martedì 28 aprile 2026

Mich gibt's auch noch

Ja, mich gibt es auch noch :-) Ich habe die letzte Woche ja dafür genutzt, meine Familie zu besuchen, also die Ursprungsfamilie wie es immer so schön heisst. Das kam in den letzten Jahren definitiv zu kurz, weil nie Zeit dafür war - also schon an Weihnachten und noch mal im Sommer, aber eben immer im Rahmen von großen Zusammenkünften und viel Gewusel. Meine Eltern und Brüder wohnen ja gar nicht so weit weg, aber gerade am Wochenende kann die Fahrt dann schon auch mal länger dauern (Rekord war mal über 5 Stunden mit dem Auto) und außerdem habe ich ja in der Regel am Wochenende gearbeitet. Aber jetzt geht das ja alles viel besser, miomarito ist außerdem auch immer mal wieder längere Stücke (also im Sinne von Tagen) zu Hause und arbeitet aus dem Homeoffice, so dass ich auch keine Rücksicht auf Tertia und die Schule nehmen muss. 

echtes Pfälzer Essen: Kartoffeln mit Quark
Grumbeere mit weißem Käs

Das war sehr schön, ich habe drei Tage bei meinen Eltern verbracht, war mit meinem einem Bruder auf dem Betzen .. 

... okay, weniger schön ... und in meiner alten Stammkneipe, habe im Garten meiner Eltern das schöne Wetter genossen (und war ja auch ganz frei von oh, da muss ich jetzt aber dringend mal was machen, der Löwenzahn! Der Lavendel! usw.) Und weil ich meine Tante (die Schwester meines Vaters) und meinen Onkel auch schon seit fast drei Jahren nicht mehr gesehen habe, bin ich auf dem Rückweg auch noch bei Ihnen vorbei und auch das war sehr, sehr schön. Als nächstes stehen Freunde und mein Cousin in München auf dem Plan, mal sehen, ob wir das zu zweit hinbekommen. 

Ich bin übrigens alles mit dem Zug gefahren und bis auf eine halbe Stunde Verspätung auf dem Weg von Tübingen nach Lautern war ich immer pünktlich und habe sogar den Bus nach Hause bekommen (ohne dann 29 min auf ihn warten zu müssen - wie sonst immer). Das war toll (und eben alles eher Regionalbahn) und um so mehr ärgere ich mich, wenn das sonst - wie in der Regel - nicht klappt, weil es könnte so schön sein ...

Zu Hause dann die letzten Tage viel Zeit im Garten verbracht, ich habe die Tomaten, die unbedingt ins Gewächshaus müssen, dort nach einem Blick auf die Wettervorhersage (besser: den Trend) schon mal eingepflanzt:


die erste Tomate ist auch schon da!

Ansonsten geht mal wieder die Heizung nicht, das letzte Mal war ich ja auf (!) dem Lago, als ich versucht habe, die Heizung via Handy wieder zum Laufen zu bringen - ging nicht - da musste dann mein Bruder am Karfreitag nach Tübingen fahren und Heizung reparieren, allerdings lag der Fehler nicht so wirklich an der Heizung. Jetzt behauptet sie mal wieder die Zündung sei kaputt (was vermutlich wie beim letzten Mal nicht stimmt), ich habe verschiedene Sachen ausprobiert, habe plötzlich aber auch keinen Zugriff auf die Heizungssteuerung, obwohl Fritz!Box und Router funktionieren und bin jetzt aber auch mit meinem Latein am Ende. Email mit Fotos geschrieben und ich bin mal gespannt, ob und wann sich da jemand drum kümmert ... nachdem die Firma im Internet Jahre lang gut Rezessionen hatte, hagelt es jetzt seit einem guten halben Jahr nur noch wütende Bewertungen, in denen sich die Leute genau darüber beschweren, nämlich dass ständig etwas nicht funktioniert und dann auch niemand kommt, um die Sachen zu reparieren. Sehr, sehr ärgerlich und Ende des Jahres läuft dann auch die Garantie ab. 

