domenica 7 giugno 2026

Reise, Reise III (Istanbul)

Der dritte Tag in Istanbul. Heute ist es eher frisch und der Himmel wolkig, wie schon am Tag zuvor am Nachmittag, es soll aber im Laufe des Tages wieder sonniger werden. Insgesamt hatten wir aber super Wetter, es war immer schön warm, teilweise bis fast 30°C, aber weil sowohl in Istanbul als auch später in Çanakkale immer ein schöner Wind geht, wird es nicht wirklich heiß. Und - ich vermute mal - weil es eben erst Ende Mai/Anfang Juni ist, wird es nachts auch kühl, so dass man sehr gut schlafen kann (die jeweiligen Klimaanlagen in den Unterkünften müssen wir nie anmachen). Also, wir ziehen los, heute dann eben mit Pulli.


Den Berg quasi hinterm Haus hoch und direkt rein den anatolisch geprägten Teil des Viertels, sprich sehr viele (eigentlich alle) Frauen in Tschador (und zwar so, das nur Nase und Augen frei sind) oder Niqab (nur die Augen frei), viele Männer eine Art Kaftan und eine Art Turban. Genauer kann ich es nicht beschreiben, einfach weil ich zu wenig über muslimische Kleidung weiß und arg spekuliere. Aber es ist schon eine andere Welt, vermutlich auch gerade am Freitagmorgen des Opferfestes. Wobei uns die Zahl der vollverschleierten Frauen im gesamten Zentrum Istanbuls schon sehr überrascht hat. 


Jedenfalls kaufen wir bei einem der Bäcker dort die besten Simit der ganzen Reise, sie sind noch warm und super lecker.


Die Katzen bekommen - ihrer Ansicht nach - auch leckeres Essen ;-)

Überhaupt, den "Straßenkatzen" geht es super, wir haben kaum mal eine kränklich oder unterernährt wirkende Katze gesehen, die Leute füttern die Katzen und scheinen sich auch sonst um sie zu kümmern - auch wenn sie bei niemandem im Haus wohnen.  


Sie sind sehr zutraulich, zutraulicher als unsere eigene Katze, und lassen sich in der Regel gerne streicheln 


Tertia musste nur tztztz machen und die Katzen kamen aus allen Ecken angelaufen,
ohne dass wir mit Futter gelockt hätten (wir hatte eh keins dabei), und liessen sich dann ausgiebig streicheln

Wir kommen an der Fatih-Moschee vorbei, wollen aber gar nicht rein, sondern weiter


Hier fällt uns nur zum erstens mal auf, dass man wirklich zusammen mit dem Osterfest die Eroberung Konstantinopels feiert


auch hier ein schöner Brunnen vor der Moschee:


wir wollen aber weiter, zu einer weiteren Moschee, die früher mal nicht nur eine byzantinische Kirche sondern gleich ein ganzes Kloster war (wobei vom dem Kloster nichts mehr da ist):


die Zeyrek-Moschee, das nach der Hagia Sofia das größte erhaltene religiöse Gebäude aus der byzantinisches Zeit ist.


Sogar mit Loch im Boden ;-)


byzantinischer Fußboden


und wie ich finde passend großen "Kronleuchtern"


innen kann man eigentlich nur an den Pfeiler erkennen, dass das Gebäude wirklich alt ist


von außen sieht man es deutlich besser


während wir Kirche/Moschee besichtigen, kümmert sich Tertia um die Katzen und ist später im 7. Katzenhimmel, denn hinter der Mosche gibt es KATZENBABIES!!!


Der Abschied fällt sehr schwer und ich kontrolliere spaßeshalber Tertias Riesen-Handtasche, ob sie nicht vielleicht doch einfach eins der Kätzchen eingepackt hat ;-)

Es geht weiter, wir wollen heute auf die asiatische Zeit Istanbuls, davor quetschen wir uns laufen wir aber noch durch den sogenannten Ägyptischen oder Gewürz-Bazar:




Es werden dort nicht nur Gewürze verkauft, aber eben keine Fake-Klamotten oder Teppiche



getrocknete Auberginen, Paprika usw. 


