martedì 27 settembre 2022

Wir dämmen

So, etwas verspätet, aber hier jetzt der bereits ja schon mehrfach angekündigte Post zum Thema Wir dämmen unseren Dachboden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und das können wir selbst machen und bei der Heizung usw. tut sich ja weiterhin eher wenig, und irgendwas will man ja doch unbedingt tun, bevor der Winter mit voller Wucht kommt.

Und weil meinem Bruder so Sachen Spaß machen und er auch schon mal bei sich (und meinem anderen Bruder) Dachboden gedämmt hat (wenn auch etwas anders), haben wir das zusammen gemacht, ein Wochenende lang (und etwa 1/5 des Dachboden geschafft ...)


erster Schritt: Bretter durchnummerieren, weil die ja nachher wieder drauf kommen sollen


unter den Bodenbretter dann 250 Jahre altes Dämmmaterial (Weizenspreu)


Abtransport, zum Teil auf den Kompost und weil wir ja die 2020er Jahre haben, gehe ich davon aus, dass sich dadurch jetzt eine ausgestorben geglaubte Weizenseuche wieder verbreiten kann .. oder so.


geschmiedete Nägel, auch 250 Jahre alt


und dem Spreu (und Dreck) dann 250 Jahre alte Lehmwickel, die wir aber drin gelassen haben,
aus Respekt vor alter Handwerkskunst
(links sieht man unseren Stromanschluss, wir bekommen unseren Strom nämlich übers Dach, und um den Anschluss mussten wir dann auch herum dämmen)



auch interessant: das Kabel wurden unter dem nicht geöffneten Dachboden-Boden durchgezogen (vermutlich in den 50/60er Jahren) und versorgen Tertias Deckenleute im Stockwerk darunter mit Strom
(mir wurde gesagt, das werde so gemacht und das wäre okay .. nun gut) 


weiteres Problem: wir wollen ja den Dachboden-Boden anheben, damit wir mehr Raum zum Dämmen haben, unser Dachboden ist groß und relativ hoch, da macht es nichts, wenn man den Boden .. ich weiß jetzt gar nicht wie viel ... ) höher legt, aber das ganze Dämmmaterial würde dann links und rechts aus dem damit gewonnen Boden-Zwischenraum nach unten ins Dach (und dann eventuell auch weiter in den Garten) rieseln, weil der Boden-Zwischenraum nach links und rechts offen wäre. Also mussten wir den verschließen: mit OSB-Platten (ist natürlich ein gewisser unschöner Stilbruch, aber wir einigten uns darauf, dass das dann eben ein Verweis auf die Holz-Krise anno 2022 sei)


Holzaufbau



Es war übrigens nicht klar, ob uns die Lehmwickel (plus Schilfmatten und Putz) tragen würden, so dass wir zwei Tage lang da auf dem Dachboden herum balancieren mussten (ich bin mal daneben getreten, hat mich gehalten, aber lieber nicht ins Zimmer nach unten durchbrechen)

Dann haben wir das neue Dämmmaterial (Perlit, vulkanisches Gestein) in die Zwischenräume geschüttet, d.h. erst musste wir mal hübsch Säcke nach oben tragen, die sind Gott sei Dank eher leicht, aber nach dem x. Sack nicht mehr so wirklich


sieht aus wie Katzenstreu


Dann kamen die Bodenbretter wieder drauf
d.h. sie mussten natürlich zurecht gesägt werden, weil die Bodenfläche durch die Höherlegung natürlich etwas kleiner geworden ist



haben wir gut wieder zusammengebastelt!


und dann wurden die restlichen Säcke (also für die restlichen 4/5 des Dachbodens ... und vermutlich reichen die nicht mal ganz) hochgetragen. Ich habe mich davor gedrückt bzw. da ich wusste, was mir für eine Woche bevorstehen würde, liess ich das die Herren mit der eher sitzenden Arbeitswoche machen.


Die nächste Runde gibt's dann im Oktober, ich hoffe, dann ist es noch nicht so kalt, dass einem die Finger da oben festfrieren. Bis dahin muss Silencia mit einer pseudo-Dämmung (rechts) über ihrem Zimmer leben.

