mercoledì 21 marzo 2012

Frühling


kurz gezuckt



5 Zimmer mit Innenhof gab es hier zu kaufen. Dem Preis nach unrenoviert. Ich habe trotzdem kurz gezuckt - vor allem weil wir Dank der Züricher Umgehungsautobahn nur noch 7 Stunden nach Genua brauchen ...  aber zwei historische Gemäuer mit Renovierungsbedarf übersteigen definitiv unsere Kräfte *seufzt*


martedì 20 marzo 2012

Sa pesta

Man sollte ja meinen, dass es für uns im centro storico Genuas keine sensationellen Entdeckungen mehr in Sachen Essen geben sollte (jedenfalls so lange es keine Neueröffnungen sind, dazu dann ein anderes mal), schließlich kennen wir jede Ecke und ich habe auch mindestens ein Foto von jeder Ecke gemacht - dabei ist die Altstadt von Genua die größte Europas ... also was ich sagen wollte, wir finden immer noch neue schöne Plätze zum Essen, was auch daran liegen könnte, dass wir in unseren Genueser Jahren kaum Geld hatten, um Essen zu gehen.

Wie der Zufall so spielte, hatte ich mir bzw. wir uns am ersten Tag zwei große Bildbände über Genua gekauft (übrigens eine saublöde Idee, wenn man sich selbst über seine Fotografen-Qualitäten im Unsicheren ist ...) und als ich am nächsten Tag mit Tetria vor dem Mittagessen einen kleinen Stop im Hotel zum Krabbeln machte (das arme Kind musste ja den ganzen Tag im Kinderwagen sitzen), da blätterte ich also durch das Buch und las/sah etwas über eine typisch Genuesische Trattoria - und keine Stunde später folgten wir einem  Genueser Kollegen miomaritos in eben diese einfachen Trattoria namens Sa pesta - eigentlich so etwas wie eine Genueser Institution mit kleinen, für die Stadt typischen Gerichten.


Die Via Dei Giustiniani, 
links am Rand das Sa Pesta, Nr. 16R


Knackvoll, weil alle Menschen gerade Mittagspause machten - man kann sich entweder vorne etwas für auf die Hand kaufen oder sich aber hinten an die einfachen Holztische setzen bzw. warten, dass dort ein Platz frei wird - wir waren mit 6 Leuten, einer Film-Kamera mit Stativ und einem Kinderwagen etwas überdimensioniert für den kleinen Laden, in dem das Feuer in den Öfen für die Farinata flackert und die grünen-weißen Kacheln an der Wand für Farbe sorgen.

Einen historischen Hintergrund gibt es natürlich auch. Früher - sprich angeblich seit dem 15. Jahrhundert -  wurde hier das feine, zerstossene Salz (sale pestato) verkauft und wohl bald darauf auch zusammen mit kleinen Gerichten für auf die Hand. Wir haben uns übrigens alle den gemischten Teller des Hauses bestellt und ich muss sagen, die Farinata war eindeutig die beste, die ich je gegessen haben.

So, und jetzt alle brav nach Genua fahren und Essen gehen!  

lunedì 19 marzo 2012

Montagmorgen-Schnipsel

Erstmalig seit über einer Wochen wieder mehr als 5 Stunden Schlaf und mehr als 1 Stunde Schlaf am Stück abbekommen. Es halfen dabei aber Nerventee und Rotwein. Also bei mir, Tertia schlief ohne Drogen ganz akzeptabel.

Erinnern Sie sich noch an diesen Eintrag vom letzten Dezember? So süß, nicht wahr. Inzwischen nicht mehr. Ganz eindeutig nicht mehr. Den ganzen Tag (und mit den ganzen Tag meine ich ganzen Tag!)  MAMÀ!MAMÀ! in einem Ton, der mich Übles ahnen lässt.
Ihre Königliche Hoheit ist nämlich der Meinung, dass ich mich mit nichts anderem als ihr beschäftigen soll (Sonst: MAMÀ!MAMÀ!) und außerdem Gedanken lesen können muss, denn wenn ich nicht gleich (also SOFORT!) erahne, was Madame wünscht, wird das MAMÀ!MAMÀ! zu einem ohrenbetäubenden Crescendo gesteigert. Immerhin kam sie vorhin auf die Idee, mir in ihrem neuen Bilderbuch einen Apfel zu zeigen, um selbigen dann zum zweiten Frühstück kredenzt zu bekommen. Geht doch ;-)

PAPÀ! kann sie seit unserem Genua-Aufenthalt übrigens auch: Als ich versucht habe ihr zu erklären, dass sie morgens um 5 Uhr bitte leise sein soll, weil miomarito noch schlafe, wurde jedes Psst! Der Papa schläft noch! mit einem lauten PAPÀ! quittiert.

