mercoledì 10 ottobre 2012

Heute: Kita-G.A.U.

oder warum ich wieder klatschnass zu Hause ankam.

Tertia war heute in der Kita etwas anhänglich und beim gemeinsamen Regen-Spaziergang auch schon etwas müde, so dass ich mich bei selbigen nicht komplett abseilte, sondern nur ein paar Schritte hinter der jungen Dame her lief. Als wir am tosenden Bach vorbei liefen, staunten alle Kinder, tief beeindruckt von den Wassermassen und irgendwie war auch eine der Erzieherinnen nicht mehr so ganz bei der Sache und so passierte es, dass sich der als Kinderwagen benutze Fahrradanhänger selbstständig machte (entweder weil niemand die Bremse eingelegt oder aber weil sich diese gelöst hatte) und holterdiepolter den Abhang herunter fuhr, sich überschlug und samt zweier im Wagen angeschnallter Kinder im Bach landete.

Glücklicherweise - um jetzt mal ganz egoistisch zu sein - stand ich etwas weiter entfernt, so dass ich erst am Bach ankam, als zwei der drei Erzieherinnen bereits fast brusttief im Wasser standen um den Wagen umzudrehen, die Kinder abzuschnallen und zu retten und ich sie - also die triefnassen Kinder - nur noch in Empfang nehmen musste, während Erzieherin Nr. 3 die interessierte Rest-Schar daran hinderte, vor lauter Neugierde ebenfalls den Hang herunter ins Wasser zu purzeln.

Gott sei Dank ist niemanden etwas passiert, die Kinder - in Tertias Alter - hatten überhaupt nicht kapiert, was mit ihnen geschehen war, das eine Mädchen grinste sogar als ich sie fragte, ob sie wirklich bei diesem Wetter hätte schwimmen gehen wollen.

Meine Regenhose habe ich dann einer der beiden völlig durchweichten Erzieherin geliehen - der, die für den Fahrradanhänger zuständig war. Ich bin ehrlich mal gespannt, ob sie morgen noch da ist. Die Erzieherin, nicht die Regenhosen. Und natürlich hat es auf dem Heimweg geschüttet wie aus Kübeln.

[Ich habe echt keine Ahnung, was mit einem passiert, wenn man sich so einen Schnitzer leistet. Als Mutter kann einem das mit den eigenen Kindern ja mal passieren (der Weg war eben, Bremse kann man auch mal vergessen, der Wagen stand nicht mal alleine rum, keine Ahnung wie das überhaupt passiert ist), aber ich denke, wenn einem als Erzieherin mit fremden Kinder passiert ... die Leiterin der Kita, die wirklich eine superliebe Frau ist, sah aus als würde sie Köpfe rollen lassen.]

Morgen ziehe ich übrigens - wenn es wieder regnet - den Auto-Joker.

[Und ich dachte noch, Mensch ist das langweilig, da jeden Vormittag rumzuhängen ...]

16 commenti:

Muckeltiger ha detto...

Uh, Krimi!
Sicher ganzganz schwierig für die Erzieherin, der das passiert ist, egal ob aus Unachtsamkeit oder technischem "Versagen" der Bremse.
Die Regenhose, die Du ihr geliehen hast, hat fast metaphorischen Charakter..
Schön jedenfalls, dass niemand zu Schaden kam und auch toll wie Du reagiert hast finde ich - dem Drama den Wind nehmen!!!
Glück gehabt!

Frau Reinkarnationsfladen ha detto...

Da hüpfte mir jetzt hier beim Lesen (vollkommen ohne Tasse und dazugehörigem Griff) fast das Herz in die Hose. Gut, dass alles gut gegangen ist. Nicht auszudenken, wenn irgendwas anders gekommen wäre ... puuuh.

LG
Frau Reinkarnationsfladen

Sigrid ha detto...

Ohweh, in der Haut der Erzieherin möchte ich auch nicht stecken.

vreni ha detto...

ach du sch…! ich hoffe mal für die frau, dass es auf eine abmahnung hinausläuft. sofern ihr (arbeits-)verhalten bis anhin tadellos war. ich kann mir vorstellen, dass ihre angst um die kinder und ihr schlechtes gewissen reichen, dass sie die nächsten jahr hypervorsichtig ist.

[Ines] ha detto...

Wenn abgeklärt ist wie das passiert ist, wird es eine Abmahnung geben und eine ordentliche Standpauke. Und nie wieder wird sie nicht 100 mal kontrollieren ob der Wagen fest steht. Gut das noch kein Winter war. Dann kommt es noch darauf an was die betroffenen Eltern tun. Puhhhhh, braucht kein Mensch.

Meeresrauschen ha detto...

