domenica 14 gennaio 2018

Wochenende

Nachdem ich mich am Freitagabend via Whatsapp von miomarito, der noch im Zug nach Hause sass, verabschiedet bzw. eben gute Nacht gesagt hatte, gab's eine gar fürchterliche Nacht mit wenig Schlaf und obendrauf noch einer 6jährigen, die meinte, zur Abwechslung mal wieder bei mir schlafen zu müssen. *gähn*

Für Samstagabend hatte wir unsere Freunde aus dem Nachbardorf eingeladen (die da vor zwei oder so Jahren hingezogen sind - und trotzdem eigentlich immer noch in quasi Sichtweite wohnen), die ja ähnlich brotlos studiert haben wie wir (und sich von befristetem Job zu befristetem Forschungsauftrag und freiberuflichem Einkommen hangeln), wo sich die Männer die Begeisterung fürs Rennradfahren teilen, die auch drei wunderbar willensstarke Kinder ihr eignen nennen und deren Tochter Tertias beste Freundin ist. Das Ganze sollte nicht so wirklich einen Geburtstags-Nachfeier werden, aber kam auch nicht so ganz ohne Bezug dazu zustande, jedenfalls hatten wir beschlossen, dass wir uns unbedingt mal wieder in Ruhe - statt immer nur zwischen Tür und Angel - treffen sollten. Wobei Ruhe mit so vielen Kinder eben auch eher relativ ist.
Was wir - also miomarito und ich - nicht so ganz auf der Rechnung hatten, war die Tatsache, dass miomarito eben den Freitag von morgens 5 Uhr bis nachts um 2 Uhr weg sein würde und dass der VfB nicht wie gedacht heute spielt, sondern eben ganz klassisch am Samstagnachmittag, während die Freunde auf Grund ihres jüngsten, 2jährigen Familienmitgliedes nicht unbedingt erst um 21 Uhr zu Abendessen wollten. Also war klar, das Ding muss ich alleine "wuppen" - und das, wo doch miomarito fürs Showkochen (nein, fürs hochwertige Kochen) zuständig ist.

Miomarito schaffte es immerhin am Samstagvormittag nach dem Aufstehen und vor der Fahrt ins Stadion eine Tomatensauce für die Pasta zu zaubern, ich durfte dann zusammen mit Tertia (Silencia verschwand auf die Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin, ilfiglio weilt ja noch in der Ski-Freizeit) unser Chaos aufräumen und musste feststellen, dass ein bockiger, sich vor allem drückender 13jähriger dann doch eine wesentlich größere Hilfe ist als eine durchaus kooperationsbereite 6jährige, die sich dann aber doch immer schnell noch mal verkleiden oder aber dringend zu Abba tanzen muss.   Zwischendurch bereitet ich dann noch einen Bruschetta-Belag und eine Thunfischpaste vor und verzweifelte ein wenig an den komplett französischen Anweisungen für den Salade périgourdine.

Am Ende war aber alles bereit, der Plan, die Kinder hauptsächlich mit Pasta abzufüttern und dann vor Paddington 1 zu setzen, ging auch recht gut auf, die Crostini schmeckten herrlich, der Salade périgourdine wurde (auch Dank Telefon-Hilfe aus Paris, wohin unser Freund gezogen ist, der uns dieses Salat näher gebracht hat - Was mache ich jetzt mit den Entenmägen genau?!) dann auch sehr gut und am Ende schliefen weit nach Mitternacht auch alle Kinder. Und ich war tatsächlich so vernünftig (das Alter!) als erste - der Erwachsenen - ins Bett zu gehen. Schön war's aber.

Heute morgen dann ein paar Überraschungs-Übernachtungsgäste, weil das Umtopfen der großen Kinder zu solch später Stunde dann doch zu aufwändig gewesen wäre und miomarito und der andere Vater wohl noch etwas länger Risiko gespielt haben.

Jetzt sind alle ziemlich müde, ich denke, heute wird es seeeeehr früh Abendessen geben. Leider kommt ilfiglio nicht wie angekündigt um 17 Uhr sondern wohl erst gegen 21 Uhr aus der Schweiz zurück, d.h. mit ganz frühem Insbettgehen wird es nichts. 

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