giovedì 12 aprile 2018

Brot und anderes

Eigentlich wollte ich heute Abend endlich mal wieder etwas ausführlicher Bloggen, miomarito hielt heute einen Vortrag in Zürich und kommt erst morgen wieder, das Wochenende ist auch schon wieder voll mit Terminen (Es ist großer Fahrradflohmarkt, Tertias Schule veranstaltet ein Tischkicker-Turnier, klassische Arbeitsteilung, miomarito kickert im Team mit Tertia, ich trage etwas fürs Büfett bei, ilfiglio muss beim Segelverein mit anpacken und helfen, die Boote aus dem Winterlager zu holen, wir wollen mit unseren Freunden mit den noch mehr Kindern zusammen essen, der Rasen wächst wie blöde, Silencia muss viel für die nächsten Klassenarbeiten lernen, wir müssten die Winterklamotten aussortieren und nächste Woche steht ja der Ortstermin in Sachen Räumungsklage an, da sollte man doch noch etwas aufräumen) aber ich vermute, ich bin viel zu müde.

Immerhin hat miomarito jetzt ein Zimmer in Augsburg, das allerdings nicht möbliert ist, also müssen wir mal schauen, was wir noch so alles an Möbeln auftrieben können, des Weiteren ein Auto, weil die Zugverbindung ... sagen wir es mal so ... die Anschlusszeiten sind sehr optimistisch und ich habe ja inzwischen die Vermutung, dass die Bahn eine Fake-Pünktlichkeits-Strecke irgendwo im spärlich besiedelten Bautzenburger Land betreibt (eine unserer Freundinnen aus Genueser Zeiten ist von dort und meinte immer, eigentlich sei das - laut EU-Norm - unbesiedeltes Land, weil da so wenig Menschen leben), auf der stur zwischen zwei Punkten hin- und hergefahren wird und wo jedes Mal ... tatatatata  ... der Zug pünktlich ist. Daher diese ominöse Pünktlichkeitsquote von über 90% - es sind jedenfalls NIE die Züge, in denen ich, miomarito oder sonst wer aus meiner Familie sitzt. Sprich, nachdem das zu den jeweiligen Vorstellungsgesprächen schon immer halbe Katastrophen waren (trotz Puffern von 1,5 Stunden und mehr) ist Bahn nach langem hin und her (weil auch sauteuer, es wäre auf eine BahnCard 100 rausgelaufen) aus dem Rennen und wir schaffen uns - irgendwie schweren Herzens, weil geht ja eigentlich gar nicht (so lange leben wir schon in Tübingen ;-)) - einen Zweitwagen an. Also, viel zu tun, viel abzuwägen und zu entscheiden.

Aber nun zum ersten Teil des Post-Titels und zu meinem heutigen Erfolgserlebnis - bevor mir der müde Kopf auf die Tastatur fällt - ich kann Brot - und zwar so richtig:


Ich hatte mich vor Jahren, mit dem Umzug aufs "Land", ja schon mal im Brotbacken versucht, erzielte ganz ordentliche Ergebnisse, hörte dann aber aus Zeitgründen wieder auf - bis miomarito eben arbeitslos wurde und wir versucht haben, an allen möglichen Ecken Geld zu sparen. Ich fing wieder an zu backen - hauptsächlich billige Backmischungen, weil eben Zeit und überhaupt ... - aber plötzlich assen die Kinder tatsächlich auch mal was anderes als immer nur Baguette (bzw. das, was hier zu horrenden Preisen als Baguette verkauft wird). Wir haben seitdem kein Brot mehr beim Bäcker gekauft, außer das äußerst billige, aber tatsächlich noch am ehesten an französischen Baguette herankommende Billig-Brot aus dem Supermarkt, und miomarito meinte neulich dann, ich solle doch mal ein Sauerteigbrot backen.
Ich gestehe, ans selbst Sauerteig machen habe ich mich noch nicht getraut (kommt aber noch), ich habe also so fertigen Sauerteig (von Saitenbacher, ganz schlimm, ich entdeckte das erst zu Hause, es hätte auch keine Alternative gegeben, aber ich hatte mir eigentlich geschworen wegen dieser selten dämlichen Werbung niemals irgendwas von Saitenbacher zu kaufen, aber nun gut, vielleicht ist das ja auch nur die Müsli-Sparte, die so nervig ist) also ... erste Sauerteig-Gehversuche klappte ganz gut, allerdings sah das Brot nur so mittel (Euphemismus) aus und ich rätselte vor mich hin, wieso das bei allen anderen so hübsch aussah - bis ich dann von Gärkörbchen las, erst auf einem hippen Food-Blog (da dachte ich mir noch, naja, das ist bestimmt irgendwas chichi-mäßiges, wer braucht schon Gärkörbchen - und was ist das überhaupt ...), dann aber bei Julia (auf ihrem neuen Blog) und ich wollte auch so schöne Brote backen - also bestellte ich mir ein Gärkörbchen:


lies den Teig bei der zweiten Geh-Runde darin gehen, stürzte dann das ganze in einen im Ofen auf 240°C vorgeheizten gusseiserne Topf und tatatata - erhielt am Ende eben den oben schon gezeigt wunderhübsche Brotlaib - oder wie die Kinder meinten: Mama, dein Brot sieht ja aus wie echtes Brot ?!?! ...

So, und jetzt breche ich gepflegt zusammen. 

10 commenti:

Susi Sonnenschein ha detto...

Sieht doch gut aus, das Brot. Und keine Angst, Sauerteig ist eigentlich auch ganz einfach, den muss man nur ein paar Tage regelmäßig füttern :-)
Alles andere hört sich extrem stressig an. Viel Kraft dafür, alles auszusortieren.

Anonimo ha detto...

sieht wirklich professionell aus!

julia ha detto...

Ich finde Dein Brot sieht aus, als wäre Bort backen Dein Job. Ja, ich weiß das fotografieren ist es, aber das sieht man dem Bild ja auch an ;-) Super gut !

IO ha detto...

@susi: ichwehe gerade das REGELMÄSSIg füttern schon als Problem, bei dem Chaos, was hie bei uns herrscht ;-)

@anonimo: Danke!

@julia: Danke! Unser alter Plan B war ja mal, in Genua zu bleiben und dort eine deutsche Bäckerei auszumachen - hätte ja vielleicht doch klappen können ;-)

Anonimo ha detto...

Offensichtlich hätte das klappen können! Wenn ich mir das perfekte Brot das unzweifelhaft wie echtes Brot aussieht :-) so anschaue.

Liebe Grüße, Ina

Anonimo ha detto...

Tipp für sehr günstige Möbel und Hausrat (und auch Bücher) in Augsburg: Sozialkaufhaus contact (dort darf jeder einkaufen! (die sind darauf angewiesen, dass dort viele Leute einkaufen), Im Tal 8, 86179 Augsburg (gegen geringe Gebühr wird auch geliefert)

IO ha detto...

@Ina: Danke!

@anonimo: Oh, super! Vielen Dank!

Anonimo ha detto...

Das Brot sieht super aus. Darf ich fragen, woher Du das Gärkörbchen hast und wie groß es ist im Durchmesser?

IO ha detto...

@anonimo: Das habe ich im Internet bestellt, es hat einen Durchmesser von 25cm, angeblich reiche das für 1kg Brote - mir ist es zu klein, ich backe immer mit 1kg Mehl, und das ist eben (Denkfehler meinerseits) mehr als da rein passt. Aber wenn ich mich jetzt so umschaue, dann gibt es die wohl nicht wirklich in noch größer. Man müsste vielleicht mal so ein längliches ausprobieren, vielleicht passt da mehr rein. Oder eben zwei kaufen.

julia ha detto...

Ich hab auch ein längliches, das ist aber noch kleiner. Davon zwei wären perfekt für meine Brote