An diesem Sonntag machte sich miomarito dann daran, im Bereich unserer Wohnungstür/Treppenhaus zu dämmen. Da haben wir nur eine dünne Bretterwand, das untere Treppenhaus und der Eingangsbereich können eh nicht geheizt werden und ist es bei uns im Flur (der ja auch nicht geheizt werden kann) immer bitter kalt (also noch mal 2-3°C kälter als im eh schon immer eher frischen Rest des Hauses) und es zieht wie Hechtsuppe (natürlich auch durch die Wohnungstür, da kommt noch ein besserer Vorhang hin ... die alte Tür wollen wir natürlich behalten, wie wir das dann langfristig machen ... keine Ahnung). 


Styropor und eine weitere Bretterwand, die ich irgendwann noch streichen möchte, aber mal sehen, wann ich dazu komme. 


So, es geht also voran, irgendwie. Und um das auch noch zu dokumentieren: noch Heizen wir nicht. Wir haben unsere Öl-Tanks im Sommer voll gemacht, früher haben wir immer 1,5 Füllungen pro Winter verbraucht, dieses Mal wäre es gut wenn nur eine verbrauchen würden. Mal sehen, ob das klappt. Letzte Woche waren die Temperaturen nachts ja fast bei Null Grad, da war es dann morgens in besagtem Flur knappe 13°C und im Rest des Hauses zwischen 15-16°C - das ist schon ... nun ja ... die Mädchen haben sich bitterlich über die Kälte beklagt, wollten dann aber im entscheidenen Moment doch nicht, dass wir die Heizung anmachen. Jetzt sind wir im Moment tagsüber so bei einer Zimmertemperatur von 16-18°C (je nachdem ob die Sonne scheint), das geht ganz gut und notfalls erwärmen wir uns an Gelächter über Zeitungsartikel, die schreiben, man könne auch mal eine Zimmertemperatur von 20°C ausprobieren (so viel hat es bei uns auch wenn wir heizen seltenst, also schon, abends in der Küche, wenn man viel gekocht hat und alle in der Küche sitzen).

P.S.: Ansonsten ... porca miseria ... ich mache mir ja keine falschen Vorstellungen vom politischen Italien, aber das musste jetzt wirklich nicht sein ... meine einzige Hoffnung ist, dass die Regierung vielleicht dieses Mal noch schneller als nach den üblichen (durchschnittlichen) 18 (oder waren es 20?!) Monaten auseinanderbröselt und bis dahin nicht zu viel schlimmes umgesetzt werden kann ... 

domenica 25 settembre 2022

Überlebt

So, nachdem ich den gestrigen Tag mehr oder weniger auf dem Sofa liegend verbracht habe, um dann um 19 Uhr einfach einzuschlafen und mit einem Wechsel ins Bett dann bis 7 Uhr morgens durchgeschlafen habe, geht's mir wieder etwas besser (jedenfalls so lange ich verdränge, dass ich ja morgen wieder einen sehr langen Arbeitstag habe).

Das Catering haben wir sehr gut über die Bühne bekommen, erfreulicherweise fiel bei Silencia am Freitagnachmittag der Unterricht aus, d.h. genauer gesagt ihr Seminar-Kurs (Frauenrechte, Emanzipation und irgendwas - das soll keinesfalls despektierlich klingen, ich weiß den genauen Titel nicht) fiel aus und ich konnte meine Aushilfe gegen Silencia eintauschen (Silencia hätte sonst am Abend beim anderen Catering gearbeitet), von der ich weiß, dass sie "schaffa" kann und unter Druck ein Pool der Ruhe ist (was ich Nervenbündel dann gut gebrauchen kann). Also fuhren wir zwei dann mit 700 ausgebackenen Crêpes und einem Teil-Auto .. also großen Transporter, weil das niemals alles in unser Auto gepasst hätte auf die Alb und bauten dort unser Zelt auf. 

