giovedì 2 settembre 2021

Tag in Bildern

Wie ja schon angekündigt, war gestern unser Keller an der Reihe. Das ist der kleinste, am wenigsten ausgebaut Keller, von ingesamt dreien. Er stammt wohl - wie die anderen beiden auch - aus der Zeit vor unserem Haus, das ja 1758 als Schulhaus errichtet wurde - davor stand an der Stelle bis 1638 das Pfarrhaus. Wir können also schon behaupten, das sind mittelalterliche Gewölbekeller (nicht nur behaupten, es sieht sehr danach aus, aber irgendwie beweisen kann ich es nicht), in unserem stehen die Öl-Tanks und seit gestern auch unsere Weinvorräte - im Karton.




 Also bis zum echten Weinkeller braucht es noch etwas (mein Bruder und ich habe nach der Besichtigung der beiden anderen Keller für die Zeit nach unserer Mieterin so etwas vor Augen ;-))

 

Heute Vormittag fuhr ich dann mit Tertia in die Stadt, die dort Sommerferienprogramm hatte, nämlich sechs Stunden Roboter bauen und programmieren (Lego), nur für Mädchen, das ist ihr immer wichtig, sie hat auch schon einen Trickfilm beim selben "Anbieter" gemacht, auch nur für Mädchen. Jetzt fehlt nur noch am Montag ein Ausflug nach Tripsdrill (angesichts der steigenden Inzidenz finde ich das auch nur noch so mittel ... aber sie freut sich sooo darauf ...)


Also mit dem Rad in die Stadt, endlich wieder schönes Wetter, auch wenn es morgens um 10:30 Uhr noch etwas frisch war.

Gerade als wir beim Kurs angekommen waren, hörten wir sehr laut eine Dampflock, die quasi neben dem Gebäude vorbei fuhr. Ich nutze die Gelegenheit und schaute auf dem Rückweg schnell beim Bahnhof vorbei - außer den streikenden Lokführern war ja eher wenig los ... 


Schweizer Zug (Suisse Train Bleu) mit zwei großen Dampflokomotiven,
wenn ich richtig recherchiert habe, dann war das eine 6tägige Rundreise durch Süddeutschland für 3000 CHF pro Person ...


aber beeindruckend


Am frühen Nachmittag ging es wieder in Stadt, dieses Mal zur Krankengymnastik, ich wurde für meine Haltung und mein Sitzen gelobt und kräftig durchmassiert  - seltsamster Moment (Gott sei Dank lag ich gerade mit dem Gesicht nach unten auf der Bank ... wobei ...) Vorschlag, dass vieleicht Schröpfen angebracht sei - worauf ich rausprustete, dass ich mal mittelalterliche Geschichte studiert habe und ob's auch Aderlässe gäbe ... 
(Mein Gesichtsausdruck dürfte der gleiche gewesen sein, wie damals, als ich nach meiner Mandelentzündungs-Odyssee als letzte Hoffnung zu einer Ärztin überwiesen wurde, die dann ausgependelt hat, ob und welches Antibiotikum ich denn bräuchte - keins war die Antwort des Pendels und ganz dummerweise hatte ich danach nie wieder eine Mandelentzündung (statt 10 in 5 Monaten ... oder eine lange über Monate ... wie man es sehen mag) - wurmt mich heute noch! ;-) Also mache ich vieleicht auch mal Schröpfen ... wer weiß ..)


Anweisung war: keine engen Jeans anziehen - meine einzige nicht enge Jeans-Hose ...
im Anschluß daran haben ich mir im Ausverkauf ein Kleid, einen neuen Bikini, eine kurze Hose und ZWEI nicht ganz so enge Jeans gekauft.


italienischer Moment mit meinem Fahrrad (gab's auch)


Dann Tertia eingesammelt und wieder nach Hause gefahren. 


Abends noch ein längeres Telefongespräch mit meinem Bruder (und miomarito) über Heizungsoptionen gehabt und am Ende haben wir drei beschlossen, dass wir jetzt erst einmal die Energieberatung vor Ort nutzen werden (also dann kommt jemand Unabhängiges zu einem nach Hause und berät - ich hoffe sehr, der oder die meint dann nicht wie alle anderen (Handwerker) ... hm, interessant, das habe ich jetzt so auch noch nicht gesehen ... ) und dann weiter beratschlagen. Gefühlt hätte ich im Moment gerne einen wasserführenden Kachel/Kamin-Ofen (anstelle unseres nicht mehr funktionierenden Öl-Kachelofens) und dann irgendwann Wärmepumpe und Solardach, oder so ähnlich, aber keine Ahnung ob das überhaupt geht (Fachwerk, Denkmalschutz, Isolierung) ... wir werden sehen ...

mercoledì 1 settembre 2021

Schnipsel

So, mein Rücken ist deutlich besser geworden, die Krankengymnastik hat noch nicht mal begonnen, da habe ich morgen den ersten Termin. Dafür gab's schlechte Nachrichten von meiner Neurologin, die einschlafende Hand kommt von dem C6 Halswirbeln und ich darf ab jetzt nicht mehr schwer tragen oder heben  - was natürlich eine ziemlich doofe Sache ist, wenn man für gewöhnlich 25kg Crêpes-Platten durch die Gegend schleppt usw. Wie wir das Problem lösen, wissen wir noch nicht so ganz genau, für das Catering am Wochenende habe ich wegen der Größe immerhin eh jemanden dabei, aber alleine arbeiten geht eigentlich nicht mehr. Ich habe auch da viel Krankengymnastik verschrieben bekommen, ich weiß also, was ich diesen Herbst machen werde ... sehr viel Krankengymnastik *yay*

Ansonsten waren miomarito und ich am Sonntag im Wald, bei strömendem Regen und bitterkalten Temperaturen (AUGUST!!!), aber es hat sich gelohnt, so einfach und schnell haben wir noch. nie Pilze gefunden - massenweise Pfifferlinge, die wir nicht einmal alle mit nach Hause genommen haben, weil .. so viele. 




