sabato 16 maggio 2020

Tag 60

Hmpf. 60 Tage jetzt schon ohne Schule, 60 Tage die Kinder komplett daheim, 60 Tage nicht mehr ausgegangen, 60 Tage keine Freunde mehr zu Besuch gehabt ... letzteres wollen wir Dank schönem Wetter und der Tatsache, dass draußen ja wohl alles halb so schlimm ist nächste Woche ändern, aber puh, der Rest wird uns bzw. vor allem mich, weil miomarito ja jetzt erst mal wieder vor Ort arbeiten muss, noch lange begleiten.
Und wenn man sich überlegt, wie lange es noch bis September ist, bis die Schule wieder irgendwie losgeht (also das vor den Sommerferien ist ja eher ein Witz, vor allem bei drei Kinder), *muhahah* das sind noch 120 Tage *muhahaha* und wenn ich mir die neusten Untersuchungen zu den Aerosolen durchlesen noch mehr *muhahaha* denn das liesse ja - natürlich immer vorausgesetzt, Kinder verbreiten das so wie Erwachsene (die Tübinger-Studie dauert wohl noch, ich hatte da fälschlicherweise angenommen, erste Ergebnisse gäbe es diese Woche) - also das lässt ja die letzten Hoffnungen auf so was wie regelmäßig Schule vor einem Impfstoff ganz schnell verschwinden. Vielleicht sollte ich mir ein Büro anmieten, dann könnte ich die Kinder, die ja eigentlich groß genug sind, alleine zu Haus lassen und dort in RUHE arbeiten ...

Aber hilft ja nix, außerdem muss ich mir jetzt erst mal einen neuen Rechner kaufen, Silencias hat sich gestern mehrmals in kürzester Zeit komplett aufgehängt (und das ist bei einem Mac ja eher ungewöhnlich bzw. kein gutes Zeichen), mitten im Abgabestress und so kann das nicht wieder gehen. Also braucht sie meinen und ich den neuen. Puh.


Ansonsten so neue Alltagsdinge wie Masken-Abkochen gemacht.


Tertias Theater nimmt langsam Formen an

Miomarito war gestern mit Tertia noch mal beim Zahnarzt, das gab mir wenigstens 1,5 Stunden zum ordentlich arbeiten. Miomarito ist schon immer der Meister des Home Office gewesen und kann problemlos zwischen spielenden und lärmenden Kindern arbeite, ich dreh hier bald durch und überlege den Einsatz von Ohrstöpseln oder Noise Cancelling Kopfhörern (wobei ich ja eigentlich komplette Ruhe haben möchte und keine Musik).



So sieht übrigens ilfiglios Wand an der übelsten Stelle aus, ein befreundeter Mittelalter-Archäologe war gestern kurz da und hat alles begutachtet, die "Lesung" der Wand habe ich leider verpasst, weil ich in einem Anfall von die Welt ist fürchterlich, dann will ich wenigstens was gutes zu Essen haben, grünen Spargel und Lachs gemacht habe, dazu noch Ofenkartoffeln. War etwas aufwendig (also eher wegen neuem Rezept als tatsächlich, aber ich stand eben länger in der Küche), aber sehr, sehr lecker :-)


So und jetzt die zwei Tage Wochenende mit miomarito zu Hause und endlich wieder Sonne genießen.

venerdì 15 maggio 2020

Tag 59

Okay, ich muss mich erst mal wieder daran gewöhnen, dass miomarito die Woche über vier Tage weg ist, das war die letzten Wochen schon sehr komfortabel, die Kinder nicht ununterbrochen an der Backe zu haben.

Daher statt Mittagessen einen großen Spaziergang ALLEINE durch den Wald gemacht.


