giovedì 31 maggio 2018

Reise, Reise, Mini-Reise (2)

Mit unserem Zimmer hatten Tertia und ich wirklich Glück, es war sehr ruhig und hatte einen Rollladen, so dass Tertia bis nach 9 Uhr schlief und so einigermaßen ausgeschlafen war als wir uns wieder auf den Weg machten. Zunächst zu miomaritos WG, wo wir Silencia einsammelten und dann weiter in die Stadt, um Frühstück zu kaufen und uns um 11 Uhr mit miomarito zu treffen. Das Ganze natürlich wie versprochen mit der Tram. - soweit das ging und dann wieder zu Fuß durch die schönen Gässchen.



Treffpunkt war das Fugger-und-Welser-Erlebnismuseum - ich hatte das Museum als Unterschlupf für eventuelle Gewitter herausgesucht, miomarito bekam von der Arbeit aus dann freundlicherweise die Erlaubnis bzw. den Auftrag, sich das Museum mit uns zusammen anzuschauen und quasi zu testen bzw. von den Mädchen testen zu lassen. Das Museum ist ein recht neues Museum und arbeitet eigentlich fast ohne tatsächliche Ausstellungsstücke aus der Zeit, sondern viel mehr mit Filmen, Hörstücken, Projektionen und interaktiven Inhalten - und das sehr, sehr gut. Das ist Ganze ist also wirklich empfehlenswert, die Informationen vielleicht etwas zu viel (man wird etwas erschlagen, die Texte der Schautafeln sind zwar gut geschrieben, aber ich würde sagen einen Ticken zu ausführlich - und das sage ich, die sich ja mit Kaufleuten/Wirtschaft im Spätmittelalter sehr gut auskennt und vieles schon wusste - und so viel hat sich da ja bei den Fuggern und Welsern auch nicht geändert), aber es macht viel Spaß und auch die Kinder waren sehr angetan - und wollen wieder hin (wir haben auch nicht alles gesehen, eine Etage haben wir ausgelassen, eben weil a) erschlagen und dann musste miomarito b) ja auch wieder zurück in sein Büro). 



Davor gab es aber dann endlich den von Tertia seit Wochen - genauer gesagt seit dem letzten Augsburg-Besuch - vehement eingeforderten Besuch des Lug ins Land-Biergartens 
(weil, Mama, da ist es so wunder-, wunderschön)

Im Großen und Ganzen war's dann aber nicht wirklich wunder-, wunderschön weil die Mädchen sich die ganze Zeit gestritten haben und Tertia selbst so herumzappelte und frech war, das sowohl miomarito als auch ich sie versehentlich mit "ilfiglio, jetzt reicht's!" angeschnauzt haben. Egal was man macht, anbietet, kauft und veranstaltet, es ist nie genug, nie sind sie zufrieden und immer hat die andere mehr, besseres oder was weiß ich was. Dazu kommt, dass beide nach einem Tag Augsburg der Meinung sind, ALLES besser zu wissen (also wie die Tram fährt, wohin man laufen muss, wo Haltestellen sind, wo man schon war, was ich angeblich alles versprochen habe heute noch mit ihnen zu machen usw.). Also eher anstrengend.


Stadtgraben in der Jakobervorstadt

Aber weiter zum nächsten Programm-Punkt, der Fuggerei. Ich hatte mir das vor vielen Jahren schon mal angesehen, fand das durchaus auch was für Kinder und Silencia beschloss auch, dass sie sich das ansehen möchte. Zu Fuß ging es am Standgraben entlang - wirklich schön, ich kann mich nicht erinnern mal in einer Stadt gewesen zu sein, die tatsächlich immer noch einen Stadtgraben mit Wasser hat - zunächst zur falschen Seite der Fuggerei - wo man, wie wir jetzt wissen, nicht rein kommt. 


Tor zu - also weiter zu richtigen Seite


Die ganze Anlage ist wirklich sehr schön und sehr ruhig - obwohl es ja neben dem Goldenen Saal die Touristenattraktion Augsburgs ist, das Ganze hat tatsächlich etwas kontemplatives, ich musste an französische Zisterzienser-Klöster denken, könnte aber auch am Wetter gelten haben ;-)

Wir schauen uns den Luftschutzbunker an, danach die Schauwohnungen, wobei wir uns bei der alte Schauwohnung (es gibt eine moderne und eine historische) eher darüber amüsieren, dass vieles wie bei uns zu Hause ist - Bauernhaus-Museen sind ja für unsere Kinder auch eher unattraktiv, weil ham wir auch alles so daheim.

