mercoledì 13 dicembre 2023

415/615

9 Stunden gestern ununterbrochen Crêpes ausgebacken, 415 von 615 habe ich jetzt. Heute babe ich noch einmal den ganzen Tag, morgen nur noch den Vormittag, weil ich nachmittags den Anhänger zum Veranstaltungsort fahren und dort aufbauen muss. Außerdem einkaufen muss. Und vorbereiten. 

martedì 12 dicembre 2023

Es gibt nichts zu lesen, gehen Sie weiter

Hier bleibt es weiter still (naja, ich schreie heute einmal ;-)) , die ChocolArt ist seit Sonntag 18 Uhr vorbei, der Umsatz war so mittel, weil es den ganzen Samstag (eigentlich umsatzstärkster Tag) durchgeschüttet hat, aber was will man machen. Am Freitag hatte ich mein großes Catering, ich hatte mich davor jede freie Minute mit Modern Family (late to the Party, I know) zugeballert, damit ich gar nicht anfangen konnte, Panik zu schieben.

Es war dann super anstrengend, aber ich hatte zumindest das Glück, dass ich den Anhänger gut hinstellen konnte (ohne großes händisches Schieben), dann gab's die Befriedigung, dass die Veranstalter vor Ort (also das war eine große Straßenbaufirma, die wiederum eine Event-Location beauftragt hatte, ihre Weihnachtsfeier auszurichten) völlig inkompetent waren (ich hatte die Woche vorher völlig verzweifelt versucht, diese Leute von der Location zu erreichen, weil ich ja wissen musste, ob ich Starkstrom bekomme oder nicht und wann der Aufbau statt finden sollte - Null Reaktion. Weder auf meine Emails noch auf meine Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, also habe ich dann bei der Baumfirma angerufen (vorher kamen alle Emails an die Leute, mit denen ich bei der Baufirma für deren Sommerfest - da waren wir schon mal gewesen - Kontakt hatte, wieder zurück, weil - wie sich dann herausstellte - die alle nicht mehr da arbeiten), die wussten aber auch nicht groß weiter, so dass ich sicherheitshalber erst mal ordentlich Gas-Flaschen eingekauft habe. Am Ende kam dann die Email der Location am Tag der Veranstaltung, dass sie Starkstrom hätten und ich ab 14 Uhr aufbauen könnte (da war dann zwar erst niemand da, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet). Es gab noch einen anderen Caterer mit zwei Foodtrucks, die für das herzhafte Essen zuständig waren (ich hatte nur süße Crêpes), die waren dann zum Start um 17 Uhr irgendwie noch nicht fertig (wie kann das passieren?!) und ich wurde somit die beste Freundin aller bulgarischen und rumänischen Bauarbeiter, weil ich an die sehr hungrigen und auch etwas angepissten Männer einen Banana&Nutella-Crêpe nach dem anderen ausgeben konnte. 

Es stellte sich dann heraus, dass die Veranstaltung doch nicht wie angegeben (oder vom Crêpier aufgenommen, man weiß es ja nicht) bis Mitternacht ging, sondern nur bis 22 Uhr und weil es eh wie aus Kübeln schüttete, war dann schon um 21:30 Uhr nichts mehr viel los und die bestellten 400 Crêpes Dank des erstes Banane&Nutella-Ansturms auch aufgegessen. Da die Location ziemlich klein und eng war, kam jetzt der lustige Part, ich musste nämlich (nachdem ich alles eingepackt und geputzt hatte) den Anhänger einmal um 180°C drehen, um ihn wieder an Auto zu bekommen. Der Anhänger war allerdings der Meinung, dass er in eine andere Richtung rollen möchte (abschüssiges Terrain) und zog mich einfach in die falsche Richtung. Gott sei Dank standen noch ein paar russische Bauarbeiter herum und die bat ich dann, mir doch behilflich zu sein (darauf bestehend, dass ICH die Handbremse bedienen, weil nüchtern waren die alle nicht mehr), wir drehten dann gemeinsam den Anhänger und nachdem ich dann den Anhänger angehängt hatte und durch die super enge Einfahrt wieder heraus fuhr, wurde ich mit Jubel und "starke Frau!" verabschiedet. (meine Nerven!)

