martedì 30 ottobre 2018

Herbstferien-Schnipsel

Nach einem eher ruhigen Wochenende gibt es jetzt eine ebenfalls eher ruhige Herbstferienwoche und mein Laune wechselt ständig zwischen hach, eigentlich ganz gemütlich und Dunkelheit! Kälte! Alles doof! hin und her.

Am letzten Donnerstag wurde miomarito von einem Freund, der in München arbeitet und dessen Freundin aber hier arbeitet und lebt, mit einem gemieteten Auto mitgenommen und am Montag auch wieder runter - denn, und das wussten wir so gar nicht - die Bahn ...und zwar recht still und leise, jedenfalls für Menschen außerhalb von Ulm ... hat den dortigen Bahnhof vom Fernverkehr abgekoppelt und jetzt fahren da erst mal einige Züge gar nicht mehr oder machen einen großen Umweg über Aalen oder fahren früher (was ich ja ganz toll finde), jedenfalls, ist die Pendelei grob zwischen Stuttgart und München nur noch sehr schwer möglich. Immerhin hat miomarito für heute (er hat sich den Rest der Woche freigenommen) eine Mitfahrgelegenheit gefunden. Mal schauen, wie wir es dann nächste Woche machen. Passend dazu ist seit heute die Durchgangsstraße durch unser Dorf bis Ende November gesperrt, die Busse fahren jetzt außen herum ... Mobilität ist so was schönes ...

Am Wochenende haben wir nicht viel gemacht, die München-Tübingen-Freunde von oben kamen zu Kaffee und eigentlich Kuchen, wobei ich da kläglich versagte, weil ich, von meinen letzten Quiche und Tarte-Erfolgen etwas übermütig geworden, schnell eine Tarte Tatin zaubern wollte und es tatsächlich geschafft habe, zweimal den Teig falsch zusammenzurühren und am Ende war die Zeit zu knapp und miomarito musste abgepackten Kuchen kaufen ... nett war's trotzdem und wir sassen lange gemütlich beisammen.

Silencia verschwand dann am Sonntag mit der Familie ihrer besten Freundin in Richtung Norden, und zwar im doppelten Sinne - was ich erst nicht kapiert habe, weil klar, sie fährt nach Norden, an die Nordsee, aber da meine geografischen Kenntnisse Deutschlands kurz hinter Köln aufhören (weil ab da ist das halt einfach Norddeutschland und alles kurz vor der Nordsee), war mir nicht klar, dass es da auch ein Städtchen namens Norden gibt. Dort ist sie jetzt zwar gar nicht, sondern nur in der Nähe, aber eben Nordsee und dort hat es laut Wetterapp dann ab morgen (pünktlich zu ihrem Geburtstag) quasi norddeutschen Sommer mit 15°C und Sonnenschein ;-)

Miomarito und ich haben am Wochenende viel Film geschaut, (Samstagabend) We own the night (mit Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Robert Duvall und Eva Mendes) war teilweise sehr, sehr gut (Schauspieler, Musik), leider ist die Story arg vorhersehbar und gleichzeitig ziemlich unglaubwürdig, aber gut, es gibt schlimmeres, so zum Beispiel (Sonntagabend) Die glorreichen Sieben ... irgendwie dachten wir, das sein ein gutes Remake des Klassikers, aber ... nun ja ... Chris Pratt ist ganz nett, aber es reicht halt nicht, um den Film zu retten, der im Prinzip (vermutlich) einfach nur durchschnittliches Hollywood-Popcorn-Action Kino ist (und sicher kein wirklicher Western). Da ich das Original aber gar nicht kenne, steht das dann demnächst auf dem Programm.

Tertia und ich habe gestern aus lauter Frust über die Tatsache, dass es gar nicht hell werden wollte, den ersten Ferientag dann mit Drei Nüsse für Aschenbrödel eingeleitet. Inzwischen kennt auch sie den Film auswendig und kann - etwas überraschend gestehe ich - das Ganze auch schon mit einem gewissen ironischen Abstand schauen, so das es zusammen richtig Spaß macht. Dann haben wir zusammen Bananen-Brot gebacken und verzweifelt versucht, die Stimmung trotz ganztägiger Dunkelheit irgendwie oben zu halten (klappte so mittel). Ich habe mir dann gestern Abend im Bett noch auf Mubi Zusammen ist man weniger allein angesehen, ich dachte, etwas Kitsch könnte meine Stimmung heben, aber jetzt weiß ich, dass es auf Mubi auch wirklich arg seichte Filme zu sehen gibt (ich fand aber auch schon Die fabelhafte Welt der Amélie fürchterlich).

Heute hat Tertia zwei ihrer Freundinnen hier, seit 10 Uhr bis open end, d.h. im Moment streunern sie gerade durchs Dorf, es wird Halloween geplant, irgendwie scheinen alle Mädchen der Klasse zusammen durch Dorf ziehen zu wollen und ich bin mal gespannt, wie viele Familien morgen weiter brav pietistisch reformieren und wieviele dem katholisch-irisch-amerikanischen Mummenschanz anheim gefallen sind und Süßigkeiten austeilen ;-)

So, und jetzt aufräumen, etwas arbeiten und dann versuche ich mich vielleicht noch mal an einer Apfel Tarte. Und dann ab heute Abend gemeinsam mit miomarito Ferien genießen.

P.S.: Die Kamera meines Handys ist übrigens hinüber, d.h. Instagram und die Bebilderung des Blogs müssen warten, bis ich meine Steuervorauszahlungen, meine Krankenkasse und den Bootsliegeplatz bezahlt habe, und wenn ich dann noch Geld übrig habe ...

mercoledì 24 ottobre 2018

Es ist so weit

Nach 1,5 Tagen trübem Herbstwetter und Temperaturen nur noch knapp über 10°C ist es so weit, ich bin durch mit dem Herbst und scrolle mich bibbernd durch meine Lago-Segel-Bilder ... ich weiß, ich dürfte mich eigentlich gar nicht beschweren, schließlich hatten wir ungelogen seit April eigentlich durchgehend Sommer, also deutlich über ein halbes Jahr lang - so wie von mir immer gefordert - aber man kennt das ja, hat man erst einmal Blut geleckt, dann will man immer mehr haben und so einigte ich mich mit Silencia gestern darauf, dass es jetzt noch zwei Tage schneien soll und dann wären wir für die ersten sprießenden Knospen bereit.

