sabato 25 giugno 2022

Reise, Reise - 8

Bald haben Sie es geschafft und ich bin durch mit deReiseberichten ;-)

Am nächsten Morgen gab es etwas Verwirrung um die weitere Reisegestaltung, die Mädchen und ich hatten miomarito so verstanden, als würden wir heute nicht nur nach Genua fahren, sondern am Abend auch gleich noch weiter an den Lago, deshalb sprang ich um 7 Uhr aus dem "Bett" und fing an einzupacken usw. dann stellte sich aber heraus, dass das ein Missverständnis gewesen war und alles konnte etwas ruhiger angegangen werden. Also erst mal Pool:


auch wieder alleine für uns 
und ich war in meinem Leben noch in keinem Urlaub mit so viel Pool-Anteil


Ich war nur mit den großen Kindern im Pool, weil Tertia sich schon in Saintes-Maries die Schulter an der Wasserrutsche aufgeschrammt hatte, der Schulter dann das viele Baden nicht bekommen ist und wir jetzt keine wasserdichten Pflaster mehr haben

Dafür gab's dann 


Ms. Pac-Man
(was Silencia und ich als alte bzw. junge Friends-Fans natürlich super lustig fanden)

Weil die Zeit drängte waren wir dann nicht mehr in Grasse selbst, ich war da früher öfter gewesen, wir hatten da mal Verwandtschaft und ich habe ja gefühlt jede Osterferien an der Côte d'Azur verbracht. Also kein Parfüm für uns dieses Mal.


aber Mittelmeer bzw. Strand und Baden für Tertia, die wir inzwischen wieder mit wasserdichtem Pflaster ausgestattet haben - und zwar in Cannes:



heute machen wir eher drive through Sightseeing


es war deutlich kühler als die letzten Tage (oder die letzten Orte)
Silencia und ich sassen frierend am Strand, eingewickelt in Handtücher und haben uns erst gar nicht umgezogen
ilfiglio kam schon gleich mal gar nicht mit an den Strand


danach ging es weiter an der Küste entlang, zum einen weil es ja nun wirklich schön da ist und zum anderen, um die horrenden Peage-Gebühren zu sparen


Es ging einmal durch Nizza durch
müssen wir auch mal "richtig" machen, vielleicht eine Art Mittelmeer-Hafenstädte-Tour 


Villefranche-sur-Mer

auch nur aus dem Auto raus geknipst, es fehlen auch die ganzen Jachten und das Kreuzfahrtschiff, dass fast größer als die Stadt war


aber eine tolle Strecke 


dann ging es nach Monaco


auch da war ich schon oft gewesne, ich finde es ziemlich fürchterlich, inzwischen ist die Bebauung ja noch höher und noch dichter und naja ...


Trotzdem schöne Kindheitserinnerungen, meine Brüder waren beide Ferrari-Fans und im Urlaub wurden immer die Ferrari gezählt, mein einer Bruder konnte sogar die Reifendruck-Werte aller Ferraris auswendig und in Monte Carlo sind wir alle (also die Kinder) mal im Stau stehend aus dem Auto gesprungen, weil ein paar Autos vor uns der neue F40 stand und man da ja den Motor durch die durchsichtige Abdeckung sehen konnte.

Das war jetzt dieses Mal mit unseren Kinder deutlich entspannter, so richtig interessieren die sich nicht dafür, dafür wollten miomarito und ilfiglio aber die Schwimmbad-Schikane und durch den Tunnel fahren, was nicht so ganz klappte, wir uns bei der Suche komplett verfuhren und dann doch recht viel Zeit auf der Strecke liegen liessen.



Wir fuhren noch bis Ventimiglia auf der Landstraße an der Küste entlang und dann doch auf die Autobahn. Vorher gab's noch eine große Diskussion, ob wir irgendwo in Finale Ligure auf einen Zeltplatz oder ins Hotel gehen sollen oder ob wir nicht einfach doch nach Genua ins Hotel gehen. Am Ende nahm Silencia das Ganze in die Hand und rief in Genua in "unserem" Hotel an, fragt in fließendem Englisch nach dem Preis für das Familienzimmer und ob es noch frei sei und reservierte es für uns. 


