruhigt hat), fall ich jetzt gar nicht unbedingt sofort nach hinten um ins Bett. Hätte ich gar nicht gedacht. Auch schön.

mercoledì 12 febbraio 2020

*uah*

Morgen wird mein Wecker um 4 Uhr klingeln (ja richtig gelesen), weil ich um 4:30 Uhr abfahrbereit an der Crêperie stehen muss, da ich mich angeboten habe, mit nach irgendwo bei Limburg an der Lahn zu fahren, um dort den Crêpes-Anhänger abzuholen (Im Moment zweifle ich gerade etwas an meiner Zurechnungsfähigkeit bei diesem Entschluss).

Wir fahren so früh ... zum einen weil "mein Chef" abends wieder Nachtdienst hat (er arbeitet ja eigentlich im Krankenhaus) und zum anderen weil für den Nachmittag wieder Sturm angekündigt ist und wir bei unserer ersten Anhänger-Fahrt nicht unbedingt ausprobieren wollen, wie sturmfest das ganze Teil ist (und wir haben auch keinerlei Größere-Anhänger-Fahr-Erfahrung ... wird also bestimmt interessant).

Die Kinder haben klare Instruktionen, Tertia darf schon früher zu den Nachbarn, so dass Silencia das Haus hinter sich abschließen kann und noch einigermaßen pünktlich in die Schule kommt. Ich glaube, Silencia hat sich drei bis vier Wecker gestellt, damit sie auch sicher nicht verschläft bzw. einfach wieder einschläft - passiert nämlich gelegentlich und dann muss ich sie quasi aus dem Bett ziehen. Vielleicht rufe ich auch sicherheitshalber noch mal an (vermutlich sind eh alle vor lauter lauter ab 5 Uhr irgendwas wach) Ich muss morgen früh noch mehrere Liter Kaffee kochen (sonst überlebe ich das alles gar nicht), Mittagessen für Tertia machen und einpacken, sowie die Vesperboxen zubereiten. Im Halbschlaf, vermute ich, wird aber schon werden.

Ich weiß jetzt schon, dass ich mich morgen Abend soooo auf mein Bett freuen werde ... dazu kommt, dass miomarito morgen nicht wie üblich nach Hause kommt, sondern in Augsburg bleibt, weil am Samstag die "Führerschulung" an den Ausstellungsorten statt findet und er da natürlich dabei sein muss. Vielleicht kommt er am Samstagabend nach Hause, allerdings sind die Mädchen am Sonntag eh den ganzen Tag im Trainingslager und ich hatte eigentlich auch vor, den Tag auf der Intergastra zu verbringen (haben wir jetzt aber auf Dienstag verschoben), jetzt müssen wir mal schauen.

So, jetzt habe ich die doppelte Menge an Baldrain+Hopfen genommen wie eigentlich vorgesehen, das ganze mit Flüßig-Hopfen herunter gespült und schlafe jetzt bitte, bitte hoffentlich bald ein (ich weiß jetzt schon  - und aus unzähligen, komme, wir fahren schon um 5 Uhr los an den Lago Urlauben - dass ich vermutlich um kurz vor 2 Uhr einschlafen werde ...).

P.S.: Ich will morgen eigentlich aus dem ganzen Trip eine Story auf instagram (@crepesbrentonnes) machen, aber keine Ahnung, ob das klappt und ob ich nicht nur einfach müde sein möchte (wen's interessiert).

martedì 11 febbraio 2020

Schnipsel

So, ich hoffe auf endlich eine ruhige Nacht, so harmlos Sabine hier im Endeffekt war (ich glaube, es sind im ganzen Landkreis zwei Bäume umgefallen und ein Lastwagen, ansonsten aber gar nichts), es hat wie schon beim Sturm letzte Woche dafür gereicht, uns alle nachts wach zu halten. Die Kinder waren trotzdem am Montag in der Schule, miomarito aber im home office, weil es selbst heute morgen noch schwierig war, mit der Bahn nach Augsburg zu fahren und eh bei ihm alle sicherheitshalber home office gemacht haben. Also, Sturm überstanden, jetzt würde ich dann nachts auch gerne mal wieder ohne Geklapper, Pfeifen und nicht nur eingebildetem Wind durch die Wände und Fenster schlafen können.

