lunedì 8 ottobre 2018

Und wieder das Wochenende

So, hier mal wieder die inzwischen ja fast übliche Wochenende-Zusammenfassung ... am Samstagmorgen ging es mit ilfiglio und Tertia im Schlepptau und dem Auto nach Bad Mergentheim Windsheim. Silencia blieb zu Hause, erst bei uns im Haus, für Abendessen und die Nacht aber bei ihrer Freundin, um dann am Sonntag zum Training gehen zu können. Miomarito fuhr von Augsburg mit dem Zug nach Nürnberg, sollte dort von seiner Schwester und deren Kinder mit dem Auto eingesammelt werden, und gemeinsam wollten sie dann nach Bad Mergentheim Windsheim fahren.

Miomaritos Züge fuhren wie üblich verspätet oder gar nicht, um allzu große Zeitverluste zu vermeiden, stieg miomarito dann schon früher aus dem Zug und seine Schwester fuhr ihm entgegen. Ich hingegen brach nach Bad Mergentheim auf und war ein wenig überrascht, wie schnell man laut Navi dort hinkommen würde. Unter der Woche war noch die Rede von guten zwei Stunden gewesen, jetzt verkündete es mir, dass ich nur 1,5 Stunden brauchen würde - aber gut Samstagmorgen. Ich liess mir schon auf der Straße fahrend von ilfiglio noch mal ungefähr beschreiben wo dieses blöde Bad denn läge und ja irgendwo bei Rothenburg ob der Tauber und Würzburg.
Wir fuhren also recht gemütlich dort hin, ich wunderte mich vor Ort dann, dass das ja immer noch Baden-Württemberg ist und ermahnte die Kinder, nach einem Schild für das Freilandmuseum zu schauen, das wir uns eben alle zusammen anschauen wollte. Gab's aber nicht, nur ein Deutschordenmuseum, eine Therme und einen Wildpark. Interessant.
Und somit kommen wir auf das große Rätsel zu sprechen, warum mir mein Hirn um Gottes Willen Bad Mergentheim als anzufahrendes Ziel eingeredet hat, obwohl ich mir nicht nur die Seite des Freilandmuseums in eben Bad WINDSHEIM angesehen hatte, sondern mir eben auch mehrfach bereits die Route nach Bad WINDSHEIM hatte berechnen lassen, damit ich eben weiß, wann ich da morgens früh los muss. Rätselhaft - jedenfalls eindeutig das falsche Bad (ich war auch noch nie da, ich kenne das blöde Bad Mergentheim auch gar nicht, ich hatte mir schon überlegt, ob miomarito dort vielleicht mal einen Vortrag gehalten hat und ob da deshalb plötzlich in meinem Hirn von wer weiß wo aufgetaucht"poppt" ist, aber nein, keine Ahnung woher ich überhaupt den Namen habe ...) Ich habe mich natürlich sehr über mich geärgert, tief geseufzt und dann das RICHTIGE Bad angesteuert (eine Stunde Fahrt einmal quer ... also durch was weiß ich was halt ...)



Das Freilandmuseum in Bad Windsheim ist ganz nett, wir waren aber schon in deutlich besseren, aber das Wetter war schön, die Kinder sprangen durch die Gegend und wir Erwachsene konnten uns unterhalten - was will man mehr:





"Kuh-Kapelle"
(feuersicherer Kuhstall)


natürlich waren wir auch im alten Schulhaus

Prinzipiell sind die Besuche solcher Freilicht-Museen mit alten Häusern für unsere Kinder eher unspektakulär, weil eh alles so wie bei uns zu Hause und der S. hat aber viel größere Ziegen! 

Dieses Mal gab's dann aber tatsächlich noch ein Highlight, wegen dem miomariot auch eigentlich den Besuch des Museums vorgeschlagen hatte (quasi beruflich), außerhalb des eigentlichen Freilandmuseums und eigentlich schon in der Stadt gibt es im alten Bauhof (aus dem 15. Jahrhundert) noch drei alte Stadthäuser zu besichtigen - und die waren wirklich beeindruckend, weil sehr, sehr alt und sehr, sehr finster. 



Dieses Haus aus Eichstätt ist von 1322 und das älteste bekannte Fachwerkhaus Deutschlands, das in Stockwerkbauweise gebaut wurde  (d.h. es geht kein Balken von oben unterm Dach bis unten zum Boden durch, sondern die Stockwerke sind quasi einzeln gebaut) - fand ich sehr beeindruckend und hatte ich so auch noch nie gesehen. 


Wen's interessiert: hier das Haus von 1322 im Hintergrund, vorne ein Handwerkerhaus aus Wolframs-Eschenbach von 1410, bei dem an den Ecken die Balken eben vom Dach bis zum Boden durchgehen, das also das quasi noch "altmodisch" gebaut wurde, obwohl es fast 100 Jahre jünger ist.
Und so sehr ich gerne ein altes Haus hätte und so sehr ich bei jedem Bauernhaus im anderen Teil des Museums tief geseufzt habe und so gerne ich in unserem alten Haus mit all seinen Macken wohne - in diesen Häuser möchte man wirklich nicht mehr leben (das vordere hat zum Beispiel gar keinen Kamin, ist somit ein sogenanntes Rauchhaus, wo der Rauch des Feuers einfach frei nach oben steigt und dann übers Dach abzieht (gesund ...)).

Am Abend ging es dann zurück bzw. weiter nach Nürnberg zu miomaritos Schwester, Tertia war mal wieder das völlig überwältigte Land-Kind Mama, Mama, da ist ja schon wieder ein Krankenwagen, was ist da denn los?! Eine Straßenbahn, eine Straßenbahn, Mama, guck, da, eine Straßenbahn!!! und Papa, wieso ist das so laut hier?! Wir kochten alle zusammen lecker, die Kinder (14, 7, 7, 3) vertrugen sich sehr gut, schliefen um 23:30 Uhr dann doch endlich mal ein, so dass wir Erwachsene um Mitternacht in Ruhe auf miomaritos Geburtstag anstossen konnten. 

Am nächsten Tag dann noch mal Geburtstagsfeier mit den Kindern, weitere Geschenke auspacken und einen Ausflug in den nächsten Park bei wunderschönem Wetter sowie Saure Zipfel zum späten Mittagessen - und dann kam, was kommen musste, eine lange und eher mühsame Rückfahrt auf völlig verstopften Autobahnen. Aber ohne geht wohl einfach nicht.

2 commenti:

stahldame ha detto...

Das "was weiß ich halt" ist zum größten Teil Mittelfranken. Hübsch, aber eher unkooperativ, wenn man vorwärtskommen will.
Bad Windsheim hätte übrigens auch ne sehr empfehlenswerte Therme.

IO ha detto...

Oh, Mittelfranken war überraschend kooperativ, oder mein Navi hat mich einfach sehr gut geschickt - über sehr kleine Strassen, die sich über die Hügel so schlängelten, dass man eventuell (eher keine) entgegenkommende Autos frühzeitig erkennen (und Geschwindigkeit anpassen) konnte. Und schön ist es da ja durchaus.

(Thermen sind meiner Ansicht nach des Teufels und NIE empfehlenswert - es sei denn sie sind 2000 Jahre alt ;-))