Irgendwann nach Mitternacht war ich dann uch zu Hause, alles war verstaut und aufgeräumt, der Anhänger abgestellt, das Teilauto zurück gebracht und es wäre fast perfekt gewesen, wenn ich nicht beim Abstellen des Anhängers vergessen hätte, das Abreißseil abzumachen ... jetzt muss ich heute ein neues kaufen ...

Eigentlich sollte ich gar nicht blogge, denn am Freitag habe ich wieder ein großes Catering, 500 Crêpes wurden bestellt, der Crêpier hatte das Catering angenommen, dann aber beschlossen, dass er doch lieber was mit seinem Sportverein macht und ich das alleine übernehmen darf. Letzte Woche hat er dann weiter 115 Crêpes-Bestellungen für das Catering angenommen, weil er dachte, es würde sich um ein Catering im Sommer handeln. Ich hatte das Angebot mit den 500 Crêpes auf dem Tisch, dachte mir, 4,5 Stunden Zeit, könnte alleine klappen, dann kamen noch die 115 dazu (die müssen ja auch erst einmal vorab gebacken werden), die Anfangszeit war 12:30 Uhr, d.h. keins der Kinder hätte irgendwie aushelfen können, gestern dann stellte sich heraus, dass ich ein altes Angebot hatte, der Crêpier irgendwann im Herbst das alte angepasst hatte, weil der Kunde Änderungen bei den Zeiten gemacht hatte, und ich das aber nicht weitergeleitet bekommen hatte. Ich hatte plötzlich nur noch 2,5 Stunden (14.30 bis 17 Uhr), um 615 Crêpes auszugeben, das macht 4 Crêpes die Minute bzw. EBEN NICHT, weil das einfach nicht zu machen ist. Dezenter Amoklauf meinerseits mit (ich weiß nicht zum wievielten Mal) Hinweisen zu Informationsfluss, Abmachungen, Prioritätensetzung usw. jetzt helfen mir immerhin zwei Söhne des Crêpiers. 

So, gestern habe ich dann 160 Crêpes ausgebacken, jetzt fehlen also nur noch 465 .. muhaha. Weihnachtsgeschenke kaufen oder Haushalt dann nächste Woche irgendwann.



venerdì 8 dicembre 2023

Funkstille

Hier herrscht Funkstille auf Grund der Tatsache, dass ich Corona, ChocolArt, Riesen-Catering und allgemeinen vorweihnachtlichen Wahnsinn schaukeln muss. Heute ist immerhin der erste Tag, wo ich nicht schon beim Aufstehen das Gefühl habe, mich gleich eigentlich lieber wieder hinlegen zu wollen. 

Das ist gut, denn heute habe ich sieben Stunden (also vor Ort sieben Stunden dazu 2 Stunden Vorbereitung zu Hause, 2 Stunden Aufbau dort, 2-3 Stunden Abbau und Heimfahrt nach Mitternacht) Weihnachtsmarkt bei einer Firma, mehrere hundert Leute, ich und der blöde Anhänger, den ich alleine gar nicht bewegen kann (also wenn er mal vom Auto ab ist und den man aber oft noch auf seinen richtigen Platz schieben muss). Morgen dann Großkampftag auf der ChocolArt. Dort habe ich vorgestern 5 Stunden gearbeitet und musste dann anrufen, dass mich jemand ablöst, weil ich vorm Umkippen war, deshalb habe ich dann gestern die "Heimatfront" mit Einkaufen, Vorbereiten usw. übernommen. 