Kröte gab's auch


und viele Pilze (mehr als es auf dem Foto aussieht)

Am Montag habe ich ilfiglio eingesammelt, der seine Italien-Tour beendet hatte. Er war ja mit einem Freund hauptsächlich in Sachen Fußball unterwegs und in diversen italienischen Städten (von Genua über Rom bis nach Neapel usw.) auf Fußballspielen. Das letzte Spiel war in Mailand gewesen, der Zug ging aber erst morgens um 7 Uhr (ilfiglio fluchte viel darüber, dass in Italien abends keine Züge mehr fahren, lobte aber ansonsten den Service dort) und als ich ihn am frühen Nachmittag vom Bahnhof abholte, war er doch sehr müde. Mich hat am meisten irritiert, dass ilfiglio alleine in Rom war, weil da haben wir doch gerade erst gewohnt und er hat dort seine ersten Outdoor-Schritte vor dem Petersdoms gemacht - in Genua waren wir ja immer wieder, auch zusammen, aber Rom habe ich das letzte Mal eben mit 1,5jährigem ilfiglio erlebt - und jetzt macht er das alles alleine.

Ansonsten Haus-Sachen gemacht, Öl für die Mieterin in Empfang genommen, wir wollen ja definitiv weg vom Öl, aber bei ihr funktioniert der Öl-Ofen noch sehr gut und den Stress einer Heizungsumstellung plus Heizköper Installation usw. ersparen wir ihr jetzt einfach. Wir haben weiter eigentlich keine Heizung, ist im Moment schon etwas nervig, denn so ein bisschen würde man die vermutlich jetzt schon mal anmachen - aber geht auch so und heute soll es dann ja auch wieder wärmer werden. 


Öllieferungen sind bei uns etwas spannend, weil man mit dem Öl-Laster nicht zu uns ans Haus fahren kann und es eigentlich auch keine richtige Parkmöglichkeit für so einen großen Laster gibt und auf dem einzigen Platz stand dann auch noch ein anderer Lastwagen, dessen Fahrer ich erst auftreiben musste, der dann aber so freundlich war, den Tankwagen dort hin zu lassen und dann wurde viel Schlauch verlegt und jetzt ist immerhin das Öl in den Tanks. Und wir haben unsere Vermieter-Pflicht erfüllt.


miomarito ist mit seinem Schreibtisch aus dem Wohnzimmer (und anderen Sachen aus anderen Zimmern) ins alte Gästezimmer (da ja bei uns in der Wohnung war, aber von uns nicht genutzt werden durfte) umgezogen, das ist alles natürlich nur provisorisch, weil das ganze Dachgeschoss nicht nur gedämmt werden muss sondern überall ja auch Heizköper (welcher Art auch immer) hin müssen usw.



Hier (die Waschküche - auch unterm Dach) planen die Mädchen ein schickes Bad, auch wenn das noch dauern wird, weil meines Bruders ja immer nur eine bestimmte Summe pro Jahr investieren sollte - und jetzt erstmal eine Heizung her muss -  aber wir pinnen schon mal sehr viel auf der gemeinsamen Pinterest-Pinnwand ... Silencia wäre aber auch schon glücklich, wenn sie die alte Küchen schon mal rausreissen dürfe - meinte sie neulich.


Hier knoble ich schon die ganze Zeit herum, der Eingang zu unserer Wohnung, der bisher voll mit Sachen unserer Mieterin war, jetzt geräumt wurde, aber dadurch auch nicht allzu viel gewonnen hat ;-) Auch da wird erst einmal ein paar Jahre lang nichts groß passieren bzw. wir müssen das selbst machen. Es ist dort furchtbar dunkel, es gibt kein Fenster und so grübeln ich die ganze Zeit, wie man das jetzt zügig und ohne allzu großen Aufwand für die nächsten paar Jahre hübsch und heller bekommen könnte (ich hätte am Ende gerne so einen Boden aus weißen und blauen Zement-Schachbrett-Fließen ...) Außerdem fällt das aufgeklebte (Laminat? PVC-Zeugs) von den Treppenstufen und die Decke wurde vor ein paar Jahren ganz fürchterlich schlecht gestrichen und eben die Fließen ... irgendwie werde die wohl niemals mehr hip.