eher Mistwetter


Der Boden sieht aber wieder normal aus


und der Wald riecht auch wieder nach Wald 

Danach war ich mit Tertia unterwegs, Unterlagen einscannen (eigentlich müsste das unser neuer Drucker auch können, aber ich bekomme es nicht hin, so wie es in der sehr kurzen Anleitung steht, geht es jedenfalls nicht, normalerweise würde das zu einer Trotzreaktion meinerseits führen (WEIL DAS KANN JA WOHL NICHT SEIN!!) und ich würde so lange daran rummachen, bis es dann geht - in Corona-Zeiten fehlt mir dafür sowohl die Zeit als auch die Nerven, also Copy-Shop) und dann bei dm und Aldi. Beruhigenderweise (oder beunruhigenderweise, wie man es nimmt) geht es da auch nicht anders zu als bei uns im Supermarkt, wobei dm sind wesentlich weniger Leute und mehr Platz, aber Aldi war rappelvoll und absolut kein Platz, um den Leuten auszuweichen oder sich an die 1,5 m zu halten. Macht also ein Supermarkt-Wechsel eh keinen Sinn. Wie angespannt ich eigentlich bin zeigt sich dann auch, dass ich angesichts der umher- und wegspringenden Tertia, die sich ständig an der Maske herumfummelte und über alle Oberflächen schmierte, bald einen Schreianfall bekommen hätte. Naja, nicht ganz, aber entspannt ist was anders und ich glaube, das brauche ich nicht noch mal. Aber Kind ist glücklich mit neuen T-Shirts und Pseudo-Vans. 
Und ich lese jetzt ja doch immer den Drosten-Podcast und Schmierinfektionen sind ja wohl nicht so das Problem. Trotzdem noch mal Desinfizierungszeugs gekauft, da ist die Auswahl immer noch sehr übersichtlich bzw. im real sind gibt es eins nur gegen Bakterien, jedenfalls steht nix von Viren drauf, und im dm war das Regal auch eher leer. Wie gut, dass ich einen Mann habe, der in der (okay, Augsburger) Innenstadt arbeitet, da kann ich so Einkäufe (bzw. das Abklappern von Geschäften) dann outscourcen. 

Abends dann sehr schönes Familienabendessen, alle Kinder gesprächig und friedlich, das gibt es auch nicht so oft und so doof ich es finde, dass ich jetzt die vier bis fünf Tag hier alleine stemmen muss, miomaritos jeweilige Rückkehr bringt doch etwas Struktur in die Woche (nächste Woche wegen des Feiertags dann auch schon am Mittwochabend, wird alles nicht so schlimm).

Von der Tierfront noch folgendes: in mein Arbeitszimmer (d.h. hauptsächlich treibt sie sich in meinem Boden herum)  ist eine Spitzmaus eingezogen ... mal wieder ... mal schauen, wie ich sie eingefangen bekomme, oder ob sie bei zunehmenden Temperaturen wieder von alleine auszieht ...

P.S.: Zeitung berichtet: In Baden-Württemberg sollen private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Taufen mit bis zu 100 Personen vom 1. Juni an wieder erlaubt werden. Persönlich finde ich das eher so lala, bedeutet aber vielleicht, dass es für mich wieder Arbeit in Sachen Crêperie (also catering) gibt. Mal schauen.



giovedì 14 maggio 2020

Tag 58

Gestern ekliges Wetter mit viel Dauerregen, ich finde drinnenbleiben gerade sehr anstrengend (vom Kopf her), gleichzeitig verlottert man aber auch irgendwie sofort ... aber, die Natur! die Natur! Und ab Samstag wird es ja dann wieder besser.

Gestern morgen startete ja wie bereits erwähnt gleich mal mit viel Computer-Zeugs und lange Rede kurze Sinn, ich muss mir jetzt doch wirklich einen neuen Rechner kaufen, sonst wird das weiter so gefährliches Stückwerk bleiben. Aber, der inneren schwäbischen Hausfrau sei gesagt, das Teil ist auch schon fast 10 Jahre alt - und ich habe Silencia gestern beim Mittagessen versprochen, dass sie meinen alten iMac dann übernehmen darf. Im Moment arbeitet sie nämlich mit unserem ersten iMac, den wir im Jahr nach ihrer Geburt gekauft hatten. Das geht grad so noch, aber nachdem ich ihr eröffnet habe, dass "der Trend" vermutlich auch im nächsten Schuljahr zu viel Distanzunterricht gehen wird, fand ich, dass sie was zur Aufmunterung haben sollte ... oder so. Immerhin einen "neuen" (neueren)  Rechner.

