giovedì 8 giugno 2017

Wir gegen die Maus

Wenn man in einem so alten, nach normalen Maßstäben renovierungsbedürftigen Haus wohnt wie wir, dann kann es - wie ja auch schon berichtet - gut sein, dass es im Herbst anfängt unter den alten Holzdielen zu rascheln und man über den Winter Besuch hat, der bisher aber immer im Frühjahr wieder brav ausgezogen ist - und vor allem gar keine echte Maus war, sondern nette, kleine, insektenvertilgende Spitzmäuse - die sich in friedlicher Koexistenz mit unserer Katze das Futter teilten.

Dieses Jahr kamen wir nach Ostern aus dem Urlaub zurück und unter unserer Spüle in der Küche klaffte ein ziemliches Loch im Abflussrohr. Miomarito vermutete, er habe kurz vor der Abfahrt den Mülleimer mit zu viel Schwung unter die Spüle gedonnert und das schon etwas ältere Plastikrohr sei vermutlich dabei kaputt gegangen. Er kaufte ein neues Rohr, setzte es ein und - am Abend hörten wir Knabbergeräusche aus selbigen. Na super. Vor Jahren in Genua abgehärtet, vermutet wir sofort - das ist eine Ratte!!! Liessen kochendes Wasser den Abfluss runter laufen, kontrollierten alle unsere Vorräte (nix angeknabbert) und beratschlagten, was nun zu tun sein.

Das Tier fand indes einen neues Weg in unsere Küche, arbeitete sich wohl einfach außerhalb der Rohres durchs poröse Mauerwerk hoch und vergnügte sich lautstark hinter unserer Einbauküche. Abwechselnd versuchten wir wenigsten mal einen Blick auf das Tier zu erhaschend, vom Geräusch her rechnete ich mit einem veritablen Marder (ich muss eh die ganze Zeit an Schattenstill von Tara French denken), irgendwann entdeckte ich aber, dass "einfach" nur eine relativ große Maus ist - was angesichts von Hanta ja auch nicht wirklich witzig ist.

Wir nahmen die Fußbodenleiste unter den Einbauschränken ab, weichten alles ein, damit wir eben eventuell verseuchten Kot nicht einatmen würden, wischten alles sauber, stellten eine Falle auf und hofften, dass der direkte Zugang zum Lebensraum unserer durchaus Mäuse fangenden Katze das ganze Problem vielleicht lösen würde. Dem war nicht so. Ein paar Tage herrschte Ruhe, dann wieder Knabbergeräusch und hin und da mal ein schneller Schatten hinter den Schränken. Die Fallen wurden entweder nicht angerührt oder aber der Inhalt war verschwunden, ohne dass sie zugeschnappt wären.

Ich besuchte meine Eltern, klagte ihnen bei Leid, weil neben Job-, Schul- und Wohnungssorgen braucht man nicht noch eine Maus, die einem in den zusätzliche in den Wahnsinn (s. Tana French) treibt, und bekam ein Ultraschall-Geräte überlassen, mit dem meine Eltern recht erfolgreich einen bei ihnen eingezogenen Marder vertrieben haben - wieder zu Hause stellte ich es unter die Spüle. Ruhe. 5 Tage oder so. Dann wieder Knabbergeräusche - unterm Kühlschrank. Miomarito konsultierte das Internet, ein mit Terpentinersatz getränkter Lappen soll die Tiere angeblich abhalten. Gestern Abend wartete wir bis wir keine Maus-Geräusche hörten und miomarito stopften einen großen nach Terpentin stinkenden Lappen in die Maueröffnung rund um das Abflussrohr - unsere ganze Küche stank nach Terpentin, aber was macht man nicht alles ... Ruhe.

