mercoledì 26 giugno 2024

International

Das Catering gestern war sehr international und - mal abgesehen davon, dass der Gasanschluss beim Öffnen der Gas-Flasche laut und deutlich Gas verlor, und zwar nicht da, wo man vielleicht die Gasflasche hätte besser dran schrauben können, sondern irgendwo bei den weiterführenden Leitungen und ich mich schon mit einer Elektroplatte das Ganze stemmen sah ...  der Crêpier hatte aber tatsächlich Zeit, um zwischen Sporttermin und Nachtschicht doch noch mal mit einer zweiten Elektroplatte vorbeizukommen - also davon abgesehen war das Ganze aber tiefenentspannt.

Nachdem das Gas-Problem also gelöst war (naja, das Ganze muss natürlich repariert werden, aber die akute Situation wurde gelöst), hatte ich Zeit, mir in Ruhe die Gäste anzuschauen. Ich wusste, dass es ein internationales Publikum sein würde, weil wir gebeten worden waren, die Speisekarte auf Englisch zu machen, aber mir war nicht klar gewesen, wie international (der Frau, die das Ganze organisiert hatte wohl auch nicht, dazu aber gleich). Die Firma hatte wohl Leute von all ihren ausländischen Zweigstellen eingeladen und es war ein wildes Sprachen-Durcheinander. So etwas gefällt mir natürlich immer gut, gestern gelang es mir sogar, die Franzosen mit einem Une galette au fromage et au jambon, voilà ! zu täuschen - die Reaktion darauf war was mit Oh, vous êtes bretonne? lala lulu avec irgendwas und dann musste ich zugeben, dass ich gar kein Französisch spreche. Die Galette wurden aber trotzdem gelobt. Ein nicht mehr ganz nüchterner Schweizer war so froh, dass er sich mit mir nicht auf Hochdütsch unterhalten musste (ich verstehe Schweizerdeutsch recht gut, weil ich als Kind viel in der Schweiz war und einige unserer Nachbarn/befreundete Familien Schweizer und da eben Dialekt gesprochen wurde - Finke alegge!! Also den tatsächlichen Dialekt, nicht schweizerisch eingefärbtes Schriftdeutsch - und nur solange jemand nicht aus irgendeinem Appenzeller Tal kommt), dass er mir dann tatsächlich deshalb Geld zusteckte ... hatte ich so auch noch nicht, aber Merci vielmal ...
Auch lustig ein Ungar, der sehr gut Deutsch sprach, aber ungelogen genauso sprach, wie in den von mir als Kind sehr geliebten 50er Jahre Historienschinken der ungarische Botschafter am Österreichischen Hofe oder gleich Marika Rökk .... - und der sehr überrascht war, dass ich das mit dem Aus Ungarn einfach so rausgehört hätte (war jetzt nicht so schwierig). Südamerikaner waren viel da (auch sehr schön, weil deren eher langsames Spanisch verstehe ich auf Grund meiner nachlassenden Spanisch-Kenntnisse viel besser als die schnellen Ratatata-Spanier), darunter auch Brasilianer, da konnte ich außer mit obrigada! mit nichts aufwarten, die sprachen aber sehr gut Englisch und dann gab es auch eine große Gruppe Männer aus islamischen Ländern und eine größere Gruppe Inder und Pakistani.
Da war es natürlich sehr sinnvoll, dass wir von der Organisations-Frau gebeten worden, unser Angebot etwas einzuschränken, u.a. nämlich die salzigen Galette auf mit Käse und auf Käse mit (!) Schinken. Der andere Caterer hatte Burger und nachdem geklärt war, dass sein Fleisch nicht halal ist (und eben Rind für die Hindus) und ich mit Schweine-Schinken hantiere, verliessen wohl alle Moslems die Veranstaltung und gingen separat essen. Die Hindus - so weit ich das sehen konnte - nicht, aber die assen dann halt hauptsächlich Pommes. Unsere Galette waren eh nur so als Snack gedacht, aber man hätte uns einfach vegetarisches Essen anbieten lassen können und das ganze Problem wäre niemals aufgetreten - und man müsste nicht darüber diskutieren, ob man jetzt wirklich alles halal anbieten muss und getrennte Grills und was weiß ich was braucht (fände ich jetzt auch übertreiben, daher einfach vegetarisch und das Problem ist gelöst).
Beim Zusammenpacken und Putzen dauerte es bei mir natürlich etwas länger (die Burger-Leute waren zu viert, und der ebenfalls anwesende Kaffee-Mann hatte nur einen Mini-Anhänger mit eben der Kaffee-Maschine) und alle waren schon weg als ich den Anhänger anhängen musste. Wer aber wieder zurück war, waren die muslimischen Männern, die noch weniger als russische Bauarbeiter oder deutsche Männer glauben wollten, dass ich jetzt nicht von einem Mann eingesammelt werde sondern das alles alleine mache - und boten an, mir doch zu helfen. Und weil es natürlich viel einfacher ist, wenn man Hilfe hat, haben mich also zwei Afrikaner (denke ich) im Kaftan und mit Kofia (?) sowie zwei, ich glaube, Inder oder Pakistani mit dem Auto eingewunken (sagt man das so) und dann nach meinen Anweisungen den Anhänger an die richtige Stelle geschoben. Angehängt habe ich ihn dann, weil, ich bin ja die Chefin ;-) 

Nach Hause gefahren, Anhänger abgestellt, alle Sachen aufgeräumt, das Teilauto zum Parkplatz gefahren und dann mit dem Rad zurück durch eine wunderbar laue Sommernacht geradelt, zu Hause mich um kurz vor Mitternacht vors Haus gesetzt und ein Bier getrunken - und dann doch mal wieder gewusst, warum ich das eigentlich halt doch sehr gerne mache, das Catern. 

