sabato 21 aprile 2018

Huch ...

Huch ... schon wieder Wochenende ... irgendwie fliegt der April einfach nur so an uns vorbei ... (und das, wo wir ihn doch eigentlich nutzen wollten, um noch mal entspannte Zeit zusammen zu genießen, aber gut, gibt es wohl eher nicht).

Highlight dieser Woche war natürlich am Donnerstag der gerichtliche Ortstermin mit Richter, Anwälten, Klägern und Angeklagten (wir). Wie vom sehr freundlichen Richter schon bei der ersten Verhandlung "angedroht" blieb es nicht beim alleinigen Besichtigen unserer Wohnung (es geht im Prinzip darum, ob unsere Wohnung eigentlich zwei Wohnungen sind, da dann das Sonderkündigungsrecht unserer Vermieterin nicht mehr gelten würde - Wohnen nämlich Vermieter und Mieter gemeinsam unter einem Dach und besteht das Haus aus nicht mehr als zwei Wohnungen, dann kann der Vermieter den Mieter ohne Angabe von Gründen kündigen. Wir haben aber zwei Küchen, in jedem Stockwerk eine (vollausgestattet, mit Ofen, Herd usw.) und früher wohnte im obersten Stockwerk eben der Sohn samt Familie, also ist unsere Wohnung eigentlich zwei Wohnungen usw.), es wurde dann im Garten - völlig absurd, weil wunderbares Wetter, zwitschernde Vögel, Blumen und blühende Bäume, summende Bienen, das reinste Idyll - noch weiter versucht, einen Kompromiss auszuhandeln (dort habe wir dann auch überraschenderweise erfahren, dass es überhaupt kein Problem sei, hier in Tübingen eine bezahlbare 5-6 Zimmerwohnung zu finden, man müsse halt nur suchen (muhahaha - Im Moment gibt es zum Beispiel genau drei Angebote, davon sind 2 noch nicht gebaut und das dritte soll nur an WGs vermietet werden) und dass wir trotz anders lautendem Mietvertrag im Garten (der angeblich der Garten unserer Vermieterin ist) eher nichts zu suchen haben - und überhaupt, unsere Vermieterin fühle sich bedroht, eingesperrt usw. (wir haben tatsächlich immer noch nicht klären können, was genau die arglistige Täuschung und Bedrohung unsererseits war, die das letzte Mal unsere Vermieterin angeblich gezwungen hat, die Kündigung und angedrohte Räumungsklage wieder zurück zu nehmen). Nun ja, Kompromiss gab's keinen (unser Vorschlag, man setze sich zusammen und kläre strittige Punkte im Mietvertrag und Mietverhältnis wurden abgelehnt, weil wir eh uneinsichtig seinen, so haben wir zum Beispiel nicht ERRATEN, dass unsere Vermieterin eigentlich möchte, dass wir ihre Mülleimer auf die Straße stellen oder dass wir ihr auch mal einen Kasten Sprudel in den Keller tragen sollen - alles natürlich intuitiv, unaufgefordert und mit entsprechender Dankbarkeit, dass wir überhaupt in ihrem Haus wohnen dürfen (das ihr ja gar nicht gehört)), also Urteilsverkündung Mitte Mai und dann vermutlich Berufung.

Am Abend bin ich dann mal kurz zusammengebrochen und völlig erschlagen vorm Abendessen ins Bett gekrochen, nicht nur wegen der ganzen Aufregung in Sachen Haus und Wohnung, sondern eigentlich eher, weil Silencia mir ihre blöde starke Erkältung vermacht hat. Gestern dann einen Tag Bettruhe, was mir zwar sehr gut getan hat (ich bin jetzt wieder einigermaßen fit), aber soooo ungerecht war, weil alle draußen bei über 30°C waren, die Kinder Wasserschlacht gemacht haben, und ich ja super gerne mit miomarito bis in die Nacht im Garten gesessen hätte. Aber vielleicht heute, mal schauen, noch bin ich etwas wacklig. Morgen jedenfalls Grillen im Garten mit Freunden - überhaupt, man muss mehr in den Garten.

Ansonsten Umzugsvorbereitungen von miomarito, gerade räumen Tertia und er sein Büro an der Uni aus, nächstes Wochenende fahren wir zu dritt nach Augsburg, schauen uns mal die Wohnung an und räumen etwas sein Zimmer ein, bevor es dann am 2. Mai ernst wird.