Am Wochenende gab's den Geburtstag eines Freundes zu feiern, mit verqualmter Küchen-Party oder so, sehr schön, am Sonntag war ich endlich mal wieder in der Crêperie, nicht so wirklich zum echten Arbeiten, sondern eher um den Umgang mit dem neuen Kassensystem zu üben. Ging sehr gut, geht auch recht fix, produziert sehr viel (Thermo)-Papier und das einzige Malheur, das mir passiert ist, war, dass ich mal auf den Knopf für Bewirtungsbeleg gekommen bin und dann alle Kassenzettel ewig lange Bewirtungsbelege wurden (stellt sich nicht wieder von alleine zurück .... weiß ich jetzt auch ...), selbst das Umbuchen von Gästen auf einen anderen Tisch kann ich fast im Schlaf. Jetzt bin ich mal gespannt, wie das mit dem Trailer wird, wenn man zwar keine unterschiedlichen Tische, dafür aber viel weniger Zeit hat - da stell' ich es mir gerade eher umständlich vor, das alles immer eintippen zu müssen (also eintippen ist übertreiben, man wir müssen halt auf das passende Quadrat tippen (Crêpes Nutella oder Galette Ziege&Feige oder so), wenn eh alle gleich bezahlen, aber wir werden sehen und anders geht's eh nicht. Das einzige, was noch nicht geklappt hat - was aber auch nicht an mir, sondern am System lag - war das Zahlen mit Karte. Aber das bekommen wir hoffentlich auch noch hin.

Ansonsten gestern ganz zäher Tag, weil ich eigentlich nicht geschlafen hatte, trotzdem üblicher Alltag plus Zahnarzt und Elternabend. Aber dann hat man wenigstens alles auf einmal hinter sich.

Apropos hinter sich, oder besser haha, von wegen. Unsere Vermieterin will ein mehr an zusammen (!!) und die Möglichkeit in Frieden (!!) und mit besserer Atmosphäre im Haus zu leben. Deshalb sollen wir uns - unter vermittelnder Aufsicht - treffen. Vor nicht mal einem Jahr haben wir sie angeblich bedroht, unter Druck gesetzt und das Leben zur Hölle gemacht, weshalb sie uns vor Gericht gezerrt hat, eine Räumungsklage gegen uns eingereicht hat und alle Vermittlungsangebote ausgeschlagen hat - jetzt möchte sie ein mehr an zusammen. Meine Frage: Alekto, Megaira oder Tisiphone? (so unglaublich wütend)

Mehr gibt es von uns grade nicht, ich versuche mich jetzt noch etwas abzureagieren, sonst kann ich vor lauter Zorn nicht schlafen und das wäre ja auch nicht wirklich schlau.

giovedì 6 febbraio 2020

Winterbilder

Da heute ein sehr schwieriger Termin anstand (der sich dann im Nachhinein als nicht ganz so schlimm wie erwartet herausgestellt hat, aber woher soll man da vorher wissen, er hatte jedenfalls alle Bestandteile einer möglichen Katastrophe, aber egal ...) ... auf jeden Fall habe ich das gemacht, was ich immer mache, wenn die Nerven mal wieder blank liegen - ich bin in den Wald, zwei Stunden lang ... der Wald ist zur Zeit nicht besonders schön anzuschauen, dafür aber die Steuobstwiesen auf dem Weg zum Wald.
Daher heute einfach eine Runde Winterbilder, während ich im Internet schaue, wie sich miomarito heute per Bahn und mit Umgehung des Großraums Stuttgart (Brand im Hauptbahnhof vor zwei Tagen) nach Tübingen durchschlägt:










mercoledì 5 febbraio 2020

5. Februar

Wie jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen in die Runde: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" oder kurz und einprägsam #WMDEDGT? Hier endlich mal wieder normaler Alltag, niemand ist krank, alle Kinder sind in der Schule und miomarito wie unter der Woche üblich in Augsburg.


6:30 Uhr mein Wecker klingelt, ich hab nach der letzten, wegen des Sturms fast schlaflosen Nacht geschlafen wie ein Stein und fühle mich endlich wieder fit, also naja, sagen wir mal, so fit ich mich eben um 6:30 Uhr fühlen kann ... die übliche Morgenroutine mit Frühstück, Kaffee, Kinder antreiben,  Vesperboxen und Mittagessen machen und einpacken.

um 7:45 Uhr sind alle aus dem Haus, zweiter Kaffee, Zeitungen online lesen, Emails lesen und mit der  Frau Kollegin chatten.