Die Leute waren super nett, die ersten beiden Stunden waren eher gemütlich - wir waren ja "nur" als Nachtisch (also süß) eingeladen worden - dann wurde es aber wirklich happig und die letzte Stunde dachte ich, mir hätte jemand mindestens drei Schwerter in den Rücken gebohrt, weil dieser nach so viel Stehen schon über die ganze Woche ziemlich im Eimer war. Insgesamt waren das aber niemals 600 bis 700 Leute (Mitarbeiterfest, das ist fast immer so, dass der Auftrag/Arbeitgeber da mit viel zu großen Zahlen rechnet), es blieben mehrere hundert - bezahlte - Crêpes übrig, die wir dann dort gelassen haben, damit auch die Klienten (wie es wohl offiziell heisst) was abbekommen (wobei die sich auch so unter die Mitarbeiter gemischt hatten). Alle zufrieden und glücklich 

Dann hiess es wieder alles einladen, Spott der der relativ fitten Tochter übers das Altern und den damit einhergehenden körperlichen Abbau ertragen, alles wieder zurück fahren (Silencia schlief im Auto ein, soviel also dazu ;-)), ausladen (zusätzliches Funfact: mit dem Transporter kommt man nicht in die Garage, mussten also alles erst in die Garage und dann den Keller tragen ...), aufräumen, Transporter zurück bringen, nach Hause fahren und dann bin ich gegen halb 1 erst am Küchentisch gepflegt zusammengebrochen, doch noch mit miomarito und unserem nach München umgezogenen Freund ins Wohnzimmer umgezogen und dann friedlich auf dem Sofa eingeschlafen. 

Gestern also nach viel Kaffee mit dem Münchner Freund am Küchentisch auch wieder aufs Sofa umgezogen und mir geschworen so etwas nie wieder zu machen bzw. es nie wieder so weit kommen zu lassen, dass ich am Ende mit so einem Riesenhaufen Arbeit alleine dasitze.

Heute muss sich dann die Fotomappen von der Einschulung fertig machen, außerdem übernachten hier zwei von Silencias Freundinnen und eine von Tertia und allgemein sieht es nach der letzten Woche hier aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ich bezweifle allerdings, dass ich da heute weit kommen, morgen bin ich ja eh nicht da, und es könnte sein, dass ich den Dienstag wieder hauptsächlich zum Erholen brauche ... und dann sind es noch 10 Tage bis zu miomaritos großer Geburtstagsparty ... ich glaube, danach lege ich mich dann einfach eine Woche lang komplett ins Bett. 

P.S.: Irgendwann hoffentlich noch ein Post zu unserer schrittweisen Dachbodendämmung, zu ilfiglios Arbeit in Frankfurt, Silencias Kursstufen-Leben und - Gruß nach Finnland - Tertias neuem mit Steinen zu beklebenden Gymnastik-Anzug ... und Leben im fast schon Kühlschrank (13°C im Flur, wenig mehr in den Zimmern  ... buhuhuhu) 

mercoledì 21 settembre 2022

210 more to go

9 Stunden geschlafen

9 Stunden gebacken

280 Crêpes

unzählige Podcasts

sehr, sehr müde

hoffentlich wieder 9 Stunden Schlaf

(15°C im Haus)


martedì 20 settembre 2022

Survival Mode

Gestern 13 Stunden gearbeitet, heute 6 Stunden lang Crêpes ausgebacken (210 Stück) morgen muss ich mehr schaffen, übermorgen auch, am Freitag Catering und dann breche ich am Samstag gepflegt zusammen. Drücken Sie mir einfach die Daumen, dass ich es dahin schaffe.


P.S. Einschulungsfotos bearbeiten und Mappen machen muss ich auch noch, außerdem eine Menü-Karte für das andere Catering entwerfen und ich glaube, ich habe auch noch eine Familie, die hin und wieder was zu Essen haben möchte .. und Wäsche und ein Ohr .

martedì 13 settembre 2022

What a week, huh?

 What a week, huh? - It's Thursday, captain. 