Immerhin scheint es miomarito, der sich natürlich an mir, oder einem der anderen x Millionen Menschen, die gerade Corona haben, angesteckt hat, jetzt wenigstens etwas besser zu gehen, so dass er gestern auch mal das Bett verlassen konnte (wichtig, weil ich bin die nächsten drei Tage einfach nicht da, Silencia steckt auch bis zum Hals in Klausuren-Phase und ebenfalls Weihnachten in der Gastronomie).

Weil man ja auch immer positiv denken muss: Was bin ich Gott froh, dass die Handwerker letzte Woche ihre Sachen gepackt haben und hier nicht auch noch rumspringen und nerven. 

sabato 2 dicembre 2023

Timing ... ist alles

Tzja, dann passierte also das, was ich unter allen Umständen zu vermeiden versucht habe, ich wurde einen Tag vor dem großen Freitags-Catering und eine halbe Woche vor dem Beginn der ChocolArt (was ja für uns so etwas wie das Oktoberfest ist) krank. Und - nachdem ich es ja fast vier Jahre umgehen konnte - mit Corona. Super Timing.



Am Donnerstag ging es mir so richtig beschissen, ich weiß jetzt auch, dass ich Corona sicher nicht schon mal quasi unbemerkt hatte (war ja ein Verdacht, weil ... man kann das ja eigentlich fast nicht 4 Jahre lang nicht bekommen, mit drei Kindern und Gastronomie, und mehrmals Corona in der eigenen Familie) und es war klar, ich kann unmöglich am Freitag arbeiten, also fragte ich Silencia, ob sie für mich einspringen könnte (Das war ein Riesen-Auftrag, man musste unbedingt zu zwei sein, in der Stadt, mit durchaus Nachfolge-Aufträge in Sicht, also unmöglich, das abzusagen). Am Ende sprang dann aber der Sohn des Crêpiers ein und ich konnte mich auf meinem Krankenlager wenigstens etwas entspannt zurück lehnen. 

Interessanterweise hatte ich hauptsächlich Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich wie bei einer (echten!) Grippe, allerdings ohne das hohe Fieber, dafür aber auch mit Schüttelfrost. Gestern ging es mir dann schon wieder ein wenig besser, eher so wie eine stärkere Erkältung, Lesen und Film schauen war drin, heute versuche ich mich mal größere Teilen des Tages außerhalb des Bettes aufzuhalten. Für Montag habe ich schon mal die Crêperie geschlossen, das schaffe ich sicher nicht (schon gar nicht als Vorlauf für die kommenden anstrengenden Chocolart-Tage), am Dienstag muss ich dann wieder wirklich fit sein. Ich nehme also eine gerne eine Runde gedrückter Daumen, dass ich es dann auch wirklich bin ...

Ansonsten noch zum Wetter:


Krasser Wintereinbruch auch hier im Neckartal ;-)
(immerhin fast eine geschlossene Schneedecke, ist ja schon mal was)

mercoledì 29 novembre 2023

Schnipsel

Gestern großes Catering mit wieder sehr frühem Aufstehen gehabt, heute das nächste große Catering für Freitag geplant, am Montag noch mal Crêperie und dann heisst es bei Temperaturen, die wenigsten die Frage nach der richtigen Kühlung unserer Lebensmittel erübrigen (man muss sich das ja irgendwie schön reden), den Rest der Woche von morgens bis abends/nachts auf der ChocolArt zu stehen und zu hoffen, nicht einzufrieren ... und VOR ALLEM nicht krank zu werden - denn zusätzlich gibt es auch am nächsten Freitag noch ein großes Weihnachtsfeier-Catering und die Woche drauf noch mal zwei und ... ja, erst dann darf ich zusammenbrechen.

Deshalb haben wir das letztes Catering und alle weiteren Besprechungen auch mit Masken absolviert, der Crêpier hat nämlich Corona und ich wäre dankbar, wenn mir der ultimative Test, ob ich das jetzt nur leicht  (wie er) oder vielleicht doch stärker bekomme - wenn ich es denn bekomme - ausbleiben würde. Vorteil von Masken, das Gesicht friert einem nicht ein - wobei es hier noch gar nicht so kalt ist und Schnee hat es natürlich auch (noch?) keinen. 

