mercoledì 19 dicembre 2018

Aschenputtel/Heldin der Arbeit

Unser Schlafzimmer hat ja als einziger Raum im Haus einen eignen Ölofen. Und dürfte das best isolierteste Zimmer sein, was immer noch nicht bedeutet, dass es da im Sommer kühl bleibt, aber das ist eine andere Geschichte.
Die anderen Räume im Haus werden entweder über den Hauptölofen (in der Wand zwischen Wohn- und Esszimmer mit Luftschächten in die beiden Mädchen-Zimmer) geheizt, über einen uralten und völlig indiskutablen Nachtspeicherofen (Küche - indiskutabel nicht nur wegen der natürlich unglaublich schlechte Energiebilanz, sondern ganz einfach auch aus dem Grund, dass der "Speicher" im Winter reicht um für ... ich würde mal sagen ... 6 Stunden über 16°C Raumtemperatur zu kommen), eine UV-Heizung (Toilette, die haben wir angeschafft ... also die UV-Heizung, die Toilette gab es schon vorher ;-) weil wir keine Heizung keine Option fanden - und im Winter lädt die Toilette trotzdem nicht zum Verweilen ein, man steht halt nur nicht mehr direkt davor, an der Klobrille festzufrieren), eine Elektroheizung (im Bad, die ist toll, das Bad ist somit neben unserem Schlafzimmer der einzige Raum, den man im Winter richtig schön warm bekommt ... machen wir nur zum Duschen, weil Energiesparen usw. ... aber wenn ich mal so richtig durchgefroren bin, dann drehe ich dort die Heizung hoch, setze mich zum Aufwärmen 5 min ins Badezimmer und träume vom Sommer), ilfiglio hat einen mobilen Ölradiator in seinem Zimmer stehen, weil es dort eben keine Heizung gibt ... wobei mobil ist gut, irgendwann hat sich eins der Kinder mal Reitermäßig darauf gesetzt und ein Rollfuß brach ab, also eher immobil .. der steht jetzt mit einer Seite auf einem Backstein  ... ja, und dann gibt es eben noch mein Arbeitszimmer, dass sich irgendwie über die Küche (s.o. also hahaha) und das Esszimmer aufwärmen sollte - klappt nicht so wirklich, jedes Jahr überlege ich, mir auch einen Ölradiator zuzulegen und dann gewinnt doch wieder die innere schwäbische Hausfrau die Überhand ... und ich ziehe mir eben noch einen Pulli an ... und noch einen ...

So, was ich eigentlich erzählen wollte ... der Ölofen in unserem Schlafzimmer, also der ist toll - auch wenn es etwas umständlich ist und wir anfangs Probleme hatten, uns aneinander zu gewöhnen. Inzwischen habe ich den Dreh raus, jedenfalls zu 98% und den Rest der Zeit schöpfe ich das "zuviele" Öl eben wieder raus. Ich weiß inzwischen auch, dass es ab 10°C Außentemperatur das Beste ist, den Ofen irgendwann am Vormittag anzumachen, auf 1 zu stellen, sich dann Abends durchgefroren (weil ich ja abends dann doch meist noch mal am Schreibtisch sitze) ins warme Bett zu kuscheln, man aber vorher eben auf keinen Fall vergessen sollte, den Ofen wieder auszumachen, weil es sonst über Nacht einfach viel zu warm wird.

So, jetzt zickt der Ofen aber seit ein paar Tagen rum ... und russt statt zu heizen ... ich hoffte, das würde sich irgendwie von selbst wieder geben, aber dem war natürlich nicht so. Der Ofen lief auch nachts durchgehend und von dem sonst üblichen Sahara-Feeling im Schlafzimmer (wenn man vergisst, den Ofen auszumachen) war nichts zu spüren, im Gegenteil, ich musste sogar auf 4 hochdrehen ... und nachdem ich dann gestern mal in den Ofen schaute ... war klar, ich muss etwas tun ... Berge von Russ ...
Gut, die Chicken-Variante wäre jetzt gewesen, jemanden kommen zu lassen ... aber a) probiere ich ja so was doch gerne selbst b) die innere Schwäbische Hausfrau und c) gäbe es zwar den vermutlich kostenfreien, offiziellen Weg, nämlich den, sich an unserer Vermieterin zu wenden (die aber seit Jahren behauptet, sie sei nicht für die Reinigung der Öfen zuständig, jedenfalls nicht für unsere und die das Haus besitzende Wohnungsbaugesellschaft auch nicht - was mietrechtlich so nicht sein kann, aber haha kommen sie da mal mit Mietrecht ...), und um das Ganze noch schwieriger zu machen, sollen wir uns in solchen Fällen (Handwerker) nach Meinung ihres Sohnes an ihn direkt wenden (seine Mutter macht dann aber Ich-wurde-übergangen-Drama), er wiederum wendet sich - wenn er nicht gerade ein Urlaub ist - dann die Wohnungsbaugesellschaft, die dann jemanden kommen lässt (sich selbst Handwerker ins Haus zu holen, ist keine wirkliche Option, das hatten wir ja schon bei der Rattenproblematik gehabt, die hören oft nur Wohnungsbaugesellschaft und wissen, sie bekommen Ärger, wenn sie hier bei uns inoffiziell aufschlagen). Also und jetzt überlegen Sie sich mal, wie erfolgversprechend so eine Aktion fünf Tage vor Weihnachten wäre ... genau.

Also:


selbst ist die Frau (oder wie miomarito meinte die Heldin der Arbeit)


(die schlechte Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen, aber meine Front-Kamera am Handy ist ja kaputt, also geht Foto machen nur im Selfie-Mode ...)

Dumm nur, Waschmaschinen scheine ich besser zu können ... der Ofen war dann zwar sauber und frei von Russ, allerdings nur so lange, bis ich versucht habe, wieder ein Feuer zu machen. Da kam dann nämlich trotz Stufe 6 kaum Öl raus und die daraus entstehende Flamme produzierte mehr Russ als Wärme. Die daraufhin sowohl von mir fluchend als auch von miomarito am Telefon vermutete Ursache dürfte ein verstopftes Zulaufrohr sein. Nur falls Sie sich fragen, was wir morgen Vormittag zu unserem Ferienauftakt so machen ... Ofen auseinander bauen. Und vielleicht schüttet mir ja auch noch jemand Erbsen und Linsen in die Asche ... fürs Aschenbrödel-Weihnachts-Feeling ....



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