So, und jetzt geht es weiter, wir haben von den drei Kellern leider nur einen bekommen (passt und war ein einvernehmlicher Beschluss, ich verstehe, dass die beiden anderen bei unserer Mieterin bleiben sollen, aber *argh* - falls sich jemand wundert, warum wir so nett sind, a) verspüre ich tatsächlich keinerlei Rache-Gelüste und bin da sehr entspannt und b) musste unsere Ex-Vermieterin dem ganz Deal zustimmen, da sie ja lebenslanges Wohnrecht im ganzen Haus hat und sich einfach hätte weigern können, die obere Wohnung freizugeben). Naja, jedenfalls bin ich heute mit Kellerputz dran. Damit wir unsere Wein- und Olivenöl-Vorräte endlich einlagern können. 

sabato 28 agosto 2021

Home sweet home

Langjährige Leser:innen werden sich vielleicht noch daran erinnern, wie wir vor 10 Jahren hier raus aufs Land gezogen sind, wie schwierig es war, überhaupt auch nur irgendwas für 5 Menschen zu finden und wie wir uns parktischerweise sofort in das einzige Angebot, das es nach monatelanger Suche gab, verliebt haben. Wie wir hier fleißig Böden geschliffen und Wände gestrichen haben und uns in "unser" altes Schulhaus eingelebt haben. Wie wir bei starkem Regen Handtücher vor die Fenster legen, mit den Mäusen leben (und die Rattenplage bekämpft haben) und wie kalt es im Winter in den Zimmern ohne Heizung ist. Und natürlich wie wir vor Gericht gezogen sind, damit wir hier wohnen bleiben dürfen.

Dabei schwebte ja die ganze Zeit das Ableben unserer ja doch schon nun älteren und auch eher kränklichen Vermieterin wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern, denn als Untermieter stünden uns dann rechtlich nur drei Monate zur Verfügung etwas neues zu finden - was bei den derzeitigen Wohnungspreisen und überhaupt dem engen Immobilienmarkt bedeuten würde, dass wir uns entweder in eine Tübinger 4-Zimmer-Wohnung quetschen oder aber ganz weit raus auf die Alb ziehen müssten. Trotzdem haben wir uns immer mal wieder ein Haus angeschaut, mal mehr zum Spaß, mal auch ganz ernst, aber gefunden haben wir trotzdem nichts - und außerdem gefällt es uns hier ja so gut, dass wir das quasi bis zur letzten Sekunde auskosten wollen. Wir hatten auch mal versucht, in Zusammenarbeit mit der damaligen Ortsvorstehern, das Haus zu kaufen, die Wohnungsbaugesellschaft (bzw. der damalige Chef oder Zuständige oder was weiß ich) murmelte aber gleich was mindestens 'ne halbe Million (das war vor ein paar Jahren, als man für eine halbe Million hier noch Reihenhäuser bekam, inzwischen kostet eigentlich alles noch sehr, sehr viel mehr), wir machten ein Angebot (unter einer halben Million), und hört dann irgendwie nie wieder was zum Thema.

Bis zu diesem Frühjahr, da liess sich ja unsere Heizung nicht mehr richtig reparieren und die Wohnungsbaugesellschaft fragte telefonisch nach (neuer Chef, neue Zuständigkeiten usw.), ob wir nicht vielleicht Interesse hätten, das Haus zu kaufen. Ich war am Telefon, schluckte drei mal, versicherte dann unser Interesse und überlegt mir verzweifelt, wo wir jetzt um Gottes Willen Geld herbekommen sollten, um das Haus zu kaufen. Miomarito war ja arbeitslos, ich nur so halb selbständig und hatte ja auch gerade Geld in die unsichere Zukunft der Crêperie gesteckt. Wir trösteten uns ein wenig mit der Tatsache, dass der Preis sicher eh so komplett ausserhalb unserer Möglichkeiten (auch mit Jobs) liegen würde, dass es eh niemals klappt würde. Es kamen Gutachter und dann ... ich glaube Anfang April ... war ich wieder am Telefon, als man uns den Kaufpreis nannte - der deutlich unter dem lag, was wir damals angeboten hatten - und man uns bat, uns bitte bis Mitte Mai zu entscheiden. Miomarito war immer noch arbeitslos, mit der Crêperie liess sich jetzt auch kein Hauskauf finanzieren, die Bank brach verständlicherweise in Gelächter aus und wir fingen an, eine Liste mit Menschen zu machen, die uns vielleicht Geld leihen würden, damit wir irgendwie "unser" Haus kaufen könnten. Es schein ziemlich aussichtslos, auch wenn miomarito inzwischen bei den Bewerbungen gut voran kam, es lief uns die Zeit davon, denn bis Mai gäbe es auch keinen unterschriebenen Arbeitsvertrag, der die Bank vielleicht milder stimmen würde.

Dann kam aber mein Bruder ins Spiel, der eh schon ziemlich oben auf der Liste mit Menschen, die man vielleicht um Geld fragen könnte stand, und der befand sich praktischerweise zeitgleich auf der Suche nach einem Investitionsprojekt, bevorzugt etwas für günstiger Wohnraum für Familien, allerdings war eher der Raum Kaiserslautern angedacht. Wir telefonierten viel, meine beiden Brüder kamen hier her und schauten sich das Haus an (der eine als Geldgeber, der andere als Architekt), ein Zimmermann aus dem Dorf, der sich mit altem Fachwerk auskennt, begutachtete die Holzbalken - also da, wo man hinkommt - ein weiterer Gutachter kam - und dann kaufte mein Bruder das Haus. Unterschrieben wurde vor 2 Wochen als wir im Urlaub waren, das Ganze ging dann doch nicht ganz so schnell wie gedacht, weil natürlich x-Sachen geklärt werden mussten, unter anderem auch die nicht ganz einfache Sache, dass unsere Vermieterin ja jetzt Mieterin ist und wir trotz allem natürlich nicht ihr lebenslanges Wohnrecht hier anrühren möchten. 

