mercoledì 30 agosto 2017

Gardasee - 3. Woche

Für die dritte Woche hatten sich wie eigentlich fast jedes Jahr unsere Freunde aus Brüssel angemeldet, mit drei Kindern unter 6, was für uns immer der Anlass ist, uns entspannt zurück zu lehnen und uns darüber zu freuen, dass wir ja dann doch aus dem Gröbsten bereits raus sind ;-) Freundlicherweise kamen auch die Schwester unseres Freundes samt Mann und zwei kleinen Kindern mit, so dass wir uns doppelt erleichtert auf die Schulter klopfen konnten (gemein, ich weiß, aber jahrelang waren wir immer weit und breit die einzigen mit Kindern).

Wir haben inzwischen so richtig schön Routine im italienischen Leben, Silencia kauft gerne unten im Dorf bei "Bruno" (das ist der Name des Ladenbesitzers, wie der Laden eigentlich heisst, weiß ich gar nicht) ein, ich mache mich wie jeden Dienstag auf zum Markt zwei Dörfer weiter - diese Woche mit dem Rad und Silencia, das letzte Mal war es mit Tertia zu Fuß (Hinweg) und mit dem Bus (Rückweg).


Wie immer brav Nummerziehen und dann warten bis man am Käsestand endlich dran kommt, was gerne mal eine Stunde dauern kann, weil der Käse so gut und der Andrang so groß ist.



Nach Malcesine müssen wir auch, miomarito will sich eine neue Arbeits-Tasche kaufen, wir müssen in die Ferramenta und außerdem ein paar Ersatzteile fürs Boot kaufen - das macht sehr viel Spaß, wenn man sich dabei durch die Touristenmassen schieben muss ...



deswegen verschwinden wir auch so schnell wie möglich wieder



Um so besser die Sache mit dem Fisch. Miomarito hat festgestellt, dass wir irgendwie mit der Fischverkäuferin verwandt sind - ich vermute, dass miomarito mit jedem Einheimischen irgendwie verwandt ist, aber egal ... das mit der Fischverkäuferin haben wir übrigens vom Schmied, der ihr (wenn ich es mir richtig gemerkt habe) Sohn ist - und somit auch verwandt, was ihn aber nicht daran gehindert hat, uns mit dem Preis für den Trailer-Umbau übers Ohr zu hauen, so dass das Segelclub-Faktotum meinte, der höre halt nur Deutsche und Boot und verlange dann gleich mal das Doppelte und er frage jetzt mal seinen Schmied - der es jetzt auch für die Hälfte macht.
Aber zurück zum Fisch: man (miomarito, ich bin so kein Fisch-Person) radelt am Morgen schnell in die winzige Pescheria - an der ich ungelogen schon über 100 mal vorbei gelaufen bin, ohne sie überhaupt wahrzunehmen - und bestellt zum Beispiel Lavarello (den klassischen Gardaseefisch) ganz oder als Filet und geht wieder. Wenn man dann am Abend nach Strand und Segeln auf dem Heimweg ist, weiß man wo der Schlüssel für den - nur morgens geöffneten - Fischladen ist, schließt auf, geht hinein, öffnet die Kühltruhe, holt sich seine Tüte mit Fisch heraus und hinterlässt den auf dem Zettel vermerkten Betrag Geld - dabei kann man manchmal auch den Mann der Fischverkäuferin antreffen, der sich am Abend zum Netze auslegen wieder auf den See macht.


Das war übrigens Fisch für ... Moment ... 8 Erwachsene und 6 Kinder.


Ansonsten genießen wir die letzten Ferientage, nehmen unsere Freunde (und deren inzwischen aus Madrid und Deutschland angereisten weiteren Freunde) mit zum Segeln - es stellt sich heraus, dass der blöde Außenborder trotz Reparatur nicht wirklich funktioniert - und so muss miomarito einmal - peinlicherweise, weil so etwas versucht man natürlich zu vermeiden - das Segelclub-Faktotum anrufen, damit er kurz vor Feierabend das Segelboot abschleppen kommt ... was dieser nur mit Hinweis auf die vielen Kinder an Bord macht ... 


Leider ist in Woche 2 mein wasserdichtes iphone-case kaputt gegangen (beim Aufmachen, außerhalb des Wassers *puh*), sonst gäbe es noch mehr Wasser, Segel, Bade-Bilder ;-)


Einmal haben wir absolut fantastisches Segelwetter, können Dank der vielen anwesenden Erwachsenen sogar ohne Kinder segeln gehen (Tertia sorgt sich bisweilen, wenn es ihr zu schnell geht oder das Boot ihrer Meinung nach zu sehr schief liegt, so dass man immer eher sanft segeln muss) und wir möchten "gar nie wieder" nach Hause fahren.



Am letzten Tag verschätzen wir uns nur leider völlig mit dem Aufräumen und Putzen, so dass wir leider erst um 20 Uhr im gepackten Auto sitzen, dann noch etwas Essen gehen müssen und uns sehr, sehr müde und abwechselnd schlafend über die Alpen nach Hause quälen - und es die eigentlich vorhandene Erholung etwas schwer hat (da müssen wir uns was anderes einfallen lassen).


Ansonsten sind alle dafür, dass wir nächsten Sommer für 6 Wochen unten bleiben ;-)


2 commenti:

Anonimo ha detto...

... was für tolle Urlaubsberichte. Danke ! Möge die Erholung noch eine Weile anhalten.
Sandra

IO ha detto...

Gern geschehen - ich spotte ja, dass meine Ferien übernächsten Montag beginnen, wenn dann alle in die Schule und an die Uni verschwinden ;-)