Heute ausgeschlafen bis 8 Uhr, miomarito ist um 5:30 Uhr los nach Wien, Tertia hat sich selbst das Vesper gepackt und ist in die Schule gefahren, und Silencia hat ja tatsächlich keine Schule mehr und kann sich ganz aufs Mathe-1-Punkt-Lernen konzentrieren. Ich habe heute den quasi freien Tag genutzt, um aufzuräumen, Wäsche zu waschen usw. aber alle ohne Zeitdruck und in gemütlich und jetzt schau ich dann auch noch mal eine Runde Fußball - nachdem ich gestern ja die Spitzenspiele um 21 Uhr verpasst habe ;-)

martedì 25 giugno 2024

Dies&Das (die zweite, oder so)

Eigentlich wollte ich mal wieder vernünftig bloggen, aber hey, wann läuft schon mal was nach Plan hier. 

Samstag stand ich Punkt 10 Uhr hinter dem Tresen bei dem Wettkampf der rhythmischen Sportgymnastik und *joar*, wir waren komplett unterbesetzt, schon von der Einteilung her, dann wurde die Mutter von Silencias bester Dorf-Freundin noch krank (Magen-Darm) und fiel aus und dann hatten wir auch noch das Handikap, dass niemand von uns Russisch spricht, die meisten Anwesenden (die Mehrheit) aber davon ausgingen, dass Russisch die Verkehrssprache sei und munter auf uns in Russisch einredeten und auch nicht besonders einsichtig waren, dass wir das eben NICHT verstehen (nicht alle, aber). Sagen wir mal so, als Bürgerin eines Landes, das sich in der Vergangenheit auch nicht gerade mit völkerverständigem Ruhm bekleckert hat ... so ein bisschen den Ball flach halten wäre vielleicht angebracht.

Abends waren wir ja bei der besten Schul-Freundin von Tertia eingeladen, wie so erwachsene Menschen (die meisten unserer Freunde kenne wir noch aus Uni bzw. frühen Kindertagen, so dass so eine Art chaotische Grundstimmung vorherrscht, so richtig eingeladen waren wir noch nie und daher etwas aufgeregt ;-)), aber es war sehr nett (und wichtigen Fußball haben wir auch nicht verpasst).

Sonntag dann viel im Garten gearbeitet, allerdings hat der quasi seinen Kipppunkt überschritten (sprich, ich komme definitiv nicht mehr hinterher, es wächst jetzt alles zu, immerhin habe ich das Hochbeet von all dem nicht geernteten und geschossenen Spinat, Salat und Petersilie befreit und jetzt hat man wieder etwas mehr etwas mehr Überblick, aber sinnvoll ist das natürlich alles nicht, das Anpflanzen und dann nicht Ernten, aber keine Zeit, keine Zeit) abends Fußball geschaut und in der Nacht dann fürchterlich geschlafen und schlecht war mir auch und nach vielen hin und her um 5 Uhr beschlossen, dass ich wohl krank bin und die Crêperie zu bleibt. Ich lag gestern dann mehr oder weniger den ganzen Tag im Bett, eigentlich ging es, ich hatte auch schon wieder ein schlechtes Gewissen, weil, mein Gott, mit etwas Zähne zusammenbeißen wäre es ja vielleicht doch gegangen. 

Abends wieder Fußball geschaut, da ging's mir relativ gut, sehr mit Modric gelitten (den mochte ich eh schon immer und dass der überhaupt noch dabei ist und dann das Tor und ja ...), aber hey, Forza! Italia!

Heute morgen dann die Überraschung, ich darf nicht nur das heutige Catering vor Ort übernehmen (vergessen, dass man zu diesem Zeitpunkt einen Sportkurs leitet), nein, ich darf auch alles abbauen, aufräumen und alleine den Anhänger nach Hause fahren, Teilauto abgeben usw. (aus Versehen Nachtdienst angenommen). Und schon fühle ich mich wieder unendlich müde (akut und prinzipiell) und bin Gott froh, dass ich gestern zu Hause geblieben bin.

Ansonsten hat Silencia sehr erfreuliche Noten beim schriftlichen Abitur geschrieben, jetzt braucht sie wirklich nur noch EINEN Punkt in Mathe mündlich und das wird ja wohl irgendwie klappen. Ilfiglio war das Wochenende ja hier, hat aber verkündet, dass er im Semester nicht mehr zu uns kommen wird, weil er hier nicht richtig lernen/arbeiten kann und wir sollen eher nach Frankfurt kommen. Bei ihm läuft es im Studium sehr gut, bei der Urlaubsplanung (Georgien, Armenien, Aserbaidschan) gerade allerdings nur so mittel, mal schauen, wie das trotz geschlossener Grenzen usw. weiter geht (seine Alternative: mit dem Zug durch Mauretanien). Ich habe auf jeden Fall Schnaps bereit gestellt (für mich und meine Nerven).
Miomarito fährt morgen in aller Herrgottsfrühe für den Rest der Woche zu einer Fortbildung nach WIEN (*grummel*), Tertia schreibt morgen ihre letzte Klassenarbeit, hatte gestern eine Art Abschluß-Wandertag (40km mit dem Fahrrad und Kanu fahren), weil ihre Klasse nach diesem Jahr mehr oder weniger aufgelöst wird, und ich werde mich jetzt bis obenhin mit Ibuprofen voll stopfen und hoffen, dass ich den Tag irgendwie überlebe. 