9 Uhr Trockner und Waschmaschine laufen, die Spülmaschine auch, Hemden hängen zum Trocknen, eigentlich könnte ich vermutlich den ganzen Tag Haushalt durcharbeiten und dann sähe die Wohnung vielleicht wieder betretbar aus, da während meiner Seuche natürlich alles liegen geblieben ist, aber ich muss jetzt aber langsam auch mal wieder Fotoarbeit machen. Die Zeit reicht eh nie für alles was getan werden müsse. Lustig wird es dann, wenn noch die Crêperie dazu kommt.
Apropos, ebenfalls noch schnell organisiert, dass Tertia nächste Woche zu Nachbarn zum Frühstück kann und auch sonst für sie gesorgt ist, wenn ich in aller Herrgottsfrühe (5 Uhr *buhuhu*) mit meinem Chef den Crêpes-Anhänger bei Köln abholen gehe (Das Problem sind vor allem die Uralt-Schlösser an unsere Wohnung- und Haustür, das muss ich mit Tertia unbedingt im Sommer mal üben, so dass sie das alleine hinbekommt - wobei da auch regelmäßig (eigene) Teenager und (fremde, also im Sinne von nicht zur Familie gehörende) Erwachsene daran scheitern)

11 Uhr scheiße, schon wieder so spät, den ganzen Müll rausgebracht, Trockner aus- und wieder ein geräumt, länger mit meiner Mutter telefoniert und Sachen besprochen, Einkaufszettel geschrieben, Emails beantwortet, einkaufen gefahren, eingekauft und jetzt muss ich schnell, schnell was kochen und fotografieren.

13 Uhr einmal Baked Beans gekocht und gebacken (dazwischen im Bad etwas aufgeräumt und geputzt und Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen verfolgt), auf drei unterschiedlichen Untergründen und in jeweils anderen Schüsseln, Tellern, Pfannen usw. fotografiert, einen Riesenberg Geschirr produziert, aber hoffentlich auch schöne Bilder. Die Baked Beans gibt es dann gleich für Silencia und mich zum Mittagessen. Und wieder zeigen sich die Vorteile des neuen Herds, der kleine Backofen reicht dicke für das Essen, den großen muss ich nur benutzen, wenn alle Kinder da sind und etwas (aus dem Ofen) zu essen haben wollen. Aber jetzt erst mal Bilder auf den Rechner laden und dann schauen, ob sie auch was geworden sind.
Beim Fotografieren auf dem Balkon übrigens festgestellt, dass die Sonne Mittags jetzt wieder so hoch steht, dass sie anfängt auf meinen Untergrund zu scheinen, das bedeutet es geht endlich wieder richtig aufwärts!

13:30 Uhr blankes Entsetzen

15 Uhr ilfiglio kommt nach Hause, morgen fällt bei ihm der komplette Unterricht aus ... Silencia kommt nach Hause, Mittag gegessen, weiter fassungslos auf das Wahlergebnis geschaut, Bilder bearbeitet und zu den Agentur hochgeladen:




weiter fassungslos auf das Wahlergebnis geschaut, Trockner ausgeräumt und Wäsche zusammen gelegt, Waschmaschine wieder befüllt ... Kaffee getrunken und Mitleid mit Silencias bekundet, die heut nicht nur ihre Ladung Bücher für heute ausfahren muss, sondern auch noch die von gestern, weil der dafür zuständige Bote krank war und es keinen Ersatz gab:




(immerhin das Wetter schön)

weiter fassungslos auf das Wahlergebnis geschaut

16 Uhr statt die Küche aufzuräumen mich durch Zeitungsartikel geklickt ... überraschenderweise wurden meine Bilder schon ediert, normalerweise ist meine Editorin Mittwoch nicht da (oder ediert mich Mittwoch nicht, wer weiß ;-)), Tertia kam kurz nach Hause, holte ihr Fahrrad ab und verschwand zu ihrer Freundin ins Nachbardorf. Silencia fährt Bücher aus, nachher muss ich noch mit ihre etwas Mathe machen und wie gesagt ... Küche aufräumen muss ich ... und eigentlich noch etwas in der Nachbarstadt mit dem Auto abholen, aber dort geht niemand ans Telefon ... nervig. 
Und ich sollte mich um die (schreckliche) Homepage der Crêperie kümmern, da habe ich, um mir kein Mansplanling an tun zu müssen, eine recht selbstbewusste Email an den Menschen geschrieben, der die bisher betreut und hostet und das wohl recht gut - also das selbstbewusst - jetzt hat der mir einen Haufen Dateien geschickt, und ich hab ehrlich gesagt nicht so wirklich einen Plan, wie ich die jetzt bei mir raufgespielt bekomme und nun gut ... wird schon irgendwie gehen (fake it till you make it kann ich gut - vermutlich müsste ich mich nur mal in Ruhe hinsetzten und scharf nachdenken ... hoffe ich)

