giovedì 31 maggio 2018

Reise, Reise, Mini-Reise (1)

Damit die Pfingstferien nicht völlig reise-frei bleiben, hatte ich mir mit miomarito überlegt, ihn zumindest mit Tertia in Augsburg zu besuchen. Silencia hatte die Option, vielleicht bei ihrer Freundin zu übernachten, entscheid sich dann aber doch für Papa-Besuchen und ilfiglio wollte erstmalig alleine zu Hause bleiben.

Ich buchte also eine Zugfahrt für die Mädchen und mich, in aller Herrgottsfrühe (Begeisterungsstürme), aber weniger Verspätungs- und Umsteigsdrama-Chancen, schaute nach einem Airbnb-Zimmer für mich und Tertia (Silencia sollte bei miomarito im Zimmer schlafen) und versuchte ilfiglio davon zu überzeugen, dass nicht all meine Ratschläge und Instruktionen für die ersten zwei Tage allein zu Hause völliger Humbug einer überfürsorglichen Mutter seien (Erfolg eher mäßig).

Am Dienstagmorgen (deshalb, weil heute ja schon wieder Feiertag ist, morgen miomaritos Homeoffice Tag und er deshalb am Mittwochabend mit dem Auto  - und dieses Mal eben uns - wieder nach Tübingen fahren würde) ging es also los:


warten an der Bushaltestelle um halb 8
(quasi zur nachtschlafenden Zeit - meinten die Mädchen)



Warten am Bahnhof um 8 Uhr

In Augsburg angekommen hatten wir eine gute Stunde, um uns etwas die Stadt anzusehen, bevor wir miomarito in seiner Mittagspause treffen konnten - eigentlich hatte wir vorgehabt, uns in einen Biergarten in der Nähe das Bahnhofs zu setzen (miomarito musste danach per Bahn auf "Dienstreise" mit seinen Kollegen zu einem der zukünftigen Ausstellungsorte), der Biergarten hatte dann aber noch gar nicht auf, so dass es nur die mitgebrachte Brotzeit - zumindest für die Kinder - auf einer Parkbank und dann anschließend den Kaffee für uns Große in einem Café gab. 

Danach zog ich mit den Mädchen also richtig los durch Augsburg, was sehr witzig war, weil unsere Kinder ja doch nur Dorf und Kleinstadt kennen - nicht dass Augsburg die Wahnsinns-Metropole ist, aber a Stückerl größer als alles, was die jungen Damen eben kennen. Zu erkennen an Silencias überraschten Fragen: Was ist denn ein Karstadt?! Ein Kaufhaus?! Was ist das?! (Ich hatte eigentlich noch einem Rollentreppen-Fahren durch alle Etagen versprochen, aber dazu hat dieses Mal die Zeit nicht gereicht) Wieso gibt es hier noch ein h&m und noch einen Müller?! Das war doch grad einer?! oder Wie, da kommt gleich die nächste Straßenbahn, die wir nehmen können?! Weniger amüsant, dafür um so anstrengender, war allerdings Tertias Dorf-Kind-Verhalten (in Kombination mit ihrer derzeitigen ich weiß alles, ich kann alles-Attitüde) in Bezug auf Verkehr - sprich, sie war völlig überfordert mit großen Straßen, der Tatsache, dass man tatsächlich auf den Bürgersteigen laufen muss - und auch nicht an der Kante entlang balancieren darf - was irgendwie verständlich ist, weil wir hier auf dem Dorf eben nur in einige wenige Strassen überhaupt Bürgersteige habe und eh kaum Autos fahren, so dass man eben nicht gleich von der nächsten Straßenbahn oder einem durchrauschenden Auto über den Haufen gefahren wird - aber man könnte ja mal auf seine Mutter hören. Auch dass man nicht einfach nach einem Mini-Blick über die Straße rennt, war nicht so wirklich vermittelbar, oder dass man verdammt noch mal nicht immer gleich wegspringt, wenn man sich mit vielen Menschen durch die Altstadt schiebt und dass auf Straßenbahnenschienen eben auch Straßenbahnen fahren ... 