venerdì 21 giugno 2024

Dies&Das

Am Mittwoch ging's ja mal wieder an die Uni, eine kleine aber feine Runde war zum Vortrag unseres Straßburger Freundes gekommen (gleichzeitig spielte ja Deutschland), so dass das ganze eher was von Oberseminar hatte (und entsprechend auch eine wirklich gute anschließende Diskussionsrunde). Das Thema sorgte natürlich nicht so wirklich für gute Stimmung (Wahlergebnisse in Frankreich und Macrons Neuwahl-Kalkül), aber es ging dann anschließend doch in netter Runde (mit meiner französischen Freundin, die mit unserem Straßburger Freund auch zusammen studiert hat und - Tübingen ist ein Kaff - dem Moderator der Vorlesung, den wir auch schon seit Jahren kennen) zum Essen. Und endlich, endlich war es so warm, dass man draußen sitzen und essen konnte!!!




Wir waren in einem Lokal, dessen Außenbestuhlung direkt (also das war früher so, jetzt haben sie so ein paar Hecken dazwischen gestellt) an der Straße steht und für mich hat das immer so was italienisch-französisches und jetzt waren wir endlich mal wieder da - und es super lecker Pizza und auch sonst gutes Essen. Ergo feiern wir da jetzt auch Silencias Abitur :-) Aber zurück zum Mittwochabend, es war sogar so warm, dass wir dann noch zu viert in unseren Garten umgezogen sind und dort tatsächlich bis Mitternacht unterm Kirschbaum sassen. 

Donnerstag war entsprechend ... anstrengend ... aber ich habe brav mein Zeug abgearbeitet, ich war auch mit der Katze beim Tierarzt zwecks Impfung. Diese fand die Tatsache, dass ich sie ab dem späten Vormittag nicht mehr rausgelassen habe, nicht so witzig ... 



Die Katze ist gesund und neu geimpft, wir haben Anti-Zeckenmittel bekommen (Niau hatte nie Zecken, Mimi hingegen ständig, also gibt's jetzt so Spot-on Zeugs) und ich wurde für das Gewicht der Katze gelobt (Die meisten, die wir so reinbekommen, sind ja doch ziemlich übergewichtig, wissen Sie.) - meine Antwort: die ist halt die ganze Zeit draußen unterwegs ... (weil sie tatsächlich jederzeit essen könnte, Trockenfutter gibt es immer, aber das interessiert sie nur bei großen gefährlichen Hungerattacken, ansonsten füttern wir sie halt, wenn sie was haben will (also kein ausgeklügeltes Konzept ... im Gegenteil ...))

Gestern kam nach viel hin und her bzw. nein, eher nach viel Stillstand ilfiglio mal wieder zu uns, Stillstand deshalb, weil er um 18 Uhr aus Frankfurt kommend nach Tübingen fahren wollte und da natürlich das England-Dänmark-Spiel stattfand und bei der Bahn gar nichts mehr ging. In der Halbzeit von Italien-Spanien war er dann aber hier. Mehr sage ich zu dem Spiel nicht ;-) (... scheiße sind die gut). 

Heute dann Großeinkauf für die Crêperie, das muss ich ja immer machen, weil der Crêpier kein Auto mehr hat, d.h. dann 25kg Mehl einkaufen, 25 kg Zucker usw. mein Rücken ist noch von letztem Samstag wegen des vielen Stehens sauer, die jeweils 25 kg machen es jetzt vermutlich nicht besser ... aber ich habe ja - bis auf die drei Stunden Verkaufsdienst morgen - ein freies Wochenende - und plane viel zu sitzen - und nichts mehr zu schleppen. 

(OH! Die Ukraine führt mit 2:1!!!)

So, das mit dem Sommer hat sich ja dann auch erst Mal wieder erledigt ... immerhin habe ich jetzt Krautsalat im Kühlschrank, gekauft, und muss auch morgen erst um 10 Uhr antanzen (am nächsten Freitag wäre dann Spendenlauf, ebenfalls für Silencias Sportverein, da habe ich dankend abgesagt, da muss Tertia alleine laufen). Abends sind wir bei den Eltern von Tertias Freundin zum Abendessen eingeladen, das ist auch sehr nett, denn dann muss ich (oder miomarito) morgen nicht kochen ;-) Silencia muss arbeiten, der Herr Student kann sich alleine versorgen und vielleicht schaffe ich es dann ja am Sonntag mal was im Garten zu machen ... wäre dringend nötig ... 

(Ja, Ukraine gewinnt - gegen die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffende Slowakei - sehr schön!)

mercoledì 19 giugno 2024

Schnipsel

Eigentlich habe ich gar keine Zeit zu Bloggen, aber sonst komme ich nicht mehr hinter her und ärgere mich nachher nur, dass wieder so viel fehlt ...