So, jetzt aber bitte ein entspanntes Sommerwochenende und komplette Rekonvaleszenz meinerseits (in Zukunft kann ich mir ja so was tatsächlich nur noch am Wochenende leisten ... uah).

6 commenti:

Anonimo ha detto...

Diese Räumungsklagengeschichte klingt einfach nur anstrengend und scheint ja auch sehr absurde Züge anzunehmen. Mir ist auch etwas schleierhaft, wie ihre Vermieterin als Nichteigentümerin des Hauses mit so einem Schmarrn überhaupt durchkommt. Weiterhin gute Nerven und ein erholsames Wochenende!

Sarah

IO ha detto...

Ja, das ist schon alles ziemlich irre, aber ich gewöhne mich langsam daran, dass es Menschen gibt, die wohl komplett in ihrer eigenen Parallelwelt leben ... unsere Vermieterin hat hier im Haus leider lebenslanges Wohnrecht, da kann man so gar nix machen und - damit die ganze Sache noch komplizierter wird - weil wir Untermieter sind, müssen wir - für den Fall, dass sie stirbt - innerhalb von 3 Monaten raus (also auch kein Hoffnungsschimmer ...)

Sigrid ha detto...

Aber hat sie den grundsätzlich eine Chance mit ihrer Räumungsklage?
Irgendwie komme ich bei dem ganz hin und her nicht mehr mit.
Hat der Richter etwas durchblicken lassen?

IO ha detto...

@Sigrid: Im Prinzip ja, vorausgesetzt, unsere Wohnung wird vom Richter als EINE Wohnung und nicht als eine aus zwei Wohnungen zusammengesetzte Wohnung angesehen. Dann hat sie das sogenannte Sonderkündigungsrecht und kann ohne Grund kündigen bzw. der Grund wäre dann eben, dass sie uns einfach da nicht mehr wohnen haben möchte. Das geht. Bei drei Wohnungen nicht. Drei Wohnungen wäre für uns der beste Fall.
Entscheidet der Richter und dann eben auch die Berufung auf 2 Wohnungen, geht es aber weiter, weil wir dann als Härtefall gelten, sprich, es gibt für größere Familien kaum bzw. keinen Wohnraum in und um Tübingen, dazu Kind in Grundschule, Wohnungen gibt es eigentlich nur ganz weit draußen auf dem Land, anderer Schulbezirk selbst für die Großen, ich brauche ein Arbeitszimmer (noch mehr Zimmer notwendig), miomarito hat nur einen befristete Job, wir wissen nicht, ob wir noch mal ganz umziehen müssen, könnten also einem zukünftigen Vermieter auch nur sagen, okay, vielleicht ziehen wir in 1-2 Jahre doch wieder aus (womit man eben erst gar keine Wohnung bekommt) usw. Dann wird das immer so um 6-12 Monate verlängert. Ist halt extrem nervig. Man muss die Suche dokumentieren usw. Aber man sitzt halt auch nicht einfach plötzlich auf der Straße.

Der Richter hat nichts durchblicken lassen, der wollte ja auch einen Kompromiss vermitteln. Und wird auch so nichts vorher sagen; meinte selbst, er sei sich noch unsicher.

So wie ich die Rechtssprechung jetzt kennengelernt habe, müsste er eigentlich auf drei Wohnungen entscheiden (drei Küchen, drei Klingeln, drei Wohnungstüren - der Knackpunkt ist halt das Badezimmer, davon haben wir in unserer Wohnung nur eins, das würden sich also die zwei Wohnungen teilen - das ist aber laut bisheriger Rechtssprechung egal, ich kenn hier auch Wohnungen, die sich ein Bad teilen - klar, eher im studentischen Bereich, aber ich kenne halt auch keine Familie, die in einem Haus mit Mäusen und nicht beheizbaren Zimmer wohnt. Man wird sehen.

Sigrid ha detto...

Ohweh, das ist ja wirklich echt beschissen. Das das auf der einen Seite so einfach und auf der anderen so kompliziert ist, wird mir jetzt erst klar.
Ihr seit also immer wieder von der Anerkennung der Härtefallregelung abhängig.
Da wird mir wieder einmal die Problematik der Befristungen im wissenschaftlichen Mittelbau bewusst. Aber eigentlich ist ja wegen der Kinder ein Umzug weg aus Tübingen grundsätzlich schwierig.
Oh man, es bleibt nur Euch weiter die Daumen zu drücken und Euch eine ganze Menge Kraft in den Süden zu schicken.
Danke für's Erklären!

IO ha detto...

Danke!