Käse-(und Oliven)-Laden

Ich war noch nie in Asien, deshalb freue ich mich sehr, dass ich jetzt einen neuen Kontinent "freischalten" kann. Wir nehmen eine der Fähren, fahren erst über das Goldene Horn und dann weiter über den Bosporus nach Kadıköy. 




Hier sieht man schön, wie der Galata-Turm alles überragt

Auf der asiatischen Seite angekommen machen wir uns nach einem Kaffee/Çay auf die Suche nach einem Reisebüro, bzw. nach dem Reisebüro, wo miomarito die Tickets für unsere Weiterreise nach Çanakkale kaufen möchte. Was uns auf dem Weg zum Reisebüro auffällt, ist wie viel weniger verschleierte Frauen man sieht, dafür aber viel Mini-Röcke und Crop-Tops usw. 
(Übrigens, für Kirchenhistoriker*innen: Kadıköy ist Chalcedon ;-)). Wir finden das Reisebüro, d.h. das Büro der Busgesellschaft mit der wir fahren wollen:


mit viel Mühe und Google-Translate schafft es miomarito tatsächlich Tickets für uns nach Çanakkale und wieder zurück zu kaufen *hurra*

Wir wollen weiter zur Şakirin-Moschee, einer modernen Moschee (von 2009), die tatsächlich von einer Frau (zum ersten Mal ) "eingerichtet" wurde, sprich es gab erstmalig eine Innenarchitektin. (Die neue Riesen-Moschee in Istanbul zehn Jahre später haben dann Architektinnen ganz entworfen). Wir nutzen wie immer Google-Maps (es gibt zwar einen Metro-Plan, aber darauf findet man keinen Bus), finden den passenden Bus und auch die Haltestelle (Bushaltestellen sind oft nur ein sehr kleines Schild am Straßenrand und sonst nicht, es stehen auch keine Busnummern daran oder so etwas abgefahrenes wie ein Fahrplan). Und prompt steigen wir auch in den falschen Bus ein, bzw. ich vermute, wird standen auf der falschen Straßenseiten ... jedenfalls fahren wir in die falsche Richtung, aus Istanbul raus:


Also wir fahren natürlich nicht wirklich raus aus Istanbul, dafür braucht man eine halbe Stunde oder mehr, weil die Stadt so riesig ist, aber wir fahren - wie man gut erkennen kann - aus dem historischen Zentrum raus.


Praktischerweise fahren wir aber einem Metro-Schild vorbei und somit springen wir an der nächsten Station raus und laufen zurück zur Metro-Station, fahren ein Stück mit der Metro und müssen dann auf einen Dolmuş wechseln. Das sind Mini-Busse, die oft auf Zuruf funktionieren oder erst losfahren, wenn sie voll sind. Unserer fährt allerdings eher wie ein normaler Bus, nämlich nach Plan und hält auch an Haltestellen. Wir erklären, wo wir hin wollen (auf nicht existentem Türkisch) und werden rechtzeitig daran erinnert als wir aussteigen müssen. Im Gegensatz zur allen anderem ÖPNV bezahlt man im Dolmuş übrigens bar. 

Die Moschee zu der wir wollen befindet sich im Stadtteil Üsküdar und als wir ankommen, befinden wir uns mitten in hektischem Trubel, ein Strom von Autos fährt vor, Männer in einer Art Uniform versuchen der Autos und Menschen Herr zu werden und wir sind uns nicht so ganz sicher, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, uns die Moschee anzusehen. Aber wir bleiben mal da und beobachten und bald wird uns klar, dass die ganzen Leute auf den Friedhof (der älteste Istanbuls und der größte der Türkei - was ich erst jetzt nachgeschaut habe, aber einiges erklärt) gehen. Und hinter dem Eingang stehen auf dem Friedhof erst einmal Essensstände, an denen die Leute sich was zu essen kaufen - was für uns ja etwas irritieren ist, aber später sind wir noch mal an einem Friedhof, wo es gleich ein ganzes Friedhofs-Restaurant gibt. 

