domenica 28 maggio 2017

Langes Durchatme-Wochenende

Erstmalig seitdem die Kinde rin die Schule gehen gab es dieses Jahr einen freien Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem darauffolgenden Wochenende. Da der Sommer ja auch beschloss vorbei zu kommen, hatten wir ein wirklich tolles langes Wochenende zum Durchatmen (nicht mal ein Brief vom gegnerischen Anwalt sorgte für mehr als Augenrollen).


Am Freitag war ich mit Tertia in der Stadt zum dringend benötigten Kleider-Shopping, weil ihr fast alle im letzten Jahr gekauften Sommersachen viel zu klein sind. Besonders erfolgreich waren wir nicht bzw. es erforderte einiges an Einsatz bis wir genügend zusammen hatten. 


Nachdem ich ja im 7 Monate andauernden Winter der Meinung war, nur schnell weg von hier ... könnte ich mir gerade wieder vorstellen für immer hier zu bleiben .. so schön ist es


Am Freitagabend gab es das einen Übernachtungsversuch von Tertias bester Freundin, der - wie von mir schon vermutet - um 23 Uhr abgebrochen wurde, nächstes Jahr dann vielleicht. Am Samstag dann Schwimmbad mit den Mädchen, die sich leider hauptsächlich gestritten haben, aber das ist man ja gewöhnt -  und ein gemütlicher Abend mit dem kränkelnden miomarito auf dem Balkon bei sommerlichen Nachttemperaturen. Heute dann allgemeines Genießen des Sommers:



Wasserbomben


Fahrradfahren



Abkühlen



Kräuter pflanzen


Katze ist auch dabei


Fahrrad endlich mal geputzt
(und gleich noch ein Fotoshootings mit Silencia und Fahrrad drangehängt)


Chillen, abhängen, ausruhen und mal nix tun :-)

Und jetzt freue ich mich - wenn die Kinder endlich mal in ihre Betten verschwunden sind ... - auf Rostock und Charly Hübner 

venerdì 26 maggio 2017

Vatertag

Der Vatertag ist bei uns ähnlich symbolisch aufgeladen wie der Muttertag, sprich also gar nicht. (Wobei ich neulich mit meiner Schwägerin zusammen festgestellt habe, dass uns eigentlich das Prinzip Vatertag wesentlich mehr zusagt als das des Muttertages) Seit ein paar Jahren versuchen wir allerdings am Vatertag zumindest etwas wandern zu gehen, eigentlich ist das aber eher der Ersatz für die Wanderungen am 1. Mai, an dem das Wetter aber in der Regel so schlecht ist, dass man nicht wirklich vor die Tür gehen möchte.
Tertia verkündete nun vor zwei Wochen, sie möchte, dass am Papa-Tag wieder alles so ist wie letztes Jahr, das sei so schön gewesen und ich solle einfach die gleichen Leute wieder einladen. Das haben wir nicht so ganz hinbekommen, auch waren nicht alle in der Lage wandern zu gehen, aber um halb 2 ging es dann in kleiner Gruppe, drei Erwachsene und die glücklich Tertia, los.

Miomarito hatte die Route ausgesucht, man könnte sie jetzt als ambitioniert bezeichnen (wenn ich die Strecke vorher gezeigt bekommen hätte, hätte ich vermutlich ein deutliches Veto eingelegt - und andere Schuhe angezogen ... , aber irgendwie war ich so mit den Essenvorbereitungen und den Aufräumarbeiten beschäftigt, dass das unterging), es ging im Endeffekt dann 17 km durch erst Wiesen und dann Wald. Eine Strecke, für die wir dann auch deutlich länger brauchten als veranschlagt, schließlich musste ja Tertia zum Laufen animiert bzw. dann eben auch getragen werden - was zu dritt abwechselnd dann aber doch ganz gut ging.




Eigentlich war geplant gewesen am Endpunkt - diesem Turm - noch gemütlich den dortigen Biergarten des Albvereins zu nutzen, aber da wir unseren nicht wanderlustigen Freunden bereits sagen musste, dass es statt 17 Uhr eben 19 Uhr werden würde bis wir den Grill anschmeissen können würden, gab's nur "a Schnell's" für die Herren und Zucker plus Koffein (Spezi) für die erschöpfte Tertia - und dann schnell mit dem vor Ort vorab geparkten Auto wieder zurück.


Zu Hause dann gemütliches Beisammensein mit Freunden, Gegrilltem, Salaten, Crémant und durch den Garten springenden Kinder. Bis Mitternacht. Und dann habe ich Dank der vielen Kilometern in den Beinen 10 Stunden am Stück durchgeschlafen. ich bin also gerüstet für den nächsten Punkt auf der Liste zum langen Wochenende: Kleider einkaufen mit den großen Kindern. 

lunedì 22 maggio 2017

Zeitreise

Vor ein paar Wochen fragte mich meine Mutter, ob ich am Wochenende (also dem gerade vergangenen) Lust und Zeit (und Nerven) hätte, sich mit meinen Eltern in Karlsruhe auf einer Kunsthandwerksmesse zu treffen. Dort stellt eine Schmuckdesigner aus, die schon öfter Schmuck für meine Eltern gemacht hatte, neulich auch ein paar sehr schöne Ohrringe für mich und ich sollte mir doch mal zeigen lassen, was sie sich bei einem Anhänger für mich vorstelle. Als sich dann wenige Tage später mein bester Freund aus Schulzeiten meldete und mitteilte, dass er nach fast 10 Jahre mal wieder in der alten Heimat vorbeischaue und ob ich vielleicht Lust hätte, ihn zu treffen - da war klar, ich fahre mal schnell - ohne Kinder - übers Wochenende "heem".

