sabato 11 febbraio 2023

Schneeball kürzen

Ein vor mir schon länger anvisiertes Gartenprojekt ist das Zurückschneiden des Runzelblättrigen Schneeballs vor unserem Haus, weil der zum einen immer größer wird und mir oben in der Küche - das ist auf dem Bild das hintere Fenster - die Sicht auf die Wurmlinger Kappelle (und überhaupt) versperrt, und zum anderen wird der halt immer unförmiger, er blüht auch nicht mehr schön und eigentlich hätte man da in den letzten Jahrzehnten eben regelmäßig mal ausdünnen usw. machen sollen. 


Ich hatte mir letztes Jahr eben dieses Teil (oben auf der Bank) im Angebot gekauft, um damit diesem (und auch anderen) Bäumen alleine zu Leibe zu rücken können ... ich schaffe es nicht, auf der Leiter stehend so viel Druck auf die Säge zu bringen, dass ich dann händisch gescheit einen Ast absägen kann, außerdem sind viele Bäume eben inzwischen auch sehr groß und da komme ich auch mit Leiter nicht wirklich an die zu schneidenden Äste dran ... also etwas elektrisches mit Teleskop-Stange. Ich bin so mittel zufrieden, weil das Teil immer noch - für mich - sehr schwer ist und das Schneideergebnis deshalb suboptimal (Man müsste eigentlich erst von unten, dann von oben schneiden, aber ich bin nur froh, dass ich das Teil halten und irgendwo ansetzten kann - ich werde aber weiter üben)


Nach guten zwei Stunden war ich dann aber fertig - im doppelten Sinn - und jetzt haben wir wieder einen schönen Blick auf Kirche, Schloss und Wurmlinger Kappelle (letztere da ganz hinten auf dem Berg)

Wer den Blog schon länger mitliest, weiß natürlich auch, was jetzt nicht fehlen darf, denn wer bin ich denn, dass ich hier so einfach was im Garten mache, ich habe ja keine Ahnung und kein Recht und überhaupt. Und genau wie erwartet schoss nach einer gewissen Zeit unsere ehemalige Vermieterin aus der Haustür (normalerweise kann sie sich nur noch am Arm einer weiteren Person bewegen, aber wenn ich im Garten werkle geht das anscheinend auch problemlos ohne Stütze) und blaffte mich an, wie viel ich von dem Busch eigentlich noch wegschneiden wolle. Ich bin ja inzwischen Profi (war ja auch noch nie groß auf den Mund gefallen), ein bestimmtes: NICHT IN DIESEM TON! leitete mein Erläuterung ein, dass ich hier genau wie im letzten Herbst besprochen, den Strauch OBEN zurück schneide und selbstverständlich NICHT vor ihrem Fenster (unten) usw. Weil ich ein netter Mensch bin (okay, da gäbe es Leute, die widersprechen würden ;-)), habe ich nicht darauf hingewiesen, dass man den seit Jahrzehnten hat verwildern lassen (unten kommt kein Licht hin, also schießen alle Zweige nach oben und haben unten keine Blätter mehr - und das will sie ja eigentlich vor ihrem Fenster) und dass wenn ich wollte, ich den auch einfach abschlagen lassen könnte, weil quasi MIR. (anschließend ging's dann in freundlichem Ton noch 10 min über dies&jenes im Garten, ich bin ja nicht so)



Leider war es nach getaner Arbeit und gewonnener Auseinandersetzung viel zu früh für ein wohlverdientes Feierabendbier im Garten. 
(aber noch der Hinweis meiner inneren schwäbischen Hausfrau, dass ich diese ungetragenen HUNTER-Gummistiefel für 25€ (!!) bei vinted gefunden habe und jetzt damit sehr, sehr glücklich bin :-))
(ich habe auch noch für einen ähnlich guten Preis ein paar knöchelhohe in dunkelblau glänzend bekommen)

So und jetzt ab in ein vollgestopftes Wochenende!

3 commenti:

Anonimo ha detto...

Hach, die Ex Vermieterin Geschichten habe ich ja fast etwas vermisst ;). Die Hunter Stiefel sind mir sofort aufgefallen, ich mag die so sehr. Ein echtes Schnäppchen für 25 Euro und somit ein großes Lob an die schwäbische Hausfrau :).

LG, Ina

Ellen ha detto...

Orr! Ich hätte das Ding bodentief abgesägt und ihr ein Rosenspalier vors Fenster genagelt.

IO ha detto...

:-)

Vielleicht bin ich ja doch nett ;-)