(Halber) Spaß beseitige, heute mag es gar nicht richtig hell werden und ich merke, wie mir die Kombination aus nun endgültig anbrechendem Winterhalbjahr, der Tatsache, dass ich jetzt unter der Woche noch weniger Erwachsenen-Kontakte habe und dass meine Verbindung zur Außenwelt durch mein immer noch nicht wieder funktionierendes Handy ebenfalls zum großen Teil gekappt wurde, mir doch etwas zu schaffen macht. Letzteres wird sich heute im Laufe des Nachmittags (bitte, bitte) wieder ändern, aber trotzdem fühlt sich alles gerade doof an.

Zum Handy, Wasserschaden konnte behoben werden, allerdings hat das Display Schaden genommen, also wird das auch noch ersetzt und selbst dann kostet die Reparatur nur die Hälfte dessen, was ich für ein neues gebrauchtes bezahlen müsste. Trotzdem ... saublöd. Das nächste Handy kaufe ich mir dann in wasserdicht ... oder so.

Ansonsten mehr oder weniger fleißiges Arbeiten, ich bin gerade etwas ideenlos, was weder meiner Laune noch dem Gefühl, sich von Wochenende zu Wochenende hangeln zu müssen, zuträglich ist. Muss ich mir was einfallen lassen. Ist ja aber auch eh immer so ein auf und ab, auch mit den Ideen, das wird auch wieder besser. Hoffe ich jedenfalls.




Hier immerhin mal wieder zwei Bilder zur Auflockerung ;-)

Ansonsten eben schnöder Alltag, die Kinder sind viel unterwegs, wir freuen uns alle auf die Ferien, Silencia fährt zusammen mit ihrer Freundin (und deren Familie) in Urlaub, damit sie wenigstens eine Freundin zum Geburtstagsfeiern hat (alle Freundinnen sind in Urlaub, wir als Familienangehörige scheinen inzwischen eine eher untergeordnete Rolle zu spielen ;-)) und wir feiern dann zusammen, wenn sie wieder da ist.





lunedì 22 ottobre 2018

Wochenende zusammengefasst

Hier mal wieder unser Wochenende zusammen gefasst - ohne Bilder, weil ich mein Handy immer noch nicht zurückhabe (2-3 Arbeitstage) bzw. bisher auch keine Todesnachricht bekommen habe, so dass ich mich nach einem neuen umschauen müsste.

Das Wochenende stand ja sehr unter dem Turn-Zeichen der Mädchen, am Freitagabend aber gab's (neben früh-ins-bett für eine erkältete Tertia) für mioamrito, Silencia und mich Der Mann, der zuviel wusste.


Ich hatte den Film - vermutlich etwa in Silencias Alter - mal mit meinen Eltern gesehen und fand ihn damals für sein Alter überraschend spannend. 30 Jahre später ... nun ja *gähn* immerhin bin ich nicht eingeschlafen ... vermutlich aber nur, weil ich mich hauptsächlich an die ihren Sohn am Ende mit Qué será será suchende Doris Day erinnerte und zumindest das total spannend in Erinnerung hatte ... ging jetzt auch eher nur so. Und ja, ich weiß, filmhistorisch wichtig, interessant usw. aber nee. Silencia fand's auch langweilig, kein bisschen spannend und das sieht ja alles total unecht aus!! (Hitchcock war nicht im Zeitplan und musste viele Szenen im Studio vor Rückprojektionen nachdrehen)

(Mubi zeigt aber gerade noch mehr Hitchcock ... vielleicht versuche ich es noch mal, wobei es auch einen Film mit Joaquin Phoenix (We own the night), einen mit Nikolaj Coster-Waldau (A Second Chance) gibt ... ich mache mich ja bisweilen über miomarito und sein Mubi-Abo lustig (weil, uah, anstrengende Filme, ich bin da doch oft schlichterer Natur, aber manchmal ist auch wirklich lustiges dabei, Crustacés et coquillages zum Beispiel, auch wenn mir die Bruni da den letzten Nerv geraubt hat))

So, dann aber Samstag, Turn-Tag, wobei ich von der ganzen Turnerei ja fast nichts mitbekommen habe, weil die Mädchen sich ja Betreuung durch Papi! gewünscht hatten. Tertia hatte ab 9 Uhr ihren ersten Wettkampf, war am Tag vorher ganz arg aufgeregt, übte in der Dämmerung mit miomarito auf dem Spielplatz noch den Unterschwung für die Reckübung, verschwand dann am Morgen eben zum Wettkampf und wurde mit ihrer Mannschaft Vierte. Silencia hatte Vormittags noch ein letztes Training für ihren Auftritt am Abend bei der Sportgala und hatte sich mit miomarito darauf geeinigt, dass er sich die Show bis zur Pause anschaut (die Turnerinnen eröffneten die Gala, so dass er Silencia auf jeden Fall sehen konnte, sich aber eben nicht drei Stunden (bzw. im Endeffekt wären es sogar vier Stunden gewesen) auf einem Stehplatz die Gala anschauen musste. Parallel dazu hatten wir außerdem noch einen Freund gemeinsamen Kochen und Essen eingeladen, das Time-Management klappt nicht so wirklich, sprich, ich saß plötzlich mit einer sehr müden Tertia und einem noch zuzubereitenden Tafelspitz (und einer zu backender Birnen-Tarte und zu machender Ofenkartoffeln usw.) zu Hause - haben wir dann aber alles gut hinbekommen. Essen gab es dann eben eher südländisch-angehaucht zu späterer Stunde.  Schön war's, lecker war's auch, was will man mehr.

Sonntag dann wieder eher in gemütlich, ein vielleicht (wer weiß) letzter Herbstspaziergang mit miomarito bei sommerlichen Temperaturen und wunderbarem Sonnenschein (und daher auch keinen Pilzen ...). Noch mehr Kochen und abends einschlafen vor dem Tatort (weil wie so oft schlecht .. der Wiener neulich, der war lustig, da bin ich auch eingeschlafen, hab's aber nachgeschaut, eben weil es mir ganz gut gefallen hat, ansonsten gebe ich die Hoffnung bei München und Dortmund (und bei Sascha und dem Polizeiruf aus Rostock) jetzt langsam auch auf).