Das letzte Mal hatten wir ja genau das Zimmer, in dem miomarito und ich bei unserem Umzug nach Genua übernachtet hatten, dieses Mal ein anderes mit ebenfalls toller Decke

[Umzug ist gut, wir kamen mit einem randvoll gepackten Auto, ohne Wohnung und nicht wirklich viel Geld am späten Abend in Genua an, fanden kein freies bezahlbares Hotelzimmer mehr, in "unserem" Hotel hatte man dann Mitleid mit uns und wir bekamen ein großes Zimmer mit einer ähnlichen Decke zu einem sehr, sehr günstigen Preis - da lag ich dann an unserem ersten Genua-Abend unter der bemalten Decke und dachte mir, was so anfängt wird ganz sicher toll - war ja dann auch so. Vier Tage später hatten wir unsere Wohnung und kein Jahr später unseren Sohn ;-)]

Die Kinder hatten sich gewünscht - wie das letzte Mal - bei da Mario Essen zu gehen. Ilfiglio war ja zwischenzeitlich (wir waren als Familie 2017 das letzte mal in Genua gewesen) alleine dort gewesen (also sowohl in Genua als auch bei da Mario), wollte aber auch unbedingt wieder da hin. Da Mario ist ein kleines kurioses Restaurant, mittags essen da die Hafenarbeiter und die Leute von der Müllabfuhr, einmal war ich da tatsächlich die einzige Frau (wobei es bei der Müllabfuhr in Genua viele Frauen gibt), die Preise sind wahnsinnig günstig, die Bedienung etwas ruppig, das Essen gut und man sollte nicht die Zeit der Leute verschwenden, weil man sich nicht für ein Essen entscheiden kann oder zu lange überlegen muss, was man trinken möchte. Tischdecken werden nach dem Weggang vom Tisch gezogen und in die Ecke geschmissen, die Leute stehen Schlange für einen Tisch, es ist laut, heiss und hektisch - und wir lieben es ;-)

Danach sind wir noch durch mit den Kindern durch die Stadt gelaufen, an unserer alten Wohnung vorbei und konnten sie dann aber doch überzeugen, dass sie jetzt "heim" ins Hotel gehen und miomarito und ich noch eine Runde alleine durch die Altstadt ziehen dürfen.



San Pietro in Banchi bei "uns" um die Ecke 



klappt Gott sei Dank immer noch nicht so richtig mit der Gentrifizierung


Lieblingskneipe Nummer 1 gibt es auch immer noch


Lieblingskneipe Nr. 2 auch

[Hier habe ich meinen letzten kinderlosen Geburtstag, den 29., gefeiert, mit unseren Freunden aus Spanien, Deutschland, Israel und Argentinien und eigentlich war der schon gar nicht mehr so richtig kinderlos, denn eigentlich war ich da schon schwanger, wusste es nur noch nicht.]

venerdì 24 giugno 2022

Reise, Reise - 7

Nach zwei Tagen in Montpellier geht es wieder, wir packen unsere Zelt unter den Maulbeerbäumen zusammen und treffen dabei auf dieses seltsame Tier:



Dank Instagram-Followerin weiß ich schnell, dass es eine Zikade ist
kannte dein grün-durchsichtig nicht 

Wir machen uns ein drittes Mal auf den Weg durch die Camargue 


die große Begeisterung Tertias, dass es dort wilde Flamingos gibt, wich ja doch recht schnell der Enttäuschung darüber, dass die gar nicht so richtig pink sind 
(Schnappschuss aus dem Auto)

Wir hatten im Vorfeld lange hin und her diskutiert, ob wir nach Nîmes oder nach Arles fahren sollen, jetzt liegt Arles eindeutig günstiger auf der Strecke und so fahren wir nach Arles. Miomarito und ich waren schon in beiden Städten mal gewesen, nicht zusammen, da kannten wir uns noch nicht, meine Erinnerungen sind recht verschwommen (weil ich eben 13 Jahre alt war), ich erinnere mich eben noch an den Stierkampf in der Arena von Arles (ja, das ist Tierquälerei aber ja, es war trotzdem toll und beeindruckend, nein, ich würde inzwischen nicht mehr zu einem Stiefkampf gehen, war aber in meinen 20er Jahren noch ein paar Mal) und an das Krokodil von Nîmes (Wappentier, das sich dann überall in der Stadt findet). Aber jetzt Arles. Und ehrlich gesagt, war es wie eine neue Stadt, im Gegensatz zu Aigues-Mortes kam mir gar nicht bekannt vor - okay, die Arena, aber die sehen ja überall ungefähr gleich aus


Es war wie die ganze Zeit sehr heiß 

(wobei eine Woche später war es ja noch viel heisser, das wäre mit ilfiglio und Tertia wirklich schwierig geworden, der Rest ist ja hitzebeständiger)


passende Vegetation 


sehr hübsch da


und überhaupt nicht viele Touristen


die Arena


Wir sind nicht reingegangen, weil die Arena innen für alle Veranstaltungen ein Gerüst mit Sitzplätzen hat und man dann eher nichts von der Antiken Grundkonstruktion sieht, außerdem kennen wir schon genügend Arenen von Innen (Silencia und Tertia müssten vieleicht noch mal ihre Erinnerungen auffrischen, aber dann in einer leeren)


wir schlendern ein wenig durch das Städtchen, ich beschließe, dass ich nochmals wieder kommen möchte, in Ruhe und den ganzen Tag dann einfach von Café zu Café ziehe





