venerdì 11 settembre 2026

Wasser marsch!

Am Mittwochmorgen beschloss ich in völliger Selbstüberschätzung, dass ich jetzt doch den Heizkörper an der grünen Wand im Wohnzimmer abbauen würde, damit ich dahinter streichen könnte. Würde schon nicht so schwierig sein, meine Brüder hatten mir nicht mal eine echte Antwort auf meine Anfrage, wie man das jetzt mache, gegeben (Bruder Nr, 1: Alles abkleben, Raum 1 m hoch mit Farbe füllen, dann wieder abpumpen, Bruder Nr. 2: Die Heizung abnehmen) und das Internet war voll mit Anleitungen. 

Wichtigster Schritt ist natürlich die Ventile zu schließen, damit das Wasser aus dem ganzen restlichen Heizungssystem nicht rausläuft, sondern nur das Wasser, das im Heizkörper ist. Die Anleitung erklärte mir, dass man zum Überprüfen, ob die Ventile wirklich geschlossen sind, den Heizkörper nach dem Schließen der Ventile entlüften solle und wenn da kein Wasser mehr rauskäme, sei man auf der sicheren Seite.



Hier habe ich ein Foto aus Dokumentationszwecken, auf dem eigentlich schon zu erkennen gewesen wäre, dass da irgendwas nicht stimmt (die rechte Schraub steht in nicht auf der gleichen Position wie die linke). Aber es kam kein Wasser mehr raus beim Entlüften und ich habe das meinem Bruder nur geschickt, weil - wie man sehen kann - ich links (überhalb des Rücklaufventil, also da wo das Wasser wieder aus dem Heizkörper rausläuft) schon aufgeschraubt hatte und kein "Restwasser" aus dem Heizkörper floss. (Anleitung: Nach kurzer Zeit wird aus der Verschraubung kein Wasser mehr austreten, da sich im Heizkörper ein Vakuum gebildet hat) Er merkte allerdings an, dass der Eimer vielleicht etwas klein sein könnte (gab noch ein anderes Foto), weil da nicht nur Restwasser sondern eben das Wasser gesamten Heizkörpers herauskäme. Also bin ich noch mal in den Garten und habe den größten Mörteleimer geholt, den wir haben:



Gott sei Dank, denn als ich dann auf Anweisung meines Bruders beide Verschraubungen geöffnet hatte, schoss das Wasser in hohem Bogen da irgendwo raus. (man stelle sich einen alten Zeichentrickfilm vor). Ich versuchte, das Wasser in den Eimer und nicht auf die frisch gestrichene Wand zu lenken, merkte aber schnell, dass ich da ziemlich überfordert war und schrie nach miomarito, der Gott sei Dank im Nebenzimmer am Arbeiten war. Irgendwie gelang es uns dann (nachdem der Heizkörper auch mehr oder weniger von der Wand gefallen war), den Heizkörper zu halten und gleichzeitig zu erkennen, dass das viel zu viel Wasser für "nur aus dem Heizkörper" war und tatsächlich hatte ich das Vorlaufventil nicht richtig zu geschraubt und so schoss das Wasser mit dem Druck des gesamten Heizungssystem aus der Leitung raus. Es gelang uns Gott sei Dank das Ventil zuzuschrauben BEVOR der große Mörteleimer voll mit Wasser war. Teile der Wand, der Boden und wir waren aber trotzdem klatschnass und es kann sein, dass ich kurz mal geheult und geschworen habe, mich nie wieder auf "ach, das geht eigentlich ganz einfach" zu verlassen. 


(hier kann man übrigens links gut erkennen, dass die Wand nach dem ersten Anstrich - nass in nass bei 30°C ist schwierige) ziemliche Streifen hat)



Aber er war ab!


und deshalb habe ich dann auch noch schnell zwei Löcher zu gespachtelt, die unser junger Heizungsbauer (der die Hälfte der Zeit bekifft war) falsch in die Wand gemacht hatte


und hier sehen Sie korrekt zugeschraubte Ventile
(parallel stehende Schraubenschlitze - oder wie immer man das nennt)


Nachdem ich mich von dem Schock erholt und mich komplett umgezogen hatte, ging es weiter und ich strich die grüne Wand noch ein zweites Mal an - plus den Teil, der vorher ja hinter dem Heizkörper gewesen war, plus ca. 5 cm Rand auf die weißen Seitenwänden, damit es wenigstens irgendwie gerade aussieht. 