Heute morgen musste miomarito auf Grund eines Termins in Stuttgart erst um 9 Uhr hier los und wir haben beide gemerkt, dass das ganz doof ist, weil man dann gar keine Lust hat, sich wieder für 4 Tage zu trennen (während das eben morgens um 6 Uhr im Halbschlaf immer recht gut geht). Aber nächste Woche sind dann ja Herbstferien und miomarito hat ein bisschen Urlaub genommen :-)


giovedì 18 ottobre 2018

Schnipsel am Donnerstag

So richtig toll ging's mir heute morgen noch nicht, vor allem weil ich wusste, dass eh Schluss war mit im Bett liegen und kurieren, ich musste in die Stadt, eine Karte für Silencias Aufgriff am Samstag kaufen (zunächst hatte sie gesagt, es möge niemand von uns kommen, dann hiess es, die Karten seien eh ausverkauft, jetzt gibt es doch noch Stehkarten und "Papi" soll doch bitte kommen) und mein Handy zum HandyDoc bringen.

Und ich tat das, was ich immer mache, wenn es mir nicht so wirklich gut geht, und wenn ich schlechte Laune habe (und wenn ich nachdenken muss, und wenn es mir gerade ausgezeichnet geht und ich mich des Lebens freue, und wenn mir einfach mal so danach ist), ich lief. In die Stadt und wieder zurück, zurück schlauerweise mit einem Rucksack voller Bücher ... aber danach ging es mir deutlich besser, mit 13 km in den Beinen.

[ich habe ja beschlossen, dass ich mit der Frau Foto-Kollegin jetzt auch mal Wandern gehe, natürlich 64 (!) km in 2 Tagen ;-), nächstes Jahr, dafür muss man ja üben ;-)]

In der Stadt habe ich wie gesagt eine Karte für miomarito gekauft, mein Handy abgeliefert, endlich mal einen Bibliotheksausweis für Tertia machen lassen (und gleich ein paar Bücher für die ausgeliehen, daher der Rucksack voller Bücher), zufälligerweise Silencia getroffen (die nicht peinlich berührt im Boden versank sondern sich sogar mit mir unterhielt ;-)) und mich in der Kochbuchabteilung des Buchladens herumgedrückt, um zu sehen, was die Konkurrenz so treibt (nix anderes als ich auch).

Dann ging's wieder heim, vorbei am Freibad, wo immer noch Betrieb ist, dieses Jahr wurden nur Baby- und Nichtschwimmerbecken (wegen der Heizkosten) zur üblichen Zeit geschlossen, das Schwimmerbecken bleibt bis auf weiteres (ich nehme an bis nächste Woche) noch offen, was ich eine tolle Idee finde (mal abgesehen davon, dass mich da niemand mehr reinkriegen würde), weniger toll fand ich allerdings, dass an der Stelle, wo ich (und einiger andere) immer mit den Kindern am Neckar planschen war, jetzt große Schilder stehen, dass das Baden (baden ist gut, der Neckar geht mir da an der tiefsten Stelle bis zum Knie) und der Schiffsverkehr (noch besser, weil s.o.) auf Grund von Lebensgefahr verboten ist ... na toll ... da ist nie was passiert, mir ist auch wirklich rätselhaft, wie da was passieren soll und ich finde das sehr, sehr schade - und leider bin ich ja so deutsch, dass ich da jetzt nicht trotz des Schildes einfach weiter hingehen kann ...

Heute Nachmittag dann Fahrzeugtausch an Tertias Schule, sie ist ja Donnerstags von 7:45 bis 18:30 Uhr ununterbrochen unterwegs,  und damit wir uns trotzdem wenigstens kurz sehe, bringe ich ihr Fahrrad und Turnzeug an die Schule und nehme Roller und Ranzen mit nach Hause - zur Freunde der anderen Schulkinder, die alle auch um 15:30 Uhr Schule aus haben, ziehe ich mir immer Tertias Ranzen und "roller" auf ihrem Roller nach Hause. Tertia bekam dazwischen auf dem Schulhof noch einen kleinen Drama-Anfall, weil sie möchte, dass miomarito (und nicht ich und auch nicht nur zum Teil) am Samstag mit auf ihren Wettkampf (9 Uhr bis 13:30 Uhr und nicht vor Ort) kommt - das würde für miomarito ingesamt über 7 "Turn-Stunden" an einem Tag bedeuten ... ich denke, darüber müssen wir noch mal mit ihr reden.

Ansonsten hoffe ich jetzt, dass diese komische Schlafseuche vorbei ist, dass wir irgendwie am Samstag auch noch etwas Erwachsenenprogramm hinbekommen und dass ich dann morgen vielleicht endlich noch mal was fotografiert bekomme (wobei ich immer noch viele Bilder auf meinem Rechner habe, die ich nicht mal bearbeitet geschweige denn zu den Agenturen hochgeladen habe, aber der Schmuddelherbst kommt bestimmt auch irgendwann ...)

mercoledì 17 ottobre 2018

nörgel

Von den letzten 48 Stunden habe ich vermutlich gute 40 verschlafen, immerhin hat es gereicht, um mich gestern zum Grundschul-Elternabend zu schleppen, wobei schleppen etwas übertrieben ist, abgesehen von einer unendlichen Mündigkeit geht's eigentlich, ich habe den Kindern Mahlzeiten zubereitet und sie am Morgen rechtzeitig geweckt und Vesperbox mitgegeben und eben alles, was man sonst nicht wegfallen lassen kann. Ansonsten aber eben geschlafen. Und gelesen (Tana French - Totengleich. Völlig bescheuert einen Krimi mehrmals zu lesen, aber ich versinke jedesmal wieder völlig darin  ... ich dachte, ich hätte das Buch mal besprochen ... hm .. scheint nicht so zu sein ...). Und sehr viel geschlafen.

Dabei müsste ich eigentlich einkaufen, arbeiten, Wäsche machen, Silencias Reifen flicken ...  usw. also habe ich schlechte Laune.

Dazu kommt, mein iPhone weilt auch nach 3 Tage Trocknen im Reis immer noch nicht wieder unter den Lebenden ... nächste Station Handy-Doc ... weil, mein Handy selbst wieder in gebraucht kaufen kostet viel, zu viel. Also habe ich noch schlechtere Laune.

Ilfiglio hat auch einen Tag gekränkelt bzw. im Bett gelegen, miomarito schickte Emails mit dem Hinweise, eigentlich sei er auch eher krank - man kann also nur hoffen, dass es die Mädchen nicht auch noch erwischt und dass wir am Wochenende dann alle wieder fit sind. Bis dahin nörgle ich halt leise vor mich hin.

lunedì 15 ottobre 2018

Wochenende mit nicht abreissender Glückssträhne

So, eigentlich hangle ich mich ja bei solchen Wochenende-Zusammenfassungen immer ein wenig an meinen Handy-Fotos entlang ... aber ...

MEIN HANDY IST TOT!

