giovedì 19 luglio 2018

fast Wochenende

Normalerweise würden wir ja jetzt schon zusammen mit miomarito um den Esszimmer-Tisch herumsitzen und uns von den letzten 4 Tage erzählen, aber der im April für wenig Geld - aber eben doch Geld - gekaufte Twingo hat am Montag seinen Geist aufgegeben - und zwar allumfänglich. Also haben miomarito und ich viel zwischen Augsburg und Tübingen hin und her telefoniert, uns beratschlagt und beschlossen, dass die günstigste und hoffentlich auch sinnvollste Lösung eine Mischung aus Flixbus und Zug sei. Wenn miomarito Donnerstags rechtzeitig auf dem Büro käme, würde er zwar etwas später als mit dem Auto nach Hause kommen, aber immerhin noch so, dass die Mädchen - allen voran Tertia - etwas von ihm hätten.
Miomarito kam heute auch rechtzeitig aus dem Büro, doch leider - Überraschung - spielte die Bahn mal wieder nicht mit, in Ulm fiel ein Zug aus, der nächste war noch mal zu spät, die ganzen Anschlüsse waren dahin und so wird er jetzt gute 5 STUNDEN unterwegs sein, für eine Strecke, für die 2 Stunden und 20 min (von Bahnhof zu Bahnhof, nicht von Tür zu Tür) veranschlagt waren und für die er mit dem Auto bisher nie mehr als 2,5 Stunden (oft auch weniger) gebraucht hat - und zwar Tür zu Tür. Ich glaube, wir müssen das noch mal durchrechnen (die Fahrten zu den Vorstellungsgesprächen in Augsburg waren ja ähnlich katastrophal - als ich mit den Kindern gefahren bin, ging es jeweils super ... schlechtes Karma schätze ich ;-)

Ich habe die letzten Tage viel gearbeitet, das schön Wetter ausgenutzt und versucht die Tatsache zu ignorieren, dass bei den großen Kindern ständig Unterricht ausfällt und gefühlt eins der Kinder eigentlich immer hier war. Heute war dem allerdings nicht so, ilfiglio hatte zwar eine Stunde später Schule, war danach aber im Freibad, Silencia kommt im Moment (20:30 Uhr) nach Schule, Schule im Schwimmbad, einfach so im Schwimmbad, Stadtbibliothek und Eisessen mit dem Gerätturnen nach Hause - mit 6 Seiten Mathehausaufgaben für die Sommerferien im Gepäck ... öhm ... (sinnigerweise hat sie ihren Mathelehrer nächstes Jahr gar nicht mehr ... also würde ich mal sagen .... sicher!)

Gestern gab's dann auch endlich mal wieder Sonne am Abend:




Okay, das letzte Bild ist völlig überbelichtet, aber das gibt es auch in perfekt, aber dann würde man Tertia ja ganz schnell erkennen ;-)


Ansonsten habe ich die 5. Staffel Nashville inhaliert, nicht unbedingt, weil sie so wahnsinnig toll wäre, sondern einfach weil ich mir etwas Herz&Schmerz&Kitsch gönnen wollte (manchmal mag ich mir auch mal keine desillusionierten Frauen um die 40 anschauen ;-)) Und weil ich dann eh schon so rührselig drauf war - oh miomarito meldet sich gerade, der für heute letzte Zug hat auch schon wieder 10 min Verspätung ...  - habe ich mal in Queer Eye reingeschaut. Und bin hängen geblieben.
Normalerweise schaue ich mir kein Reality TV an, keine Vorher-Nacher-Shows oder sonst irgendwas, das in diese Richtung gehen könnte. Aber das hier fand ich jetzt wirklich nett, zum einen weil die Jungs so nett sind und zum anderen weil es mal - die Motivation hatte ich ja auch bei der ersten Begegnung mit Nashville - wo ganz anders spielt, nämlich in Georgia - und man tatsächlich sehr viel über die USA mitbekommt: Die Panik in den Augen von Karamo (the black guy) als sie quasi grundlos von der Polizei gestoppt werden, der Widerwille von Bobby eine Kirche zu betreten, weil er aus einer sehr religiösen Familie und Gemeinde kommt, die sich auf Grund seiner Homosexualität wohl komplett von ihm abgewandt hat und das allgemeine Unbehagen der Jungs als sie bei einem Trump-Anhänger aufschlagen. Eigentlich geht es um Fashion, Design, Kochen usw., aber am Ende liegen sich die unterschiedlichsten Menschen dann doch heulend und I love you guys! stammelnd in den Armen. Total kitschig, total amerikanisch, aber einfach soooo schön gemacht:




Als nächstes zerstöre ich das ganze Feelgood-Gefühl dann wieder, indem ich die 3. Staffel von UnReal anschaue ;-)

So, und demnächst mache ich mich dann mal langsam, sehr langsam auf, miomarito vom Bahnhof abzuholen ... bevor er dann noch mal auf den Bus warten muss ...

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