Ja, und jetzt gehört das Haus meinem Bruder, der da regelmäßig aus Steuergründen Geld hineinstecken möchte, wir wohnen hier weiter als Mieter, müssen keine schlaflosen Nächte wegen irgendwelcher abzuzahlender Kredite haben, können aber ansonsten frei schalten und walten und müssen uns nie, nie, nie wieder Sorgen machen, dass wir zwar nicht unbedingt auf der Straße, aber eventuell auf der Alb landen (und irgendwann erben die Kinder das Haus).

Und so beschäftigen wir uns jetzt gerade sehr viel mit modernen, umweltfreundlichen Heizungssystemen, dem Denkmalschutz (das Haus steht auf der Liste der zu prüfenden Objekten), den dringend vorgeschrieben Isolierungsarbeiten, der Gartengestaltung (ich möchte einen Tanne fällen lassen, und HA! ein paar Johannisbeersträucher entfernen) und überhaupt! Wir werden Arbeit für die nächsten Jahrzehnte haben! Und ein Haus, das quasi uns gehört!! So, so toll!!! (und ein Bruder, der Architekt ist und ein Schwager, der Raumausstatter gelernt hat und es wird alles so so so schön werden!)

mercoledì 25 agosto 2021

Saluti dal lago

Eigentlich wollte ich ja schon gleich nach unserer Rückkehr einen begeisterten, energiegeladenen und tiefenentspannten Bericht von unserem Urlaub schreiben, aber dummerweise habe ich seit Ende letzter Woche fürchterliche Rückenschmerzen und schleppe mich mühsamst durch den Alltag. Was für ein Mist!

Trotzdem ein paar Bilder, der Hinweis, dass es wirklich schön und entspannt war und ich eigentlich gut erholt wäre, ja wenn ... diese Schmerzen nicht wären (Arztbesuch habe ich schon hinter mir, ich hatte ja gestern auch noch einen MRT-Termin, eigentlich wegen meiner - inzwischen überhaupt nicht mehr -eingeschlafenen Hand, heute dann Hausarzt, der Befund vom Radiologen ist aber noch nicht da, Krankengymnastik habe ich verschreiben bekommen, mal schauen ... ich vermute, bis ich da dran komme, ich eh alles wieder weg, und Schmerzmittel wirken einfach gar nicht - supi) 



Ansonsten halt das übliche, Sommer, Sonne, viel baden, segeln, schlafen und essen :-)







Hier mal ein Bild unseres Segelboots - von Bord eines anderen Bootes

Unsere Brüssler Freunde, mit denen wir uns ja schon seit Jahrzehnten am Lago treffen, haben sich jetzt etwas weiter oben am Berg ein Haus gekauft, wo wir dann abends oft waren und zusammen gesessen haben. Tertia war sehr glücklich, weil viele Kinder in ihrem Alter (also 5 zwischen 5 und 10 in der ersten Woche, dann "nur" noch drei), Silencia hat Kindermädchen gespielt, sich ansonsten aber natürlich eher gelangweilt. 


Aufstieg am Abend 

Ilfiglio hatte zeitgleich mit mir Tübingen verlassen, war mit dem Zug nach Wien gefahren und strandet dann ein paar Tage später im ersten Bahn-Streik abends in München - und bekam von der Bahn eine Übernachtung in einem extrem schicken Hotel am Bahnhof spediert - Frechheit ;-) Später kam er dann für ein paar Tage zu uns an den See, danach ging's dann weiter über Mailand nach Neapel und im Moment weilt er in Genua - doppelte Frechheit ;-) (ich bin ja schon etwas neidisch ... Italien-Interrail ...)

Ich bin ansonsten wieder am Arbeiten, am Schmerzen ausblenden und ach ja ... wird hoffentlich bald wieder besser ...

domenica 8 agosto 2021

... und durchatmen

So, ich habe mich in den Urlaub gerettet. WOW! Ich hatte am Ende wirklich keine Lust mehr zu arbeiten, so gar nicht mehr, weil das beim Sommernachtskino auch nicht wirklich gut läuft, das ist sehr ärgerlich, wir machen zwar keinen Verlust, aber mit meinen Plänen, mir dann demnächst einen persönlichen Assistenten einzustellen ... daraus wird wohl nichts ;-)