Gestern wollte ich ja den Vormittag einfach gar nichts machen, mich erholen, von dem vielen Stehen, dass mir immer noch in den Knochen steckte (genauer in den Beinen und dem Rücken), aber ich musste ab 8:30 Uhr Emails finden, weil ... ja ... manche Leute anscheinend keine Suche im Email-Programm haben ... bedienen können, was weiß ich. So viel also dazu, auch zum Ausschlafen ...

Weitere frohe Botschaften, ich muss für Samstag, einem Turniertag bei der Rhythmischen Sportgymnasik, bei dem Tertia gar nicht teilnimmt, nicht nur einen Krautsalat (was mich schon etwas verzweifeln/lachen liess, weil, um Himmels Willen, Krautsalat. Noch nie gemacht) abliefern, sondern darf auch noch drei Stunden lang Essen verkaufen. An meinem ausnahmsweise mal Catering freien Wochenende. So schön. Ich weigere mich allerdings, den Salat wie gewünscht morgens um 7 Uhr vorbeizubringen, um dann um 10 Uhr wieder zur Schicht anzutanzen. Letztes Wochenende haben miomarito und ich dann übrigens beide Kuchen verkauft, auch deutlich länger als meine Schicht gewesen wäre, weil sich sonst niemand eingetragen hatte .... 

Ansonsten kommt heute unser Straßburger Freund nach Tübingen an die Uni und hält einen Vortrag zum Ergebnis der Europa-Wahl in Frankreich (um 18:15 Uhr ...) und ich bin mal gespannt, wie viele Leute da kommen und wie miomarito pünktlich aus Stuttgart raus kommt (da ist nämlich um 18 Uhr das Deutschlandspiel). Ich bin ja gar kein großer Fan der deutschen Nationalmannschaft, aber zum einen ist das mit Italien ja gerade eher schwierig (immer noch sehr fasziniert davon, wie wenig oder besser leise in der deutschen Presse über den Umbau Italiens unter der postfaschistischen Regierung (z.B. Verfassungs"reform") berichtet wird) und zum anderen spielt Deutschland ja heute in den rosa Trikot gegen Ungarn und da bin ich ja dann doch für klar für bunt in jeder Hinsicht. Aber, ich werde es eh nicht sehen können. Und ich komme jetzt immerhin auf 2,5 gesehene Spiele (Tertia: Also ich weiß nicht, was ihr da seht, ich schau ja schon auch Fußball, aber für mich sind das immer nur 22 Leute, die dem Ball hinterher rennen ... Gestern Abend versucht dem Kind die wirklich schön erkennbare 5er-Abwehr-Kette der Tschechen zu erklären, und die Vierer-Kette davor und dass dann nur noch einer vorne übrig bleibt)

Silencia ist gerade etwas verzweifelt, der ganze Plan für ihr "Gap-year" bröselt zusammen, weil sie noch keine 18 ist. Das mit G8 ist wirklich toll ... sie wollte ja im Spätsommer nach Perugia zum Italienisch lernen, das geht aber, wenn sie da wohnen will, erst ab 18. Gut bezahlte, länger Ferienjobs sind ab 18. Für FSJ usw. im Ausland sollte man auch 18 sein und die beginnen halt nach den Sommerferien, spätere Einstiege sind eher schwierig bis unmöglich. Das einzige, was sie problemlos machen könnte, ist studieren, das darf man schon mit 17... sehr witzig. Aber wir suchen weiter.

Die innere schwäbische Hausfrau muss jetzt noch berichten, dass sie bei vinted dieses Paar quasi (jedenfalls sieht man nichts) ungetragene Scarosso Schuhe für ZWANZIG EURO gekauft hat. Miomarito hat diese Marke vor Jahren entdeckt, ich habe ihm mal zu Weihnachten (oder schon 2x) Schuhe davon geschenkt, weil die für unsere Verhältnisse doch sehr teuer sind. Sie sind aber wirklich sehr gut und halten lange, ich habe nur nie eingesehen, für mich so viel Geld für Schuhe auszugeben (miomarito hat ja durchaus immer wieder offizielle Anlässe, wo er entsprechend gekleidet auftreten muss, ich ja eher nicht so), aber jetzt habe ich dieses super Schnäppchen gemacht und bin sehr glücklich - und in guter Gesellschaft ;-) (ich hab nur 2 Jahre lang Scarosso Schuh-Angebote verfolgt, irgendwann musste jemand kommen, der nicht weiß, was die Schuhe im Original kosten).

Ansonsten ist mein Gemüse-Beet komplett überwachsen, der Garten wuchert auch vor sich hin, ich habe einfach keine Zeit, mich darum zu kümmern. das tut mir im Herzen weh, aber der Tag hat nur mal nur 24 Stunden und ich weiß nicht, wie ich da noch mehr reinpressen soll. Jetzt erst mal innen aufräumen und putzen, wir haben ja einen Übernachtungsgast, die letzten Reste vom Catering verräumen, einkaufen, Buchhaltung machen, und dann neben Mathe mit Tertia lernen auch noch dringend die Fotos von Chor und Orchester letzte Woche fertig machen. Und nach einem Krautsalat-Rezept suchen ...