Silencia war gestern auch wieder Bücher ausfahren, motzte zwar etwas darüber, dass sie dann schon um 11 Uhr aufstehen muss, aber so die erzwungene Bewegung (5km zur Schule radeln, Bücher einpacken und dann wieder zurück plus das eigentlich Ausfahren) tut ihr - im Geheimen - vermutlich auch gut. Freitag ist sie wieder dran - und es ist halt auch ein Stückchen (alte) Normalität. Heute aber schon wieder "frühes" Aufstehen, Videochat mit der Englisch-Lehrerin um 12 Uhr. Ich muss sagen, ich finde es sehr nett und entgegenkommend, dass sich hier - zumindest Silencias - die Lehrenden auf die pubertierende und langschlafenden Kinder einstellen und keine Videokonferenz um 8 Uhr ansetzen. Das hebt die Stimmung doch sehr, oder besser: lässt sie nicht ins Bodenlose fallen.

Ilfiglio hat berichtet, dass jetzt einige aus seiner Klassen wohl ab Freitag wieder in die Schule sollen/können/müssen, er aber wohl nicht. Er vermutet, es habe mit einer Umfrage zu tun, die er von der Schule bekommen habe, bei der man angeben musste, ob man zu Hause zu lernen könne und ob man das Gefühl habe mitzukommen (ilfiglios Antwort war wohl: mittel) und dass jetzt die, die da schlecht oder gar nicht usw. angegeben haben, jetzt wieder in die Schule können. Ich vermute auch, dass ilfiglio der letzte Schüler sein wird, der wieder in den Präsenzunterricht beordert wird, weil alle froh sind, dass er zu Hause ist (und nicht stört und nervt) und sie ja auch wissen, dass er zu Hause gute Voraussetzungen hat und auch brav seine Aufgaben macht. Aber wer hätte gedacht, dass ilfiglios Wunsch - während seiner Suspendierung geäußert - lieber einfach Unterricht zu Hause zu haben, so schnell in Erfüllung gehen würde. Im Prinzip ist die Idee der Schule einige Schüler, die es wohl schwerer haben, zurück an die Schule zu holen ja durchaus sinnvoll, nur wäre es nett, wenn man das vielleicht allen Schülern und Eltern mitteilen würde, weil so ist es ja schon etwas komisch ... also nur die Info via Kinder-Whatsapp-Gruppe, dass da jetzt wieder Präsenzunterricht anläuft - morgen (oder auch nicht, man weiß es ja nicht).

Tertia geht es gerade sehr gut, die paar Tage Spielen auf Distanz mit ihren Freundinnen haben ihr wirklich gut getan, die Waldspaziergänge mit mir auch, letzte Woche hat sie ja auch viel mit miomarito, der da ja Urlaub hatte, an ihrem Auto (eine Aufgabe aus der Schule) gearbeitet und seit gestern sitzt sie an einem neuen Projekt - einem Theater (hier gibt es von Boden (der Kleider-Firma) sehr schöne Bastel-Sachen, Mini Missions genannte, Tertias Theater ist die erste Mission). Bilder folgen ;-)

Ansonsten etwas gearbeitet (nachdem ich dann all meine Bilder wieder hatte ...), anderen Turn-Eltern erklärt, wie man WhatsApp auf einem iPad ohne Sim-Karte laufen lässt (ich vergesse immer wieder, wie lange und viel ich mich schon im Internet herumtreibe usw. und für wie viele Leute meines Alters das alles tatsächlich noch Neuland ist), einkaufen gewesen:


gerüstet für weitere Wellen quasi ...

Nein, ich habe nur mal sicherheitshalber die Toilettenpapier-Vorräte aufgestockt, dass passiert mich nicht noch mal, dass ich mir Toilettenpapier schicken lassen muss - und den Wein finde ich halt witzig (Mezzacorona ist auch noch die Partnerstadt von Dußligen hier gleich um die Ecke) leider schmeckt er nur genauso schlecht wie der weiße (ein Pinot Grigio war das) - ich probiere jetzt nicht noch all die anderen durch, ich denke, das war's mit uns, Mezzacorona. 