Am Freitagabend gab's dann aber noch mal "großes Kino", d.h. eben kein Kino, sondern Konstantin Wecker, den ich mir unbedingt anschauen wollte. Ich bin jetzt kein wahnsinniger Wecker-Fan, aber er war halt schon immer da, mir hat als Kind der in die Tasten hauende und wütenden singend Wecker schon beim Scheibenwischer irgendwie imponiert und ja mei, wie viele Gelegenheit, den live zu sehen, wird es noch geben (traumatisches Erlebnis, bzw. Nicht-Erlebnis, ich hätte mal Karten für Frank Sinatras Abschiedstournee haben können, und fand dann über 100 Mark halt schon arg viel (das war so ums Abi rum) - heute könnte ich mir ins Knie beissen ... wobei, war auch Teil einer äußerst komplizierten homo-hetreo Vierecks-Geschichte - aber egal, ich ärgere mich also bis heute ...) Jetzt ist Konstantin Wecker natürlich nicht Sinatra, aber ich habe mich natürlich sofort für den Abend im Dienstplan eingeteilt - muss ja auch Vorteile haben, dass man alles organisiert und plant. Zwischenzeitlich hatte ich etwas was Sorge, dass das vielleicht ganz peinlich wird, könnte ja sein, dass der gute Mann seine ganzen Suchtgeschichten nicht so wirklich gut durchstanden hat und naja, Mitte 70 ist er ja auch. Aber dann, wow, fast DREI STUNDEN (!!) Bühnenprogramm, keine Spur von Altersmüdigkeit und durchaus auch selbstironisch (wenn auch natürlich in Teilen a bisserl arg pathetisch, wie schon immer halt). Es war toll (und ausverkauft! und bester Umsatz!)

Miomariot und die Mädchen weilen seit gestern am Lago, unsere Brüssler Freunde, die wir ja eigentlich jedes Jahr dort treffen, haben sich kurz mal ein Haus am Lago gekauft und sind auch schon da. Ich habe heute ausgeschlafen (gestern hatte ich noch mal Dienst, eigentlich war ich auch für heute noch eingetragen, aber durch die Verkettung glücklicher Umstände - und Wochentage - waren dann alle der Ansicht, ich würde schon heute in Urlaub fahren - und ich habe nur zustimmend was undeutliches gemurmelt). Also Chaos in der Wohnung beseitig, ilifglios Reisepläne eingefordert, weil ich mich schon als sehr verantwortungslos tiefenentspannt empfinde, wenn ich meinen nicht mal 17jährigen (okay, fast) Sohn einfach so irgendwie durch Europa reisen lassen soll, ohne genaueres zu wissen (jetzt weiß ich immerhin Wien, vielleicht etwas Lago, EINE WOCHE (!!) GENUA (!!), außerdem Mailand, Florenz, Rom, Neapel - das ganze in Kombination mit Fußballspielen - mal sehen, wo wir ihn dann abholen müssen ;-), aber er muss ja auch 1,5 Jahre Corona aufholen.  Meine Sachen gepackt, nicht viel, weil miomarito meinen Koffer ja schon im Auto mitgenommen hat, aber ein paar Sachen wurden vergessen und ich bringe jetzt eben mit. 

Morgen früh geht es dann los, mit dem Zug, die großen Kinder haben das ja schon gemacht, für mich ist es das erste Mal, ich bin sehr gespannt, wann ich dann am Lago ankomme ... Bus, Zug, Zug, Zug und nochmal Bus. Eigentlich müsste ich deutlich schneller sein als miomarito und die Mädchen, die ja unbedingt an einem Samstag fahren mussten und trotz Abfahrt um 4 Uhr irgendwas 11,5 Stunden gebraucht haben (nicht dass nicht IRGENDJEMAND gemeint hat, dass Samstags zu fahren keine so gute Idee ist). Aber egal, Sommer, Sonne (laut Wettervorhersagen 14 Tage Sonne und über 30°C - das habe ich mir sowas von verdient!), Lago. 

Wie immer der Hinweis auf meinen Instagram-Account - da gibt's die nächsten zwei Wochen viel Entspannung zu sehen, hoffe ich :-) (ich habe auch keine Ahnung, ob ich dann eine Zusammenfassung für den Blog schreiben kann, der Wahnsinn geht nach dem Urlaub ja gerade so weiter)


giovedì 5 agosto 2021

5. August

Wie jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen in die Runde: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" oder kurz und knapp #WMDEDGT? Mir ist das erst vorhin - also so gegen 12 Uhr eingefallen - mal sehen, ob ich mich erinnere ... 

0:00 Uhr ich komme vom Sommernachtskino zurück, es war fürchterlich, kaum Leute, schon die Online-Tickets gingen nicht, dann kam noch Regen dazu und so war nur eine Handvoll Leute da. Für eine Stunde eine neue Aushilfskraft da gehabt, kurz die Abläufe erklärt usw., denn morgen kommt Konstantin Wecker und es ist ausverkauft und da sollte man dann schon zu zweit sein. 

0:30 Uhr ich habe alles in der Crêperie ausgeladen, mache die Kasse und räume alles auf, die Spülmaschine braucht ewig, um sich aufzuwärmen, dabei stand sie schon auf stand-by. Ich bin zum Umfallen müde und beschließen, dass das Abspülen einfach bis morgen warten kann (mache ich sonst nie, aber ich bin stehend k.o.) - also ab nach Hause, Essen muss ich nichts mehr, ich werde immer von den neben uns stehenden Griechen versorgt, aber ein Feierabend Bier habe ich mir verdient - ich brauche eh immer noch fast eine Stunde zum Runterkommen (egal, wie müde ich bin).

1:30 Uhr BETT

9 Uhr ich wache auf, habe überhaupt nicht gut geschlafen, fühle mich wie erschlagen. Miomarito bringt mir Kaffee an Bett. Ich bleibe noch etwas liegen bis mir siedend heiß einfällt, dass Tertia ja heute Ferienprogramm hat, ich aber keine Ahnung, wann sie wo sein soll und ob das nicht vielleicht sogar schon  angefangen hat. Schnell, schnell, nachschauen - puh, erst um 11 Uhr.