Vor der Moschee wird auch an die Katzen gedacht:


Eine Schale Wasser, eine Schale Futter, eine Schale Liebe


Ich bin sehr begeistert vom Teppich in der Moschee und taufe sie Schwimmbad-Moschee


Leider, einatmen-ausatmen, darf ich (und Tertia) dann nicht wirklich in die Moschee, sondern nur auf den Balkon (aber hey, Innenarchitektin)



einmal in den Männer-Innenraum linsen:


Wir laufen noch etwas durch die Gegend, besuchen einen Supermarkt, weil wir bisher nur immer so ganz kleine Läden gesehen haben, aber das hier ist ein "ganz normaler" Supermarkt 


(ohne Alkohol versteht sich)

Wir fahren wieder zurück auf unsere Seite Istanbuls, das Wetter hat sich auch wieder erholt:



wir legen in Eminönü an und wie immer ist alles voll mit Menschen:


(meine anderen Fotos täuschen etwas, weil ich immer veruche, um die Leute herum zu fotografieren und inzwischen Leute auch einfach aus den Fotos entferne, aber im Prinzip war es fast immer fast überall so voll)

Wir überlegen uns, was wir zum Abendessen essen wollen, Tertia möchte gerne Kumpir essen und wir finden in Richtung unserer Unterkunft ein Kumpir-Cafe (hier heisst alles Café), dort ist dann einfach niemand ... aber die Rezessionen im Internet sind gut und weil wir eigentlich auch genug von Menschenmassen haben, essen wir einfach ganz alleine unsere Kartoffel in dem Lokal:



und dann ab nach Hause und ins Bett


(Jupiter  und Venus von unserer Dachterrasse aus)

sabato 6 giugno 2026

Reise, Reise II (Istanbul)

Der zweite Tag in Istanbul. Wir wollen uns heute etwas von den Haupt-Touristen-Attraktivitäten fern halten und es etwas gemütlicher angehen lassen. Erst Mal wieder den Ausblick genießen:


Dann habe ich beschlossen, dass ich auf Leinenhose umsteige, weil die garantiert bis zu den Knöcheln gehen und ich so viel besser in Moscheen reinkomme. Tertia trägt weiter die kürzesten Röcke der Welt ;-), nimmt aber eine normale Hose zum drunter ziehen mit. 



Das ist das Haus, in dem unser Zimmer ist

Den Rest des Viertels nennt miomarito nur noch Little San Francisco



unser Viertel Fener geht direkt über ins das von Balat, wo früher (bis zur Errichtung des Staates Israel) die jüdische (sephardische) Bevölkerung gelebt hat, also die Juden, die die Spanier bei der Reconquista ab 1492 vertreiben haben (Religion, so was tolles, egal wo)


ein Plattenladen



meine Jugend in Kassetten-Form

Wir verlassen Little San Francisco und mache uns auf zur Chora-Kirche aka Kariye-Moschee. Dafür laufen wir durch "normale" Straßen, wo die eher arme Bevölkerung wohnt. Auch hier wieder eher anatolische "Einwanderer".



Viele Plakate und Fahnen, die Erdogan mit Mehmed dem Eroberer zeigen, letzterer hatte 1453 Konstantinopel erobert, das Ende des byzantinischen Reiches besiegelt, und die abgebildete Hagia Sofia in eine Moschee umgewidmet, Erdogan liess vor wenigen Jahren die säkularisierte Hagia Sofia wieder in einen Moschee verwandeln. Es werden Glückwünsche nicht nur zum Opferfest ausgesprochen sondern auch zur Eroberung Konstatinopels, der Jahrestag fällt dieses Jahr auf den Freitag des Opferfests. 


Am Weg eine kleine Moschee aus dem 15. Jahrhundert 
(immer wieder erneuert)

Was wirklich gut gemacht ist, an fast jedem historischen oder/und religiösen Gebäude hängt ein QR-Code und wenn man diesen mit dem Handy einscannt, erhält man sehr übersichtlich alle wichtigen Informationen zu dem Gebäude. Auf allen möglichen Sprachen und sehr gut übersetzt. Das ist wirklich super praktisch, weil diese kleine Moschee zum Beispiel sicher in keinem Reiseführer steht. 