Zwischendurch ruft ilfiglio an und teilt mir mit - leider gerade dann als wir neben einer Baustelle und viel Verkehr stehen - dass er nicht mehr in unsere Wohnung käme, weil sich die Wohnungstür nicht mehr öffnen liesse. Wir haben zwei Schlüssel, mit dem einen geht es deutlich schwere als mit dem anderen, aber ilfiglio hatte mir im Vorfeld bereits x-mal versichert, dass das mit dem schwergängigen überhaupt kein Problem sei, er hätte ja jedenfalls nie Probleme mit (und so etwas der Unterton, wenn ich halt zu blöd sei, mit diesem Schlüssel usw.) und ich solle ihn doch bitte in Ruhe lassen. Jetzt rate ich ihm, es mit Gewalt zu versuchen, weil da im Prinzip eigentlich nichts kaputt gehen kann - er hingegen verkündet, jetzt sei halt das Schloss samt Schlüssel komplett kaputt - was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann. Aber wie gut, dass ich überfürsorgliche Mutter vor Abreise abgecheckt hatte, wer im Dorf und von unseren Freunden wie erreichbar/zu Hause ist und dies ilfiglio mitgeteilt habe - was er aber ignoriert hat (Was soll den bitte schon passieren und hier sind ja überall Leute, Mama!!). Jedenfalls bricht die Verbindung ab, ich verstehe eh kaum was - danach ist ilfiglio auch nicht mehr erreichbar. Ich hoffe, er folgt wenigstens meinem Rat, sich es im Garten gemütlich zu machen und zu warten, bis wir am Abend heimkommen (ilfiglio forderte, dass wir SOFORT zurück kommen sollten, was ich kategorische ablehne - und was ja auch gar nicht geht.)

Dann geht es wie versprochen und stundenlang von Tertia eingefordert zu einem am Vortrag im Vorbeilaufen gesehenen Spielplatz am anderen Ende der Innenstadt - mit der Tram - der dann nach 10 min trotz Jim Knopf und Emma und allem, was zu Lummerland eben dazugehört (der Spielplatz ist in der Nähe der Augsburger Puppenkiste) langweilig ist und was machen wir jetzt?!


wieder irgendein Lech an der Stadtmauer
(ich bin begeistert vom vielen Grün der Stadt)

Miomarito hat um 17 Uhr Feierabend, wir haben uns hinter dem Rathaus verabredet (Goldener Saal machen wir dann beim nächsten Augsburg-Besuch, wobei, den will ich eigentlich ALLEINE absolvieren - also den nächsten Besuch, den Goldenen Saal habe ich ja schon mal gesehen)



Wie - mir - versprochen suchen wir jetzt noch einmal nach dem Töpferladen, wo ich so tolles fotogenes Geschirr gesehen habe und tatsächlich, in der gefühlt einzigen Straße, in der wir im Lechviertel noch nicht waren, finden wir (auch Dank miomaritos Internet-Recherche) den Laden und ich muss arg an mich halten, um nicht sehr, sehr viel Geld auszugeben - zwei Schalen werden es dann ... und ich plane wieder zu kommen.
Danach geht es noch einmal in einen Biergarten, es gibt einen Imbiss und dann fahren wir (die Mädchen und ich mit der Tram, miomarito mit dem Rad) wieder zu miomaritos Wohnung, packen das Auto und machen uns auf den Heimweg.

Um kurz nach 22 Uhr sind wir dann wieder zu Hause, es beginnt gerade ein Gewittert und ilfiglio hat ähnlich wie von mir vermutet, die meiste Zeit im Garten in der Hängematte gepennt (ich hatte stark vermutet, dass er müde sei, weil ich davon ausgegangen bin, dass der die Nacht durchgezockt hatte - was ich nicht wusste war, dass er dazu auch noch über Mittag mit Freunden im Freiband war und dort stundenlang Fußball gespielt hatte). Ich habe übrigens keine Sekunde gebraucht, um den in der Wohnungstür "verklemmten und kaputten" Schlüssel im "kaputten" Schloss herumzudrehen - ich Doofie. 

5 commenti:

Anonimo ha detto...

Liebe Larissa,
ich lese hier schon lange mit, aber Dein Eintrag mit der schönen Augsburger Keramik hat mich dann doch aus meinem Eckchen hervorgelockt. Ich wohne nämlich in der Nähe von Augsburg und mich würde schon interessieren, wo ich da schöne Keramik kaufen kann.
Dankechön im Voraus
Birgit

IO ha detto...

@Birgit: Das ist der Laden in der Weißen Gasse. Die haben auch einiges an Kitsch, aber eben auch sehr viel sehr schöne Sachen.

Peggy ha detto...

Ich bin beeindruckt, wie gut du schon die ganzen Straßen- und vor allem Stadtteilnamen drauf hast. Da habe ich noch Nachholbedarf.

IO ha detto...

@Peggy: Bist du da? Ich muss ja gestehen, dass ich neue Städte sehr gerne mit Karte erlaufe und mir liegt schon viel daran, mich so schnell wie möglich gut auszukennen ... die Mädchen dürften das verfluchen ;-)

Peggy ha detto...

Ja, ich bin eine vor 20 Jahren nach Augsburg eingewanderte Sächsin.
Mit dem Lechviertel hast du mich beeindruckt. Klar kenne ich die Altstadt, dass das das Lechviertel ist, hätte ich nicht gewusst.
Straßen, Sehenswürdigkeiten ... in einer neuen Stadt kennenzulernen, das würde ich genauso mir erlaufen oder mit dem Fahrrad erkunden, aber zu wissen, welcher Stadtteil das ist, finde ich klasse.
(Mein Mann konnte mit Lechviertel eben auch nichts anfangen.)