mercoledì 7 marzo 2018

Dies&Das

Miomarito tingelt diese und nächste Woche durch die Republik, so dass ich schon mal üben kann, wie das ist, wenn er dann unter der Woche nur noch teilweise da ist. Traditionell gibt es, wenn miomarito nicht da ist, erst einmal Fertig-Pizza für alle - vor dem Fernseher (die Mädchen) oder vorm Computer (ilfiglio und ich). Allerdings geht das natürlich nicht, wenn miomarito regelmäßig mehrere Tage weg ist - wir wollen ja nicht verlottern. Ich arbeite also an einem gehaltvolleren und gesünderem Essensplan.

Tertia und ich haben den heutigen Nachmittag MUSIZIEREND verbracht. Ilfiglio und Silencia haben ja kein Instrument gelernt, weil es so etwas von offensichtlich war, dass weder Interesse noch Talent in irgendeiner Form vorhanden war, Tertia kann ja aber SINGEN (also richtig, so mit Melodie) und lernt seit einem guten Jahr mehr oder weniger erfolgreich Blockflöte - wobei sie arg zu kämpfen hat, weil sie so kleine (und kurze) Finger hat. Naja, aber auf jeden Fall habe ich meine Blockflöte wieder hervorgekramt und Tertia und ich spielen hin und wieder zusammen, d.h. ich helfe ihr beim Üben der "Hausaufgaben" des Flötenunterrichts. Nun singt Tertia aber eben auch sehr gerne und gut - in der Schule ist sie (wie übrigens auch Silencia war) in der Sing-AG, die sich dadurch auszeichnet, dass sie jeden aufnimmt, der Singen möchte (egal ob er/sie das kann oder nicht) und (gefühlt) fundamental-christlich ist. Naja, auf jeden Fall haben wir beide heute entdeckt, dass Tertia ja jetzt Liedtext einfach ablesen kann und wenn ich Flöte spiele, einfach mitsingen kann. Also haben wir uns heute Nachmittag zusammen durch unsere großes Liederbuch gespielt und gesungen (die großen Kinder hatten derweilen Kopfhörer auf. Ganz sicher, sonst hättet sie protestiert - also aus Prinzip, nicht weil wir schlecht gewesen wären).

Dann, Sie haben es bestimmt schon gelesen ... die Küchen-Herd-Uhr. Trieb mich in den Wahnsinn bzw. lies mich an meinem Verstand zweifeln - denn sie ging nach, mehr als drei Minuten ... also habe ich sie vor ein paar Wochen richtig eingestellt ... ein paar Tage später ging sie wieder 3 min nach und ich war so perplex, dass ich mich ernsthaft fragt, ob ich mir das nur eingebildet hatte, also das Nachjustieren. Des Rätsels Lösung: Serbien und Kosovo streiten sich um Strom. Da muss man erst mal darauf kommen ... andererseits, mein Hirn und meine Erinnerung scheinen doch noch in Ordnung zu sein.

So, und dann hatte ich ja noch versprochen, kurz was zu Rita zu sagen. Rita ist eine dänische Serie (zunächst nur vom dänischen Fernsehen produziert, ab der dritten Staffel kam Netflix als Co-Produzent dazu), die aus dem Leben von Rita (ach nee), einer in jeder Hinsicht eher unkonventionellen dänischen Lehrerin und Mutter von drei (großen) Kindern erzählt. Mir hatte diese Serie schon länger mal jemand empfohlen, ich vermute mal die Jongleurin, aber nach den ganzen Schuldramen des letzten und vorletzten Jahres hatte ich definitiv keine Lust darauf, mir auch noch eine Serie anzuschauen, die IN DER SCHULE spielt, bzw. deren Hauptperson eine Lehrerin ist. Aber jetzt.
Ich mag die Serien sehr gerne, Rita (es gibt nur diesen einen Trailer - mit Untertiteln) ist mir ans Herz gewachsen, machmal finde ich sie unglaublich kindisch, machmal entdecke ich mich sehr in ihr, das macht also auf jeden Fall schon mal Spaß. Ich schaue die Serie auf Dänisch - ich hatte ja bei Die Brücke schon festgestellt, dass das ganz gut geht, also eine Serie in einer Sprache zu schauen, die ich eigentlich nicht verstehe. Inzwischen merke ich immer öfter wenn die deutschen Untertitel arg zusammen raffen, weiß, dass im Dänischen Büro tatsächlich Kontor heisst und bin ganz begeistert vom dänischen irgendwie sehr undankbar wirkenden TAK!
Außerdem geht es mir wie seinerzeit in Spanien (als ich für ein Semester nach Spanien ging, um Spanisch zu lernen und zuvor keine 30 Wörter auf Spanisch konnte) und Italien (wo ich anfangs außer dem in diesem Semester gelernten Spanisch keine romanische Sprache konnte), ich träume nachts auf Dänisch - ohne zu verstehen, was ich da träume. Sehr witzig. Einziger Nachteil, es fällt mir schwer beim auf Dänisch schauen einzuschlafen, weil ich da ja eigentlich Untertitel lesen müsste - das klappt auf Englisch oder Deutsch natürlich viel besser.
Ah, und noch ein Kritikpunk - die 4. Staffel (von 2017) ist doof. Ich weiß nicht genau, was die Produzenten oder Regisseure sich dabei gedacht haben (oder ob das der Einfluß von Netflix war) jedenfalls ... puh ... ich weiß nicht ... ständige Rückblenden in die Jugend/Kindheit ... arg vorhersehbarer, einseitige Plot ... komisches Transferieren ein paar weniger Figuren aufs Dorf ... eher lieblos behandelte Schul-Themen (die Zuschauerzahlen im Dänischen Fernsehen ging auch entsprechend zurück)  ... ich werde es noch zu Ende schauen, aber hm ... die Staffeln 1-3 sind auf jeden Fall sehr viel besser - und lohnen sich. Definitiv. 

1 commento:

Jongleurin ha detto...

Ah, das mit Rita war ich (ausnahmsweise) nicht... die Serie finde ich a bisserl zu albern und gut gelaunt. Mittvierzigerinnen haben düster zu sein, mit viel Regen und Psychokillern. Da kommt mein Leben mir dann gleich noch besser vor.