martedì 1 settembre 2026

wieder da


Eigentlich sind wir schon in der Nacht zum Montag zurück gekommen, morgens um halb 3, deshalb war ich gestern auch etwas sehr müde, hinzukommt, dass ich mir in den letzten Tagen am Lago noch irgendwas eingefangen habe und nicht richtig fit bin. Das ist natürlich genau das, was man sich für den Start in den Alltag nach VIER WOCHEN Urlaub (Kanzler-Ferien!) wünscht.

Es war ja ein wildes Durcheinander, die erste Woche waren wir (Tertia, miomarito und ich) zusammen mit miomaritos Schwester, meinem Neffen und meiner Nichte dort, außerdem eben unsere belgischen Freunde - mal ganz ohne Besuch, also in der ersten Woche, weil der krank geworden war. Dafür gab's einen Waldbrand auf der gegenüberliegenden Seite und ein Auto, dass bei uns im "Weiler" gegen eine Mauer gerast und für viel Aufregung gesorgt hat. 

Zu Beginn der zweiten Woche fuhr ich miomarito ans obere Ende des Sees und miomarito mit dem Zug weiter nach Tübingen zu Silencia und dann mit ihr zusammen nach Kassel zur OP, während ich mit Tertia und miomaritos Schwester und ihren Kindern am Lago blieb. Dazu kamen die Schwester unserer belgischen Freunde mit Familie (Mann und zwei Jungs). Silencias OP (3 STUNDEN!) verlief gut, ihre oberste Rippe ist jetzt auf der rechten Seite raus, quatscht nicht mehr Nerven, Vene und Arterie ab, und fünf Tage später durfte sie dann auch das Krankenhaus verlassen. Miomarito war da schon wieder einen Tag in Tübingen, arbeitenderweise, Silencia fuhr mit ihrem Freund, der auch drei Tag in Kassel war, im Zug nach Stuttgart und wurde dann von seinen Eltern im Tesla nach Hause chauffiert ;-) (es gab nur Schienenersatzverkehr in überfüllten Bussen). 

Am Ende der zweiten Woche fuhr meine Schwägerin mit ihren Kinder und dem Zug wieder nach Deutschland, Tertia und ich blieben alleine in der Wohnung, Tertia holte sich eine üble Gehörgangsentzügung (vermutlich von der Geburtstagsfeier der belgischen Mittleren, im CanevaWorld Aquapark) und durfte erst einmal nicht mehr ins Wasser. Gott sei Dank war es da dann aber auch nicht mehr so heiß - apropos die ersten zwei Wochen waren wirklich krass, in der Wohnung war es morgens früh mal kurz unter 30°C ansonsten durchgehend 30°C und teilweise auch darüber - obwohl wir nachts alle Fenster und Türen auf hatten, um überhaupt schlafen zu können. Der See wurde auch immer wärmer und war irgendwann bei über 25°C - sprich: auch keine wirkliche Abkühlung mehr. 

In der dritten Woche waren noch unsere belgischen Freunde da sowie ihre Freundin aus Frankreich (die mit der ich immer Italienisch spreche, weil sie kein Deutsch kann und ich kein Französisch) mit zwei ihrer Kinder. Als am Ende der Woche die Belgier und Franzosen endgültig abreisten, fuhren Tertia und ich mit dem Auto nach Verona, um Tertias Freundin am Bahnhof abzuholen, die aus Tübingen kommend die letzte Woche mit uns am See verbringen sollte. Zwei Tage später kamen dann miomarito und Silencia mit dem Zug aus Deutschland, um auch noch etwas Zeit am Lago zu verbringen. Eingesammelt habe ich sie spät abends am oberen Ende des Sees.

Dummerweise wurde ich dann eben noch zwei Tage krank. Am Sonntag haben wir dann Silencias Freundin in Bozen bei ihrer dort urlaubenden Familie abgeliefert, miomarito hat Silencia noch ein Bild in ihrer neuen Wohnung aufgehängt - sie ist ja doch noch etwas eingeschränkt in ihren Bewegungen - und dann ging's heim - auch für Silencia, die immer noch langsam machen muss und bei der Gott sei Dank jetzt im September der Sprachkurs der Uni eh ausfällt und wir sie somit hier zu Hause noch etwas päppeln können. 

Es war schön, aber so richtig entspannend irgendwie nicht, ich habe drei Kreuze geschlagen, dass ich dieses Jahr nicht aus dem kompletten Crêpes-Stress in den Urlaub gestolpert bin - und ganz dringend Akkus hätte aufladen müssen, um den Rest des Jahres zu überstehen. Es war in Teilen so unglaublich heiß, dass es selbst mir zu viel wurde (also die Nächte bei 30°C ...). Vor Ort war eben auch immer viel Trubel, dazu kam, dass miomaritos Tante ihren Teil des Hauses verkauft hat und Mitten im Ferien-Wohnungsauflösungs-Chaos war (hat mir allerdings auch einen Bimby (Thermomix) eingebracht, was bestimmt noch lustige Posts bringen wird), dazu die ganze Sorge um Silencia usw.

So, jetzt aber wieder Alltag (bis Sonntag?), immerhin bricht hier noch nicht gleich der Herbst aus (das schickt mich sonst ja immer ungut drauf), die Welt ist allerdings leider immer noch die selbe. Ich geh' jetzt ins Bett, ich bin immer noch nicht richtig fit, habe dafür aber gutes Ablenkungsmaterial: Netflix zeigt ER und ich muss sagen, die Serie ist sehr gut gealtert. Also geh' ich mir jetzt anschauen, wie sich die Nutznießer des amerikanischen Gesundheitssystem so durchschlagen.