P.S.: Ach so, ja SOMMER!!!! Immerhin so ein bisschen (trage immer noch lange Elastan-Jeans und T-Shirt) Aus lauter Begeisterung gestern gleich mal Pasta mit sizilianischem Pistazien-Pesto gemacht :-)

domenica 16 giugno 2024

(nicht ganz so) kurzer Piep

Hier volles Wochenende, deshalb nur ein kurzes Piep. Am späteren Freitagnachmittag habe ich den Anhänger schon mal beim Catering aufgestellt, zum einen, weil man wollte, dass man am Samstag spätesten um 9 Uhr aufgebaut und quasi eingerichtet ist (was bedeutet hätte, ich hätte  um 4 Uhr aufstehen müssen) und zum anderen bin ich da jetzt nicht die super Anhänger-Einparkerin, und meine Hoffnung war, dass da am Tag vorher noch nicht alles aufgebaut ist. Dem war dann auch so, außerdem sprangen noch ein paar nette junge Männer herum, die mir dann mit dem händischen Drehen und Einparken des Anhänger geholfen haben. 

Am Samstag dann trotzdem Aufstehen um 5 Uhr irgendwas, Auto mit Anhänger Kupplung holen (das gleiche, das ich schon am Tag vorher hatte und was doch sehr groß war (alle anderen waren schon vor Monaten ausgebucht gewesen) und am anderen Ende der Stadt stand ...), Silencia kam ja Gott sei Dank mit, der Herr Kollege war ja der Ansicht, dass ich das auch alleine machen könnte (nimmt aber selbst ab 50 Leute immer eins seiner Kinder mit). Muhaha. 
Die ersten STUNDEN war nur Einrichten, Vorbereiten und Rumstehen drin, weil um 9 Uhr musste ja alles ausgeladen sein (also keine Autos mehr bewegen), um 11 Uhr begann die Veranstaltung (großes Firmen-Fest) mit antizipierten 2500 Gästen (es waren dann wohl viel, viel mehr), erst gab's aber wohl noch eine Rede, Begrüßung usw. so dass es bei uns in der Süßigkeiten-Ecken (bei uns gab's noch einen Waffel-Wagen, einen mit Churros und einmal Popkorn&Zuckerwatte) ging es erst ab 12 Uhr los, dafür dann aber so richtig, wir haben zu zweit in SIEBEN STUNDEN 700 Crêpes ausgegeben, über die Hälfte hatte ich ja schon vorgebacken, aber gute 300 Stück musste ich zusätzlich noch neben dem Belegen vor Ort backen. Wer möchte, kann sich ja mal ausrechnen, wie viele Crêpes das so pro Minute sind, wenn man sieben Stunden lang keine Pause macht, nicht auf die Toilette geht und auch nicht groß was isst (um 14 Uhr sind wir fast umgekippt, und Silencia lief dann mal was zu Essen zu holen, aber weil überall der gleiche Andrang herrschte war das gar nicht so einfach) - normalerweise hat man bei solchen Festen (wenn man nicht alleine ist) genügen Zeit und Möglichkeiten, sich bei den anderen Anbieter was zu Essen und zu trinken zu holen und auch mal eine Pause (Sich hinsetzten!!) zu machen. Gestern nicht. Nachher bekamen wir mit, dass die Caterer fürs Hauptessen DREIMAL Essen nach ordern mussten, um 17 Uhr fragte man bei uns nach, ob wir nicht noch länger bleiben könnten und statt der vereinbarten 700 Crêpes nicht auch noch mehr machen könnten, sie würden auch die Lebensmittel einkaufen (und womit mache ich den Teig?!). 

Also ein Catering am Anschlag. Unser Teig reichte genau bis zum vereinbarten Ende zum 19 Uhr und das Fest wurde dann auf nicht noch mal verlängert, Gott sei Dank. Ich war nämlich stehend k.o. und wir mussten ja noch alles putzen, auf- und einräumen und als wir damit fertig waren, waren auch alle anderen schon weg und Silencia und ich drehten tapfer den Anhänger so hin, dass wir ihn ankuppeln konnten - dabei zerquetsche ich etwas Silencias Hand ... (irgendwann wird mal was wirklich schlimmes nach so einem Tag passieren, weil man nach 15 Stunden durcharbeiten einfach nicht mehr in der Lage ist, sich so zu konzentrieren, dass man Unfälle usw. ausschließen kann (meine Meinung), aber hey, ich muss da einfach positiv ran gehen (anderer Leuts Meinung).

Ich habe Silencia beinahe wie verabredet um 21 Uhr zum Italien-Spiel wieder zu Hause abgeliefert (das 23 Sekunden Tor von Albanien fiel allerdings ja schon nach ... hahah 23 Sekunden und das waren wir noch am Anhänger richtig auf den Parkplatz hinschieben), ich habe dann einfach alles bei uns zu Hause ausgeladen und hier hingestellt (eigentlich gehört das in den Keller beim Crêpier, aber da kann ich mit dem großen Transporter nicht in die Tiefgarage fahren und hätte gestern Abend alles (SCHWER!) einzeln in den Keller tragen müssen und s.o. irgendwann passiert mal was), das mache ich jetzt die Woche über. Transporter weggebracht, unser Auto wieder geholt und dann endlich Abendessen und Zusammenbrechen ins Bett. Fußball-Spiele gesehen bisher: NULL.

