giovedì 31 agosto 2017

letzte Sommertage

Bei unserer Heimkehr herrscht ja überraschenderweise noch richtiges Sommerwetter hier in Deutschland - wir hatten Ende August ja auch schon öfter mal die Heimkehr in den absoluten Herbst - und so mussten nach dem ersten Ausschlafen und Auspacken der Sommer noch fleißig genossen werden.

Wir luden unsere Freunde zum Käse-Essen ein, genossen noch einmal die Sonne im Garten, ilfiglio ging zum ersten Mal allein mit einem Freund und Dauerkarte nach Stuttgart ins Stadion, Tertia und ich verbrachten einen ausgiebigen Nachmittag am/im Neckar






Ich war gestern bei einer Freundin zum Geburtstag eingeladen und wir sassen noch tapfer zwischen den einzelnen Regengüssen im Garten und jetzt ist er dann wohl tatsächlich vorbei, der Sommer.

[Alle motzen ja über diesen schlimmen Sommer, aber ich fand ihn wun.der.bar, was zum einen vermutlich am tatsächlich guten Wetter hier im Süden lag, zum anderen auch daran, dass sich mit dem Sommer hier alles so langsam entspannt hat und wir Dank "baby"sittendem Sohn, den Sommer auch außer Haus genießen konnte. Und jetzt habe ich noch weniger Lust also sonst - und das ist ja eigentlich schon immer 0,0 - auf den Herbst ...]

Für die großen Kinder ist der Wetterumschwung diese Woche etwas doof, denn am Samstag geht es für eine Woche ins Zeltlager und ich hätte mir schon gewünscht, dass sie da noch warmes Wetter haben, aber immerhin scheint es nicht - wie zunächst vorhergesagt - durchzuregnen. Da Tertias Freundinnen alle entweder noch im Urlaub (die Kindergartenferien liegen dieses Jahr am Ende der Sommerferien) sind oder aber im Spatzennest (dreiwöchiges Ferienlager für Kinder, bei dem man den ganzen Tag im Wald ist und nur zum Schlafen nach Hause kommt, was an sich toll ist, aber man muss immer drei Wochen, also die ersten 3 Wochen der Ferien oder die letzten 3 Wochen und das haut bei uns NIE hin), habe ich beschlossen, dass wir beide nachte Woche die Cousinen besuchen gehen, d.h. wir werden ein paar Tage zu meinen Eltern fahren - und dann sind die Sommerferien tatsächlich rum ... und es geht los mit der Schule für alle drei!!

mercoledì 30 agosto 2017

Gardasee - 3. Woche

Für die dritte Woche hatten sich wie eigentlich fast jedes Jahr unsere Freunde aus Brüssel angemeldet, mit drei Kindern unter 6, was für uns immer der Anlass ist, uns entspannt zurück zu lehnen und uns darüber zu freuen, dass wir ja dann doch aus dem Gröbsten bereits raus sind ;-) Freundlicherweise kamen auch die Schwester unseres Freundes samt Mann und zwei kleinen Kindern mit, so dass wir uns doppelt erleichtert auf die Schulter klopfen konnten (gemein, ich weiß, aber jahrelang waren wir immer weit und breit die einzigen mit Kindern).

Wir haben inzwischen so richtig schön Routine im italienischen Leben, Silencia kauft gerne unten im Dorf bei "Bruno" (das ist der Name des Ladenbesitzers, wie der Laden eigentlich heisst, weiß ich gar nicht) ein, ich mache mich wie jeden Dienstag auf zum Markt zwei Dörfer weiter - diese Woche mit dem Rad und Silencia, das letzte Mal war es mit Tertia zu Fuß (Hinweg) und mit dem Bus (Rückweg).


Wie immer brav Nummerziehen und dann warten bis man am Käsestand endlich dran kommt, was gerne mal eine Stunde dauern kann, weil der Käse so gut und der Andrang so groß ist.