P.S.: Miomarito muss jetzt drei Wochen Ausstellung aufbauen (also nicht persönlich Sachen aufstellen, aber eben alles vor Ort überwachen und organisieren) und ich kann froh sein, wenn er Freitagabends dann heim darf. Oh Mann ... (ich brauche besser Wein ;-))  (heute Abend darf er aber heim) 




mercoledì 13 maggio 2020

Tag 57

So, gestern noch mal das schöne (wenn auch frische) Wetter genutzt, den Rest der Woche soll es ja wieder regnen, also heute und morgen und da muss man natürlich unbedingt nochmal raus (ich überlege mir, ein komplettes Schlechtes-Wetter-Outdoor-Outfit für Tertia und mich zu kaufen, damit wir Herbst und Winter irgendwie keinen Indoor-Koller bekommen).

Aber zuerst war wie jeden Vormittag Schule und Arbeit angesagt, ich habe fleißig Dateien hin und her geschoben und gelöscht, aber ich befürchte, das hilft alles nicht, ich muss meiner inneren  schwäbischen Hausfrau langsam beibringen, dass ich trotz Crêperie-Ausfall und vermutlich anstehendem Zusammenbruch des Bildermarktes dringend einen neuen iMac brauche  ... das wird lustig ...

Nach dem Mittagessen waren Tertia und ich ein paar Stunden im Wald und auf den Wiesen unterwegs. Ich bin ja doch sehr, sehr froh, das sich bei mir der Foto-Beruf sogst mit der Kinderbespaßung kombinieren lässt.



Außerdem habe ich dann noch alle Bänke im Dorf fotografiert und werde daraus eine Instagram-Story für alle Crêperie-Besucher machen, die ihre Crêpes und Galettes ja nicht bei der Crêperie essen dürfen, selbst wenn dann übernächstes Wochenende wieder Aussenbewirtschaftung erlaubt ist, das ist bei uns ja ein großer Tisch, da kann man keine Abstände einhalten usw. - also muss mein Chef bzw. seine Frau die Leute immer wegschicken (man darf im Umkreis von 50 m nichts essen) und jetzt mache ich eben quasi eine Anleitung, wo man sich in und rund ums Dorf schön hinsetzen kann.

Ilfiglio hat derweilen - es muss langsam wirklich sehr langweilig sein, wobei er halt auch sehr wenig Aufgaben von seiner Schule bekommt, während Silencia ja quasi von morgens bis abends (also von
Mittag bis Mitternacht) am Lernen und Arbeiten ist - begonnen, sein letztes Woche aufgeräumtes und entrümpeltes Zimmer zu renovieren - Tertia hilft ihm kräftig dabei:



Ansonsten kurz mit miomarito am Abend telefoniert und mir den Stand der Dinge berichten lassen, so ist Zug fahren (Fernverbindung, vorgestern) wohl sehr angenehm weil man eigentlich fast ganz alleine im Zug ist, Nahverbindungen hat er gestern umgangen, indem er mit dem Fahrrad von Augsburg nach Aichach zum einen Standort der Ausstellung geradelt ist. Die Ausstellung selbst soll wohl irgendwann Anfang Juni eröffnet werden, unter sehr strengen Auflagen, ich bin mal sehr gespannt ... nächste Woche sollen die ersten bisher noch nicht gelieferten Exponate kommen (die aus Italien eher - also sicher - nicht, die haben ja immer noch andere Sorgen, gerade in der Lombardei steigen die Zahlen ja wieder ...), d.h. zusätzliches Home Office gibt's erst mal nicht ... ich bin froh, wenn er an seinem sonst üblichen Home Office Tag nach Hause darf ... hoffen wir mal auf die Zeit ab Mitte Juni und wenn er keinen Ausstellungsdienst hat. Man wird sehen ...

So, jetzt muss ich meine Fotos retten, die ich außerhalb von Lightroom aus Versehen auf die externe Festplatte verschoben habe und deshalb von Lightroom nicht mehr gefunden werden und uah .. alles weg (natürlich nicht wirklich weg aka gelöscht aber ... zusätzliche Arbeit) und parallel dazu noch nicht so technikaffinen Müttern erklären, wie man die Videos der Deutschlehrerin aufs Handy bekommt und dort anschaut ...