(Eigentlich heisst es Wednesday ... Tim (und Struppi) und der Kapitän)


Zwei Tage durchgearbeitet, seit dem Wochenende nur noch beschissen geschlafen (oder gar nicht), weil ich nächste Woche nach dem Tag in der Crêperie (12 Stunde) die nächsten drei Tage damit beschäftig sein werde, 600 bis 700 Crêpes auszubacken (das sind so 10 Stunden am Tag, mit Teig machen, aufstapeln usw.), weil man ja in meinem Urlaub am gleichen Tag ein weiteres Großevent dazugenommen hat und sich gleichzeitig auch alle verfügbaren Aushilfen gesichert hat, so dass ich seit heute zwar immerhin eine  Aushilfe habe, aber im Prinzip eben für 600-700 Leute als EINZIGER Anbieter für Süß auf einem Firmenevent stehe - alle können essen so viel sie wollen. Am Sonntag war ich kurz davor einen echten Nervenzusammenbruch zubekommen (denke ich jedenfalls), geschlafen hatte ich zwei Stunden und am liebsten hätte ich mich heulend ins Bett gelegt, um nie wieder aufzustehen. Aber wir mussten den Dachboden ausmisten (auch schon am Samstag), am Wochenende kommt mein Bruder und gemeinschaftliches Dämmen ist angesagt. 

(Ich habe alles super dokumentiert und irgendwas schaffe ich es vielleicht auch einen Post dazu zu schreiben.)

Ich schreibe bestimmt auch bald mal was über den Schulstart ... Silencia hat ja meine Leistungskurse, Englisch, Deutsch und Geschichte, und ich bin etwas neidisch, tatsächlich, wir sind schon gemeinsam vorzustellende Lektüre durch ... und haben heute vorm Abendessen natürlich auch gemeinsam wieder Mathe geübt ... (mündliches Abi) ... Tertia ist morgen dran, sie hat ihren Hass-Lehrer jetzt nicht mehr in Musik sondern in Mathe ... (wird lustig ... aber Mathe kann ich jetzt ja aus dem Effeff. Erinnert mich immer an meinen Vater, der meinte, es habe nie so gut Latein gekonnt wie nachdem er drei Kinder damit zum Abi gebracht hat (oder zur 10ten, ich weiß gar nicht, wie lange meine Brüder Latein hatten, jedenfalls auch von der 5ten an)).

ilfiglio ist weiter in Frankfurt, meldet sich fast nur, wenn er Geld braucht (sein Mini-Gehalt kommt jetzt doch erst Ende des Monats), hat aber sein Kommen für das Wochenende angekündigt. Seit er ausgezogen ist haben wir wieder überraschend viele Gläser, Teller, Besteck, Handtücher und Bettwäsche ... (weil nicht alles in seinem Zimmer vor sich hin schimmelt) und ich - ich weiß das ist gemein, aber es ist einfach wahr - habe die ersten wirkliche tiefentspannten Abendessen seit ungelogen - am Donnerstag - 18 Jahren. Trotzdem freue ich mich, wenn er mal wieder hier aufschlägt (so für für 2 Tage). 

Ansonsten vorhin noch schnell in der Grundschule zum Erstklässler-Elternabend gewesen, weil am Wochenende die Anfrage kam, ob ich nicht Einschulungsfotos machen könnte. Mach ich natürlich, Foto-Arbeit beruhigt mich zur Zeit tatsächlich sehr (heute musste ich einspringen ... Sie wissen, Wochentage .. und  .. ach egal ... jedenfalls werde ich dem nächsten Menschen, der mir was von "Sie müssen unbedingt mal ihre comfort zone verlassen that's so rewarding" erzählt einfach ins Gesicht schlagen.) 

Und jetzt falle ich um ins Bett.

P.S.: Heute nacht übrigens das erste Mal seit dem Einschlafen mit dem Ukraine-Podcast von NDR Streitkräfte und Strategien von explodierenden Bomben und ich muss meine Kinder schützen geträumt (wobei ich vermute, dass das eher die Gesamtsituation ist ... 700 Crêpes ...)



giovedì 8 settembre 2022

Endlich mal wieder!




P.S.: Und ja, die Queen ist gestorben. Ich kann mich tatsächlich für den mittelalterlich anmutenden Ablauf der nächsten Tage (Gleichzeitig wird am Buckingham-Palast die offizielle Mitteilung über den Tod an das Tor oder an eine Staffelei geheftet.) begeistert, aber das war's dann auch.