10 Uhr Wäsche waschen, Berge von Wäsche, zwar waschen die großen Kinder ihre Wäsche inzwischen einfach selbst, miomariot zum Teil auch, aber trotzdem  ... und heute Abend soll das Auto für den Urlaub gepackt sein ...

10:30 Uhr Tertia und ich fahren mit dem Rad in die Stadt, ich bringe sie zu ihrem Kurs "Wir machen einen Stop Motion Film", springe noch schnell in eine Apotheke, um für miomarito was abzuholen und mich zu erkundigen, wie das genau mit den "amtlichen" Schnelltest fürs Ausland ist. Morgen muss ich dann mit Tertia noch mal hin und dann wird sie für die Einreise nach Italien getestet.

11 Uhr mehr Wäsche waschen, Wäsche in den Trockner und auf die Leine, ich kaufe mir mein Ticket für den Zug nach Italien, gönne mir die Reservierung eines Fensterplatzes - vielleicht wird es ja hübsch. Mal schauen (vermutlich haut es mit irgendeiner Verbindung nicht hin und meine Platzreservierung fährt ohne mich über den Brenner ... )

12 Uhr ab in die Crêperie, Kühlboxen mit Kühlelementen füllen, damit beim Einkaufen nicht die Kühlkette unterbrochen wird, außerdem schon mal die Spülmaschine hochfahren, damit das dann nachher mit dem Spülen nicht so ewig dauert. Ab zum Großhandel, dort merke ich, dass ich meine Karte vergessen habe, also die vom Laden, Gott sei Dank reicht mein Personalausweis auch ... und ich muss nicht noch mal zurück nach Tübingen fahren. 

13:30 Uhr alles eingekauft, ausladen, einräumen, Liste für den Crêpier geschrieben, was im Wagen fehlt und was er heute Abend mitnehmen muss, kurzes Telefongespräch, Überraschung, dass er heute Abend Dienst auf dem Sommernachtskino hat (Ich habe frei!!!) und dass das Catering am Freitag tatsächlich wie im Kalender eingetragen, im Veranstaltungsordner abgeheftet und im Dienstplan eingetragen, am Freitag stattfindet und nicht am Samstag. Lagerbestände ausfüllen, den Crêpier daran erinnern, dass ich für heute Abend ein Teilauto für den Transport zum Sommernachtskino gebucht habe (weil unser Auto ja dann schon gepackt ist) und dass er das bitte stornieren soll, wenn er es nicht braucht (es gibt nicht viel zu transportieren, das geht zur Not auch mit Fahrrad und Anhänger.)

14:15 Uhr wieder zu Hause, Silencia will dringend was zu essen, ich mache wie gewünscht Dampfnudeln - d.h. ich koch fertige in Milch auf.. oder so - Silencia hat das gestern selbst versucht und zwei mal den Feueralarm ausgelöst. Ich bekomme auch noch eine Dampfnudel ab - mit Roter Grütze und Vanillesauce (dabei ich als Pfälzerin ja überzeugte Salz-Dampfnudel-Esserin, das war früher immer mein Mittagessen in der Mittagspause des Gymnasiums).

15 Uhr schnell den bisherigen Tag zusammengeschrieben, jetzt geht's weiter mit Wäsche und Packen. und mehr waschen und mehr packen und richten. Diskussionen mit ilfiglio über dessen äußerst wage eigenständige Urlaubsplanung.

16:30 Uhr eigentlich wollte ich jetzt Tertia in der Stadt wieder einsammeln, aber es fällt mal wieder Wasser in rauen Mengen vom Himmel ... mit dem Auto kommt man aber auch nicht wirklich hin, weil ... Innenstadt, Tübingen usw. ... ich gebe mir bzw. dem Wetter noch 5 min ... 



P.S.: So, das "mitschreiben" hat nicht so wirklich funktioniert, zu viel zu tun und viel zu müde. das nächste Mal vielleicht wieder.

 

martedì 3 agosto 2021

6 more days to go

Am Samstagmittag gab's mal einen Moment, da dachte ich hey, wow, das schlimmste ist echt vorbei, die letzte Woche schaut gar nicht so arg aus, ich hab' zwar viel Sommernachtskino am Abend bzw. in der Nacht, aber ich kann ja Dank Ferien morgens ausschlafen und das bekomme ich ganz gut hin.

Dann gab es die frohe Botschaft, dass nicht nur unsere erste Aushilfe krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann (also das wissen wir schon seit zwei Wochen), sondern auch die zweite erst mal ausfällt, und dann am Abend während meiner Arbeit (Alleine!! beim Kino, mit 500 Leuten!!!) dass der Crêpier mal wieder Wochentage verwechselt hat (oder was auch immer) und ich sowohl ein großes Catering noch übernehmen muss als auch gleich anschließend am Abend dann noch ein wichtiges Gespräch mit einer eventuell zukünftigen Crêperie (1x die Woche) - so was führt dazu, dass ich von 30 Stunden 24 arbeite ... oder halt 15 Stunden am Stück ... oder nach über 8 Stunden Arbeit bis 2 Uhr nachts 5 Stunden schlafe, um dann wieder 15 Stunden zu arbeiten - je nachdem wie man es rechnet ... ohne Pause ... so spaßig ...und es lockt kein freier Tag (im Juli hatte ich zwei, einer davon war mein freien Nach-Imp-Tag - ich hatte mehr eingeplant, aber ausfallenden Aushilfen und die ... Wochentage ...)