Daher nur eine bilderlose Kurzzusammenfassung,

(Ich bin ja doof, ich hab die Bilder natürlich alle in der iCloud und kann die mir einfach auf meinen Rechner runterladen ...)

Also, jetzt aber: miomarito war ja schon seit Mittwochnacht wieder da, also gefühltes langes Wochenende für uns. Dazu dieser nicht enden wollende Sommer, einfach wunderbar:




Was der Gatte mir so aus Belgien (oder eigentlich auch generell) so mitbringt 


Lokale Bierspezialitäten 


Wir haben am Samstagnachmittag (um 19 Uhr ist es ja schon eher dunkle, daher Nachmittag) den Grill angeschmissen - nachdem ich im T-Shirt und barfuß Laub zusammen gerecht hatte ... - und zum wirklich allerletzten Mal gegrillt. 


Grill-Impressionen
(miomarito legte ein paar total trockene Ästchen auf den Grill ...)


Samstagabend waren miomarito und ich dann unterwegs, ich habe mir ein neues Ziel gesetzt, nämlich Abends in der Stadt jetzt immer wirklich was zu unternehmen ... oder so ... was ich meine, nach irgendwie 12 Jahre ohne großartigen Ausgang fand ich es einfach toll, überhaupt mal rauszukommen. Jetzt machen wir das ja aber auch schon wieder über zwei Jahre und so langsam muss man a) nicht mehr panisch darauf achten, dass der Abend auch ganz, ganz sicher gut oder so, wie man sich das vorgestellt hat, wird (weil, man kann ja nächste Woche wieder raus und muss nicht wochenlang auf eine günstige Babysitter-Sternen-Konstellation warten) und b) gibt es ja noch etwas mehr als nur Kneipe. Daher eben letzten Samstag Street-Food-Festival und für diese Woche habe ich dann das Internet durchkämmt und in einer Kneipe, wo wir früher hin und wieder Burger essen waren, gibt es abends im Gewölbekeller Konzerte. Ich hatte mir einen Clip der für Samstag angekündigten Band auf fb angeschaut und mir gedacht, komm, da gehen wir jetzt einfach hin.

[Generell habe ich mich schon zu Studiums-Zeiten nicht mit dem Tübinger Nachleben anfreunden können und war immer mit meiner Freundin in Heidelberg unterwegs, was auch den Vorteil hatte, dass man "Beruf" und Privatleben gut trennen konnte ;-) Aber ich fand es eben immer schwierig in Tübingen, weil eher lahm und langweilig. Inzwischen kommt dann ja noch erschwerend hinzu, dass miomarito und ich schon überhalb des Tübinger Durchschnittsalter sind und man "Dank" der vielen Studierenden eben schon mal in einer Kneipe sitzt und  ... von jedem/r die Mutter sein könnte ... das mindert bisweilen auch etwas den Spaßfaktor]

Aber, wir hatten Glück, die lokale Band war wirklich klasse, das Publikum bunt gemischt (und wir auch nicht die ältesten) und das müssen wir öfter machen. Was wir nicht öfter machen sollten, ist anschließend in Kneipen zu gehen, wo Schnaps (wovon ich die Finger lassen sollte) ausgegeben wird ... und in Folge dessen mir dann auch auf der Toilette das Handy aus der Hosentasche in selbige fiel ... und jetzt eben nicht mehr funktioniert bzw. in Reis gebettet auf der Fensterbank liegt und bitte, bitte, bitte nach den angeratenen drei Tagen Trocknen wieder funktioniert ... sonst war das nämlich der teuerste Schnaps meines Lebens ...

Ansonsten jetzt wieder Schulalltag mit Elternabend, mit Mädchen, die ihren Wettkämpfen (Tertia nächstes Wochenende, Silencia am Wochenende mit Aufführung und im November Wettkampf) entgegen fiebern, mit miomarito ganz regulär in Augsburg, mit Fotoarbeiten und mit dem ganz normalen Chaos.

P.S.: Ach so, die Glückssträhne ... heute ist mir dann noch eine meiner "Foto"-Flaschen samt Apfelsaft in der Küche explodiert und dann habe ich noch mal eine Kurkuma-Latte umgeschmissen, weil ich sie vor der gierigen Katzenzunge retten wollte und vielleicht sollte ich heute einfach sehr früh ins Bett gehen ...

venerdì 12 ottobre 2018

Aufregung am Morgen

Vorgestern Abend kam miomarito von seiner Reise nach Belgien zurück, zu einem Zeitpunkt, an dem ich schon längst schlafend im Bett lag. Da unsere Vermieterin am späten Abend das Haus abschließt, hatte ich einen unserer zwei Schlüssel an einer vorher ausgemachten Stelle außerhalb des Hauses versteckt (unsere Schlüssel haben in etwa das Format, dass Sie sich vorstellen, wenn Sie an die Schlüssel eines Hauses von 1758 denken, daher schleppt die niemand von uns ernsthaft durch die Gegend, außerdem haben wir eben nur zwei und bei einem Fünfpersonenhaushalt wäre das auch eine eher komplizierte Angelegenheit - und ja, tagsüber bzw. wenn jemand zu Hause ist ist die Haustür einfach offen, weil man sonst jedes Mal kompliziert auf- und wiederzuschließend müsste, so etwas wie ein Schnappschloss gab's damals noch nicht).
Also, Schlüssel lag draußen, miomarito kam nach Hause, aber die Haustür war noch gar nicht abgeschlossen, also brauchte er ihn gar nicht, freute sich auf sein Bett und ließ den Schlüssel im Versteck.