In Kaiserslautern habe ich außerdem Silencias Unterlagen in Sachen MRT abgeholt, die werden nämlich auf CD gebrannt und ja ... die erste CD hat mein Vater mit schnellem Einschreiben (oder so) zu Silencia nach Italien geschickt, weil die Bozener Ärzte die Bilder brauchten. Dauerte über 10 Tage (!). Jetzt wollen wir eine Zweitmeinung hier in Tübingen einholen, dazu braucht man noch eine MRT-CD (und nein, Silencia hat keinen CD-Brenner zu Hand) und eine Südtiroler CD mit den CT-Bildern. Also nahm Silencia die CT-CD mit zu einem Besuch bei ihrem Freund in Innsbruck und schickte sie von dort mit einem schnelles Brief zu uns - dauerte nur 2 Tage (oder so), ich sammelte persönlich die MRT-CD in Kaiserslautern ein und gab gestern alles hier in der Uniklinik ab - ich bin mal gespannt ob das dann alles richtig ankommt, die junge Dame bei der Thorax-Klinik wirkte etwas irritiert über meine CDs ... vielleicht hätten wir doch alles faxen sollen ...

Und dann war ja noch der Umzug der Dorf-App-Seite und *joar* wie gut, dass ich a) immer wieder wiederholt hatte, dass ich denke, dass das eine Nummer zu groß ist und b) dann ja gar nicht da war, denn am Ende klappte der erste Umzug (die Seite des Nachbardorfs) erst mal nicht so alles, obwohl die einen ehemaligen IT-ler hatten und am Ende brauchte es statt zwei drei Tage (Treffen) bis alles so einigermaßen lief. Und jetzt gibt es immer noch x Sachen, die nicht richtig funktionieren, und alle heulen, weil wieso geht das nicht mehr?! Und raten Sie jetzt mal, wer das alles "reparieren" soll (Das ist alles ein wenig so, wie wenn eine Gruppe von Leuten, von denen keiner einen Führerschein hat, der einzigen Person, die einen Führerschein hat, die ganze Zeit erklärt, dass das rückwärts durch die enge Straße fahren für einen 20 Tonner mit Anhänger kein Problem sein dürfte ... und das machen "wir" dann einfach!)

Und demnächst gibt es dann auch mal wieder Arbeit aka Food-Fotos zu sehen.

domenica 19 aprile 2026

Schnipsel aus dem Garten

Miomarito ist am Freitag, sehr früh, nach Mainz gefahren und bleibt da bis Montagabend, so dass Tertia und ich hier alleine sind, gestern war ich sogar bis spät in der Nacht alleine zu Hause, weil Tertia wieder ins Baby-Sitting-Geschäft eingestiegen ist - sie musste ja aufhören, weil sie nachtmittags eigentlich immer Schule und/oder Training hat - und jetzt ganz klassisch abends Kindergartenkind sittet. 

Ich habe das schöne Wetter genutzt und diese Woche nicht nur viel Fotos gemacht, sondern die letzten beiden Tage auch sehr viel im Garten gearbeitet. 

Das ist natürlich nicht der Garten, aber ich habe ja jetzt wieder Schlüsseldienst für die Kirche und der Tag außerhalb des Hauses beginnt eben mit Kirche aufschließen - und endet mit abschließen. Und weil ich mich noch nicht wieder daran gewöhnt habe, klingt morgens um 8 Uhr und abends um 18 Uhr (was ich dann aber immer übergehe, weil ich doch noch "schaffa" muss) der Wecker meines Handys - außerdem, wenn miomarito jetzt seinen Alten Dom hat, brauche ich ja auch eine Kirche ;-)

Freitagnachmittag habe ich fleißig Kompost umgesetzt, ich hatte verdrängt, dass mir ja schon letztes Jahr aufgefallen war, das unser Kompost nicht richtig funktioniert, weil er unter unserer Tanne steht und dadurch zu wenig Regenwasser abbekommt, der Alternativplatz aber Dauersonne hätte und auch nicht viel besser wäre. Naja, viel trockenes Zeug ausgeräumt, nicht so viel Erde wie erhofft. Aber da ich diesen Sommer ja nicht mehr die ganze Zeit von Catering und Catering rasen muss, denke ich vielleicht auch mal daran, da regelmäßig Wasser drauf zu lassen. Die erste Runde Kompost ging ins Gewächshaus, das ich gleich auch noch einem Frühjahrsputz unterzogen habe: 

große Überraschung beim Unkraut jäten im Gewächshaus:

Ich bin in der Familie ja zuständig fürs Mäuse, Spinnen, Skorpione usw. fangen und nach draußen transportieren (und das fremde Hund handeling), aber ein fette Kröte hatte ich jetzt auch noch nicht. Ging dann aber doch recht gut, sie sprang schon fast freiwillig in den von mir hingehaltenen Eimer (während ich noch überlegt, wie und wo man die am besten anfasst).

Am Samstag habe ich dann fleißig weiter gemacht, erst einmal eine Runde Unkraut aus den Blumenbeeten geschmissen (nein, mühsam entfernt!), entdeckt, dass doch der ein oder andere Lavendel, den ich letztes Jahr als Ersatz für die, die beim Bau der Fernwärmeleitung kaputt gegangen waren, gekauft und gepflanzt habe hinüber sind - sehr doof. Drei neue habe ich mir die letzten Wochen selbst gezogen bzw. vermehrt, aber die sind noch klein und mal schauen ...  

Den Rest des Tages habe ich weiter am Kompost gearbeitet und gegen 16 Uhr war ich dann endlich am Boden angekommen: 

Dann hat es noch weiter zwei Stunden gedauert, bis ich den noch nicht zum Kompost verarbeiteten Teil gemischt mit frischem Grün, Bio-Abfällen und Schnellkomposter wieder drin hatte. 

Leider gibt es auch noch einen dritten ...
(der ist aber kleiner)

Überwacht wurden mein ganzen Arbeiten natürlich von der Oberaufsicht ... 

Wunderschöner Schon-Fast-Sommerabend und deshalb gab's dann auch das wohlverdiente Bier auf dem Balkon


und dann schnell ab ins Bett (*gähn*)
(bevor Tertia überhaupt zu Hause war)

Ansonsten miomarito eben in Mainz (ich glaube, er musste heute früh sogar in den Gottesdienst), Tertia mit gerade nichts ganz so viel Stress in der Schule und bakt deshalb sehr viel (vor zwei Tagen Kuchen, heute Brötchen), Silencia studiert fleißig in Bozen, allerdings mit der wenig erfreulichen Aussicht auf zwei Operationen im Sommer, weil es jetzt doch so aussieht, als müsse man ihr die erste Rippe (!) rausnehmen ... damit ihre Arme wieder richtig durchblutet werden. Wir sind also viel am Organisieren, Befunde hin- und herschicken und weitere Meinung einholen. 

Ich sollte ja den Umzug der Dorf-App-Seite machen, wurde einfach so beschlossen ... jetzt bin ich am Tag X (Mittwoch) aber gar nicht da - das war schon Wochen vorher geplant, dass ich da zu meinen Eltern fahre - und jetzt bin ich mal gespannt, was das wird. Am Dienstag werde ich aber beim Umzug der Seite aus einem Nachbardorf dabei sein bzw. ich sollte, denn ich bin auf Grund der ganzen Kommunikation und Organisation seitens des Anbieters, der das vom Frauenhoferinstitut übernommen hat, sehr skeptisch, dass das dann alles statt finden kann/wird. Aber schauen wir mal. 

Heute ist eher indoor-Arbeit angesagt, hier sieht es aus als habe eine Bombe eingeschlagen, weil ich wirklich jede Sekunde des schönen Wetter in den letzten Tagen für Arbeit und Gartenarbeit genutzt habe, jetzt ist es eher grau draußen, also Zeit für den normalen Haushalt. Hin und wieder schaue ich, wer gerade wie und warum die Straße von Hormus blockiert und versuche angesichts des "christliche"-"sozialen" Nachuntentretens nicht einfach alles anzuzünden. 2027 wird sicher besser ...