Da war ich mir dann wieder sicher, dass es eine gute Idee war, Tertia zu meinen Eltern zu schicken, bzw. meine Eltern haben sie hier am ersten Ferientag abgeholt und seitdem verbringt sie - glaube ich -wunderbare Sommerferien-Tage mit Großeltern, Cousinen und Onkels und Tante - wofür ich unendlich dankbar bin.







Miomarito hat gleichzeitig beschlossen, mit zumindest Tertia (Silencia weiß es noch nicht genau) so früh wie möglich in den Urlaub zu fahren, sprich zwei Tage (oder so) vor mir und ich komme mit dem Zug nach, um mich dann ins gemachte Zelt legen. Hier herrscht eh nur Chaos und nichts ist planbar (ich sagen nur Wochentage sind schwierig).

Ansonsten - es tut sich endlich richtig was hinter den Kulissen, aber berichten werde ich davon erst nach dem Urlaub, wenn alles unter Dach und Fach beziehungsweise quasi besiegelt ist. Aber es ist toll! :-)

Immerhin komme ich in all dem Stress und Chaos nicht dazu, mir wegen Corona-Einreisebestimmungen für Tertia samt eventuell drohender Quarantäne und ja völlig überraschend steigenden Inzidenzen groß Gedanken zu machen. Oder über den nicht vorhandenen Sommer zu schimpfen. Ist ja auch was ... oder so.

P.S.: Okay, auch noch wirklich cool war gestern mein Gefährt für ein großes Catering:


bei so großen Catering passen die Sachen nicht in unseren Familien-Citroën, der VW-Bus der anderen Familie ist in Frankreich, also großes Teil-Auto. So was großes bin ich noch nie gefahren, macht aber tatsächlich Spaß und ich kann damit auch rückwärts einparken (ja, da parkte ich vorwärts ...) usw.

P.P.S.: Verkauf beim Kino heute Abend abgesagt (es gibt keine Klausel, dass wir öffnen müssen), da nicht mal 50 Tickets verkauft wurden - und ich eh fix und fertig bin, aber auch so nicht für ... ich vermute mal ... 40€ Umsatz diesen Aufwand betreiben werde. 

venerdì 23 luglio 2021

Atempause

Am Mittwochvormittag waren Silencia und ich zuerst beim Kieferorthopäden - ganz toll, das arme Kind braucht eine feste Spange UND eine Bisssperre, aber wenn wir Glück haben, dann dauert das Ganze nur 18 Monate (also die feste Spange, die Bisssperre deutlich weniger). Sie hat es mit Fassung aufgenommen. Und ich bin froh, dass alles medizinisch wirklich notwendig ist und somit von der Krankenkasse bezahlt wird. Los geht es im September. 

Danach ging es ins Impfzentrum, es hat mich irgendwie gefreut, dass wir das jetzt doch auch noch erleben durften. Das Tübinger Impfzentrum wurde neulich bei den Unwettern hier überschwemmt, zog für ein paar Wochen in eine andere Stadt (oder so, keine Ahnung, es war jedenfalls zu und man musste irgendwo anders hin) und wurde jetzt wieder neu aufgebaut (also es ist in der großen Sporthalle hier, darin wurde ein strapazierfähiger Fußboden verlegt und den hat es da wohl aufgeweicht und kaputt gemacht und jetzt musste das alles eben neu gemacht werden). Jedenfalls wollte ich schon auch mal Pandemie und große Organisation mitbekommen, falls das irgendwie nachvollziehbar ist. Es gab dann auch tatsächlich viele Stationen abzuklappern, erste Anmeldung, dann mussten wir kurz irgendwo rumsitzen bis unsere Nummer und das entsprechende Zimmer aufgerufen wurde, dann noch mal richtige Anmeldung mit Kärtchen und Infos zur ersten Impfung, dann wieder kurz warten bis man aufgerufen wurde (glaube ich, es ging tatsächlich alles sehr schnell), dann gab's ausführliches Gespräch mit dem Arzt, bei dem Silencia kurz und knapp erklärte, warum sie trotz gegenteiliger Stiko-Empfehlung geimpft werden möchte (danach meinte der Arzt, er sähe das genauso) und ich wäre fast ein bisschen ungehalten worden, als der Arzt mich verwundert fragte, warum ich so gut informiert sei (in Bezug auf Impfung von Jugendlichen und dass der Biontech Impfstoff Comirnaty heißt und nicht Biontech - was ja jetzt nicht so ... informiert ist) und ich nur meinte, dass wir eine verdammte Pandemie haben und wie ich Entscheidungen fällen soll, wenn ich mich nicht gescheit informiere?!?!? (und ich hatte ihn immerhin nicht mal unterbrochen, als er was von Impf-Langzeitfolgen murmelte). Nun ja, jedenfalls wurden wir zweitgeimpft - Hurra!