Gestern Morgen wollte Silencia dann in die Schule fahren, suchte den Haustürschlüssel und mir dämmerte, dass ich den zweiten Haustürschlüssel ausnahmsweise im Auto gehabt und dort im Handschuhfach liegen gelassen hatte. Sprich, beide Schlüssel waren draußen, außerhalb des inzwischen ja von unserer Vermieterin abgeschlossenen Hauses und wir kamen nicht raus. Silencia klopfte Sturm (klingeln, wenn es denn was geholfen hätte, ging ja nicht, weil die Klingel natürlich auch draußen ist) bei unserer Vermieterin, die aber nichts hörte und (wie üblich) einfach weiter schlief (man erinnere sich an unsere Rückkehr aus Kroatien vor zwei Jahren) Tertia stand Tränen überströmt im Flur, weil wir nieeee wieder aus dem Haus kommen würden und ich überlegt fieberhaft, was wir für Optionen (neben dem gewaltsamen Aufbrechen der Haustür - was vermutlich mit zwei mal ordentlich dagegen schmeissen getan wäre) hatten.
Theoretisch könnte man aus meinen Arbeitszimmer und/oder der Küche klettern und bei den Nachbarn auf die Terrasse, die an unser Haus anschließt und hoffen, dass diese dann auf das vermutlich eher ungewohnte Klopfen an der Balkontür reagiert würden, aber ich fand das für 7:20 Uhr einen eher etwas unpassenden Auftritt bzw. bin davon ausgegangen, dass die das gar nicht mitbekommen, weil diese Tür eben ins Treppenhaus und in kein Zimmer geht und die Terrasse eh so gut wie nie benutzt wird.
Aber der Ansatz war schon mal nicht schlecht, Silencia kletterte aus dem Küchenfenster auf den Anbau (da wo es letztes Jahr den Handwerker "abilasse" hat), musste dann aber erkennen, dass es nicht möglich ist, am neben dem Anbau stehenden (doch eher schwächlichen) Holunder runter zu klettern und liess sich dann relativ gewagt an einem Ast herunter (hängen) und sprang dann auf die Wiese vorm Haus. Und kam zwei Minuten später samt Schlüssel wieder zurück - also durch die nun aufgeschlossene Haustür natürlich.

Und ich war wach - ganz ohne Kaffee.

mercoledì 10 ottobre 2018

alors ...

Wie neulich ja schon angekündigt gibt's jetzt gleich zweimal Frankreich in den frühen 60ern, aber zunächst noch ganz kurz ein *WOHOOO* in Sachen Elternabend. ich war gestern auf Silencias Elternabend (alles nicht so einfach, weil die Kinder zu Hause ja selbstständig ins Bett gehen müssen und Tertia davon nicht wirklich begeistert ist, da sie dann auch "gerne" von ihren Geschwistern geärgert wird usw. also *puh* jedesmal eher anstrengenden ...) Gestern dann komplettes Verkehrs- und Parkplatzchaos vor den Schulen, vermutlich waren diverse Elternabende angesetzt gewesen, jedenfalls alles voll, kaum mehr ein Vor-oder-Zurück und ich musste dann ganz wo anders hinfahren, um überhaupt einen Parkplatz zu bekommen ... aber egal ... kurz gesagt, ich war mit den Nerven schon bei Ankunft im Klassenzimmer eher durch und nach den Jahren mit ilfiglio an dieser Schule bin ich da auch nervlich vorbelastet ... aber: Jeder einzelne Lehrer/in lobte die Klasse, wie nett sie sei, wie wissbegierig, weil lernwillig, wie disziplinier, wie neugierig, wie wunderbar und jeder Lehrer/in meinte, er/sie arbeite so gerne mit dieser Klassen und wir Eltern dürften uns wirklich sagen, dass wir alles richtig gemacht hätte mit unseren Kindern (okay, vor 15 Monaten hat die selbe Schule uns die Familienhilfe ans Herz gelegt, damit wir Unterstützung bei der Erziehung unseres angeblich unbeschulbaren Sohnes bekommen, ich kann das alles also recht gut einordnen) aber hach .. wie schön .. so ein Elternabend in gemeinsamer Glückseligkeit. Und tolle, engagierte Lehrer und Lehrerinnen hat sie und endlich fühlt es sich mal nicht an, als sei es eben auch für sie eventuell die falsche Schule.

So, jetzt aber zu meinen Franzosen. Den Geheimagenten. Sprich zur Serie: Au Service de la France (oder auf Deutsch Frankreich gegen den Rest der Welt)



Ich weiß nicht einmal, wie ich über diese Serie gestolpert bin, sie wurde für Arte produziert, aber dort habe ich sie nie gesehen, jetzt gibt es die ersten beiden Staffeln bei Netflix - und ich finde sie wirklich sehr, sehr lustig. Vielleicht muss man wie ich mit Louis de Funès-Filmen groß geworden sein, oder generell französische Komödien mögen, jedenfalls musste ich in den letzten beiden Wochen sehr viel laut (!) lachen.
Es geht um verschiedene Agenten des französischen Geheimdienstes, in der ersten Staffel beginnt der blutjunge André Merlaux seinen Dienst de la France und lernt schnell, dass das Wichtigste beim französischen Geheimdienst das richtige Abstempeln (bzw. richtige Einreichen des richtigen Formulars) und der täglich pot (Umtrunk) sind. Neben der bei einem Hinweis auf Louis de Funès zu erwartenden Situationskomik ist die Serie aber auch bitterböse was das Selbstverständnis der Grande Nation angeht, aber verschont natürlich auch nicht die Amerikaner, die Russen und die Deutschen (samt Vichy). Bisher (ich bin mit der 2. Staffel noch nicht zu Ende) waren die Situation in Afrika, der Algerienkrieg, die Invasion der Schweinebucht und der Bau der Berliner Mauer nicht nur Thema sondern immer auch indirekt eine Folge des (mehr oder weniger) Versagens der französischen Agenten. Ich vermute, dass das Ganze noch witziger ist, wenn man etwas mehr als ich mit Frankreich zu tun hat (ich spreche ja nicht mal französisch - aber schauen mit deutschen Untertitel geht gut) und dass ich diverse Anspielungen und Witze gar nicht verstanden habe, aber es bleibt eben noch genug übrig, über das man sich herzhaft amüsieren kann (so zum Beispiel eine meiner Lieblingsszene der ersten Staffel).
Die Serie ist - vermute ich jedenfalls - mit einem kleinen Budget gedreht worden, auf jeden Fall die erste Staffel, ich glaube, nicht nur gefühlt, ist es immer wieder die gleiche DS die durchs Bild fährt und es gibt auch immer mal wieder (vor allem in der zweiten Staffel) logische Ungereimtheiten, aber trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach wirklich, sich das Ganze anzuschauen (und sei es nur, weil Hugo Becker alias André Merlaux ein bisschen auf Delon macht).

Wer die frühen 60er Jahre in Paris etwas seriöser behandeln möchte, dem sei Der Club der unverbesserlichen Optimisten von Jean-Michel Guenassia ans Herz gelegt.