Hatte ich schon erwähnt, dass Istanbul sehr hügelig ist ...


es geht quasi immer hoch und runter


Hier noch einmal sehr alte Holzhäuser 




in aufgehübscht

So, jetzt also wieder eine Moschee, die früher mal eine Kirche war, nach der Eroberung eine Moschee, dann eigentlich säkularisiert, aber Erdogan ... Sie erkennen das Muster.


von allem wieder völlig unbeeindruckt: eine Katze schläft auf der Sicherheitsschleuse bzw. da, wo man eigentlich sein Handy usw. hintun soll.



wie ich finde sehr schöne Fresken aus dem frühen 14. Jahrhundert



und Mosaike 


während der Nutzung als Moschee waren die Mosaike und Fresken übertüncht worden, 
die Zerstörungen stammen von Erdbeben

In den Moscheen sind die Gebetsbereiche für Männer und Frauen streng getrennt, was ich irgendwie schon noch nachvollziehen kann, weil man sich ja auf Gott konzentrieren soll, aber die Aufteilung ist schon ... schwierig:


Männerbereich


Frauenbereich
(in einer Moschee war der Frauenbereich sogar noch HINTER den Schuhregalen)



aber Tertia war glücklich über einen Sitz



(später konnte frau (ich) auch in den Männerbereich und ich musst schon etwas schmunzeln, weil da eine große Maria hängt (nicht, dass die griechisch-orthodoxe Kirche jetzt Feminismus pur wäre ...)) 


Die Moschee/Kirche von außen
(alles immer mit Weitwinkel, sonst bekommt man sie nicht aufs Bild)

Wir ziehen weiter, an der alten Stadtmauer vorbei, die Byzanz/Konstantinopel 1000 Jahre geschützt hat - bis eben 1453.



Und gleich weiter zur nächsten Moschee, wo allerdings gerade das Mittagsgebet abgehalten wird und wir uns etwas gedulden müssen bis wir reinkönnen


Die Mihrimah-Sultan-Moschee, gestiftet von Mihrimah, der Tochter Sultan Süleyman I. , sie hat auch noch eine Moschee im asiatischen Teil Istanbuls gestiftet, aber da waren wir nicht. Gebaut wurde sie - natürlich - von Sinan. Und ist besonders wegen ihrer bunten Fenster.


wir warten darauf, dass das Mittagsgebet (zur Zeit so kurz nach 13 Uhr) vorbei ist und überlegen, ob das vielleicht wegen des Opferfests ewig dauern könnte. Tut es dann aber nicht. 


"Brunnen" zum rituellen Waschen


in den Moscheen hängen ja immer mehr oder wenig große "Kronleuchter", sie beziehen sich darauf, dass Gott das Lichte ist (kenn man ja), aber ich muss sagen, in einigen Moscheen fand ich die Dinger etwas arg groß, weil der ganze Blick auf die schönen Fenster (hier zum Beispiel) oder Kuppeln gestört wird. 


Wir besorgen uns etwas zum Mittagessen und weil wir keinen Platz zum Hinsetzten finden, laufen wir schnell "nach Hause", essen dort und machen uns dann wieder auf den Weg 


In der Regel wird für alle Gerichte Hühnerfleische verwendet, Rind ist einfach sehr teuer, überhaupt, es ist mir ein Rätsel, wie die Istanbul sich ihr eigenes Leben leisten können, weil die Preise für Essen zum Beispiel einfach fast so wie bei uns sind und das Istanbuler Durchschnittsgehalt aber angeblich nur bei knapp über 1000€ pro Monat liegt. Und die Inflation weiter galoppiert. Erklärt natürlich auch etwas die Stimmung im Land. 

