martedì 9 giugno 2026

Reise, Reise VI (Istanbul - Çanakkale)

Letzter Morgen in unserer Unterkunft am Goldenen Horn. Letzter Blick von der wirklichen coolen Terrasse: 


Hier übrigens unser Zimmer, war wirklich nicht viel Platz, aber weil wir ja eh nur zum Schlafen hier waren ging's ganz gut


Tertia beim Unter-Betten-Check

Dann ging es zum ersten Bus, der fuhr alle 5 min, also kein Problem, dann mussten wir aber Umstiegen und der nächste Bus zum Busbahnhof fuhr dann nur noch alle 20 min d.h. wir mussten DEN Bus erwischen, weil wir sonst vermutlich unseren Bus nach Çanakkale verpassen würden. Also waren wir dann sehr früh an der zweiten Bushaltestelle - natürlich ohne Anzeige, welche Busse wann abfahren, aber freundlicherweise spricht uns eine türkische Frau auf Englisch an, fragt, wo wir hin wollen und bestätigt uns noch mal, dass unser Bus hier abfährt. Wie schon geschrieben, die meisten Menschen, mit denen wir zu tun hatten, konnten entweder gar kein Englisch oder halt so ein paar Touri-Sätze und wenn man mehr wissen wollte ging auch ganz schnell nichts mehr. Trotzdem waren alle immer sehr nett und hilfsbereit (also alle bis auf die Ticket-Verkäufer*innen der Hauptsehenswürdigkeiten).





Wir kommen pünktlich am otogari an und sind ob seiner Größe etwas überfordert. Es ist auch völlig unklar, wo unser Bus nach Çanakkale abfährt. Wir sehen zwar Busse unseres Busunternehmens, aber keinen Bus nach Çanakkale, da aber noch etwas Zeit ist, gibt es erst mal Çay:



Langsam werden wir doch unruhig, niemand spricht Englisch oder sonst eine europäische Sprachen, aber am Ende zeigt uns jemand einen Bus, der etwas abseits steht und auf dem dann auch Çanakkale steht *puh*.


Hier ist die Infrastruktur allerdings schon etwas in die Jahre genommen - dafür ist der Bus super bequem und ziemlich neu


Hier fahren wir aus Istanbul raus, gefühlt eine Stunde lang, die Stadt will gar nicht enden, und wo sie zu enden droht, werden auf die grüne Wiese neue Hochhäuser immer zusammen mit einer neuen Moschee gebaut, es sieht manchmal ein bisschen aus wie bei so ein Computerspiel.


Wir fahren "linksherum" nach Çanakkale, d.h wir starten im europäischen Teil Istanbul und umfahren das Marmarameer auf der westlichen Seite.


Marmarameer 


günstige Benzinpreise (knapp über einem 1€)

Wir machen mehrmals Halt, "Pinkelpausen" und einmal halten wir "offiziell", sprich an einem vorher festgelegten Ort, wo auch Leute ein- und aussteigen. Es gibt einen Busfahrer und einen Mann für alles, der Durchsagen macht, Snacks und Tee/Kaffee austeilt (alles kostenlos) und der mit uns mit Google-Translate kommuniziert. Jetzt 20 min Pause! oder Bitte anschnallen!


hier "offizieller" Halt in Tekirdağ und beim Bus heißt der "Bahnsteig" Peron :-)


Nach dem Halt gibt es Eis für alle - wie klasse ist das denn?!

Nach guten 4 Stunden sind bei den Dardanellen - oder als alte Altsprachlerin - am Helespont angekommen. Seit 2022 gibt es die Çanakkale-1915-Brücke, die als längste Hängebrücke der Welt die Dardanellen überbrückt (was sonst ;-)) und somit Europa mit Asien verbindet.



Etwas später sind wir dann in Çanakkale - am Ortsrand, auf dem Otogar - dem Busbahnhof. Wir finden tatsächlich einen Bus in die Innenstadt und gondeln langsam so irgendwie in die Nähe unserer Unterkunft. Als wir an der Endstation aussteigen, machen wir noch schnell einen Screenshot von google-Maps (Also wo wir gerade sind), weil wir ja in drei Tagen mit dem Bus wieder raus zum Otogar müssen (nicht doof, aber naiv ;-)) 



Wir haben ein wunderschönes Häuschen in einer Gasse der Altstadt und genießen, dass wir jetzt alle mal Platz haben. Es gibt eine große Küche:


ein großes Sofa, zwei Schlafzimmer, zwei Terrassen und ein vergleichsweise großes Bad 
(ich freue mich übrigens jedes Mal darüber, dass unser Bad zu Hause viel besser als die Bäder in unseren Unterkünfte ist, weil es früher immer so war, dass unser Bad viel, viel schlimmer als jedes andere Bad war - selbst der Campingplatz am Lago hatte eine bessere Dusche als wir).