Der Roman des in Algerien geborenen Guenassia wurde in Frankreich viel gelobt, gewann Preise und es macht - trotz Seriosität - einfach Spaß, ihn zu lesen. Die Hauptfigur ist der zu Beginne des Romans 12jährige Michel, aus dessen Perspektive nicht nur ein Familiendrama erzählt, sondern auch eine ganze Epoche beschrieben wird. Rock'n'Roll, Schule, erste Liebe, Literatur, Algerienkrieg und nicht zu vergessen der titelgebende Club der unverbesserlichen Optimisten, einer Gruppe osteuropäischer - männlicher - Exilanten, die sich im Hinterzimmer eines Pariser Bistros - unterstützt von Sartre und Kessel - treffen, dort Schach spielen, diskutieren, sich ihre Lebensgeschichten erzählen und den jungen Michel in ihre Reihen aufnehmen. Wirklich empfehlenswert, einfach schön zu lesen und man bekommt meiner Meinung nach ein gutes Gefühl dafür, wie das Leben damals vermutlich war. Lohnt sich auf jeden Fall.

lunedì 8 ottobre 2018

Und wieder das Wochenende

So, hier mal wieder die inzwischen ja fast übliche Wochenende-Zusammenfassung ... am Samstagmorgen ging es mit ilfiglio und Tertia im Schlepptau und dem Auto nach Bad Mergentheim Windsheim. Silencia blieb zu Hause, erst bei uns im Haus, für Abendessen und die Nacht aber bei ihrer Freundin, um dann am Sonntag zum Training gehen zu können. Miomarito fuhr von Augsburg mit dem Zug nach Nürnberg, sollte dort von seiner Schwester und deren Kinder mit dem Auto eingesammelt werden, und gemeinsam wollten sie dann nach Bad Mergentheim Windsheim fahren.

Miomaritos Züge fuhren wie üblich verspätet oder gar nicht, um allzu große Zeitverluste zu vermeiden, stieg miomarito dann schon früher aus dem Zug und seine Schwester fuhr ihm entgegen. Ich hingegen brach nach Bad Mergentheim auf und war ein wenig überrascht, wie schnell man laut Navi dort hinkommen würde. Unter der Woche war noch die Rede von guten zwei Stunden gewesen, jetzt verkündete es mir, dass ich nur 1,5 Stunden brauchen würde - aber gut Samstagmorgen. Ich liess mir schon auf der Straße fahrend von ilfiglio noch mal ungefähr beschreiben wo dieses blöde Bad denn läge und ja irgendwo bei Rothenburg ob der Tauber und Würzburg.
Wir fuhren also recht gemütlich dort hin, ich wunderte mich vor Ort dann, dass das ja immer noch Baden-Württemberg ist und ermahnte die Kinder, nach einem Schild für das Freilandmuseum zu schauen, das wir uns eben alle zusammen anschauen wollte. Gab's aber nicht, nur ein Deutschordenmuseum, eine Therme und einen Wildpark. Interessant.
Und somit kommen wir auf das große Rätsel zu sprechen, warum mir mein Hirn um Gottes Willen Bad Mergentheim als anzufahrendes Ziel eingeredet hat, obwohl ich mir nicht nur die Seite des Freilandmuseums in eben Bad WINDSHEIM angesehen hatte, sondern mir eben auch mehrfach bereits die Route nach Bad WINDSHEIM hatte berechnen lassen, damit ich eben weiß, wann ich da morgens früh los muss. Rätselhaft - jedenfalls eindeutig das falsche Bad (ich war auch noch nie da, ich kenne das blöde Bad Mergentheim auch gar nicht, ich hatte mir schon überlegt, ob miomarito dort vielleicht mal einen Vortrag gehalten hat und ob da deshalb plötzlich in meinem Hirn von wer weiß wo aufgetaucht"poppt" ist, aber nein, keine Ahnung woher ich überhaupt den Namen habe ...) Ich habe mich natürlich sehr über mich geärgert, tief geseufzt und dann das RICHTIGE Bad angesteuert (eine Stunde Fahrt einmal quer ... also durch was weiß ich was halt ...)



Das Freilandmuseum in Bad Windsheim ist ganz nett, wir waren aber schon in deutlich besseren, aber das Wetter war schön, die Kinder sprangen durch die Gegend und wir Erwachsene konnten uns unterhalten - was will man mehr:





"Kuh-Kapelle"
(feuersicherer Kuhstall)


natürlich waren wir auch im alten Schulhaus

Prinzipiell sind die Besuche solcher Freilicht-Museen mit alten Häusern für unsere Kinder eher unspektakulär, weil eh alles so wie bei uns zu Hause und der S. hat aber viel größere Ziegen! 

Dieses Mal gab's dann aber tatsächlich noch ein Highlight, wegen dem miomariot auch eigentlich den Besuch des Museums vorgeschlagen hatte (quasi beruflich), außerhalb des eigentlichen Freilandmuseums und eigentlich schon in der Stadt gibt es im alten Bauhof (aus dem 15. Jahrhundert) noch drei alte Stadthäuser zu besichtigen - und die waren wirklich beeindruckend, weil sehr, sehr alt und sehr, sehr finster. 



Dieses Haus aus Eichstätt ist von 1322 und das älteste bekannte Fachwerkhaus Deutschlands, das in Stockwerkbauweise gebaut wurde  (d.h. es geht kein Balken von oben unterm Dach bis unten zum Boden durch, sondern die Stockwerke sind quasi einzeln gebaut) - fand ich sehr beeindruckend und hatte ich so auch noch nie gesehen. 


Wen's interessiert: hier das Haus von 1322 im Hintergrund, vorne ein Handwerkerhaus aus Wolframs-Eschenbach von 1410, bei dem an den Ecken die Balken eben vom Dach bis zum Boden durchgehen, das also das quasi noch "altmodisch" gebaut wurde, obwohl es fast 100 Jahre jünger ist.
Und so sehr ich gerne ein altes Haus hätte und so sehr ich bei jedem Bauernhaus im anderen Teil des Museums tief geseufzt habe und so gerne ich in unserem alten Haus mit all seinen Macken wohne - in diesen Häuser möchte man wirklich nicht mehr leben (das vordere hat zum Beispiel gar keinen Kamin, ist somit ein sogenanntes Rauchhaus, wo der Rauch des Feuers einfach frei nach oben steigt und dann übers Dach abzieht (gesund ...)).

Am Abend ging es dann zurück bzw. weiter nach Nürnberg zu miomaritos Schwester, Tertia war mal wieder das völlig überwältigte Land-Kind Mama, Mama, da ist ja schon wieder ein Krankenwagen, was ist da denn los?! Eine Straßenbahn, eine Straßenbahn, Mama, guck, da, eine Straßenbahn!!! und Papa, wieso ist das so laut hier?! Wir kochten alle zusammen lecker, die Kinder (14, 7, 7, 3) vertrugen sich sehr gut, schliefen um 23:30 Uhr dann doch endlich mal ein, so dass wir Erwachsene um Mitternacht in Ruhe auf miomaritos Geburtstag anstossen konnten. 