P.S.: Weiß jemand, wo ich simple geringelte T-Shirts für Tertia (Gr. 128/134) herbekommen könnte? Ich brauche für die Agentur-Fotos immer eher "neutrale" Oberteile, möglichst keine Schrift, keine Pailletten, keine Fotos (wegen Urheberrechten), keine zu kleinen Muster (flimmert eventuell) und nur uni ist halt auch nix. Aber irgendwie finde ich nichts. Sie sollten auch nicht zu teuer sein, weil Tertia die dann eventuell selbst gar nicht so anziehen möchte ... die, die wir haben sind jetzt auf jedem zweiten Foto zu sehen und das geht halt auf Dauer auch nicht ...

martedì 12 maggio 2020

Tag 56

Gestern war wie angedeutet eher schwierig, kaum geschlafen, immerhin hat sich das Wetter meinem Zustand angepasst und es schüttete (endlich richtig Regen) den ganzen Tag. Während ich versuchte, noch etwas Schlaf nachzuholen, arbeitete sich Tertia brav durch ihre Aufgaben und bekam auch noch mal Besuch von ihrer Deutschlehrerin.

Nachmittags ging's dann zum Tierarzt, das war insofern etwas komisch, dass es sich komplett Corona-frei angefühlt hat, was nicht stimmt, weil schon ein große Zettel an der Tür hing und man auch gleich auf die Behandlungszimmer aufgeteilt wurde (kein gemeinsames Warten im Wartezimmer) aber irgendwie sonst alles normal.


Ansonsten beschlossen, dass das so ein Tag ist, wo es bei uns böse Fertig-Pizza gibt, mit meinem Bruder gechattet, wie sich bei ihm jetzt die Praxis wieder mit Virus-Erkrankungen füllt, mit miomarito auch nur kurz gechattet, weil ich so müde war, die Ausstellung wird jetzt Anfang Juni eröffnet und miomarito kommt daher erst am Donnerstagabend wieder.


Und dann sehr lange und tief und fest geschlafen. Heute: dringend das schöne Wetter nutzen und Fotos machen.

lunedì 11 maggio 2020

Tag 55

Sonntag war eigentlich gut, nur die darauffolgende Nacht absolut gar nicht, ich habe drei Stunden geschlafen und war dann wach ... daher heute erst etwas später (nach weiteren 1,5 Stunden Schlaf über Mittag) der Rückblick.

Wir haben das schöne Wetter genossen, ich habe einen eher kurzen Spaziergang gemacht und in der Crêperie vorbei geschaut, läuft für die Umstände ganz gut, aber Arbeit für mich wird es trotzdem nicht geben. Wenn ich darüber nachdenke, fehlt mir das Crêpes backen und alles drum herum sehr, also besser nicht drüber nachdenken.



Zu Hause passte miomarito währenddessen auf, dass sich Tertia und ihre beiden Freundin schön an den 1,5 m Mindestabstand halten. Das klappt immer besser, man muss sich nur ein paar gute Sachen ausdenken. Zum Beispiel Rasensprenger an, nach einander durchspringen und sich dann auf die Handtücher verteilen.


Den kurz laufenden Rasensprenger und die Tatsache, dass die Kinder aus Versehen auch den Schlauch unserer Vermieten mit aufgedreht hatten, sorgte dann wohl dafür, dass diese - ich war leider nicht dabei - sie zur Schnecke machte, weil eben aus Versehen aufgedrehter Schlauch, des weiteren der Wasserverbrauch und so heiss sei es ja gar nicht, was ihnen eigentlich einfallen würde. 
Wäre ich da gewesen, hätte ich ihr mal kurz erklärt, dass meine Kinder acht Wochen keinen Menschen außerhalb der Kern-Familie getroffen haben, vermutlich über ein Jahr lang nicht wirklich in Schule gehen dürfen, ebenso lang vermutlich nicht ihre Großeltern sehen werden, nicht ins Schwimmbad gehen oder in den geplanten Urlaub fahren können und sich eben nur sehen können, wenn das Wetter entsprechend ist und man draußen 1,5 m Abstand halten kann - und zwar nur deshalb, damit sie (die jeden Tag Besuch empfängt, Familie, Freunde, Enkel, Nachbarn, Putzfrau, Gärtner usw.) nicht elendig im Krankenhaus verreckt. Aber vielleicht ergibt sich die Möglichkeit ja noch mal. 