18:15 Uhr Küche in Teilen mit viel böser Faber-Musik aufgeräumt, ins Nachbarstädtchen gefahren bzw. geschlichen ... ich kann mir immer nicht merken, dass man das mit dem Auto besser nicht zwischen 15 und 19 Uhr macht, weil man da nur im Stau steht, so dass mich das jetzt eigentlich eine ganze Stunde gekostet hat ... na toll. Ilfiglio ist beim Basketball, Silencia fährt die letzten Bücher aus und Tertia müsste jetzt demnächst nach Hause kommen ... *uah* ich habe vergessen, dass ich ihre Lieblingsbettwäsche gewaschen, aber nicht nicht in den Trockner habe .. schnell, schnell ....

19 Uhr oh, so toll, auf facebook kann man unseren neuen Crêpes-Anhänger sehen, noch ohne Aufdruck, der kommt noch drauf, aber: OH WIE SCHÖN! (entsprechend die Social-Media-Maschine anwerfen)

20:20 Uhr der Einfachheit halber (der einfachheitshalber?!) gab's Milchreis zum Abendessen für mich und die Mädchen, der Sohn weilt ja noch beim Basketballspiel. Tertias Bettwäsche ist noch nicht trocken, sie hat aber Ersatzwäsche akzeptiert und gleich mal Bett beziehen geübt, da sie das nächsten Monat für's Schullandheim können sollte (und überhaupt). Ich habe einen großen Berg trockener Wäsche, der auf meinem Bett lag (bzw. auf miomaritos Seite) in eine große IKEA-Tasche gestopft ... weil der Wäschekorb (naja, sind wir ehrlich ...körbe ...) schon belegt ist und ich heute einfach keine Zeit mehr habe, das ganze Zeugs zusammen zu legen. Und auch keine Lust, neben einem Wäscheberg zu schlafen ;-)
Kurz mit miomarito gechattet und jetzt will ich eigentlich noch eine Runde Bilder bearbeiten bzw. die von meiner Editorin ausgesuchten Bilder noch mal durchgehen und dann endgültig "in fertig" zur Agentur hochladen. Aber erstmal Tertia Gute Nacht sagen und ein dickes Schmatz-Küsschen geben ;-)

21:45 Uhr Bilder und Einsendungen fertig gemacht, noch schnell was für Silencia und ihre Bücherbooten-Job-Buchaltung ausgedruckt, weiter mit miomarito gechattet, Trockner ausgeräumt, dabei festgestellt, dass ich vergessen habe, im Schlafzimmer den Ofen anzufeuern ... macht jetzt auch keinen Sinn, eigentlich muss ich den Nachmittags anzünden und dann beim Ins-Bett-gehen wieder abdrehen ... muss heute auch so gehen. Spülmaschine läuft auch und jetzt ist dann gut. Morgen wird vermutlich ein Scheiß-Tag (nicht, dass der heute irgendwie erfreulich gewesen wäre - okay, der Anhänger ist wirklich toll - aber morgen wird ... schwierig), ich brauch also unbedingt noch eine gute neue Serie oder so zum Ablenken.
(Gestern übrigens zum Einschlafen Friends laufen gelassen - ich schlafe ja wegen Gedanken-Karusellen inzwischen nur noch mit laufendem Handy und irgendwas, was ich eigentlich auswendig kann ein - jedenfalls bin ich eingeschlafen und dann kam die Folge the one where Emma cries und ich bin ungelogen völlig panisch und mit einem unglaublichen Puls aufgewacht, weil "Rachels Baby" schrie und ich plötzlich wieder mitten in 10 Jahren Schlaflosigkeit samt das Haus zusammenbrüllender Kinder war .. boar .. ganz schlimm - ich bin ja inzwischen wieder so weit, dass ich Babys süß finden und auf den Arm halten kann, da brach mir ja vor wenigen Jahren noch einfach der kalte Schweiß aus, aber das gestern war noch mal heftig)

So, also, Gute Nacht.