Und dann ging es wieder zum Kachelofen, Abschleifen bzw. eben aufrauen und dann lackieren. immer mit dem Mantra im Kopf, nach dem zweiten Anstrich sieht es bestimmt besser aus, viel besser. Es muss besser aussehen!




Hier die Abend-Impression nach getaner Arbeit: 


Links die jetzt wirklich schön gleichmäßig grüne Wand (die Wasserdusche hat ihre auch nicht viel ausgemacht), rechts der Kachelofen nach der ersten Schicht Lack. Den habe ich inzwischen noch mal lackiert, sieht deutlich besser aus, aber ein Meisterwek ist es nicht. Aber egal. VIEL besser als vorher. 

Allerdings:


als ich das Malerband abgezogen habe, gingen größere Teile der Tapete mit ab (auch noch an anderen Stellen) und jetzt muss ich irgendwie versuchen, das noch mit weißer Farbe etwas zu retten ... 

Heute steht noch auf dem Programm: Heizkörper wieder einbauen und RICHTIG GUT VERSCHRAUBEN und dann vielleicht noch die Ecke zwischen Kachelofen und Tür (ca. 5 cm, die sich nur bescheiden ankleben liessen (weil eben auch total krumm) auch noch lackieren, damit es dann einen einigermaßen geraden Abschluss (nämlich den Türrahmen) hat und dann die ganzen Fehler ausbessern. 

Folgen Sie mir für weitere Tipps und Tricks in Sachen Hausrenovierung (oder Hausflutung) ... 

P.S.: Unser Auto fährt zwar noch, man müsste aber demnächst Sachen machen lassen, die den Wert des Autos weit übersteigen und jetzt suchen wir also ein EAuto und die (also alle, egal ob E oder nicht) sind alle so, so häßlich ... 
 

3 commenti:

Anonimo ha detto...

Unser Auto ist 17 Jahre alt (noch fährt er...), daher fangen wir auch gerade an, uns nach einem E-Auto umzuschauen. Und ich kann Dir nur Recht geben: es gibt so viele hässliche Autos!! Alle bullig, wie Spielzeuge, fast nur SUV usw... Fürchterlich! Was uns bislang aber einigermaßen positiv aufgefallen war, weil sie eher wie "normale" Autos aussehen, sind der Renault Megane und der Peugeot 308. Den Renault haben wir uns auch schon kurz innen angeschaut und waren überrascht (okay, wir hatten einen uralt-Renault der Großeltern als Vergleich im Kopf). Den Peugeot haben wir noch nicht in echt gesehen.

Falls Du weiter von Eurer Autosuche berichten magst und was ihr Euch so anschaut, würde ich mich freuen!

Anonimo ha detto...

Wir haben einen roten Opel CorsaE Auto ., zwar klein, aber super und schnuckelig !

IO ha detto...

Silencia und miomarito haben sich gestern den hyundai ioniq 5 angeschaut, der ist aber zu teuer, deshalb vielleicht dann den 3er - wenn es den dann mal gibt. Und den Skoda Enyaq haben sie sich angeschaut - kostet auch viel, die Eltern einer Freundin von Silencia sind vom kleinen Tesla auf den Skoda umgestiegen und meinten: ein gefühlter Rückschritt um 20 Jahre. Tesla geht aus vielen Gründen nicht, bei den Chinesen werden ja etliche Pleite gehen und dann sitzt man doof da (neben allen moralischen Gründen usw.) Kia EV3, aber dann müsste man vermutlich den mit der größeren Batterie nehmen (Italien-Fahrten) und das kostet auch gleich wieder einen Haufen Geld. Ich finde den Renault 4 ganz witzig (den hatten meine Eltern ganz früher, also in den 70ern), habe mich da aber noch nicht mit den technischen Details auseinandersetzt.

Wir brauchen halt kein Auto fürs tägliche Arbeitspendeln, sondern für Fahrten an den Lago mit 3-4 Personen und Gepäck, Baumarkt-Besuche, Häckselplatz (u.ä.) und zum Groß-Einkauf. Sprich eigentlich einen großer Kofferraum und keine Mini-km-Weite bei voll beladenem Auto über die Alpen.