Nach Malcesine müssen wir auch, miomarito will sich eine neue Arbeits-Tasche kaufen, wir müssen in die Ferramenta und außerdem ein paar Ersatzteile fürs Boot kaufen - das macht sehr viel Spaß, wenn man sich dabei durch die Touristenmassen schieben muss ...



deswegen verschwinden wir auch so schnell wie möglich wieder



Um so besser die Sache mit dem Fisch. Miomarito hat festgestellt, dass wir irgendwie mit der Fischverkäuferin verwandt sind - ich vermute, dass miomarito mit jedem Einheimischen irgendwie verwandt ist, aber egal ... das mit der Fischverkäuferin haben wir übrigens vom Schmied, der ihr (wenn ich es mir richtig gemerkt habe) Sohn ist - und somit auch verwandt, was ihn aber nicht daran gehindert hat, uns mit dem Preis für den Trailer-Umbau übers Ohr zu hauen, so dass das Segelclub-Faktotum meinte, der höre halt nur Deutsche und Boot und verlange dann gleich mal das Doppelte und er frage jetzt mal seinen Schmied - der es jetzt auch für die Hälfte macht.
Aber zurück zum Fisch: man (miomarito, ich bin so kein Fisch-Person) radelt am Morgen schnell in die winzige Pescheria - an der ich ungelogen schon über 100 mal vorbei gelaufen bin, ohne sie überhaupt wahrzunehmen - und bestellt zum Beispiel Lavarello (den klassischen Gardaseefisch) ganz oder als Filet und geht wieder. Wenn man dann am Abend nach Strand und Segeln auf dem Heimweg ist, weiß man wo der Schlüssel für den - nur morgens geöffneten - Fischladen ist, schließt auf, geht hinein, öffnet die Kühltruhe, holt sich seine Tüte mit Fisch heraus und hinterlässt den auf dem Zettel vermerkten Betrag Geld - dabei kann man manchmal auch den Mann der Fischverkäuferin antreffen, der sich am Abend zum Netze auslegen wieder auf den See macht.


Das war übrigens Fisch für ... Moment ... 8 Erwachsene und 6 Kinder.


Ansonsten genießen wir die letzten Ferientage, nehmen unsere Freunde (und deren inzwischen aus Madrid und Deutschland angereisten weiteren Freunde) mit zum Segeln - es stellt sich heraus, dass der blöde Außenborder trotz Reparatur nicht wirklich funktioniert - und so muss miomarito einmal - peinlicherweise, weil so etwas versucht man natürlich zu vermeiden - das Segelclub-Faktotum anrufen, damit er kurz vor Feierabend das Segelboot abschleppen kommt ... was dieser nur mit Hinweis auf die vielen Kinder an Bord macht ... 


Leider ist in Woche 2 mein wasserdichtes iphone-case kaputt gegangen (beim Aufmachen, außerhalb des Wassers *puh*), sonst gäbe es noch mehr Wasser, Segel, Bade-Bilder ;-)


Einmal haben wir absolut fantastisches Segelwetter, können Dank der vielen anwesenden Erwachsenen sogar ohne Kinder segeln gehen (Tertia sorgt sich bisweilen, wenn es ihr zu schnell geht oder das Boot ihrer Meinung nach zu sehr schief liegt, so dass man immer eher sanft segeln muss) und wir möchten "gar nie wieder" nach Hause fahren.



Am letzten Tag verschätzen wir uns nur leider völlig mit dem Aufräumen und Putzen, so dass wir leider erst um 20 Uhr im gepackten Auto sitzen, dann noch etwas Essen gehen müssen und uns sehr, sehr müde und abwechselnd schlafend über die Alpen nach Hause quälen - und es die eigentlich vorhandene Erholung etwas schwer hat (da müssen wir uns was anderes einfallen lassen).


Ansonsten sind alle dafür, dass wir nächsten Sommer für 6 Wochen unten bleiben ;-)


martedì 29 agosto 2017

Gardasee - 2. Woche

Die zweite Woche (ich rechne von Donnerstag bis Donnerstag) am Lago begann erst einmal damit, dass ich am Freitag unseren nicht funktionierenden Außenbordmotor in den Süden des Sees bringen musste, wo er auf Anraten eines der Segellehrer - glaube ich -  des Clubs repariert werden sollte. Jetzt sollte man es in der Woche um Ferragosto eigentlich tunlichst vermeiden, sich irgendwie auf die Gardesana zu begeben, weil neben den ganze deutschen Touristenmassen natürlich auch die Italiener am See sind und man kaum irgendwie durchkommt. Aber - so ein Segelboot ganz ohne Motor ist immer eine eher heikle Sache, wir können zwar inzwischen problemlos ohne Motor an der Boje an- und ablegen bzw. uns zwischen den anderen Segelbotten heraus schlängeln, aber gerade bei Windausfällen, wäre so ein Backup-Antrieb nicht schlecht. Also ab ins Auto ... 3 Stunden lang (für 25 km hin und zurück) .. und den Motor abgeliefert. Am Montag sei er fertig.