So leer war es eher selten

Ich scheuchte also trotzdem die Kinder durch die Stadt, meiner eisernen Regel folgend, dass man eine Stadt am besten zu Fuß kennenlernt und versprach aber für den nächsten Tag ein Tagesticket des ÖPNV - praktischerweise (oder auch nicht, wie man es nimmt), lag unsere Airbnb-Zimmer ganz am anderen Ende der Innen/Altstadt - außerdem mussten wir noch Mitbringsel für die Kinder von Freunden kaufen, die wir am Abend noch besuchen wollten. Also zu Fuß quer durch die Stadt - wir fanden dann im Lechviertel (oder schon Ulrichsviertel ...) auch einen ganz tollen Spielzeugladen.



Dann waren wir aber alle sehr müde, mein Handy hatte fast keinen Akku mehr und wir mussten dringend eine Pause mache - in unserem Zimmer. Die Vermieterin hatte mir gesagt, sie sei den ganzen Tag an der Uni, habe aber den Schlüssel für die Wohnung im Treppenhaus (in einem Versteck) hinterlegt, die Haustür sei in der Regel offen, wenn nicht könne ich bei den Nachbarn klingen, die mich ins Haus lassen würden. Leider war dem nicht so. Die Haustür zu, alle 15 Klingel brachten keinen freundlichen Nachbarn hervor, mein Handy-Akku war leer und die Mädchen drohten mir mit offener Rebellion und Zusammenbruch in der Hitze. Gott sei Dank befand sich umseitig im Haus auch eine Gelateria, in der ich nachfragte, ob ich sie vielleicht einen Zugang zum Treppenhaus hätten, den ich benutzen könnte (Per favore, due Bambine stanche ...) Und freundlicherweise wohnten die Besitzer des Ladens im Haus selbst und wir bekamen die Haustür geöffnet ... puh.

Dann Akkus aufladen, vom Handy und von uns. Literweise Wasser trinken, ein bisschen auf dem Bett chillen und dann ging's wieder los, weil wir uns um 17 Uhr mit miomarito verabredet hatten - und Silencia noch einen Bikini kaufen wollte. Zusammen wollten wir dann eigentlich noch etwas auf den Stadtmarkt gehen, aber der war logischerweise angesichts der Uhrzeit am zusammenpacken, dann war ich eh schon die ganze Zeit auf der Suche nach einem kleinen Keramik-Laden, wo ich das letzte Mal tolle Sache gesehen hatte, aber nichts gekauft hatte und mir auch nicht mehr sicher war, wo der genau war, aber wir blieben erfolglos, wanderte noch ein bisschen durch die Gegend bis die Mädchen komplett streikten. 



Das ist entweder der Vordere Lech, der Mittlerer Lech oder der Hinterer Lech
 - so gut kenne ich mich noch nicht aus


Miomarito fuhr dann mit dem Rad zu sich nach Hause, holte das Auto und sammelte uns ein, damit wir dann zu Freunden etwas außerhalb fahren konnten, wo wir zum Grillen eingeladen waren.




Sehr schön, sehr idyllisch, die Mädchen sprangen bis fast Mitternacht durch die Gegend, mir graute ein wenige vor dem nächsten Tag, da wir ja alle seit 18 Stunden auf den Beinen waren


und ich keine Ahnung hatte, wie ruhig unser Zimmer sein würde bzw. wie lang Tertia da schlafen werden könnte.

P.S.: Zwischendurch immer wieder mal mit ilfiglio kommuniziert, der wohl einmal die Pizza zu lange im Ofen gelassen hatte, ansonsten aber weiterhin alles unter Kontrolle zu haben angab.


4 commenti:

Anonimo ha detto...

Hallo!
Augsburg mag ich ja sehr gerne. Ich habe da auch mal einen Keramikladen in der Weißen Gasse gefunden, der mit gut gefiel. Vielleicht ist es der?
LG
Ricarda

IO ha detto...

Haha, genau das war sie dann auch - kommt in Teil II :-)

Liesi ha detto...

Es wird Zeit, dass eure Kinder mal nach Berlin kommen, um ein "richtiges" Stadtleben zu erleben. 😄

IO ha detto...

Steht eigentlich für dieses Sommer auf dem Plan (oder Hamburg oder beides), das letzte Mal haben wir bzw. miomarito ja auch prompt Silencia kurz vor Mitternacht am Kotti verloren ... eben weil sie auch Dorf-Leben-haft einfach davon gesprungen ist ... wir müssen also weiter üben.