Ansonsten eben Sonne genossen, die Tatsache, dass miomarito da ist (bzw. eben war, denn die nächsten Tage wird er in Augsburg arbeiten müssen, da müssen wir auch mal schauen, wie das weiter geht, noch ist Homeoffice ja kein Problem, aber eventuell muss er da auch einen Antrag stellen, dass er wegen Kinderbetreuung mehr Home Office machen darf, denn sonst komme ich gar nicht mehr richtig zum Arbeiten), leckeren Salade niçoise gegessen, Tertia bekam Besuch von ihrer Deutschlehrerin samt viel Lob und Zuspruch auch in Briefform von ihrer Klassenlehrerin und Silencia erfuhr, dass ihre beste (und einzige) Schulfreundin wohl bald wegzieht - was die Stimmung natürlich nicht hebt. 

So, und jetzt muss ich schauen, wie ich den heutigen Tag irgendwie über die Bühne bringe ...


domenica 10 maggio 2020

Tag 54

So, endlich wieder ein guter Tag, geht doch (an mein eigenes Ich gerichtet ;-)).

Gestern haben ilfiglio und Tertia viel zusammen gemacht, Lego gespielt und 3D gepuzzelt, so dass ich die Chance genutzt habe und endlich einen sehr, sehr langen Spaziergang durch den Wald gemacht habe - und schön war's, sehr schön (bis auf die blöden Mücken, die einem ständig um den Kopf schwirren).







Danach war ich am späteren Nachmittag im Supermarkt einkaufen, klappt dort inzwischen deutlich besser mit dem Maskentragen, man merkt auch, dass die Leute sich daran gewöhnen und sich nicht mehr ständig im Gesicht/an der Maske herumfummeln. Es gibt immer noch den ein oder andere, der die Maske unter der Nase trägt, aber so im Großen und Ganzen scheint es zu klappen. Im Kleinen gab es eine schön choreografierte Begrüßungsszene mehrerer junger (aber sich nicht soooo junger) Männer, die sich auf Türkisch und mit viel Handschlag, Abklopfen, high five und Umarmen begrüßten, mitten in der Gemüseabteilung - das war so WTF?! dass sogar ich lachen musste.


Das Sortiment im Supermarkt ist bis auf Salz und Seife auch wieder da, allerdings gibt es zwischen den üblichen Sachen auch immer wieder neues zu entdecken. So zum Beispiel dieses chice italienische Pasta-Mehl. Musste ich natürlich kaufen. 

Silencia traf sich mit einer Freundin auf Abstand, ilfiglio mistete sein Zimmer aus, und mit Tertia (und ihren Freundinnen) üben wir gerade Spielen mit Abstand. Am Freitag traf sie sich mit einer Freundin zum gemeinsamen Lesen, jede sass auf einer Seite des Dorfbrunnens, streckt die Füsse ins Wasser und las. Das klappte sehr gut, die Freundin ist auch ein Jahr älter und macht automatisch sofort zwei Schritte zurück wenn Tertia einen auf sie zu macht. Gestern haben wir uns dann überlegt, was man denn sonst noch mit Abstand spielen kann, denn freies Spiel führt mit ihren anderen Freundinnen sofort zu Rudelbildung und das geht halt gar nicht. Also schlug miomarito vor, sie könnten doch Wikinger-Schach oder Federball spielen. Es wurde dann Wikinger-Schach und auch das klappt sehr gut mit Abstand bzw. muss man ja eh so spielen. Und so mit der Zeit übt man auch den Abstand für andere Sachen ein, hoffe ich.


Gestern kam dann noch unser Nachbarin vorbei (also keine direkte, aber die züchten Schildkröten), wollte wissen, ob die Schildkröte noch da sein und dass sie am Bearbeiten ihres Mannes sei, damit sie unsere Schildkröte vielleicht doch aufnehmen.
(Heute morgen waren sie da, haben die Schildkröte mitgenommen, werden sie anmelden, sie "gehört" aber weiter Tertia, sie soll einen Namen aussuchen und sie darf sie jederzeit besuchen kommen oder auch wieder mitnehmen, falls wir doch ins Schildkrötenhalten einsteigen wollen (nope))
Ich bin sehr froh, denn die Schildkrötenhaltung war doch etwas ... kurios ... gelebt hat sie in unserer Zinkbadewanne und weil ich dann immer Mitleid hatte, wenn sie versucht hat rauszuklettern, durfte sie eben im Garten unter Aufsicht umher spazieren (s.o.) geschlafen hat sie nachts in Tertias Indoor-Gewächshaus auf dem Balkon ...