Den Vormittag heute einfach im Bett verbracht, traurig Silencia hinter her geschaut, die top fit war und sich zum Lernen bzw. in die Gym aufmachte, während ich mich fühlte, als sei ich vom Laster überfahren worden - wir einigten uns dann darauf, dass das die Nachwehen der ganzen Verantwortung sind, die ich gestern im Gegensatz zu ihr auf meinen Schultern getragen habe ;-) 

Jetzt geht es gleich wieder, Sporttag im Dorf, Tertia hat diverse Auftritte, ich habe mich zum Getränkeverkauf (mal was anderes ...) gemeldet, weil es Anfang der Woche noch aussah, als müsste man das Ganze wegen zu geringer Helferzahl absagen, morgen wieder Crêperie, aber ich hoffe, ich habe das schlimmste für diesen Sommer überstanden.

P.S.: Gestern beim Firmenfest, wie eigentlich bei allen Firmenfesten auf denen wir hier sind, mir die Frage gestellt, wie sich die Freunde von der AfD das mit ihrer "Remigration" eigentlich so vorstellen (mal ganz abgesehen von so verrückten woken Ideen wie Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde). Da hätten all diese schwäbischen Mittelständler (die ja eh alle händeringend Arbeitskräfte suchen) einfach nur noch 10-20% ihrer Belegschaft und könnten dicht machen, das ist ein wilder Multi-Kulti-Haufen. Diese ganze Idee ist ja nicht nur rassistisch sondern auch noch wirtschaftlich strunzblöd. 

giovedì 13 giugno 2024

Schnelle Schipsel

Am Dienstagnachmittag sprang ich mehrere Stunden durch den Festsaal der Universität und machte Fotos von Chor und Orchester bei der Stell- bzw. Generalprobe, danach auch noch welche während des wirklich tollen Konzerts, weil von der Presse niemand kam (die müssen alle noch Wahlnachbearbeitung machen) und man da auch noch Fotos brauchte. Das Ganze hat einen Riesenspaß gemacht, allerdings habe ich jetzt einen mehrere hundert Fotos "hohen" Stapel auf meinem Rechner und muss die ja alle noch bearbeiten - also die Bilder für die Presse gingen schon raus - habe aber im Moment gar keine Zeit dafür wegen des anstehenden Riesen-Catering. Aber nächste Woche dann. 

heilige Hallen der Neuen Aula

Das Konzert war ebenfalls toll, ich kann das ja nicht so wirklich beurteilen, weil ich völlig unmusikalisch bin, aber es ist nun mal das Musik-Gymnasium hier und die meisten Eltern sind musikalisch und fanden alles ganz toll (kann natürlich auch sein, dass es nur so ist, weil es ihre Kinder sind). Naja, jedenfalls großer Musik-Genuss, Tertia ist zwar nicht die jüngste (es sind ja noch zwei Mädchen aus ihrer Klasse, die schon bei den großen mitsingen dürfen), aber die kleinste und schaut bei Stücken mit Flügen kaum über diesen drüber. Aber es freut mich, dass ihr das so Spaß macht und sie das auch noch viele Jahre weiter machen kann. Und sie hat eine tolle Musik-Lehrerin und Chorleiterin, und diese hatte als letztes Lied und dann noch als Zugabe zwei Lieder für Vielfalt und Diversität eingeübt, wozu sich dann auch die Regenbogenfahne (und Transparente mit Für Demokratie und Vielfalt) entrollte und was die Gäste mit Standing Ovations honorierten (der Schock über das Wahlergebnis der Europawahl sitzt tief in Tübingen, merkte ich auch am Montag in der Crêperie).

Um nach Jahrzehnten auch richtig zum grünen Tübingen zu gehören, haben wir jetzt auch ein "Balkonkraftwerk". Das habe ich neulich bei meinem Bruder in Kaiserslautern eingesammelt, der es wiederum von einem Freund hatte, dessen Chef da beruflich etwas zu viele davon gekauft hatte und die jetzt wieder loswerden will. 

Eigentlich waren sie zu lang für mein Auto, aber man die die Dinger BIEGEN


Meine Eltern haben ja seit 1-2 Jahren richtig Solar auf dem Dach und es gibt immer lustige Dialoge zwischen meinen Eltern, wann man jetzt die Waschmaschine oder Spülmaschine am besten laufen lässt, außerdem führt meine Mutter (meine Mutter eben) genau Buch darüber, wie viel Strom an welchem Tag erzeugt wurde und wie das Wetter da war usw. Mein Bruder hat eine Anlage auf dem Haus, in dem seine Praxis ist, und freut sich auch immer sehr über die Infos der App. Wir dürften, wenn überhaupt - Denkmalschutz sei Dank ... - ja die Paneele nur in das Dach einbauen, nicht auf das Dach drauf und farblich dürfen sie auch nicht schwarz sein sondern müssen die gleiche Farbe wie die Ziegeln haben (also helles rot) und das macht leider überhaupt keinen Sinn, weil unser Dach noch tiptop ist und im Moment der Ertrag von diesen hellen Paneelen (Panels?) viel zu wenig ist, um die Kosten irgendwie (auch mit sehr viel Liebe zur Umwelt verrechnet) wieder reinzukriegen. Also Balkon. das wollte ich bisher nie haben, weil ich dachte, dann sei der Balkon so dunkel und ich will da keine so Dinger hängen haben, aber jetzt sind das gar keine Dinger mehr und der Preis so niedrig, dass es jetzt quasi auch egal ist, wenn man damit nur den Router o.ä. versorgt. 