Schon mal ein Ausblick auf morgen

Nach einer kurzen Pause ziehen wir aber wieder los, wir wollen an den Strand, das hatten wir Tertia als Belohnung für ihr Geduld mit den kulturbessenen Eltern versprochen. Tertia hat einen Strand ca. 30 min weiter weg gefunden, der ganz okay sein soll und wir machen uns auf den Weg:


Çanakkale ist ein hübsches Städtchen - denken wir - nachher schauen wir mal nach und es ist eine veritable Großstadt ... wir schlendern durch die Gassen in Richtung Strand:  



es gibt auch wieder viele echte Katzen, nicht nur an den Wänden



Am Strand angekommen dann große Enttäuschung, der Strand ist ziemlich dreckig - wobei das früher ja auch in Europa so war, überall Zigaretten-Kippen, Plastiktüten, Plastikflaschen und Dinge, von denen man gar nicht wissen will, was sie so genau sind. Und dann ist das Wasser voller Quallen. Tertia möchte bitte sofort an den Gardasee ;-) Wir gehen trotzdem ins Wasser, aber nur kurz und immer mit wachem Auge auf die Quallen, mit denen wir einfach auch gar keine Erfahrung habe und deshalb auch nicht wissen, welche vielleicht Feuerquallen o.ä. sein könnten. 




Vater und Tochter

Während wir am Strand liegen versuche ich das Problem zu lösen, dass wir nicht wissen, wie wir morgen nach Troja kommen. Google Maps, das uns mit dem ÖPNV in Istanbul eine große Hilfe war (weil es eben außer einer Metro Karte sonst keine Infos gibt), funktioniert hier einfach nicht. Also man kann einen Fußweg finden oder wie man mit dem Auto wohin kommen könnte, aber eben kein ÖVPN. Deshalb hatte miomarito vorgeschlagen, wie sollten uns einfach ein Taxi nehmen. Aber ich finde, Taxis sind für - sorry - Weicheier. Also suche ich und suche ich und finde dann tatsächlich den Hinweis, dass man mit dem dolmus (Mini-Bus) nach Troja käme. Also suche ich irgendwas mit Troja und dolmus  - und finde einen Parkplatz ...


Damit das morgen früh dann keinen Reinfall gibt - weil die Busse gab's vor 10 Jahren oder ups, wir sind an eine andere Stelle umgezogen oder was weiß ich was - laufen wir auf dem Heimweg einen kleinen Umweg und schauen, ob da wirklich die Busse abfahren. Es sieht alles etwas suspekt aus, während ich versuche, mir den Satz Fahren hier morgen Busse nach Troja ab? vom Handy übersetzen zu lassen, weil ich im Laden an der Straße nachfragen möchte, hat miomarito schon einen Mini-Busfahrer gefunden, der ihm versichert, dass wir mit  Troya!Troya! hier richtig seien. 
Ich bin übrigens sehr froh, dass die Türken nicht wie die Griechen mit dem Kopfnicken und NEIN! meinen bzw. mit dem Kopf schütteln wenn sie JA! meinen. Das hat mich damals, als ich in den 1990er Jahren mit Interrail unterwegs war, viele Nerven (und viele Umwege) gekostet. 

Zufrieden machen wir uns nun endgültige auf den Heimweg und kaufen BIER (!) und Abendessen ein.



Sehr anders aussehende Hühner plus Hahn und Katze ... wo sind Hund und Esel?


Durch Çanakkale fliest der Sarıçay, der eigentlich gar nicht schön aussieht, weil er eher braun dahin dümpelt und wir davon ausgehen, dass er unglaublich schmutzig ist, aber ich habe jetzt gelesen, dass der Name gelber Fluß bedeutet und vielleicht ist der einfach von Natur aus so.