P.S.: Doch noch ein Podcast-Tipp: Das Politikteil / Ungarn nach der Wahl : »Ein Systemwechsel, der mit 1989/90 vergleichbar ist« einfach, weil man ja a) um jede positive Nachricht froh ist und b) weil der eingeladene Daniel Hegedüs, Deputy Director am Institute for European Politics, sehr schön differenziert einordnet und darüberhinaus einfach Sprache beherrscht - ich bin ja allergisch auf alles Gequassel. (ansonsten gebe ich mir den Spaß drei Tage alte Podcast zu hören, in denen dann jemand tief von sich selbst überzeugt erklärt, warum jetzt dies oder das im Nahen Osten passiert ist bzw. was das für Folgen hat und das seit 24 Stunden schon längst wieder obsolet ist) 

lunedì 13 aprile 2026

Oster-Ferien Teil II

Es ging ja weiter nach Bozen, Tertia würde (hoffentlich!) am Nachmittag mit dem Zug aus Kaiserslautern (also via Mannheim und München) kommen, Silencia musste ganz dringend noch mal Ski-Fahren gehen, so dass wir zwei uns weiter mittelalterlichen Fresken widmen konnten, wobei Schloss Runkelstein jetzt wirklich zugänglicher ist, weil einfach hübsch. 


Miomarito und ich waren das letzte mal vor fast 22 Jahren hier, mit der Uni, für die wir eine Exkursion zum mittelalterlichen Tirol organisiert hatten. Ich hatte das Referat für Runkelstein, musste es dann aber irgendwie im Bus halten (war mir völlig entfallen), warum konnten wir jetzt auch nicht mehr nachvollziehen (schlechte Organisation ;-) - nein es war was anderes).



Blick auf Bozen

Die Burg wurde hauptsächlich im späten 14. Jahrhundert ausgemalt, damals stieg ein reiches Bozener Bürger-Brüder-Paar in den Adel auf und liess dann zur Bestätigung ihres neuen Standes nicht nur die Burg umbauen sondern sie auch mit allen möglichen adligen Motiven ausmalen, um sozusagen ganz klar zu demonstrieren, dass man jetzt auch dazu gehöre (ich frage mich bei so was ja immer, ob der alteingesessene Adel da nicht vielleicht ein bisschen die Augen verdreht hat, weil too much


Es ist aber wie gesagt hübsch anzuschauen


Artus, Karl der Große, Gottfried von Bouillon 
(eine ganze Wand voll mit thematischen Dreiergruppen, sogenannte Triaden)


auch wichtig: Höfische Literatur (Artus Sagen zum Beispiel)
hier die Gesichte von Tristan und Isolde


hier geht es um adlige Tugenden 



Das Turnier-Wesen darf natürlich auch nicht fehlen
(es gibt selbstverständlich auch Jagd-Fresken, das gehört ja auch zum Adel, habe ich aber irgendwie nicht fotografiert ...)


Es gibt auch eine ganz neue Dauerausstellung, in der das alles sehr gut und lustig erklärt wird, mit viel interaktiven Sachen und guten Hör- und Filmstationen. Die Gestalter der Ausstellung kommen aus Bozen, miomarito hatte mit ihnen die Bayerische Landesausstellung bei Augsburg gemacht, und die machen immer tollen Sachen. Deshalb waren wir auch da - und haben uns danach noch mit den beiden Chefs (glaube ich) getroffen. Also, Runkelstein ist auf jeden Fall empfehlenswert - also auch auf oh! ein Drache! und Guckmal, was für ein schickes Kleid oder Wer soll davon bitte Caesar sein?!-Niveau (man braucht kein Mittelalter-Studium ;-)) 

Tertia kam dann tatsächlich pünktlich mit dem Zug in Bozen an, Silencia war auch mit dem Skifahren (wobei, eigentlich fährt sie ja Snowboard) fertig, miomarito traf sie zufällig auf der Straße, in voller Montur, auf dem Weg vom Bus nach Hause, während ich auf der Suche nach einem Parkplatz war - mir ist das ja völlig fremd, das Skifahren, aber sie scheint Spaß zu haben. 