Und apropos Genua: Back-flash deluxe - Tertia ist genauso wie ilfiglio. Genauso *schluck*

Heute Morgen um 8 Uhr hatte ich Elterngespräch im Kindergarten, Silencia ist weiter das perfekte Kind, kognitiv sehr weit (ach nee) - nur manchmal, da würde sie doch sehr arg die Erzieherinnen provozieren (ach nee)  - und einer Einschulung steht von Seiten des Kindergartens (mal abgesehen von der generellen Einstellung ihrer Bezugserzieherin: Ich würde ja ein Kind immer ein Jahr länger im Kindergarten lassen - aber das müssen Sie entscheiden - Ja, das werde ich entscheiden!) nichts im Wege. Am Freitag dann Vorstellungstermin in der Schule, letzte Hürde.

So, Tertia schläft, ich  mache mich an meine Archiv-Regal-Bilder ... oder die für die Rekonstruktion eines Palazzo-Innenhofs ... oder die für den Begleitbands ... oder ... es wird übrigens im Netz als Teaser einen kleinen Zusammenschnitt des Fimmaterials geben - ich verlinke dann. (die Erzählung, wie ich in Genua einen weiteren Nervenzusammenbruch kaschieren musste als mir klar wurde, dass unser Kameramann normalerweise fürs Erste und Zweite arbeitet, lasse ich jetzt mal weg). Und wenn man dann im Hintergrund MAMÀ!MAMÀ! hört, dann wissen Sie Bescheid ...

domenica 18 marzo 2012

Das Bild zum Sonntag


Leider unscharf und mit viel Rauschen, aber ich mag es trotzdem sehr. Und wenn ich das nächste Mal in Genua bin, dann mit Zeit, Ruhe und Stativ.

(Und vielleicht hilft es ja auch den Teufeln ;-))

sabato 17 marzo 2012

Genua-Schnipsel


Ungute Kombination: Zeitdruck und Kleinkind, schlechte Kombination: Zeitdruck, Kleinkind und kaum Schlaf, katastrophale Kombination: Zeitdruck, Schlafmangel und glühendes Kleinkind. Also ein Vormittag Extra-Schlaf und Ibuprofen fürs Kind. Den Zeitdruck erwähnte ich schon?!

Wenn Sie vorhin ein sehr lautes Geräusch gehört haben, dann war das der Felsbrocken, der mir vom Herzen gefallen ist, als ich mir die letzte Ladung Bilder angesehen habe. Die Ladung des Freitagvormittags, an dem ich nur mal eben schnell drei, vier Bilder von Archiv-Regalen machen sollten. Die Regale standen dann nur nicht mal einen Meter auseinander, d.h. hätte ich mir nicht doch noch schnell das Weitwinkel-Objektiv gekauft gehabt, hatte an diese Stelle sagen müssen, sorry, aber ... geht nicht. So konnte ich - nachdem ich einen kleinen Nervenzusammenbruch gut überspielt hatte -  immerhin das Stativ in den Gang stellen (ich passte nicht mehr dahinter) und ca. 100 Bilder von jeweils einem Regal-Fach machen. Immer schön im gleichen Abstand ... während Tertia einen kleinen Brüll-Anfall hatte, weil sie raus aus dem Archiv wollte. Das Ganze wird dann nächste Woche zusammen gepuzzelt und dient als Wandbespannung in einem der Ausstellungsräume.
Ach so, und die Bilder sind scharf, anständig belichtet, nicht völlig verzogen und können benutzt werden. Purzel, purzel, Felsbrocken.

Apropos Weitwinkel. Wie konnte ich jemals in Genua fotografieren und kein Weitwinkel haben?! Endlich, endlich kommt die Stadt so rüber wie sie ist (Irgendwann gibt es dann auch Bilder zu sehen).

Wir waren von Morgens bis Abends unterwegs, Tertia und ich, teilweise mit miomarito, teilweise habe ich den Kameramann und den Museumsdirektor durch die Gassen geführt und weil es im Archiv nicht  ganz so wie geplant lief waren Tertia und ich auch sehr viel alleine unterwegs ... dann hat Genua übrigens überraschend viele Treppen und auch ist viel steiler als sonst, wenn man nicht ein Kleinkind im Kinderwagen, die Kameratasche, Objektive, das Stativ und was weiß ich noch alles durch die Gegend karren muss. Und entspannt ist auch etwas anderes.