Ich muss kurz vor 20 Uhr noch mal los, weil uns noch Zutaten fehlen, wir können ja in der großen Küche endlich mal wieder was selbst kochen, aber ich finde keinen geöffneten Laden - miomarito am nächsten Tag ohne Probleme ... trotzdem ein großer Unterschied zu Istanbul 


Zum Abendessen dann ein wirklich gutes türkisches Bier
(wir hatten das auch schon in Istanbul getrunken, aber man muss wirklich sehr nach Geschäften suchen, die Alkohol verkaufen und dann kommt das - wie in den USA ... Land of the free ... - in eine blickdichte Tüte und man trägt es vorsichtig nach Hause)


und PASTA!!!


Und morgen geht es dann hoffentlich nach mit dem dolmus nach Troja!

Reise, Reise V (letzter Tag in Istanbul)

So, letzter Tag in Istanbul. Auf der Liste mit großen Sehenswürdigkeiten haben wir noch nicht den Topkapi-Palast abgehakt, gestern sind wir mal kurz vorbei gelaufen und haben geschaut, wie die Schlangen-Situation ist und ... ja ... ziemlich lange Schlange, also wollen wir eigentlich früh los. 

Zuerst will miomarito aber noch eine alte griechisch-orthodoxe Kirche anschauen, die nur am Sonntag geöffnet ist, dafür laufen wir erst einmal wieder durch Little San Francisco, wo noch rein gar nichts los ist, selbst die Treppe, auf der alle immer Selfies machen ist leer (Es gibt auch noch einen Innenhof mit bunten Regenschirmen ...)



Das besondere an dieser mittelalterlichen Kirche ist, dass sie die einzige Kirche Istanbuls ist, die nie zerstört oder in eine Moschee oder etwas anderes umgewandelt wurde - warum weiß man nicht so genau. Als wir ankommen ist sie geschlossen und ich flucht ein bisschen, denn wir mussten ziemlich den Berg hoch (wieder einmal), die Kirche ist in der Nähe des griechischen Gymnasiums, das man von unserer Terrasse aus sehen kann (Fälschlicherweise wird das Gymnasium im Internet oft als die Kirche bezeichnet). Die Kirche sieht aber so aus: 

Glockenturm!

... und stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Während wir dumm vor der Kirche herumstehen, neben uns ein Polizeiauto mit laufendem Motor, das sich auch nicht mehr wegbewegt (keine Ahnung, ob der die Kirche bewacht/beschützt - sonst war da eigentlich nichts), kommt eine ältere türkische Frau auf uns zu, erklärt irgendwas auf Türkisch und schließt uns die Kirche auf. 

Die Kirche, die Maria von den Mongolen heißt, hat ein paar mittelalterliche Ikonen, leider reichen unsere Ikonen-Kenntnisse nicht, um heraus zu finden, welche der vielen Ikonen dort jetzt die wirklich alten sind. Der Raum ist eher klein und wirkt ziemlich vollgestellt. Mir ist etwas unangenehm, dass die arme türkische Frau jetzt darauf warten muss, bis wir komische deutschen Touristen uns alles angeschaut haben - bis mir einfällt, das ich genau den gleiche Job hier habe und es immer nett finde, wenn Leute sich unsere kleine Kirche anschauen ...


(vielleicht ist das mit den Kronleuchtern ja auch schon was griechisches gewesen ...)

Wir ziehen weiter, wieder runter, wo schon die ersten Gruppen von einem Kreuzfahrtschiff über die bunten Regenschirme und die bunte Treppe kurz durchs Viertel geführt werden. Auf dem Weg zur Tram-Haltestelle kommen wir an einer weiteren griechisch-orthodoxen Kirche vorbei, aber da Gottesdienst ist gehen wir nicht rein:

Die Kirche (Aya Nikola Rum Ortodoks Kilisesi) wurde allerdings im 19. Jahrhundert auf einem Vorgängerbau, der auch nicht wirklich alt war, errichtet, ist also nicht wirklich alt. 