Gestern Abend - ich war schon im Bett - ging es dann wohl wieder los, die Maus versuchte sich mit Höllenlärm durch das Abflussrohr zu beissen ... anscheinend hat sie zwei Möglichkeiten, in unsere Küche zu kommen, nämlich neben dem Abflussrohr (jetzt Terpentin verseucht) oder eben indem sie sich wie am Anfang geschehen durch das Abflussruhr durchbeisst, d.h. wir sind wieder da, wo wir schon am Anfang waren.

Da wir demnächst wieder an Lago fahren, möchten wir die Küche nicht der Maus überlassen und dann wieder ein Loch im Abflussrohr haben und überhaupt ... das muss ein Ende haben! Also dachten wir an Gift. Das haben wir bisher noch nicht eingesetzt, weil die Vorstellung, dass die Maus dann hinter unseren Küchenschränken krepiert und dort dann langsam verweset ... das hatten wir mal unabsichtlich ... hinter unserem Nachtspeicherofen ... und das muss ich nicht noch mal haben. Aber wenn man sich die Anleitungen zu den Giftködern durchliest, dann möchte ich das wirklich nicht benutzen, nicht, wenn dann am Ende unsere Katze die vergiftete Maus frisst und überhaupt. Also lautet der Plan, bei Abfahrt das Abflussrohr ebenfalls mit einem Terpentin getränkten Lappen zu verschließen ... oder so ... und dann müssen wir unsere Vermieter informieren, damit da die Wand und alles neu gemacht wird (das gibt wieder Spaß für Monate ... also die Diskussionen usw.)

[Im Prinzip klaut sie sich nur das Katzen-Trockenfutter ... solange wir aber in Urlaub sind und Freunde unsere Katze hin und wieder füttern hat sie halt auch ungehinderten Zugang dazu ... und das scheint ja super toll und jeden Aufwand wert zu sein ...]

P.S.: Heute schon mal bei der Wohnungsbaugesellschaft angerufen, Vermietersohn ist ja wie üblich in Urlaub ... sind nicht zuständig. Müssen wir alles selbst machen ... schreibt sich Blitzzement und Glasscherben auf den Einkaufszettel .... *ohmmmmm* 

4 commenti:

ak ha detto...

Hallo,
ich erinnere mich, vor Jahren in Gefahrstoffkunde gelernt zu haben, dass es auch etwas gibt, dass die Maus von innen "verbluten" lässt und sie quasie mumifiziert. Sie soll dann auch nicht stinken, falls sie irgendwo hinter dem Küchenschrank stirbt. Wie es heißt, habe ich leider vergessen und wie es auf die Katze wirkt, falls die die Maus dann doch noch erwischt, weiß ich nicht.
Alternativ gibt es ja noch Lebendfallen (bloß wo, setzt man die Maus dann aus?).
Mein Vater fing die Viecher immer mit Schokolade.
Liebe Grüße und bald eine mausfreie Wohnung.

IO ha detto...

Ich glaube, so was haben wir, aber man muss die maus dann eben entsorgen, weil eine sie fressende Katze sich auch vergiften würde ...
im Moment inspizieren wir gerade die Reste unseres Abflussrohrs ... vielleicht ist es doch eine Ratte ... morgen mehr

Irene ha detto...

Probiert noch mal eine herkömmliche Falle mit Marmelade, am besten Zwetschge. Oder Nutella.

IO ha detto...

Wir haben gestern nacht noch unsere ganze Küche von der Wand weggemacht und dabei die Maus/Ratte unterm Kühlschrank entdeckt .. also miomarito hat sie gesichtet und meinte, das sei sicher keine Maus - viel zu groß (ich kenne nur Genueser Stadt-Ratten und die waren fast so groß wie unsere Katze) Irgendwie ist sie aber abgehauen, wieder in die Wand zurück, jetzt haben wir alle Löcher mit Terpentin Getränken Lappen und Holz verschlossen, ich werde mich nach meinem Kaffee in den Baumarkt aufmachen und dann werden wir hoffentlich alles ordentlich zu zementieren und neue Abflussrohre einbauen ... oh mann ...