Am Nachmittag kann dann ilfiglio immerhin zum ersten Mal mit dem Laser raus. So richtig mit dem Segelurlaub geht es aber erst am Samstag los. Um zwar für mich schon um 7 Uhr,  weil ich mich erbarmt habe, mit ilfiglio um 8 Uhr am Strand aufzuschlagen um den morgendlichen Pelér (Nordwind) auszunutzen - gegen Mittag verschwindet dieser dann und wird am Nachmittag durch die Ora (den Südwind) ersetzt. Man segelt also entweder Morgens oder am Nachmittag - ab 18 Uhr flacht der Wind dann wieder ab - und man sollte in Bojennähe sei ... (wenn man keine Motor hat ..)


ilfiglio beim Aufbauen des Lasers - allerdings war das nicht morgens um 8 Uhr, denn da ist auf unserer Seite die Sonne nicht mal aufgegangen und man (ich) friert trotz Pulli (s.u.) ganz erbärmlich.  


Hier ilfiglio beim morgendlichen Segeln. Wind und Wellen waren recht ordentlich und er hatte auch einen gehörigen Respekt davor.



Ich machte es mir derweilen mit Fernglas am leeren und sehr schönen Strand gemütlich (ilfiglio darf nämlich eigentlich noch gar nicht alleine segeln gehen, dazu müsste er 14 sein, aber da ich mich ja schlecht mit aufs Boot setzen kann, überwache ich das halt vom Stand aus - und gehe mal davon aus, dass es eh keinen wirklich interessiert)




Den Rest der Woche verbringen wir in der Regel morgens am Strand, Silencia, die Segeln eher langweilig findet, will unbedingt Kite-Surfen lernen und bekommt in aller Herrgottsfrühe (ab 8 Und einmal auch ab 7 Uhr) von uns einen Kurs zu horrenden Preisen spendiert, allerdings auf Englisch bzw. Italienisch. Der erste Tag klappt sehr gut, miomarito musste aber auf Wunsch der Lehrerin mitkommen um im Notfalls zu übersetzten (und konnte nicht arbeiten), am zweiten Tag geht Silencia alleine und bekommt dummerweise einen anderen Lehrer, der NUR italienisch spricht, und damit hat sich der Kurs dann eher erledigt.

Am Sonntag sind wir bei miomaritos Tante zum Mittagessen eingeladen, was immer sehr nett ist und wo mit ihren Freunden auch immer schön viel italienisch reden können. Ansonsten Segeln, Segeln, Segeln und Sommer genießen.


Mein Stammplatz ist vorne auf dem Deck


Hier verfolgen wir ilfiglio


Blick ans Land



Abendstimmung und schnell zurück zur Boje bevor es keinen Wind mehr hat 

Am Montag ist der Motor nämlich doch noch nicht fertig, aber am Mittwoch - Dienstag ist Feiertag - ganz sicher! Nach zwei Stunden Fahrt weiß ich am Mittwochmittag, dass es bei Schiffsmotoren wohl Notfälle gibt, und dass deshalb unser Motor immer noch nicht fertig ist. Ich beschließe, dass ich als nicht so toll italienisch sprechende Frau eindeutig auch die falsche Person bin, um da Druck zu machen - und am Nachmittag fahren wir alle zusammen noch mal runter nach Bardolino - und siehe da, der Motor ist fertig ... (*augenroll*) Wir nutzen den 'Ausflug' in den Süden auch gleich dazu, unsere Ölvorräte (u.a. aus den Oliven von miomaritos Tante) bei der Cooperative aufzufüllen, ebenso unsere Weinvorräte (praktischerweise gibt es einen neuen Laden in Lazise und wir müssen nicht bis nach Verona rein) und den obligatorischen Großeinkäufe mit lebenswichtigen Italienprodukten (wie Vongole, Brühwürfel, Waschmittel usw.) zu erledigen.