Am nächsten Tag dann noch mal Geburtstagsfeier mit den Kindern, weitere Geschenke auspacken und einen Ausflug in den nächsten Park bei wunderschönem Wetter sowie Saure Zipfel zum späten Mittagessen - und dann kam, was kommen musste, eine lange und eher mühsame Rückfahrt auf völlig verstopften Autobahnen. Aber ohne geht wohl einfach nicht.

venerdì 5 ottobre 2018

5. Oktober

Wie jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen in die Runde: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" oder kurz und einprägsam #WMDEDGT? Wir haben nach gerade mal 3 Wochen Schule schon wieder quasi Ferien, sprich bewegliche Ferientage nach dem Feiertag bekommen. Bringt alles wieder durcheinander und sorgt für vermutlich eher langweiliges Tagebuchbloggen.

0:30 Uhr Nachdem miomarito und ich die ersten drei Folgen Babylon Berlin geschaut haben, muss ich dringend mal nachschauen, was dieser gefühlte Unsinn mit den Trotzkisten eigentlich soll. Und ja genau, mal abgesehen davon, dass es ziemlich unlogisch ist, einen Schmuggel-Zugwagon von Moskau über Berlin in die Türkei fahren zu lassen, und die Trotzkisten sich damals auch gegen solche Anschlags/Putsch-Aktionen ausgesprochen hatten, die 4. Internationale wurde nicht nur erst viele Jahre später gegründet, sondern war zu diesem Zeitpunkt (1929) noch nicht mal angedacht. Hätte man sich mal mehr Mühe machen können. Ansonsten klar, beeindruckend, gute Schauspieler, aber irgendwie ... reingezogen wird man nicht.

7 Uhr irgendwas, miomaritos Wecker klingelt, er hatte sich gestern freigenommen, muss heute aber wieder nach Augsburg; hauptsächlich um seinen Chef heute Abend bei einer "Schloss"eröffnung zu vertreten. Tertia steht auch auf, miomarito denkt kurz, ich müsste ihn zum Bahnhof fahren - weil "Ferien" sind, fahren die zusätzlichen (Schul-)Busse nicht - am Ende ist das aber gar nicht nötig (aber ich bin immerhin schnell aufgestanden und wach), wir trinken noch zusammen Kaffee, besprechen die Wochenendplanung (wir treffen uns bei miomaritos Schwester in Nürnberg und feiern dort auch miomaritos Geburtstag am Sonntag) und stellen fest, dass nach mehreren Wochen reibungslosem Bahnfahrens jetzt mal wieder der Zug schon hier in Tübingen massig Verspätung hat und miomarito einfach mit dem normalen Bus zum Bahnhof fahren kann.

9 Uhr Überraschung, miomaritos Zug war, obwohl von der Bahn im Internet und auf der App mit gut 30 min Verspätung angekündigt, doch pünktlich und jetzt darf miomarito fast eine Stunde in Plochingen am Bahnhof rumstehen ... und kommt eben auch eine Stunde später in Augsburg an. Na super. Ich lese Zeitung im Internet, lade Bilder zu meiner Agentur hoch und brauche dringend noch mehr Kaffee, während mir miomarito die frohe Botschaft schickt, dass der nächste Zug jetzt aber in echt Verspätung hat und ... naja, vielleicht schafft er es ja bis heute Abend zur Ausstellungseröffnung nach Augsburg ...

11 Uhr Tertia ist zu einer Freundin zum Spielen gegangen, ilfiglio kurz aus seinem Zimmer aufgetaucht, um mich zu fragen, ob ich bis morgen noch Wäsche waschen kann, Silencia liegt immer noch im Bett. Ich habe Bilder von den Einschulungen bestellt, die sich die Eltern aussuchen konnten (... was bisher drei Familien geschafft haben ...), außerdem noch eine Nachbestellung für den Sportverein. Bevor ich mich daran mache, weitere Bilder zu bearbeiten und zu meiner Agentur hochzuladen, will ich meine gestern eingetroffenen zusätzlichen 16 GB Arbeitsspeicher in den Rechner einbauen ... falls dies mein letzter Eintrag für heute sein sollte .. dann hab' ich alles verbockt ... (miomarito meldet sich aus Plochingen .. doch schon)

11:30 Uhr up and running (fast) again. Silencia ist aufgestanden, macht sich einen Smoothie und wir verabreden uns für den späten Nachmittag, um ein neues Shooting Kind mit Hund zu machen. Das Wetter ist ja ideal zum Fotografieren, allerdings könnten die Bäume ruhig - aus fotografischen Gründen - schon etwas bunter sein. Ich habe das Gefühl - so nett ich das "privat" ja finde -, seit 6 Monaten nur Sommer-Fotos zu produzieren und so langsam gehen mir die Ideen aus.

13 Uhr weiter Fotos bearbeitet und hochgeladen, mit meiner Familie gechattet und Tränen gelacht, mit Silencia das Wochenende besprochen (sie bleibt hier, da sie Training für einen großen Turn-Auftritt hat) insgesamt aber eher das Gefühl, dass ich gestern nach der zweiten und nicht nach der dritten Folge Babylon Berlin hätte ins Bett gehen sollen.





14 Uhr Tertia ist wieder da und hat bei ihrer Freundin zu Mittag gegessen, Silencia und ilfiglio bekommen ein schnelles Mittagessen gemacht. Ich lade Bilder hoch, die die Agentur bereits ediert hat, sprich, die sie haben möchte und die ich jetzt noch mal genau auf Fusseln, Haare oder sonstige Fehler untersucht habe. Ediert werde ich heute anscheinend nicht, jedenfalls hat noch niemand in meine heutigen Einsendungen geschaut. Jetzt müsste ich eigentlich Bad putzen, Küche aufräumen, für miomarito Hemden bügeln und Kühlwasser ins Auto nachfüllen ... und eventuell noch einkaufen ... 