Die Handwerker haben am Dienstag überraschend verkündet, dass sie erst im Frühjahr wieder kommen und weitermachen. Als ich am Dienstag nach Hause kam, war das meiste Zeug der Handwerker auch schon verschwunden (immerhin!), den Rest wollen sie am Freitag holen, wir bleiben mit einer nicht ganz fertigen Wasserleitung (in Betrieb genommen werden wird die eh erst nächsten Herbst, wenn die ganze Heizung eingebaut ist, sprich, wenn die sich dann auch um unsere Warmwasser kümmert), Null Heizkörpern und auch keinen Leitungen für die Heizkörper, dafür aber einigen Löchern in Böden und Wänden, durch die Wind und Kälte pfeifen, zurück. Ich erhöhe somit auf Pfingsten. Und miomarito und ich werden am Wochenende versuchen, die Löcher irgendwie provisorisch zu schließen - und endlich den ganzen Dreck verschwinden lassen ...

Ansonsten ist heute bei Tertia Schule ausgefallen, so dass sich ein Zeitfenster ergab, in dem sie Plätzchen backen konnte - das habe ich schon vor Jahren an die Mädchen outgesouced, aber dieses Jahr haben beide so viel zu tun, dass es selbst bei ihnen schwierig wird, Zeit dafür zu finden. Also haben wir jetzt "Mailänderli" (Plätzchen werden hier nach Betty Bossi gebacken), ich hoffe, wir schaffen irgendwie auch noch Sablés und viel mehr haben wir eh nie. Meine Mutter schickt immer noch einen Stollen, den mag aber niemand so richtig außer mir - was aber wunderbar ist, denn ich liebe den Stollen meiner Mutter (ohne Orangeat und Zitronat!) und das ist dann immer meine Grundlage für den Tag auf der Chocolart, wo man ja kaum zum Essen kommt.

So, jetzt kümmere ich mich mal ums Abendessen, die Mädchen sind noch im jeweiligen Training, miomarito und ich jeden Abend sehr, sehr müde. Ich versuche so etwas wie vorzuschlafen ... oder meinem Drang nach Winterschlaf einfach nachzugeben, weil ich neulich irgendwo gelesen habe, dass Schlaf immer noch das beste Mittel gegen Krankwerden sei. Ich habe auf zwei Wärmflaschen (eine damit das Bett schon warm ist, wenn ich ins Bett gehe und eine, die dann mit mir ins Bett geht und die ganze Nacht durchhält) und eine Katze erhöht. Die Katze ist ja normalerweise nachts draußen bzw. will, wenn man sie abends nicht rauslässt oder mal rausschmeisst, dann nachts um 1 Uhr raus (aus Denkmalschutzgründen haben wir ja keine Katzentür), aber jetzt ist ihr das Gott sei Dank dann doch auch zu kalt ... ich habe keine Ahnung, wo sie sich nachts herumtriebt, es gibt hier sicher viel Möglichkeiten, wo sie unterkommt (Scheunen, Pferdestall, Schuppen), sie erscheint dann in der Regel auch erst am späteren Vormittag (Teenager, ich sag's ja), aber jetzt soll es ja doch deutlich unter Null gehen und ja, da sind wir doch alle sehr beruhigt, dass sie selbst erkannt hat, dass es sinnvoller ist, da zu Hause zu bleiben bzw. sich auf mein Bett zu legen. 

So, jetzt aber Abendessen.