So, und weil ich ja anscheinend nicht genug von Tieren bekommen kann, wurde ich heute morgen von äußerst lautem Quakquak geweckt, war mir für einen Moment nicht sicher, ob nicht irgendwie eine Ente durchs offene Fenster in unser Schlafzimmer geflogen war (was für eine absurde Halbschlafidee) - aber nein, sie sass auf dem Fenster ... 


demnächst besucht uns dann vermutlich der Wolf, den es hier im Wald gibt ...



sabato 9 maggio 2020

Tag 53

Gestern fast den ganzen Tag eher schlechte Laune gehabt, weil .. oh mann ... ich mag nicht mehr. Dann kam hinzu, dass wir (d.h. ich) mit der Katze zum Tierarzt müssen, weil die Krallen wieder einwachsen und sie sie nicht schneiden lässt, dann gehört wohl niemandem die blöde Schildkröte, es will sie auch niemand adoptieren, also muss ich nächste Woche auch noch ins Tierheim und sie abgeben (Drama für Tertia), dazu brauche ich dann das Auto (also vor allem für den Katzentransport), so dass miomarito mit dem Zug nach Augsburg fahren muss, das ist auch nur so mittel und überhaupt.

Miomarito war gestern mit Tertia in der Stadt, er beim Friseur und beide beim Klamotten einkaufen, jetzt, da die 800qm-Regel aufgehoben wurde. Tertia (und miomarito ;-)) haben sich schöne Sachen rausgesucht, faden es aber beide eher anstrengend als sonst was. Eis und Mittagessen auf die Hand halfen aber etwas ;-)



Interessante Kontaktaufnahme 
Schildkröte lies sich einmal von der Katze abschlecken ....


Ansonsten war ich im Dorf etwas unterwegs, um einen Platz für die Schildkröte zu finden und hatte daher ein paar soziale Direkt-Kontakte, nachdem wir ja alle am Anfang recht gut mit der Situation umgehen konnten (fast alle Familien haben hier einen Garten und Häuser oder große Wohnungen und die Möglichkeit zumindest in Teilen Home Office zu machen, das gute Wetter und den Wald vor der Tür usw. aber eben auch viele Kinder ...) aber langsam geht es doch etwas an die Substanz, selbst bei uns (also uns im Sinne von uns privilegierten), vor allem weil niemand so naiv ist zu glauben, dass der Spuk nach den Sommerferien vorbei ist. Eine befreundete Mutter ist Lehrerin und hat mir gestern von ihrem Schulalltag in der Schule erzählt (9./10. Klasse Realschule) und wie wahnsinnig anstrengend das ist (die Klassen wurde auf zwei Klassenzimmer aufgeteilt und sie rennt jetzt immer mit Maske zwischen den beiden Räumen hin und her und alle machen altersbedingt nur Blödsinn und halten sich natürlich nicht so wirklich an die Regeln) und dann zu Hause eben drei gelangweilte, sich ständig streitende Kinder usw. Nun ja, jedenfalls eine Runde sich Mut zusprechen. Meine Laune gehoben hat es aber leider auch nicht.

Das kam dann Gott sei Dank am Abend, Video-Kneipe (eigentlich ist das eine Männerrunde, miomaritos alte Studien-Freunde, aber heck no, ich will auch) mit Freunden in Berlin (wobei die bald wieder raus sind), Straßburg und Brüssel und dann wird die eigene Situation doch wieder etwas zurechtgerückt. Die sitzen nämlich mit ihren deutlich jüngeren Kindern in ihren eher kleinen Stadtwohnung, dürfen jetzt (!) endlich mal wieder raus (kurz und nur in der Nähe usw.), deren normales Leben ist natürlich darauf ausgerichtet, dass die Kinder spätestens mit ein paar Monaten ganztags in der crèche und später école maternelle sind, Krippen, Kindergärten und Schulen sind aber zu, die Kindermädchen dürfen nicht kommen und alle sollen von zu Hause Vollzeit arbeiten. Da atme ich doch besser mal tief durch, danke Gott (oder wem auch immer), dreh eine Runde im Wald und höre auf zu jammern.

In diesem Sinne, auf ein schönes Wochenende.