Sollten Sie in Santa Maria di Castello gewesen sein, ja die Frau, die im 2. Stock des Kreuzganges strümpfig auf der Fensterbank stand war ich. Der Perspektive wegen. Und das brüllende Kind in der Sakristei war Tertia.

Wir waren viel essen - und miomarito und ich viel vor der Tür, weil Tertia nur bedingt kooperativ war, was die Schlafenszeiten anging (oder das Benehmen im Lokal) und wir auch noch am 4. Tag der irrigen Meinung waren, wenn wir nur lange genug mit dem Kinderwagen hin und her fahren würden, dann würde das müde Kind bestimmt auch endlich mal einschlafen. Aber ich habe ein paar tolle neue Tipps für Genua-Reisende. Irgendwann demnächst mal.

Das aller-, allerschönste war übrigens Tertia, die nach unserer Ankunft in Genua freudestrahlend im Kinderwagen kniete, sich begeistert nach den vielen Menschen, Autos, Vespas, Motorini und Hunden umschaute und in einem fort DA! HA! DA! HA! MAMA! DA! schrie. Endlich mal was los! Als habe sie ja bereits geahnt, dass es etwas mehr in der Welt zu sehen gibt Tübingen und unser Dorf. (Insgesamt war es dann natürlich etwas viel für das arme Kindchen)

Auch schön, spontan Freunde zu treffen, alte Bekannte wieder zu sehen, vom ehemaligen Hausmeister immer noch erkannt zu werden und im alte Stamm-Restaurant gefragt zu werden, ob man früher nicht ... man käme einem so bekannt vor. Also immer noch irgendwie ein Teil davon zu sein. Wenigstens so ein kleines bisschen.

Wieder da

Wir sind wieder da. Wer unseren Alltag, unseren letzen Umzug und unsere Urlaubs-Abendteuer-Trips kennt, kann sich die letzten Tage vielleicht in etwas vorstellen, wenn ich sage, dass ich fix und fertig bin und dass ich vermutlich, wenn ich gewusst hätte, wie anstrengend das Ganze wird, auch für viel mehr Geld dankend abgelehnt hätte.

Miomarito liegt krank im Bett, meine Mutter sitzt im Zug und statt Bilder sortieren und die Arbeit sichten muss ich jetzt Mal schauen, wie ich den Tag herumbekomme. Schlafnachholen wäre auch gut. 5 Stunden im 1-Stunden-Rhythmus mussten die letzten Tage reichen. Nicht schön.

So jetzt Mittagessen und alles andere wird sich finden.

P.S.: Doch mit dem Geld hätte ich mir dann ein Kindermädchen bezahlt ...

lunedì 12 marzo 2012

Genova per me



Hach ... freu' ich mich!

Wieder mal Schnipsel

Die großen Kinder haben wir gestern Vormittag beide dem Heiligen Herrn aka Kinder-Brunch der Kirche übergeben, dort wird gemeinsam gegessen, gespielt, gebastelt und gesungen. Ilfiglio: Ich geh da NIE wieder hin! Miomarito, ich und Tertia konnte uns aber endlich mal ausschlafen *hust*

Apropos Kirche, die großen Kinder waren ja in einer freikirchlichen Kleinkindgruppe/Krippe - die ich jetzt sehr, sehr vermisse, denn die Krippe des hiesigen Kindergartens ... no way - also, was ich eigentlich sagen wollte, neulich habe ich mal diese Freikirche gegoogelt (ich fand Freikirche ja schon immer etwas dubios, aber ich dachte mir, U3-Kinder können die ja kaum indoktrinieren oder so ;-)) - und die machen Teufelsaustreibungen. Jetzt frag ich mich, warum hat in den zwei Jahren eigentlich nie jemand ... es hätte sich doch angeboten! (Das Wochenende war SEHR, SEHR anstrengend)

Miomarito und ich leben inzwischen ja wirklich gerne in unserem Dorf, die Kinder werden uns aber vermutlich noch lange Vorwürfe machen, dass wir aus der Stadt raus gezogen sind. Silencia heute auf dem Weg in den Kindergarten bei eine Diskussion übers Roller- und Fahrradfahren ... ich will wieder nach Tübingen ziehen. Da hat das Fahrradfahren viel mehr Spaß gemacht. Hier ist es immer so ... langweilig! (Ich habe ihnen aber versprochen, dass wir jetzt mindestens 1x die Woche wieder in die Stadt auf unseren alten Spielplatz gehen)