P.S.: Schlafzimmer-Temperatur 13°C (miomariot schläft wärmer in ilfiglios altem Zimmer), mir ist es zu blöde, den alten Ölofen da wieder hinzupfrimeln (mal sehen, wie lange noch). Heute habe ich aber das "Ölöfele" aus mioamritos Arbeitszimmer mal für ein paar Stunden in die beiden komplett heizungslosen Zimmer (Schlafzimmer und das ehemalige Gästezimmer, jetzt so was wie Wintergarten für die kälteempfindlichen Pflanzen und Werkstatt für die Türen) gestellt, damit im letzteren auch mal die Luftfeuchtigkeit etwas runter geht, im Schlafzimmer ist die eigentlich okay, aber sicher ist sicher.

sabato 25 novembre 2023

Ein bisschen Wochenende

Gestern kamen die Handwerker auch nicht, nächste Woche dann aber ganz sicher ... ich bin gespannt. Ich habe mich mittags mit Tertia in der Stadt getroffen, wir waren vermutlich das letzte Mal bei unserem Kinderarzt - zum Impfen (HVP) und zur U irgendwas ... ah J1 ... die Großen haben das gar nicht gemacht, also die J1, die HVP-Impfung schon, aber sowohl ilfiglio als auch Silencia fanden sich damals schon viel zu alt, um noch zum Kinderarzt zu gehen - sie waren auch einen Ticken älter als Tertia jetzt, aber nicht viel. 
Eigentlich war dann noch geplant gewesen, dass wir zum Ohrlöcher-Stechen gehen, aber bei dem Juwelier, wo wir immer hingehen, sind gerade alle Leute krank, die Ohrlöcher machen können, also vielleicht nächste Woche (wir haben einen Termin, aber die auch unsere Telefonnummer, denn keine Ahnung, wer dann noch wie krank ist). Silencia hat sich diese Woche einen Helix machen lassen, dafür hatte sie vor Jahren von uns einen Gutschein bekommen, aber Dank Corona und ständigem Schwimmunterricht in der Schule wurde da ewig nichts draus. Neulich überlegte sie sich dann, ein Bauchnabel-Piercing daraus zu machen, aber dann meinten alle Turnerinnen, das ging eigentlich gar nicht (also im Sinne von "da darf man monatelang nicht Turnen!!") und damit ist das erst mal wieder vom Tisch, also Helix.


Kurzer Abstecher zum Hölderlin-Turm (den man auf dem Bild nicht sieht), davon befindet sich die Anlegestelle für die Stocherkähne, wo im Winter natürlich nichts los ist, selbst der einsame Kahn da hat mich etwas überrascht. Tertia fuhr dann weiter zum Training und anschließend zur Unterstufen-Disko ihrer Schule - bis halb 10 Uhr abends! ;-)

Zu Hause stand Silencia kurz vorm Nervenzusammenbruch, weil die Navigationsaufgaben alle zu sehr an Mathe erinnerten und man darüberhinaus in der Prüfung auch keinen Taschenrechner benutzen darf. 


(für alle Kinder, die ihre Eltern immer fragen, für was sie denn das ganze blöde Mathe-Zeugs jemals brauchen - für den Sportbootführerschein See!)


Heute Morgen fuhren Silencia und ich dann mit dem Auto nach ... irgendwo im äußersten Norden von Stuttgart (oder so), was mit dem ÖPNV gut über zwei Stunden gedauert hätte (so keine Stunde, ich gebe mir ja wirklich Mühe, aber ... da war auch noch keine Verspätung mit eingerechnet - Silencia hatte sich übrigens extra eine Prüfung in Stuttgart-Bad Cannstatt ausgesucht, damit sie da easy mit dem Zug hin fahren kann, jetzt fuhr ja aber kein Zug aus Tübingen und die Prüfung war auch nicht in Bad Cannstatt ...), ich lud sie bei einem ziemlich heruntergekommenen Sportverein (nix Segel-Glamour) ab, sie machte ihre Prüfung Sportbootführerschein See und Binnen und ich ging in der Stunde etwas spazieren:


Weinberge am Neckar mit Max-Eyth-See 




und nach BESTANDENER Prüfung ging's wieder zurück - ich habe zu ihr gesagt, sie muss jetzt unbedingt mal in Deutschland Segeln gehen, weil in Italien interessiert der Wisch ja niemanden groß und da sie so viel dafür gelernt hat ... das muss sich ja auch irgendwie lohnen. 