Am Donnerstag gehen wir außerdem in unser Lieblingsrestaurant essen, Tertia vertilgt dort fast einen ganzen Lavarello (Felchen), nachdem die ein paar Tage zuvor im einfachen, aber sehr guten "Restaurant" des Segelclubs bereits begeistert Kaninchen (Das muss man schnell essen, sonst hoppelt es weg, gell Mama!) gegessen hat (sehr erfreulich, mal was anderes als Ihhh! Was ist denn das?! Das ess' ich nicht! )

Ja, und es ist einfach sehr schön, entspannt, auch wenn die Kinder sich ständig streiten, nach zwei Wochen am See macht sich wirklich ein umfassendes Entspannungsgefühl breit - wobei es vermutlich auch hilft, dass ich mich von der Idee Urlaub im klassischen Sinne verabschiedet habe, denn ich muss ja wie zu Hause (d.h. so gar eigentlich mehr, weil es keine Schule usw. gibt) einkaufen, Wäsche waschen, Essen kochen, Aufräumen usw. aber wenigstens ist das Wetter super, der Strand vor der Türe und beim Segeln muss ich tatsächlich kaum etwas machen, sondern kann mich faul im Bikini auf dem Deck räkeln ;-) Und wunderschön ist es halt eben auch:





lunedì 28 agosto 2017

Gardasee - 1. Woche

Die Idee war ja, gute 3 Wochen am Lago zu sein, sich wirklich einzuleben, nicht den Druck von "wir müssen uns jetzt in einer Woche erholen (aber gleichzeitig 100 Sachen erledigen)" zu haben und einfach die Tatsache zu genießen, Strand und Boot vor der Haustüre zu haben. Miomarito hatte das okay seines (neuen) Chefs bekommen, dass er sich die Arbeit mit in den "Urlaub" nehmen darf und sass am Vormittag am Schreibtisch, während ich mehr oder weniger erfolgreich versuchte, mit den Kindern diese Zeit am Strand zu verbringen - mit der Zeit wird nämlich selbst für Kinder Strand eher langweilig, und so kam es schon oft vor, dass ilfiglio oder Silencia nach einer gewissen Zeit wieder in Richtung Haus verschwanden.

Aber der Reihe nach ;-)


Wie immer wunderschön, die Aussicht vom Balkon 


Das ist "unser" Strand, sprich der Strand, den man am schnellsten vom Haus aus erreicht. Er ist einem Hotel mit Liegewiese vorgelagert und die meisten Menschen denken, dass auch der Strand zum Hotel gehört - was aber nicht der Fall ist - so dass dort immer nur wenig Leute sind und man seine Ruhe hat. Außerdem hat es dort bis Mittag Schatten. Was gerade in den ersten Tagen toll ist, weil man sich so zum einen an die Sonne gewöhnen kann und zum anderen herrschen in der ersten Woche für den Gardasee unglaublich hohe Temperaturen - selbst das Wasser erinnert eher an die Adria und wir verbringen fast den ganzen Tag IM Wasser.

Mein kleiner Bruder ist mit Freunden und dem Rad (!) an den Gardasee gefahren und kommt uns am zweiten Tag besuchen. Eigentlich hatte er sich überlegt, noch ein paar Tage bei uns zu bleiben, aber da er ähnlich wie meine Mutter (und ilfiglio) Hitze nicht so wirklich verträgt, beschließt er am Sonntag doch wieder nach Hause zu fahren. Er ist allerdings noch da, als das erste von einigen beeindruckenden Gewittern über uns hereinbricht. 



Wir sind alle im Segelclub, weil wir eigentlich unser Boot ins Wasser lassen und eine erste Fahrt damit machen wollen. Allerdings erklärt uns das Faktotum der Club klipp und klar, dass er heute auf gar keinen Fall rausfahren würde, weil das bei so einer Hitze und angekündigten Gewittern viel zu gefährlich sei. Und Recht hatte er.