Und dann ging es für die nächsten acht Tage (Silencia musste am Dienstag wieder zurück, weil ... Skifahren ... Uni und Arzttermine) an den Lago - Segeln, Sonne, Essen und Familie. 



So, und jetzt freue ich mich noch ein bisschen, dass Orban abgewählt wurde (und verdränge alles andere), friere noch ein bisschen vor mich hin und mache mich dann ans Abendessen für Tertia und mich, miomarito musste heute spontan nach Mainz und kommt erst spät nach Hause. 

 

domenica 12 aprile 2026

Oster-Ferien Teil I

Den ersten Teil der Osterferien bestritten miomarito und ich ja ganz alleine, weil sich die Begeisterung von 15jährigen  zum Thema karolingische Fresken und ganz, ganz alte Holzdecken in großen Grenzen hielt - und Tertia ja eh erst mal Cousinen besuchen war. 

Für uns ging es am Morgen früh, aber gemütlich (also gemütlich im Sinne von gemütlich aufstehen) los, kurz hinter Tübingen wurde aber klar, die Fahrt wird eher anstrengend: 


Das waren die Verhältnisse auf der Alb

Ich kämpfte mich später dann via Fernpass durch noch mehr Schnee. Eigentlich hatten wir über Bregenz und der Arlbergtunnel fahren wollen, aber das dauerte dann plötzlich eine Stunde länger, also fuhren wir unserer übliche Route über eben den Fernpass. Dort brach dann alles zusammen, Lastwagen blieben liegen, - es war nicht so ganz klar, ob auf Grund des Wetterverhältnisse oder auf Grund eines Defektes - jedenfalls standen wir sehr lange auf der Straße herum und mussten auch einmal runter und wieder rauf auf die Fernpass-Straße, weil da eben gar nichts mehr ging. Und am Ende kamen wir in Müstair auf 1200 m an und ... ja ... kein Schnee, nur braune Wiesen. 


Müstair liegt im Val Müstair, im Kanton Graubünden, und wenn man so fährt wie wir, liegt es wenige hundert Meter hinter der italienischen Grenze. Auf deren Seite (Südtirol) Deutsch gesprochen wird, im Val Müstair aber Rätoromanisch (und natürlich auch deutsch):


(hier kann man übersetzen üben)

Wir waren ja wegen des Klosters gekommen, das ist sehr, sehr alt und gut erhalten (UNESCO-Weltkulturerbe seit 1983, als noch nicht alles Weltkulturerbe wurde ...)


ganz alt, also von vor 800, sind diese drei Apsiden, sowie Haupt- und Nebenschiffe, das Dach stammt aus dem 15. Jahrhundert (das Holzdach davor ist abgebrannt) und dieses Gebäude rechts ist ein "Turm" aus ottonischen Zeiten (960) wurde aber im 15. Jahrhundert auch noch mal verschönert (Zinnen).


Das Kloster wurde wohl von Karl dem Großen gegründet (also wirklich, nicht nur der Legende nach), deshalb steht er auch in der Klosterkirche
(romanisch, genaues Entstehungsdatum ist aber unklar)


Das ist das "neue" Kirchendach aus dem 15. Jahrhundert (Gotik)


Da hinten auf der Empore gibt es die älteste bekannte Darstellung des jüngsten Gerichtes (ca. 800) zu sehen - wenn man hinkommen würde ... kommt man aber nicht. Öffentliche Führungen gab es keine, eine private hätte 100 Franken gekostet ... eh ja ... (das Problem ist ja auch, dass das dann oft die normale Touri-Führung ist und dann lesen wir das doch lieber in der Fachliteratur selbst nach).