Uff, das ist aber wirklich ein Erlebnis, auf das alle verzichten wollen. Das ist auch das Schwierige an Berufen, bei denen man so viel Verantwortung fuer andere (insbesondere Kinder) uebernehmen muss. So etwas, was du miterleben durftest, darf nicht passieren und ich waere ziemlich entsetzt, wenn mein Kind in dem Wagen gesessen haette. Aber die Erzieherin tut mir trotzdem leid. Zum Glueck waren die Kinder angeschnallt...
Was fuer ein Glueck, dass alles gut ausgegangen ist.

Viele Gruesse,
Kathrin

Blattgold Dr.Becker ha detto...

Wir haben letztens auch einen Schreck bekommen, als unsere 5 Monate alte Tochter von der Couch gefallen ist. Das war für uns ein Warnschuss, um besser aufzupassen. Einmal für 2 Sekunden weggeschaut und schon ist´s passiert.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Michaela

IO ha detto...

Sie wurde gefeuert. Das dachte ich mir aber gestern schon (ich habe heute lang mit der Leiterin darüber geredet und ich kann sie auch verstehen).

Mal sehen, ob ich meine Regenhose wieder bekomme ...

einfachich ha detto...

oh mann! mir stellt es die haare zu berge. zum glück ist nichts passiert! auch wenn sowas nie und nimmer passieren sollte, dinge passieren und irgendwie tut es mir leid für die erzieherin.

Meeresrauschen ha detto...

Mist! Die arme Frau! Ich frage mich, ob sie je wieder in dem Beruf wird arbeiten duerfen. Sie tut mir echt leid.
Die Frage ist auch, ob es in dem Kindergarten weiterhin schoene Ausfluege geben wird oder ob sie jetzt lieber auf dem Gelaende bleiben...

IO ha detto...

@einfachich: Ich glaube, da waren noch ein paarandere Sachen im Vorfeld.

@Meeresrauschen: Ja, leider. Jetzt heisst es erst einmal im Garten bleiben und den Gruppenhund wird es auch erst einmal nicht geben. Die stehen alle noch unter Schock.

Ubakel ha detto...

Hallo,

uns ist auch mal der Kinderwagen in die Isar gerollt. Das Baby saß nicht drin, sondern war auf meinem Arm. Wir haben uns nur kurz unterhalten und beim Umdrehen war der Wagen weg. Ich weiß noch, dass ich mich wunderte, wie der Dieb so schnell sein konnte. Dabei lag der Wagen hangabwärts im Fluss.

Ich finde die Kündigung schon recht hart. Auch wenn man bedenkt, wie schlimm es ausgehehen konnte. In unsere Krippe gab es mal einen Zwischenfall mit meinem Kind. Die dafür zuständige Frau, die zur Probe arbeitete, bekam keinen Vertrag.

Ich würde übrings jeden Tag den autojoker ziehen, damit die Sache auch zeitlich sinnvoll wird ;-)

IO ha detto...

@ubakel: Wie gesagt, ich denke, da gab es noch ein paar andere Sachen, die vorgefallen sind.

Und mit dem Auto bin ich zumindest morgens im Berufsverkehr keine 5 min schneller als mit dem Rad und wenn ich dann auch noch mit Tertia in der Kita bleibe, ergo einen - kostenlosen - Parkplatz suchen muss, dann brauche ich sogar länger als mit dem Fahrrad.

IO ha detto...

P.S.: Man muss vielleicht auch noch dazu sagen, dass dies ein privates Kinderhaus ist und zwar das eines Ehepaares, die sich damit ihren Traum verwirklicht haben. Ich denke, da steckt man noch einmal ganz anders drin als wenn man "nur" einen städtischen oder kirchlichen Kindergarten leitet und dementsprechend eine ganze Stadt bzw. eine Kirche hinter sich stehen hat. Wenn man so ganz persönlich für das Wohl und die Sicherheit der Kinder zuständig ist ... (und vermutlich sein ganzes Hab und Gut in diesem Haus stecken hat)

stadtfrau ha detto...

puh. die kündigung ist verständlich, auch mit den hintergründen.
trotzdem tut mir die person leid - ich weiß leider auch aus eigener erfahrung wie schnell es gehen kann, selbst wenn man nicht grad abgelenkt ist, ein falscher handgriff reicht.

Anonimo ha detto...

Ich war damals als Kind in einem alternativen Kinderladen in Berlin. Bei einem Ausflug an die Havel kam meine Schwester abhanden. Sie schwamm mit der Windel oben am Horizont. An das Bild der tropfnassen Erzieherin und die schockierten Gesichter kann ich mich noch heute erinnern. Alle sind mit einem Schrecken davon gekommen und Köpfe rollten keine. Meine Eltern haben die Geschichte sehr gelassen genommen.

Sofia