16:30 Uhr Auto ist wieder befüllt, Geschirr- und Waschmaschine laufen, das Bad sieht auch wieder einigermaßen aus, die Küche braucht noch etwas Zuwendung, ich war schnell im Bio-Laden und habe noch Zutaten für einen Geburtstagskuchen für miomarito gekauft, weil nach einer kurzen Whatsapp-Unterhaltung mit meiner Schwägerin klar war, dass wir beide den gleichen Kuchen machen wollten. Also Planänderung, ebenso was das Kind-Hund-Shooting angeht, Silencia hilft nämlich ihrer Freundin noch das Mitteilungsblatt des Dorfes auszuteilen und dann wird alles zu spät. Nächste Woche ist ja auch noch schönes Wetter und vielleicht gibt es dann auch schon etwas buntere Bäume. Außerdem konnte miomarito in Augsburg keinen guten bezahlbaren Wein auftrieben, also muss ich da morgen früh noch mal los. Tertia bastelt die ganze Zeit an einem Geburtstagsgeschenk für miomarito, während sich ilfiglio weiter in seinem Zimmer verkriecht. Draußen ist es unglaublich warm, ich bin inzwischen wieder auf Ballerinas, keine Strümpfe und T-Shirt umgestiegen. Meine Agentur scheint sich schon ins Wochenende verabschiedet zu haben, da geht nix mehr. Also Hemdenbügel für miomarito, der am Montagmorgen weiter nach Belgien muss.

18:30 Uhr alles gebügelt, mit Tertia Flöte geübt und jetzt wird Geburtstagskuchen gebacken.

20 Uhr Kuchen ist fertig, Abendessen gab es auch, allerdings in kleiner Runde (Tertia und ich), weil die beiden Großen sich bei der einzigen Aufgabe, die sie heute von mir bekommen haben sofort wieder nur gestritten haben (Sprudel aus dem Keller holen. Warum muss ich das machen? Was macht der ilfiglio? Wieso ich? Nie muss Silencia ... Du bist so scheisse ... und du erst ... usw.) und wenn es etwas gibt, was ich hasse, dann das. Also durfte jeder sich seinen Teller nehmen und wieder in sein Zimmer verschwinden - und Tertia und ich in Ruhe zu Abend essen. Tertia packt jetzt noch ihre Sachen, dann stecke ich sie mit einem Buch ins Bett und ich werde es mir heute wieder im Paris der 60er (Trailer gibt es leider nicht mit Untertitel) statt im Berlin der 20er gemütlich machen (demnächst schreibe ich dann auch endlich was über mein Buch und meine derzeitige Serie).

Die anderen Tagebuchblogger gibt es hier bei Frau Brüllen.

lunedì 1 ottobre 2018

schon wieder ...

Schon wieder eine Woche rum ... das mit dem häufiger Bloggen klappt ja mal gerade wieder hervorragend ... nun ja ... gibt's mal wieder eine Zusammenfassung des Wochenendes.

Am Freitag waren wir in der Schule bei Tertias Kartoffelfest. Also, es war natürlich nicht nur Tertias Kartoffelfest, sondern das Kartoffelfest ihrer Klasse. Die Aufregung war im Vorfeld groß, es wurden nicht nur Gedichte und Lieder gelernt sondern es waren bereits im Frühjahr mit der ganzen Klasse Kartoffel angepflanzt (auf dem Feld einer Großmutter) und jetzt nach den Ferien geerntet (2 Säcke voll!) worden. Am Freitagvormittag schnippelten die Kinder dann fleißig ihre Kartoffeln und andere Zutaten - und am späten Nachmittag gab's dann eben das Fest mit lustigen Lieder, Gedichten und sehr viel Kartoffelsuppe.


(ach so, es wurden auch noch Kartoffelbilder gemalt, mit Kartoffeln Taschen bedruckt usw.)

Am Samstag ging es für mich mal wieder mit dem Rad ins Katholische zum Metzger und ja, langsam wird es wirklich Herbst:


Kürbis-Verkaufsstand


Abends sind miomarito und ich zusammen auf das Tübinger Street-Food-Festival. Das gab es schon ein paar mal hier - meine ich jedenfalls - wir haben es nie hingeschafft, aber jetzt. Nachdem wir alle Stände angeschaut hatten, entscheiden wir uns für Burger, einmal Surf&Turf für mich und einmal Straußenfleisch für miomarito, alles mit Süßkartoffel-Pommes. War sehr lecker und sehr gehaltvoll, so dass wir es fast ein bisschen schade fanden, dass man nicht noch etwas mehr hätte probieren können. So war's aber auch ganz nett, auch wenn kaum etwas los war, aber gute Musik gab es (nachher habe ich rausbekommen, dass die Band - Art of Crime -  aus Augsburg ist :-)). 
Danach weiter in die Stadt, in unsere quasi Stamm-Kneipe, wo uns die kompetente und schnelle Bedienung (also ein junger Mann) völlig irritiert hat, da man sich dort normalerweise das Bier am besten gleich am Tresen abholt, weil an den Tisch eh niemand kommt, oder erst nach Stunden, und dann gerne auch mal die Hälfte (also wenn man in größerer Runde unterwegs ist, wir waren am Samstag nur zu zweit) vergessen wird. Zu später Stunde dann noch einmal Ortswechsel und Treffen mit einem Freund und Rückfahrt zu ganz später (oder früher?) Stunde - immerhin dieses Mal mit dem richtigen Bus [die Nachbusse hier halten bisweilen etwas seltsam bzw. an wechselnden Bussteigen und ich frage eigentlich immer den Busfahrer, ob er jetzt auch wirklich in unser Dorf fährt, das letzte Mal haben wir das nicht gemacht und bekamen so eine Stunde Bus-Fahrt ganz wo anders hin -  und eben wieder zurück in die Stadt - geschenkt ... immerhin muss man Samstags (bis Sonntagmorgen genauer gesagt) hier für den Bus nichts bezahlen]

Sonntag dann in sehr gemütlich, etwas aufräumen, etwas umräumen und ein großer Waldspaziergang samt nicht ganz ersthafter (weil zu spät, weil zu trocken) Pilzsuche für miomarito und mich:



aber schöne Fliegenpilze gab's


und schönes Wetter


und am Ende dann doch noch etwas Pilze 
reichte gerade für ein Amuse Gueule für uns Erwachsene
denn eigentlich gab's Linsen mit selbstgemachte Spätzle und Saitenwürstchen 

So, und jetzt für zwei Tage wieder Alltag, mit Schule und miomarito in Augsburg, dann Feiertag und weil wir ja jetzt doch schon ganze drei Wochen Schule hatte, gibt's zwei bewegliche Ferientage, so dass der ganze Rest der Woche schulfrei ist ... ganz toll. Wir planen außerdem wieder komplizierte Familien-Logistik, miomarito muss am Freitag zu einer Ausstellungseröffnung wieder in Richtung Augsburg los, das Wochenende verbringen wir allerdings bei miomaritos Schwester in Nürnberg und danach geht es für miomarito auch gleich weiter nach Belgien. mal schauen, ob das alles klappt wie geplant.