ganz dünn (und eben zur Not biegsam)

noch auf der falschen Seite (einfach nur hingestellt)

(am frühen Morgen im Sommer noch im Schatten, aber Südbalkon, da geht was)

Und jetzt läuft das Ding (also es sind zwei Stück, jeweils 2m auf 88 cm) noch eher provisorisch, weil wir keine Außensteckdose haben und miomarito noch ein Loch durch die Hauswand bohren muss - im Moment läuft das Kabel eben durch die offene Balkontür, außerdem müssen wir sie noch richtig am Geländer festmachen) und hat heute doch schon ;-) 0,03KWh geliefert (ich habe natürlich auch eine smarte Steckdose und eine App :-))

jetzt kommt dann auch die Sonne

So, und jetzt weiter Crêpes ausbacken und Catering vorbereiten. 

P.S.: Hörtipp! Die neuste Folge der Lage der Nation, die ich ja immer sehr schön unaufgeregt finde und deren juristischen Ausführungen ich sehr schätze (also dazu, was von irgendwelchen politischen Forderungen/Ankündigen rechtlich überhaupt umsetzbar ist oder wie es besser ginge), zur Europa-Wahl.

martedì 11 giugno 2024

Ach ...

Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so betroffen am Esszimmertisch zusammen sassen wie am Sonntag, irgendwas zwischen schockiert und wütend und überhaupt (das Wahlergebnis hat mich jetzt nicht wirklich überrascht, das war ja abzusehen, auch die Ergebnisse aus Frankreich und Italien). Tertia war unter Tränen zunächst der Überzeugung, dass die AFD jetzt gewonnen habe und es demnächst mit der "Remigartion" losginge und wir und die meisten ihrer Freundinnen aus Deutschland raus müssten oder irgendwie so was, da war erst mal energisches Aufklären angesagt (hatte wir eigentlich schon mal, weil die Kinder in ihrer Klasse, nach dem das durch die Presse gegangen war, alle geschaut haben, wer "bleiben dürfte" und wer "gehen müsste" ... allein dafür könnte ich diesen Deppen schon links und rechts usw.) 

So jetzt gäbe es natürlich 1000 Sachen zu sagen, aber ich lasse das jetzt mal eher sein, weil es sich aus der vergleichsweise reichen grünen Tübinger Akademiker-Blase vermutlich leicht reden lässt (auch hier haben die Grünen verloren, aber der Großteil der Stimmen ging dann eben zu Volt, und ein bisschen auch zu Frau Wagenknecht; bei Gemeinderat und im Kreistag ist es ähnlich, nur gingen die Stimmen da wohl eher an die neue Klimaliste und ansonsten eben knapp über bzw. unter 30% Grün, die AFD ist hier gar nicht erst angetreten). "De hääm" sieht es leider ganz anders aus, da ist die AFD zweitstärkste Kraft (knapp hinter der CDU und knapp vor der SPD), bei meinen Schwiegereltern auch, mit über 20% (hinter der CDU mit fast 40%, da haben die Grünen unter 5% bekommen, die SPD 10 %). 

Jetzt warte ich noch auf das Ergebnis hier aus dem Dorf, normalerweise ist das ja eher langweilig, weil es eben eine Liste mit Leuten gibt, die man wählen kann und man im Prinzip froh ist, wenn man genügend Leute für den Ortschaftsrat zusammen bekommt. Jetzt sind dieses Mal aber zwei Listen angetreten. Hintergrund ist die Tatsache, dass hier im Wald Windräder gebaut werden sollen, die Tübinger Stadtwerke wollen hier im Wald eventuell Windräder aufstellen (nachdem es Jahre lang immer hieß, jaja, die feinen grünen Tübinger kaufen sich halt irgendwo anders in Windparks ein, weil sie die nicht vor der Haustür haben wollen) und natürlich ist das toll und wichtig, aber doch bitte nicht gerade hier (NIMBY - not in my backyard), die Bäume, die Tiere, viel zu wenig Wind und überhaupt, Zerstörung einer Naherholungsgebietes, wie sieht das dann aus (letzteres aber nur hinter vorgehaltener Hand). Es gab wohl recht hitzige Diskussionen, ich habe mich da aber rausgehalten, bin auch zu keiner der Info-Abenden gegangen, weil ich es so lächerlich finde, den Tübinger Stadtwerken zu unterstellen, dass sie Millionen in ineffektive Windräder investieren würden und selbst der Ortsvorsteher des Nachbardorfs, seines Zeichen Förster, meinte, die Bäume seien eh schon alle kaputt, da würde es nichts viel ausmachen, wenn man die fällt und immerhin ein kleines bisschen dafür sorgt, dass es mit dem Klimawandel nicht ganz so schnell voran geht. Naja, jedenfalls hängen jetzt viele Plakate rund ums Dorf, pro und contra und jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das bei der Wahl im Ort niederschlägt (Kommen wird Windpark, das hat der Gemeinderat neulich beschlossen, die Ortsvorsteher*innen haben auch zugestimmt, aber es ist noch nicht klar, ob wir von den Windrädern welche quasi vor der Nase gesetzt bekommen, weil es viele mögliche Plätze gibt, aber welche jetzt genau genutzt werden sollen, steht noch nicht fest)