Es geht weiter mit dem Schiff!


wir fahren von Eminönü (10 000de Menschen, man muss so aufpassen, dass man sich nicht verliert, aber alle haben eben frei und genießen das auch) mit der Fähre nach Karaköy - einmal über das Goldene Horn - und dort ist es, falls das überhaupt sein kann, noch voller. 




irgendwo in Karaköy


Katzenstreicheln nicht vergessen


hier hat jemand den Katzen einen "Wohnblock" gebaut ;-)


Tertia möchte in ihr Kaff zurück ;-)


der Galata-Turm

der wurde in dieser Form von den Genuesen gebaut, die hier eine Befestigungsanlage zur Verteidigung Galatas (bzw. bei ihnen hieß das Viertel Pera) errichteten, wo sie eine Kaufmannskolonie hatten (14. Jahrhundert)


für läppische 30€ pro Person könnten wir uns in die ewig lange Schlange einreihen und hoch auf den Turm gehen, aber ... bei allem was Recht ist


viele, viele Leute, 95% Türken, der Rest ausländische Touristen

wir machen eine Pause bzw. suchen ein Café, das nicht ganz so teuer ist 


Ayran für mich



Wasser wird so serviert

[man sollte in Istanbul kein Wasser aus dem Wasserhahn trinken, man kann sich aber wirklich an jeder Ecke für nicht mal 40 cent (es gibt auch günstige Sachen) gekühltes Wasser in 0,5l Plastikflaschen kaufen (Das mit der Umwelt blendet man eh am besten die ganze Zeit aus)]

Wir beschließen, dass wir heute Abend bei uns im Viertel, also nicht dem San Francisco Teil, sondern etwas weg von den Touri-Straßen essen gehen wollen und laufen dieses Mal über die Galata-Brücke  zurück. Was ich absolut faszinierend finde ist, wie "voll" das Wasser rund um Istanbul ist. Das Goldene Horn und der Bosporus sind wirkliche Verkehrsstraßen:


Unter der Galata-Brücke befinden sich viele Restaurants 


wir laufen auf der anderen Seite noch etwas herum, ich weiß gar nciht warum eigentlich, jedenfalls kommen wir an einem Garten-Basar vorbei ...



aber ich dürfte eh nichts davon in die EU einführen 


Tomaten heissen übrigens Domates auf türkisch :-)

Wir gehen bei uns um die Ecke essen (ins Karakoy kahvesi balat), es spricht dort kein Mensch Englisch und/oder Deutsch. Überhaupt, Englisch können nur die Leute in den hardcore touristischen Vierteln und auch da ist das mehr Schein als Sein. Wir haben auch niemanden getroffen, der uns - wie gerne in den Reiseführer beschrieben - mit glänzenden Augen erzählt hat, dass sein Onkel oder Cousin in Stuttgart bei Daimler hocheffizienten Verbrenner *hust* zusammenschraubt. (Isch over - in jeder Hinsicht) Deutsch kann eigentlich niemand und wenn dann Bundesliga, Schweinsteiger, Bayern München und dann hört es auch schon auf. Jedenfalls nach unserer Erfahrung. Miomarito schafft es allerdings wieder einmal (wie schon in Bosnien und Kroatien) ein paar türkische Sätze so gut auszusprechen/anzuwenden, dass alle denken, er könne türkisch. Was dann natürlich erst einmal für weitere Komplikationen, aber dann prinzipiell für sehr viel Anerkennung und Freunde sorgt.

Wir bekommen trotzdem gutes Essen, die Bedienung ist sehr nett und wir haben viel zu lachen, weil auch Google Translate seine Schwierigkeiten mit dem Übersetzen von Türkisch auf Englisch hat und man trotzdem viel mit Händen und Füßen, Humor und Kreativität arbeiten muss. Wir erklären der jungen Bedienung zum Beispiel, dass "aufs Haus/on the House" auf Englisch nicht wie von Google behauptet "my catering" heißt. Zum Abschluss dann noch schnell einen Sprung in den Markt bei uns vorm Haus (wo es wie fast überall in Istanbul kein Bier (Alkohol)  zu kaufen gibt, da muss man wirklich suchen) für eine Runde Nachtisch zum Mitnehmen und dann geht's wieder schnell ab ins Bett.