Es war Sonntag, daher fast alle Geschäfte geschlossen und wenig los


Nachdem wir ja bisher hauptsächlich gotische Kirchen angeschaut haben, jetzt mal was romanisches: 






und noch der Kreuzgang des dazugehörigen, heute nicht mehr erhaltenen Klosters


Tertia ist ziemlich am Ende, es ist ihr viel zu heiß, auch der Kreuzgang bietet keine Abkühlung,
daher nur eine schnelle Runde und dann wieder zurück ins Auto mit Klimaanlage 






Place de la République vor der Kirche


Für den Rest der Fahrt nach Grasse über Marseille gibt es keine Bilder, weil ich am Steuer sass. Wir fuhren durch Marseille durch, weil es eigentlich ilfiglios Wunsch war, dort auch noch mal Station zu machen, aber da die Zeit drängt und alle unbedingt noch nach Genua wollen, muss Marseille noch etwas warten (man ist mit dem Zug von Tübingen aus in 10 Stunden in Marseille, wenn man nicht als 5köpfige Familie fährt, ist das sicherlich eine gute Option).
Wir gehen auf einen schönen Campingplatz in Grasse, den hatten miomarito und ilfiglio schon vorher im Internet gefunden und werden erstmalig bei Dämmerung etwas von Schnacken/Stechmücken angegriffen (haben natürlich auch alles zu Haus vergessen ...), geht aber so. Von den Zelten bauen wir nur noch die Innenzelte auf, es soll eh nicht regnen (hat es die letzten Monate ja auch nicht ...) und so wird es auch drinnen nicht so warm. Tertia ist immer noch nicht wieder fit und bekommt das dritte Zelt als "Krankenlager" aufgebaut, damit sie nicht eingequetscht zwischen ihren Geschwistern schlafen muss. 

giovedì 23 giugno 2022

Reise, Reise - 6

Ein weiterer Tag in Montpellier - beginnt erst einmal mit ausgiebigen Schwimmen im Pool. Der Pool ist unglaublich warm, zwischen 25°C am Morgen und laut ilfiglio 30°C am Abend. Passend dazu sind die Duschen des Campingplatz fest auf heiss eingestellt - genau das, was man sich bei 35°C so wünscht ... ansonsten ist der Campingplatz toll und wenn man sich nach dem Schwimmen nass in den Rest des Mistrals stellt, gibt's auch etwas Erfrischungsgefühl.


Pool nur für uns am morgen



Danach wollen wir uns Architektur anschauen, ilfiglio zieht die Ist-mir-alles-zu-heiß-Karte und bleibt auf dem Campingplatz in Poolnähe. Wir fahren ins Stadtviertel Antigone, das ab den späten 1970er Jahren nach den Plänen Bofill, eines katalanischen Architekten, gebaut wurde.  Ich meine, ich bin da schon mal mit meinen Eltern auf dem Weg nach Südspanien daran vorbei gefahren, aber vielleicht spielt mir auch da meine Erinnerung einen Streich. Jedenfalls, jetzt wollen wir uns das mal richtig anschauen: 


Das Hôtel de Région (1988)


und ja, es war so heiß, wie es auf den Bilder aussieht


Irgendwie habe ich kein gutes Foto der Esplanade de l’Europe
das ist ein riesiger Wohnkomplex, zwei Gebäude bilden einen Halbkreis
oben sieht man im Hintergrund einen Teil davon


Das ist die Hauptachse des Viertel, rechts ein Schwimmbad mit olympischen Maßen
was auffällt und was für mich unerklärlich ist, wenn ein Katalane in Südfrankreich ein Viertel plant:
es gibt kaum Schatten


hier ein paar Bäume, aber auch eher wenig



Ich fand's ganz interessant, aber so richtig gefallen hat es mir nicht, Tertia war wegen der Hitze völlig am Ende und deshalb fuhren wir dann auch wieder auf den Campingplatz zurück.


Vorbei an weiterer moderner Architektur, die mir wesentlich besser gefallen hat, wie zum Beispiel der sogenannte Weiße Baum


Es gibt noch viel mehr was unter dem Motto modern folies gebaut wurde, teilweise völlig abgefahrene Sachen, die aber wirklich toll aussehen, leider habe ich es nicht geschafft, die irgendwie im Vorbeifahren noch zu knipsen


Auf dem Heimweg dann noch schnell ECHTE Merquez beim maghrebinischen Metzger fürs Abendessen gekauft


Aber dann erst mal wieder Pool, zum ... naja ... Abkühlen