Weil wir jetzt doch Hunger haben, gehen wir zu dem Café, in dem wir am ersten Tag gefrühstückt haben und essen noch mal süßen Börek und ich schaue mal, wie ein türkisches Espresso aussieht:

gut, aber auch eher ohne "Wumms"

Jetzt aber wirklich Topkapipalast und Harem und Hagia Irene. Der Weg zum Palast beginnt unten am Gülhane Park und wir werden gleich von einem Mann in einer Bude angesprochen, ob wir nciht schon bei ihm Karten für den Palast kaufen wollen, um so die Schlange zu umgehen. Das ist verlockend - die Schlange war gestern wirklich lang - aber inzwischen sind wir ja erfahren und lehnen nach Nennung des Preises (noch teuer als eigentlich) und der Tatsache, dass er behauptet, dass wir oben dann NOCH MAL für die Hagia Irene bezahlen müssten, dankend ab. Als wir später an der Bude wieder vorbeikommen, ist sie plötzlich auch eine für Hop on-Hopp off Busfahrten durch Istanbul ... 

Wir Erwachsene laufen schweren Herzens am archäologischen Museum vorbei ... Tertia war wirklich tapfer und kooperativ, wir wollen sie jetzt nicht noch durch so ein total langweiliges Museum schleppen. Wir schleppen sie "nur" durch den Topkapi-Palast .. und das Harem ... für insgesamt über 150€ ... Jetzt, da wir dort waren, kann ich Tipps geben. Es ist viel zu viel, man kann sich unmöglich alles sinnvoll ansehen, jedenfalls nicht, wenn man nicht nur einfach durchlaufen möchte. Leider kann man das Ticket nicht auf zwei Tage strecken, man muss sich alles an einem Tag anschauen. Man kann ein Ticket nur für den Palast kaufen, aber nicht nur für das Harem oder nur die Hagia Irene. Die kann man, mal im Palast, zur Not noch dazu kaufen, aber eben nicht einzeln - jedenfalls soweit man uns das erklärt hat. Ich würde bei einem nächsten Besuch - den es mit Sicherheit nicht geben wird ;-) - zu allererst ins Harem gehen, das ist eigentlich der schönste Bereich und danach kann man sich den Rest anschauen. Aber, wussten wir nicht.


Ich habe am Anfang viel Zeit damit verschwendet, mir eine Ausstellung in und über die Küche des Palastes anzusehen, dann waren wir in einem Teil, der sich ausschließlich der Kleidung der Herrscherfamilie widmete, das war ganz interessant, aber frisst halt auch ordentlich Kapazitäten: 

Das sind Kaftane des Sultans - aus dem 17. Jahrhundert

Ich war überrascht, wie gut das alles erhalten ist - und habe ehrlich gesagt Zweifel, ob das wirklich die Originale sind

Besonders interessant fand ich die sogenannten Talisman-Hemden

davon gab es sehr viele, die wurden zu astrologisch günstigen Zeiten geschneidert und dann mit Koran-Versen und Zahlenreihen beschrieben. Man kann das auf dem Fotos leider nicht so richtig erkennend aber jede Reihe sind Buchstaben oder Zahlen, die den Träger beschützen sollen.

Hier noch eine Hose, leider wurde nicht erklärt, wie genau man die anzieht/befestigt, aber auch sehr hübsch: 

 

(Männer- und Frauenkleidung schient sich übrigens nicht groß unterschieden zu haben, es gab auch viele Frauenkaftane, die etwas kürzer waren, aber auch die Kleidung der Prinzen und Prinzessinnen sah eigentlich gleich aus) 


zwischen durch mal frische Luft schnappen und Ausblick genießen 



Wieder rein und die Ausstellungen (Tertia war schon ziemlich angesäuert - zu recht) viel Bling bling, aber ich wollte die Karte des Piri Reis sehen, die sich im Topkapi-Palast befindet. Wurde aber wohl nicht ausgestellt oder wir haben sie übersehen. Leider. 



Dafür gab's den Topkapi-Dolch
(es gibt den Film Topkapi aus den 60er Jahren mit Peter Ustinov, Maximilian Schell und Melina Mercouri, wo dieser Dolch gestohlen werden soll)

Und dann wird es wirklich kurios, und ich werde etwa sauer, weil in Kombination mit dem hohen Eintrittsgeld, dem Fehlen der Piri Rice Karte und meinen Zweifeln an den original 16./17. Jahrhundert Kaftanen ... reicht es dann auch wirklich: 


DER STAB DES MOSES!!


mit DATIERUNG!


Das Schwert DAVIDS - ebenfalls datiert


Der Fußabdruck Mohameds, den gibt es mehrmals

Klar, christliche Reliquien mit einem Splitter vom Kreuz Jesu oder anderen Absonderlichkeiten gibt es, aber die werden ja in staatlichen Museen nicht unkommentiert oder uneingeordent ausgestellt. 