Dann ging's wieder nach Hause (also für mich, Silencia musste ja wieder in die Schule)


Ich freue mich eigentlich auch noch nach 10 Jahren immer, wenn ich mit dem Rad nach Hause (oder in die Stadt) fahre, darüber, wie wunderschön es hier ist


So und dann bin ich mal gepflegt zusammengebrochen - ich bezweifle ein bisschen, dass das die Impfung war, so schnell kann die eigentlich ja nicht neben-gewirkt haben. Ich hatte schon etwas Schiss, weil ich ja schon auf die erste eher strak reagiert habe und ja eigentlich die zweite die schlimmere ist - und auch im Impfzentrum bei den Gesprächen waren alle etwas erstaunt gewesen, dass wir (Silencia ja auch) schon bei der erste so viele Nebenwirkungen hatten und meinten, wir sollten Paracetamol bzw. Ibuprofen bereithalten. Naja, ich wusch noch schnell Wäsche für die Crêperie und druckte ein paar Sachen aus, und schleppte ich mich gerade so noch ins Bett und bleib da für den Rest des Tages (ich glaube, dass ich einfach viel zu viel gearbeitet habe, ich stand schon Dienstagnacht bzw. eigentlich ja Mittwochmorgen, denn vom Sommernachtskino komme ich in der Regel erst nach 1 Uhr nach Hause, kurz vorm Nervenzusammenbruch)

Gestern dann haben ich mich dann krankgemeldet, d.h. ich hatte ja schon im Voraus alle Dienste so gelegt, dass ich frei hatte, falls ich Nebenwirkungen von der Impfung habe. Atempause.




Heute geht's weiter, irgendwie muss ich die nächsten 2 Wochen überstehen, auch wenn ich nicht ganz genau weiß wie. Heute Abend stehe ich wieder beim Sommernachtskino, ab Sonntag gibt's dann auch noch fast jeden Tag ein Catering und ich freue mich sehr auf die Ferien, weil ich dann nicht mehr morgens um 6:30 Uhr aufstehen muss (wenn mich die Glocken um nicht eh mit dem 6 Uhr-Geläut schon geweckt haben) - also miomariot übernimmt auch die Morgenschicht, muss aber ja oft selbst auch nach Stuttgart und damit früher aus dem Haus - und um 2 Uhr einschlafen, um 6:30 Uhr aufstehen und dann um 8 Uhr noch mal hoffen, zwei Stunden schlafen zu können ... ist eher so mittel. Vor allem bei Tagen mit 12 Arbeitsstunden - die ich ja in der Regel stehend bzw. schwere Sachen schleppend und aufbauend verbringe. Tertia wird dann in der ersten Ferienwoche zu meinen Eltern "verschickt", weil sie sonst die meiste Zeit allein zu Hause herumhocken müsste und eh schon sauer ist, dass ich so viel weg bin (es gibt Tage, da sehen wir uns halt morgens eine müde Dreiviertelstunde im hier Vesperbox, da, Mittagessen, Zähneputzen!! Hast du Deinen Turnbeutel?! Ich bin heute mittag nicht da!! Coronatest? Habt ihr den Gesten Abend gemacht?!?!? Stress - das ist schon sehr doof). Wie gesagt, ich muss im Urlaub viel nachdenken. 



Prinzipiell ist das Sommernachtskino aber schon interessant, ich werde die erste Hälfte vieler Filme kennen, mal sehen, ob ich es schaffe, mir irgendwann mal die jeweils zweite Hälfte anzuschauen ... Bisher habe ich Der Rausch gesehen, eine wirklich tolle Doku namens Dear future children über junge Aktivistinnen in Uganda, Hongkong und Chile (die Filmleute waren auch da und haben über die Dreharbeiten berichtet, warglaube ich eine Vorab-Premiere oder wie immer man das nennt) und dann 2x Comedy bzw. Kabarett live auf der Bühne. Heute Abend dann Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt (der Film ist schon ein paar Jahre alt) mit Live-Band.

Nur die erste Hälfte deshalb, weil wir vor dem Film ca. 1,5 Stunden verkaufen, dann kommt die erste Hälfte des Films, dann eine Pause von ca. 15-20 min, in der wir wieder verkaufen, und wenn dann die zweite Hälfte anläuft, fange ich an aufzuräumen, zu putzen und einzupacken. In der Regel bin ich damit fertig wenn dann der Film oder die Bühnenshow auch fertig ist. Irgendwann um Mitternacht herum, dann schleppe ich alles ins Auto, fahre in die Crêperie, spüle dort alles ab (also die Maschine usw.), räume auf, mach das Kassenbuch und richte schon mal wieder die Sachen für den nächsten (also dann eigentlich den selben Tag). Dann gehe ich nach Hause, kurz nach 1 Uhr und versuche runter zu kommen, was  auch eher dauert, so dass ich meist erst gegen 2 Uhr einschlafe. 

Wir stehen ja nicht alleine dort (also vor dem Film, in der Pause gibt es nur noch uns), es gibt noch einen griechischen Anhänger mit dessen Besitzer ich neulich griechisch-bretonsiches fusion food ausprobiert habe - Gyros auf Galette - schmeckt wirklich super, hält aber nciht richtig, weil das Fleisch zu schwer und der Tsatsiki zu feucht (die Galette weicht auf) ist. Aber einen Test war es wert ;-)



So, und jetzt heißt es wieder schaffe, schaffe!