Sie kennen Tertia, das Leichtgewicht, das kleine, zierliche Kindchen? Frühstück heute morgen: Zwei Bananen, zwei Apfelschnitze, eine Scheibe Brot ohne was, eine halbe Scheibe Ananas, zwei Scheiben Brot mit Frischkäse und ein paar Löffel Apfel mit Getreide-Gläschen. Zum Mittagessen werden 3 bis 4 Maultaschen (oder ein Teller Nudeln) verspeist, am Nachmittag dann noch einmal Brot und Bananen und vielleicht eine Brezel und zum Abendessen einen großen Teller Grießbrei mit Obst. Falls ich mich mal wieder fragen sollte, woher sie ihre Energie nimmt ...

Ich hoffe übrigens sehr, dass Tertia einmal unter italienischer Sonne ihre mediterranen Party-Gene aktivieren kann, denn ich Vorstellung, dass ich in Genua jeden Abend gegen 19:30 Uhr ins Bett gehen soll finde ich nicht so prickelnd.

Ansonsten haben wir gerade noch einmal Glück gehabt, denn der blöde Virus hat zunächst meinen Vater geärgert, um dann am Wochenende meine Mutter lahmzulegen. Jetzt geht es aber wieder so einigermaßen und sie kann kommen. Und wir fahren. Morgen. In aller Herrgottsfrühe.

So, und jetzt schläft Madame auch :-)

Übeltäter entdeckt

Tertia schläft ja nach sehr erholsamen Wochen mit 8 bis 10 Stunden Schlaf am Stück wieder grausam, wacht fast stündlich auf, schreit fürchterlich, lässt sich nicht beruhigen bzw. wacht sofort wieder auf, wenn man sich auf leisen Sohlen aus dem Zimmer schleicht (was schon ein Kunststück an sich ist, denn die Bretter knarren und knirschen ganz fürchterlich) und eigentlich möchte sie die ganze Nacht Mama-Körperkontakt. Das war schon mit einem 5-monatigem Baby sehr anstrengend und nervig, mit einem 1 jährigen Kleinkind ist es einfach nur zum Kxxx - und auf Dauer indiskutabel. Vor allem im Hinblick auf die nächsten, im Hotel zu verbringenden Nächte ... würde ich noch Stillen, hätte ich vielleicht eine Chance, aber so ...

Aber dann, heute Morgen um kurz vor halb sechs, kam ich dem Übeltäter auf die Spur: Oben rechts, hat sich zwar nicht still und heimlich aber eben von uns unbemerkt ein Backenzahn schon fast durch das Zahnfleisch geschafft und auf der anderen Seiten (oder war's unten? - ich musste schnell fühlen, Madame hat sehr scharfe Zähnchen) ist das Zahnfleisch dick und scheint ebenfalls weh zu tun.

Ich geh dann mal eine Flasche Ibuprofen kaufen. Vielleicht bringt es ja was.

(Die Aufsteh-Zeiten sind ja auch grausam aber quasi Familientradition, ich plane daher - think positive! - diverse Genua-Aufnahmen im Morgengrauen an Plätzen, die um 6 Uhr morgens noch nicht überlaufen sind. Vorausgesetzt, die lassen mich so früh aus dem Hotel ;-))

sabato 10 marzo 2012

erfolgreich


Äußerst erfolgreich war ich heute auf meinem ersten Basar der Saison unterwegs. Für Tertia gab es (s.o.) Frühjahrs- und Sommerkleidung in Gr. 74, die nicht rosa ist, denn in Rosa sieht die junge Dame aus wie ein verkleideter Junge; passt so gar nicht. Für Silencia sehr viel in Grün - wie diese tollen Schuhe - und für ilfiglio einfach nur ganz normale Klamotten (immerhin etwas massenkompatibles ;-)) - für mich einen Rock :-)

Ich wollte noch mehr berichten, aber Sie kennen mein tägliches Geheul ja schon ... der Tag begann um Punkt 5 Uhr, die großen Kinder springen noch mit miomarito vor der Wii herum und mein Hirn hat sich bereits abgeschaltet. In diesem Sinne: Gute Nacht!