Ansonsten hat Tertia ja heute ihr großes Konzert an der Uni, miomarito fährt deshalb extra gesondert zu seinem Betriebsausflug (nach Konstanz), um rechtzeitig wieder zurück zu sein und ich habe mich leichtsinnigerweise bereit erklärt, für den ausgefallenen Fotografen einzuspringen, der sonst immer die Fotos von Chor und Orchester macht (keine Ahnung, ob das ein echter Fotograf ist, er kann jedenfalls nicht, die Chorleiterin fragte in der Chorgruppe herum und Tertia schrie, meine Mutter kann das! und ja, jetzt schauen wir mal)

domenica 9 giugno 2024

Wahlsonntag und mehr

Gestern hatte ich ja dann mein Catering, Gott sei Dank wollte Tertia mitkommen (weil Kindergarten, weil süße kleine Kinder) - am Freitag wäre das nicht gegangen, weil sie da zeitgleich Training gehabt hätte, Samstags ist das Training aber über Mittag und so konnte sie mit. ich hatte mir gedacht, dann hilft sie mir ein bisschen und spielt ansonsten mit den Kindern ... *yoar* die Gruppe dort zeltete seit Freitag morgen und hatte seitdem wohl auch nicht mehr so richtig was gegessen, also schon, am Freitagabend war Grillen gewesen, aber am Samstagmittag gab es wohl nicht wirklich was zu essen außer Vesper und alle immer draußen und viele Wanderungen - außerdem zu wenig Schlaf für alle (es erinnerte etwas an unsere Blog-Treffen von vor tausend ;-) Jahren). Es hatte also alle sehr großen Hunger und es schrie immer mindestens ein Kind. Draußen regnete es und das Haus, in dem wir dann unser Zeug aufgebaut haben, war so eher hallenartig und karg eingerichtet (Akustik...)

Wir haben zusammen 2,5 Stunden ohne auch nur eigen Augenblick Pause durchgebacken und am Ende der ganze Teig war weg - also mit Reserven und ich hatte eh schon extra viel süßen Teig (kleine Kinder) gemacht. Tertia hat sich aber super geschlagen, ich versuchte ihr zu erklären, dass es schlimmer nicht wird und sie jetzt wirklich ihre Feuertaufe hatte (Hö, das ging doch echt, Mama!) und Silencia eine würdige Nachfolgerin in Sachen konzentriertes Arbeiten und Ruhe behalten, wenn man kein Ende der Arbeit sieht, hat, Ich habe gemerkt, dass ich inzwischen zwar keine kalten Schweißausbrüche mehr bekomme, wenn ich kleine Kinder auf den Arm nehmen usw. (das geht schon länger wieder) aber diese Kakophonie aus müdem Kindergebrüll, Zorn, weil doch keine Nutella sondern lieber Zimt&Zucker, sich irgendwie den Kopf anstossenden Kindern und solchen, die gerade draußen in die Pfütze gefallen sind - immer noch zu nah, um da nicht 1 Million Stresshormone auszuschütten. Schlimm.

Heute dann Wahlsonntag, wir in Baden-Württemberg können bei der Kommunalwahl ja kumulieren und panaschieren und so hatte ich 73 Stimmen zu vergeben (Für den Kreistag, den Gemeinderat und den Ortsschaftsrat) und 1 für Europa. Deshalb bekommt man für die Kommunalwahl die Stimmzettel auch vorher schon nach Hause geschickt und darf dann seine Stimmen schon mal verteile, sonst würde das im Wahllokal ja ewig dauern (ich weiß nicht, wie das sonst in Deutschland ist). Silencia durfte endlich auch wählen, bei der letzen Bürgermeisterwahl fehlte ihr eine gute Woche bis zum 16. Geburtstag, entsprechend sauer war sie damals.

Danach habe ich noch bei Infratest mitgemacht, die sind bei uns eigentlich fast immer da, und wenn um 18 Uhr die erste Prognose für die Europawahl in der ARD kommt, dann ist da meine "Stimme" dabei. 

[Eigentlich will ich gar nicht wissen, wie die Europa-Wahl ausgeht ...]

Heute mal ein Link-Tipp in quasi eigener Sache: Mein Urgroßvater korrespondierte jahrelang mit seinem Jugendfreund, beide waren Kaufleute, der eine, mein Urgroßvater, blieb in Kaiserslautern, der andere wanderte nach Mexiko aus. Sie blieben in Kontakt und ihre Korrespondenz zwischen 1895 und 1939 ist größtenteils erhalten. Meine Mutter hat die Briefe in ein modernes Format gebracht und miomarito hat daraus wiederum eine Art Blog gemacht. Die ersten 10 Brief sowie ein paar Hintergrundinformationen sind jetzt online gegangen und wer möchte: „Mein lieber Fröhlich“ (und hier geht's direkt zum ersten Brief, die ersten 10 Brief sind allerdings an meinen Urgroßvater, seine Antworten haben sich nicht erhalten).
[Man kann dort auch kommentieren, kritisieren oder Fragen stellen :-) und für die Näh-Fraktion gibt es etwas über Pfaff ;-)]

P.S.: Unser Dorf: 33% Grün, aber auch 25 Deppen, die AfD gewählt haben ...