Alle anderen Tagebuchblogger hier bei Frau Brüllen.

martedì 4 febbraio 2020

stürmig und Serie

So, wie befürchtet waren wir dann am Sonntag zu zweit krank, Tertia und ich, am Montag auch und eigentlich ging es gestern Abend dann langsam auch bei mir aufwärts, doch dann kam eine der beschixxx Nächte seit langen ... Schuld daran war der Sturm, der die ganze Nacht um unser Haus herumtobte (Samt Hagel und heftigstem Regen) und da wir quasi mitten und ungeschützt im Wind stehen (und das Haus eben sehr alt ist), ist dann eher nichts mit schlafen.
Zum einen weil es einfach unheimlich laut ist und zum anderen kann es eben sein, dass man eben mal schnell aus dem Bett aufspringen muss, weil sich ein Fensterladen gelöst hat und hin und her schlägt, weil es an den Fenstern doch reinregnet oder weil man sich eh nicht so ganz sicher ist, ob alles fest am Haus dran bleibt. Okay, vielleicht bin ich durch das Hagel-Unwetter vor nicht ganz acht Jahren, bei dem fast alle Fensterscheiben zu Bruch gingen, und der Geschichte, wie hier eine Windhose mal das ganze Dach abgedeckt hat, auch etwas vorbelastet, jedenfalls habe ich letzte Nacht eigentlich nicht geschlafen.
Die Kinder etwas mehr und deshalb mussten sie heute morgen dann auch in die Schule gehen, einfach auch deshalb, weil alle in den letzten Wochen so viel krank waren, dass der nachzuholender Berg einfach nicht noch größer werden sollte. Ich wollte noch mal schlafen, nachdem ich alle aus dem Haus gescheucht hatte, aber irgendwie klappt das auch nicht und ich denke, wir werden heute alle sehr früh ins Bett gehen.

Aber Kranksein bedeutet ja auch immer, dass ich neue Serien-Tipps geben kann ;-) Angefangen zu Lesen habe ich auch mal wieder, Herkunft von Saša Stanišić (habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und Wie der Soldat das Grammofon repariert fand ich ja schon mal toll). Aber jetzt zur Serie, einmal was älteres, nämlich London Spy, das wollte ich schon länger mal schauen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen und irgendwie rutschte es dann immer weiter runter in meiner Netflix-Watchlist. Neulich hatte es dann aber miomarito gesehen und fand es ganz gut, so dass ich jetzt am Wochenende die ganze Mini-Serie mit ihren fünf Folgen a ca. 60 min quasi in einem Rutsch durchgeschaut habe. Ich finde sie sehr spannend, die Schauspieler alle sehr gut (Ben Whishaw, Jim Broadbent und natürlich Charlotte Rampling), das Ende ... nun ja .. aber man kann wohl nicht alles haben (Kritik in der Zeit, wer mag)

Und noch eine britische Mini-Serie, diese Mal aber ganz neu (es gibt nicht mal Kritiken), ebenfalls auf Netflix, eine Eigenproduktion mit dem Deutschen Titel Ich schweige für Dich - auf Englisch The Stranger - nach dem gleichnamigen Buch, das ich aber nicht kenne. Ich habe reingeschaut weil ich Richard Armitage seit Berlin Station sehr mag und bin dann sofort hängen geblieben. Ebenfalls sehr spannend, erinnert in Teilen etwas an Broadchurch, einfach, weil schnell klar wird, dass jeder in dieser Stadt Geheimnisse hat und man sieht, wie schnell da ganze Familien und Leben zusammen bröseln können. Die Serie ist zwar definitiv nicht so gut wie die erste Broadchurch Staffel, die ich für eine der besten Serien ever halte, aber muss sich trotzdem nicht verstecken. Ich mag, dass hier das Potential von Serien endlich mal wieder voll ausgenutzt wird, um viele Erzählstränge aufzubauen und so der Zuschauer in den ersten Folgen erst mal - genauso wie die Protagonisten - sehr im unklaren darüber gelassen wird, was da eigentlich "abgeht". Man sollte etwas Zeit (oder eine Krankheit ;-)) einplanen, es sind acht Folgen a 45 min und eigentlich will man nicht mitten drin aufhören.

So, und jetzt Abendessen und Bett für alle ... (Und eine ruhige Nacht und keine Viren mehr bitte)