Miomarito hat sich natürlich auch den entsprechenden Katalog gekauft und sass abends - nach unserem ersten Besuch im Kloster - noch länger lesend in unserem gemütlichen Bed&Breakfast-Zimmer und weil ich zu müde war, mir da auch alles noch durchzulesen, bekam ich dann am nächsten Vormittag eine kleine Führung von miomarito über das, was ich noch nicht wusste ;-) (Me te lo spiego! miomaritos Standard-Ankündigung, wenn die Gefahr besteht, dass es "mansplainig" werden könnte)



das sind romanische Fresken von so um 1200
die karolingischen wurden einfach übermalt und erst in den 1950er Jahre wieder entdeckt,
die romanischen wohl auch, die wurden im Spätmittelalter übertüncht


unter romanische, oben karolingisch



an den Seitenwänden auch karolingische Fresken
(die dargestellten Personen sehen oft noch sehr römisch aus)

Neben der Klosterkirche gibt es noch die Heiligkreuzkapelle, in die kommt man nur mit Führung rein, noch mal 100 Stutz (die spinnen). Die Kapelle ist auch von vor 800, man kann nachweisen, dass das für die Holzdecke benutzte Holz von vor 770 ist. 




Die Tür da auf dem Bild führt ins Untergeschoss der Kapelle, wo gerade Ausgrabungen stattfinden - 
woher wir das wissen? Jemand hatte vergessen die Tür abzuschließen ...




Ansonsten ist dort in Müstair eher wenig los, Donna Leon lebt angeblich da, im Klostershop konnte man auch ihre Bücher kaufen, ansonsten ist wohl eher im Sommer Saison. Wir hatten ein erschwingliches Bed&Breakfast auf der Schweizer Seite gefunden und miomarito hatte nach einem erschwinglichen Restaurant auf der italienischen Seite geschaut  - allerdings nicht, ob das auch am Dienstagabend geöffnet ist - war es natürlich nicht und so blieb uns nichts anderes übrig als ins einzige geöffnete Lokal im Ort unseres B&B zu gehen - es gab auch in den Orten drum fast nichts anderes.


Da war auch eher nichts los, dafür war das Essen sehr lecker, wir bestellten das von Speisekarte, was wir nicht kannten nämlich Capuns und Pizzoccheri (also die Pasta kenne ich schon, aber nicht mit Kartoffeln, Wirsing und Knoblauch) und schlossen beim Bezahlen die Augen.



unsere Unterkunft war auch toll, urige Zimmer, eigentlich Gemeinschaftsbad, aber da außer uns niemand da war sehr komfortabel

Am nächsten Vormittag ging es wie geschrieben noch mal ins Kloster, dann aber weiter Richtung Bozen zu den Mädchen, mit dem festen Vorsatz, noch einmal wieder zu kommen, vielleicht wenn es etwas wärmer ist und etwas belebter (und nicht alles zu ist).


Es gäbe auch noch einiges zu sehen 

Auf der italienischen Seite machten wir dann aber gleich noch einmal halt: 


St.-Johann-Kirche in Taufers


Hier gibt es einen virtuellen Rundgang (geht so, also die Stimmen)



romanische Fresken
(u.a. Moses verkündet die zehn Gebote)


Es hätte noch eine Ausstellung dazu gegeben, aber ... Sie ahnen es ... sie war geschlossen
(alle Museen usw. machen erst im Mai/Juni auf)

Bevor es jetzt zu viel wird, die weltlichen Fresken aus Bozen gibt es dann morgen. 

sabato 11 aprile 2026

Wieder zurück

Seit gestern sind wir wieder zurück, etwas früher als eigentlich geplant, aber so konnten wir den heutigen quasi Sommertag noch mitnehmen und kamen nach ca. 10 Tage Sonne nicht zurück ins nass-kalte Deutschland. 

Ich habe von heute Morgen 10 Uhr ohne Pause bis heute Abend um 19 Uhr im Garten gearbeitet, deshalb gibt es es heute eben nur ein "wieder zurück!" und jetzt falle ich - nach von mir gekochtem Risotto tastasal (super!!) - einfach sehr zufrieden um ins Bett. Morgen dann viel See, Segeln und frühmittelalterliche Kirchen!

Kompost  umsetzten

3x sieben ;-)


Ein paar Tomaten haben es eilig

Der "Kindergarten" durfte mal raus an die frische Luft