Ansonsten hier im Haus die diversen Löcher in den Wänden und Böden mit Steinwolle abgedichtet, bei uns im Bad ist es saukalt, wir haben da ja nur so eine kleine Infrarot-Heizung, dafür aber ein relativ großes Loch zum komplett ungeheizten Eingangsbereich im Stock darunter und das geht temperaturtechnisch selbst für uns gar nicht - und wer weiß, wann die Handwerker wieder kommen und wann sie das Loch zumachen ... Zitrus-Bäume ins ehemalige Gästezimmer gestellt, ist nicht ideal, aber besser als die angekündigten Minus-Temperaturen nächste Woche und ich hoffe, sie überleben es ... miomaritos Agave fand den letzten Winter dort gut, aber schauen wir mal.

Heute Abend sind wir bei Freunden zum Essen eingeladen (also miomarito, Tertia und ich, Silencia muss arbeiten, würde aber eh nicht mitkommen), da freue ich mich sehr darauf, morgen darf ich nämlich schon wieder (ganz überraschend, weil, wer hätte das gedacht ...) arbeiten, hunderte Crêpes und Galettes ausbacken, weil es nämlich alles ein bisschen viel wird und mit der Zeit auch arg knapp ist (hätte das nur in den letzten Monaten schon mal irgendjemand erkannt und angesprochen ... oder in den letzten beiden recht freien Wochen mehrfach angeboten, das zu übernehmen ...). 



giovedì 23 novembre 2023

Dies & Das

 Heute morgen unglaublicher Anblick aus meinem Arbeitszimmer-Fenster: DIE SONNE!!!



Ich hatte gestern Nachmittag schon beide Zitronenbäume (also eigentlich ein Zitronenbaum und ein Cedrobaum) dick eingepackt, ich hoffe, sie haben die Nacht mit Minustemperaturen gut überstanden. Allerdings zeigt mir ein Blick auf die Wettervorhersagen, dass es vielleicht sinnvoller sein könnte, sie endgültig reinzuholen - auch wenn ich nicht so genau weiß, wohin in unserem Chaos.

Apropos, die Handwerker scheinen heute mal wieder nicht zu kommen, gestern waren sie wohl mal kurz da und haben ordentlich Dreck gemacht und vielleicht ein paar Rohre verlegt, aber in der Zeit war ich beim Arzt, im Baumarkt und Einkaufen (ich brauche für so etwas keine drei Stunden ...). Die Duschwanne ist immer noch nicht eingebaut und in der Küche tut sich auch noch nichts. Ich sag ja Ostern. Aber da sich das Denkmalamt auch nicht rührt, versuche ich das alles positiv zu sehen, weil vorher können wir eh keinen Graben im Garten graben oder die untere Wohnung in Angriff nehmen. Weitere Behörde, die sich nicht meldet, das Bafög-Amt ... (wie ich das positiv sehen soll, weiß ich einfach nicht ... immerhin hat ilfiglio einen Job im Museum, auch wenn die ewig brauchen, bis sie mal sein Gehalt auszahlen ...)