Es stürmt so heftig, dass es unser Boot vom Trailer weht. Und wir haben oben im Haus wegen der Hitze die Balkontür offengelassen und wegen allgemeiner Eile auch noch viel Geschirr auf dem Balkontisch stehen lassen. Als wir nach Hause kommen, offenbart sich uns ein Bild der Verwüstung -  wozu auch eine offene Cornflakes-Packung beigetragen hat, deren Inhalt jetzt zwischen den Scherben   und auf dem Wasser in der Wohnung herumschwimmt. Wir schaffen es allerdings Dank anpackender Kinderhände recht schnell, das Chaos aufzuräumen und das Wasser aufzuwischen. Die Scherben vom Balkon hat es in den Garten geweht und wir spielen auch noch lustiges Scherben-Aufsammeln auf der Wiese ...


Am nächsten Morgen wunderschönstes Wetter und immer noch ordentlich Wind


Ich mache mich zu Fuß auf zum Segelclub, um nachzuschauen, wie es unserem Boot geht, bzw. wie der angeforderte mobile Kran arbeitet und natürlich, wie kaputt unser Boot ist und vor allem wie kaputt das Boot ist, auf das es drauf gerutscht ist ...


Alles halb so schlimm. Das Aufrichten des Bootes dauert zwar gefühlt eine Ewigkeit, weil es eben unter das andere Boot gerutscht ist und sich der Mast oben irgendwie verkeilt hat, aber am Ende steht es wieder und hat nur ein paar Kratzer. Auch das andere Boot hat kaum etwas abbekommen - wir können also weiter entspannt Urlaub machen. Nur miomarito muss einen Schmied finden, der unseren Trailer so umbaut, dass beim nächsten Sturm das Boot auch sicher drin stehen bleibt. 

Was wir allerdings nicht machen können - obwohl das Boot am nächsten Tag dann an der Boje bereit liegt - ist segeln. Entweder es stürmt und gewittert oder aber es gibt nicht mal einen Hauch von Wind. Daher bleibt es erst einmal beim Badeurlaub. Und beim Bestaunen von ungewöhnlichen Wetterphänomen vom Balkon aus:



domenica 27 agosto 2017

1. Station - Genua

Schon im letzten Jahr hatten wir den Kindern versprochen, allen voran natürlich dem Genueser Kind ilfiglio, dass wir endlich mal wieder nach Genua fahren würden. Gesagt - getan bzw. erst einmal geplant. Dass wir es geschafft hatten, ein Zimmer im selbe Hotel wie bei unserem Umzug nach Genua zu bekommen, hatte ich ja schon geschrieben. Nach einigem Hin und Her, weil wir Tertia einen Tag am Meer versprochen hatten, aber keine Unterkunft mehr am Meer für eine Nacht finden konnten, beschlossen wir, einfach noch einen Tag bzw. eben Nacht in Genua dranzuhängen.

Sonntagabend war das Auto gepackt, ilfiglio kam glücklich vom Segel-Ferienauftakt am Bodensee zurück und am Montagmorgen ging es gemütlich über die Schweiz und den Gotthardpass (am Tunnel war Stau) los.



Nachmittags gegen 16 Uhr waren wir dann in Genua und fuhren erst einmal quer durch die Stadt bzw. oben auf der Sobraelevata an der Stadt vorbei. Und schon war das Genua-Gefühl wieder da und ich wieder völlig verliebt in diese Stadt. Dann parkten wir unser Auto in einer Parkgarage und machten uns auf ins Hotel Balbi, wo wir ein praktisches 5-Betten-Zimmer mit - sehr wichtig in den nächsten Tagen - Klimaanlage hatten. Und dann ging's los: zu Fuß durch die Stadt - und die Wahnsinns-Hitze:


Tertia, das Dorf-Kind, das schon Ausflüge nach Tübingen als aufregend empfindet, war etwas erschlagen, die beiden Großen fanden es aber gleich toll und ilfiglio beschwerte sich die nächsten drei Tage durchgehend darüber, dass wir damals aus Genua weggezogen sind.


