domenica 25 febbraio 2018

Wochenende

Puh, was für ein Wochenende ... und ich fange gar nicht erst von der Tatsache an, dass ich ja seit Wochen auf den Frühling warte und unsere Wohnung bei Minus-Temperaturen so langsam ungemütlich wird ... aber immerhin scheint die Sonne, hat nach dem dunkelstes Winter aller Zeiten auch mal was.

Samstag war Tertias Geburtstagsfeier, im Vorfeld gab es schon Tränen, weil drei Kinder absagen musste, eine Freundin hatte eine Familienfeier, zwei Freunde wurden krank bzw. nicht wieder rechtzeitig gesund und so ... naja ... eher kleiner Runde mit fünf Gästen. Davor kamen aber noch miomaritos Eltern vorbei, brachten eine tolle Torte für Tertia mit und wir sassen gemütlich beisammen.










Und dann ging es mit der Geburtstagsparty los und *wow* das war heftig. Ich habe selten so ein Gezicke (ein Wort, das ich eigentlich vermeide, weil ... schwierig) auf einem Haufen erlebt. Ich fand Silencias Geburtstag letztes Jahr schon teilweise grenzwertig, was Anspruchshaltung, Grüppchenbildung und Umgangston anging, aber da waren wir vorgewarnt gewesen, da Silencia das genauso gut haben kann wie ich/wir und schon überlegt hatte, deshalb gar nicht zu feiern. Gestern dann das Ganze in 6-7 jährig und zwar so schlimm, dass Tertia in Tränen ausbrach und ich zwei der jungen Damen (nachdem miomarito sich eine schon während der Schnitzjagd zur Brust genommen hatte), auf Grund ihrer Verweigerungshaltung (doofes Spiel, scheiß Geburtstag, mach nicht mit usw.) anbot, dass sie sich jetzt anziehen können und ich sie nach Hause fahre, wenn sie sich nicht SOFORT anständig benehmen und aufhören, Tertias Geburtstagsparty zu ruinieren. Das half dann endlich (ich kann da aber auch sehr überzeugend sein bzw. ich hätte sie wirklich nach Hause gebracht) - und es gab noch eine Stunde friedliches Feiern. Aber miomarito und ich waren danach wirklich erledigt ...

Aber es ging gleich weiter, zu unseren Freunden mit den noch mehr Kindern zum Abendessen und Zusammensitzen bis Mitternacht, während Tertia irgendwie auf dem Sofa einschlief und die restlichen Kinder sich unauffällig in der Wohnung verteilten.

Heute Morgen dann der nächste Geburtstags-Event, Gott sei Dank nicht als Ausrichter, sondern Tertia war eigeladen, ilfiglio brachte sie, während ich verzweifelte versuchte, noch etwas mehr zu schlafen. Ilfiglio verschwand wie die letzten Tage in die Stadt, Fußball spielen mit seinen alten Klassenkameraden (logisch, bei dem Wetter ...?!?). Um 14 Uhr holten wir eine etwas eingefrorene Tertia vom Outdoor-Kindergeburtstag ab - sie waren tatsächlich 3 Stunden im Wald - und machten uns zusammen mit Silencia auf ins Katholische.



Die Ziegen des Geburtstagskindes - Dorfleben ;-)


Miomarito hatte uns schon vor ein paar Wochen ein paar Plätze bei der sonntäglichen Führung durch die Sülchenkirche, d.h. die Ausgrabungen dort samt gefundener Stücke, reserviert.


Die Kirche an sich wirkt auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär, sie ist die Friedhofskirche von Rottenburg und die Grablege der Rottenburg Bischöfe. Vor ein paar Jahren sollte diese Gruft restauriert werden und man entdeckte, dass es nicht nur diverse Vorgängerbauten gibt (so zum Beispiel eine unerklärlich große vorromansiche Kirche oder eine erste Steinkirche aus dem 6. Jahrhundert), sondern dass dort seit 1500 Jahren ununterbrochen Menschen begraben werden - kurioserweise wurde die erste Kirche über einem Gräberfeld errichtet, etwas, das man normalerweise nicht gemacht hat, was es aber den Archäologen (u.a. der Vater von Tertias bester Freundin) ermöglichte, Grabungen vorzunehmen - nämlich IN der Kirche, draußen herum ist der Friedhof und da kann man natürlich nicht graben. Und da entdeckte man unter anderem Gräber, in denen die Menschen sowohl nach römischen/heidnischen als auch christlichen Ritus begraben wurden. Sprich, ein 6jähriges Mädchen mit Münze unter der Zunge (oder besser im Unterkiefer, weil die Zunge natürlich nicht mehr da ist), um Charon zu bezahlen, dem aber gleichzeitig ein christliches Rundkreuz mitgegeben wurde. Auf der ganz sicheren Seite ;-)
Und überhaupt, die Geschichte des Orts Sülchen ist sehr interessant, die Führung war hervorragend, okay, die Temperaturen hätten etwas angenehmer sein können, aber ich kann - falls man an einem Sonntag in der Nähe ist - einen Ausflug nur empfehlen (man muss sich für die Führung allerdings eben vorher anmelden, ohne Führung - Dauer etwa eine gute Stunde - kommt man weder ins Museum noch zu den unterirdischen Ausgrabungen).

So und jetzt sind wir alle - immer noch - sehr müde, froh im Warmen sitzen zu können und freuen uns auf einen erneuten Spezziatino mit Polenta :-)

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