Ich war ja gestern beim Arzt, Grippeimpfung, interessanterweise trug niemand Maske außer mir. Ich, weil ich von jeher eine absolute Abneigung gegen Wartezimmer voll mit kranker Menschen habe. Ich bin schon mit den Kinder eigentlich nie zum Kinderarzt gegangen (außer zum Impfen, aber da bekommt man extra andere Zeiten, so dass man nicht mit den kranken Kindern in einem Zimmer sitzt), weil klar war, wenn das jetzt vielleicht kein wirklich schlimmer Infekt ist, dann haben wir spätestens einen, wenn wir eine halbe Stunde im Wartezimmer mit alle den fiebrigen Rotznasen und Hustenkinder verbracht haben. Interessanterweise Nr. 2 bekommt man anscheinend auch nicht so leicht eine Covid-Impfung, der nächste freie Termin wäre am 21.12. gewesen, dann erst wieder im nächsten Jahr ... angeblich sei die Organisation mit den 6er Dosen so schwierig (ich muss mal bei meinem Bruder nachfragen, ob das wirklich so schwierig ist ...). Ich wollte ja eh keine, aber Leute vor mir waren ziemlich sauer, weil alle um sie herum krank mit Corona seien und warum sie denn jetzt nicht zeitnah geimpft werden könnten. Die Grippeimpfung bekam ich ohne Probleme, in der Regel reicht es ja zu erklären, dass man selbstständig in der Gastronomie ist und einfach nicht krank werden darf. Erfreulicherweise habe ich die  Impfung auch hervorragend vertragen, kein Matschgefühl oder große Müdigkeit - also müde bin ich zur Zeit eh immer, Winterschlaf und Weltenchaos - so dass ich all die vielen Anfrage für Caterings im nächsten Jahr bearbeiten konnte (interessanterweise Nr. 3 schient der Crêpier nächsten Sommer keine Zeit zu haben und ich müsste alle 500 Personen-Events alleine machen ... wird interessant).

Ansonsten schreiben die Mädchen eine Arbeit nach der anderen, Silencia ist eigentlich in die Uni-Bibliothek eingezogen und lernt da, immerhin kann sie dann am Samstag die Sportbootsführerschein - samt Kartennavigation-Prüfung abhaken, die sie irgendwo fast in Kornwestheim ablegen muss (hinter Stuttgart) und natürlich fahren mal wieder keine Züge zwischen Tübingen und Stuttgart, sondern nur Schienenersatzverkehr. Man kann hier eigentlich jeden Morgen die Zeitung aufschlagen (virtuell natürlich) und erfährt einen neuen Grund, warum grade mal wieder welche Strecke gesperrt ist oder Züge nur gelegentlich fahren. Gerne auch die nach Herrenberg (von dort kann man dann mit der S-Bahn nach Stuttgart fahren), die Strecke wurde jahrelang renoviert bzw. ausgebaut und elektrifiziert, trotzdem ist ständig irgendwas (das ist eine beliebte Strecke von Schüler:innen, die außerhalb wohnen und ich glaube, man muss seit Jahren beim Zuspätkommen nur "Ammertal-Bahn"murmeln und alle Lehrenden nicken milde mit Kopf). Miomarito und ich wollten letztes Wochenende auch mit dem Bus in die Stadt, kam einfach nicht ... (dabei steht Tübingen selbst beim ÖPNV sehr gut da, aber jeder zweite Bus bei uns ist von einem anderen Unternehmen und die kommen dann einfach nicht - die private Müllabfuhr für die gelben Säcken übrigens auch ... wenn wir schon mal dabei sind ...)

So, und weil wir ja eben schon dabei sind (kürzen, sparen, privatisieren oder so), es gab diese Woche im Spiegel ein Interview mit dem Soziologe Aladin El-Mafaalani, das man aber nur mit Abo lesen kann, praktischerweise war El-Mafaalani aber neulich im Podcast von Hotel Matze (hör ich nie, kannte ich auch gar nicht, aber ich mag El-Mafaalani sehr gerne, weil der eben auch sehr, sehr gut und unaufgeregt Dinge erklären kann) zum Thema: Wie können Bildung und Migration in Deutschland verbessert werden?, und das sind ZWEI (!) sehr interessante und empfehlenswerte Stunden (eh überhaupt alles mit ihm, auch seine Bücher), in denen er erklärt, wie unglaublich dumm es ist, bei zurückgehendem Bevölkerungswachstum an der Bildung und der Integration von Kindern zu sparen. 

So, Sonne ist wieder weg, Handwerker erst gar nicht gekommen, ich muss, Arbeit und Haushalt rufen.