Was ich leider verpasst habe, weil ich dann irgendwann nur noch durch marschiert bin, waren die Haare vom Bart des Propheten ... dafür gab's aber noch das hier: 


Ein Behältnis zum Aufbewahren der Sandale des Propheten 

Eigentlich hatte ich da wirklich genug, Tertia hatte sich eh schon vor Ewigkeiten abgesetzt und miomarito wurde auch etwa zornig. Aber wir wollten ja noch ins Harem und zur Hagia Irene. Also weiter, weiter: 


Die privaten (die waren allerdings gar nicht sooo privat, der Sultan empfing da auch Leute, aber eben in gemütlicher) Teile (also Harem ist der private Bereich in einem islamischen Haushalt) sind wirklich schön:




Das sind Bilder aus dem privaten Bereich des Sultans, bei den Frauen gibt es natürlich einen Unterschied: 


alle Fenster vergittert, bis in den obersten Stock (Bei den Eunuchen allerdings auch)


Ich bin ja großer Fan dieser Fliesen ... 



Eigentlich hätte ich mir da gerne mehr angesehen, aber mein Aufnahmekapazitäten waren einfach nicht mehr vorhanden und wir sind dann einfach nur noch schnell durchgelaufen (es gibt noch Pfeifenräume, tolle Bäder, Toiletten, Aufenthaltsräume, Schlafkammern usw.)



Das war ein "privater" Empfangsraum des Sultans


der sogenannte Früchte-Raum


und jetzt aber raus!

Der letzte Punkt auf der Liste bzw. Eintrittskarte war ja die Hagia Irene. Sie wurde von Konstantin I. als erste Kirche Konstantinopels erbaut, war quasi die Vorgängerin der Hagia Sofia, brannte bei Nika-Aufstand im 6. Jahrhundert ab und wurde dann von Justinian wieder aufgebaut, in einem Erdbeben wieder zerstört und der heutige Bau stammt aus den 740er Jahren. Sie wurde nie in einem Moschee umgewandelt, sondern als Waffenlager genutzt. Leider, leider - und das stand nirgends und wird einem auch nirgends mitgeteilt - man kann sie eigentlich nicht besichtigen. Sie wird renoviert und ist im Inneren fast komplett eingerüstet und abgehangen: 



*yoar*


(Danke auch ...)

Wir man also vielleicht unterschwellig *hust* erkennen konnte ... Topkapi-Palast ist so mittel. Es gibt unglaublich viel zu sehen, auch wirklich tolle Sachen, aber es ist zu viel, zu teuer und man fühlt sich bisweilen etwas verarscht - aber, will man in Istanbul gewesen sein und NICHT im Topkapi-Palast ?! - vermutlich auch nicht ... 

Tertia hat die Nase voll, sie will ohne uns nach Hause, wir überreden sie dann aber doch noch eine Runde Schiff zu fahren. Wir fahren mit einer der Fähren nach Bebek, den Bosporus hoch:





Auf jedem (!)  Hügel weht eine SEHR große türkische Fahne


die Brücke über den Bosporus 


große Transportschiffe in Richtung Schwarzes Meer

In Bebek laufen wir nur einmal die Promenade hoch und runter, bewundern ein paar Schiffe, die man sich privat für Touren auf dem Bosporus mieten könnte und fahren dann mit dem nächsten oder übernächsten Schiff wieder zurück. 



wie immer: Viel los auf dem Wasser!

Wir nehmen eine Fähre, die uns quasi vor der Haustüre absetzt, beschließen, dass wir uns jetzt ein unkompliziertes (d.h. vorm Haus quasi) Essen verdient haben, auch wenn es vielleicht etwas teurer ist und gehen in dieses hübsche Lokal - das Essen ist wieder okay, aber insgesamt fand ich das Essen überall okay, mehr aber auch nicht (bis auf das eine mal "echtes" Streetfood und dann noch mal bei Troja). Vielleicht braucht man mehr Geld, um wirklich gutes Essen zu bekommen, aber so ... 


lustiges Restaurant, man sass quasi in der Küche, wir waren auch die einzigen, weil es schon spät war, die Türken scheinen eher früh zu Essen, nicht italienisch oder spanisch spät. 


Und zum letzten Mal der wirklich tolle Blick über das Goldene Horn am Abend.


Morgenfrüh geht es mit dem Bus nach Çanakkale!