Unsere alte Straße


unsere alte Wohnung, das dritte Fenster von oben war unser Flur-Fenster


Abendspaziergang am Hafen


Kurzer aperitivo in unserer alten "Stammbar" La Lepre mitten in den Carruggi (engen Gassen der Altstadt)


Und dann ging es wie geplant zu Da Mario essen, wo ich etwas wirr durcheinander gegessen haben, nämlich erst einmal cozze (Mischmuscheln) und dann, weil ich noch Hunger hatte und wir sind ja in Genua Troffie mit Pesto ... 

Gegen 23 Uhr fallen wir alle um in unsere Betten und sind eben sehr dankbar für unsere Klimaanlage, weil es draußen immer noch 30°C hat und wir trotzdem gut und tief schlafen können. 


Am Morgen dann erfrischende 29°C um 9 Uhr ... aber egal, wir wollen weiter durch Genua laufen und Erinnerungsorte aufsuchen


Es hat sich nicht viel verändert, einige Geschäfte sind verschwunden, andere neue haben ihren Platz eingenommen, die Kneipen und Restaurants sind aber immer noch alle da und das mit der Gentrifizierung klappt auch nicht so richtig. 


Wie immer habe ich - Schisser - keine Fotos von den Strassen gemacht, wo wir quasi die einzigen Weißen waren und ich habe auch um die immer noch in den Strassen stehenden Prostituierten herumfotografiert.


Am Abend waren wir zum Grillen bei einer Freundin eingeladen, die für die sechs Stockwerke (ohne Aufzug) zu ihrer Wohnung mit diesem Blick von ihrer Dachterrasse belohnt wird: 



Am nächsten Morgen ging es dann Richtung Celle Ligure, wo wir wie versprochen an den Sandstrand gingen und Tertia schwimmen lernte :-) Fotos gibt es leider keine, weil mein Handy noch nicht in der wasserdichte Hülle war und ich mit dem ganzen Sand Angst hatte usw. Am Nachmittag erfüllte sich dann miomarito einen großen Fahrradwunsch und kaufte sich bei Olmo ein neues Rennrad.


Dann ging es wieder an den Strand und am Abend zurück nach Genua. Der Einfachheit halber wollte wir wieder bei Da Mario essen, mussten dann aber um 21:30 Uhr feststellen, dass die heute Ruhetag hatten, standen dann eine halbe Stunde müde und hungrig bei einer anderen Trattoria an, wo uns dann um 22 Uhr lapidar mitgeteilt wurde, dass sie jetzt doch keine neuen Gäste mehr annehmen würden  (vaffanculo!) Also machten wir uns dann noch auf die Suche nach einem schnellen Abendessen ... mussten aber erst einmal in die wirkliche Altstadt laufen, fanden dann ein unspektakuläres Restaurant, wo Tertia nicht nur begeistert ein fritto misto verspeiste, sondern gegen Mitternacht auch anfing, alle von ihrem Platz zu sehende Schriftzüge vorzulesen - und jeden Schriftzug auf dem Weg dann zurück ins Hotel. Zitat des Töchterchens: Mama, ist das nicht toll, ich hab an EINEM Tag Schwimmen und Lesen gelernt!


Am nächsten Morgen dann noch einmal schnell durch Genua, Atmosphäre tanken


Käse einkaufen und Reiseproviant


Farinata und Focaccia Genovese

Toll war es, Genua bleibt Genua und wir fühlten uns sofort wieder wie "zu Hause", die Kinder fanden es auch sehr aufregend und haben trotz der hohen Temperaturen (selbst die Einheimischen stöhnte ob der Hitze) fast immer brav mitgemacht - auch wenn es sehr anstrengend war. Vermutlich half aber auch die Aussicht auf die Badeferien am Lago.

sabato 26 agosto 2017

Monumentalurlaub



So, seit heute morgensind wir wieder zu Hause - nach fast 4 Wochen Urlaub und schweren Herzens, weil wir uns gerade so richtig am Lago eingelebt hatten. Ich glaube, ich war noch nie so lange im Urlaub gewesen, dafür bin ich jetzt aber sehr gut erholt, ziemlich braun "gebrannt" und segelerprobt. Wir müssen jetzt noch weiter Auto ausräumen, das Chaos beseitigen, uns richtig ausschlafen und dann gibt's den üblichen Urlaubsrückblick mit Bildern - auch wenn der hauptsächlich aus Strand und Segeln bestand (gibt Schlimmeres ;-)).