Samstagmorgen packte ich also meine Sachen, stieg in den Bus bzw. dann Zug, fuhr recht umständlich, weil die Strecke Tübingen - Stuttgart gesperrt war, nach Karlsruhe auf die Messe. Damit die "Zeitreise" (ich war seit 13 Jahre nich mehr ohne Kinder bei meinen Eltern - also noch nie seit es sie gibt) perfekt wurde, nahm ich mir den autobiografischen Roman So, und jetzt kommst du von Arno Frank (Spiegel, taz) mit.




Arno Frank war nämlich bei mir auf der Schule, drei Jahre über mir und ehrlich gesagt wusste ich von der ganzen Geschichte trotz engerer Kontakte ... nicht zu ihm direkt, aber zu vielen seiner Klassenkameraden und Freunde ... einfach nichts. Also fiel mir erst einmal die Kinnlade runter als ich vor einigen Woche das erste Mal davon las, dass sein Vater ein wirklich krasser Hochstapler gewesen war, der mit seiner Familie durch halbe Europa vor der Polizei geflohen war (dass die Geschichte grundsätzlich stimmt, habe ich dann schnell mal über meine Eltern und deren Freunde klären lassen ;-)). 
Ja, und da sass ich dann im Zug und versank etwas in meiner Kindheit und Schulzeit, weil der erste Teil des Buches natürlich "bei mir daheim" spielt, mein Gymnasium vorkommt, sich Lehrer identifizieren lassen und es natürlich auf Grund des fast gleichen Alters unglaublich viele Gemeinsamkeiten gibt. Noch kurioser wurde es dann als die Familie des Autors dann mit einem Haufen Geld an die Côte d'Azur durchbrennt, wo ich gefühlt jedes Ostern mit meinen Eltern war, weil dort ein Großonkel (oder so) ein Ferienhaus hatte. Die Route du Solei wie ich sie eben aus meiner Kindheit kenne, die Rastplätze, die Straßenschilder usw. 
(Nur einmal muss ich kurz stutzen, genauso wie mein einer Bruder begeistert sich der Autor für den TGV und sichtet im Vorbeifahren einen blau-silbernen. Blau-silber? Das kam mir sehr irgendwie komisch vor, das passt so gar nicht in meine Erinnerungen und - nach kurzer Rücksprache mit meinem Bruder - war auch klar, das kann nicht sein, auf diese Strecke fuhr damals nur der orangene - und die Filmfestspiele sind niemals in den Sommerferien, auch nicht in den französischen)
Im weiteren Verlauf des Buches enden dann die Gemeinsamkeiten, denn das Familienleben der Franks nimmt immer chaotischere und auch für die Kinder ersichtlich kriminellere Züge an, aber trotzdem liest sich das Buch sehr gut. Ich denke, man kann es auch Nicht-"Lautrern" empfehlen. 

In Karlsruhe dann Treffen mit meinen Eltern, Besuch der Messe, ich "bastle" mir einen Anhänger zusammen, dann geht es weiter nach Kaiserslautern und ich treffe mich am Abend mit meinem Schulfreund, der inzwischen nach Jahren in den USA mit Frau und Kindern in Australien lebt. Wir sind jeweils der einzige Kontakt des anderen aus unserer Klasse/Stufe. Wir konnten damals eher wenig mit den anderen aus unserer Klasse anfangen und die Kontakte, die wir mit den wenigen Leuten, mit denen wir was anfangen konnten, noch hatten, sind inzwischen auch nicht mehr vorhanden. Wir sitzen in einer der zwei Stammkneipen aus unserer Schulzeit, die andere gibt es nicht mehr, die, in der wir sind, hat sich Gott sei Dank NULL verändert. Wir "are catching up", erinnern uns an alte Zeit (wir waren zum Beispiel mit 16 zusammen alleine in Paris) und obwohl wir uns in den letzten 15-17 Jahren kaum mehr als drei oder vier mal gesehen haben, ist alles wie früher.



(ich vor genau 25 Jahren .... *uah*)


Wir verabreden uns für den nächsten Nachmittag, ich möchte seien Frau und die Kinder kennenlernen, praktischerweise wohnen sie diese Woche "Airbnb"-mäßig neben meinen Brüdern. Den Vormittag verbringe ich bei meinem Bruder mit Familie und arbeite mich durch mehrere Umzugskartons mit Babykleidern durch, damit wichtige Erinnerungsstück nicht weggegeben werden (ich habe unsere Kinderkleider alle an meine Nichten weitergegeben, meine Schwägerin will die Kleider, aus denen ihre Mädchen jetzt ausgewachsen sind, weiter verschenken und verkaufen und so ein paar Sachen .. an denen hängt dann doch mein Herz, vor allem weil es auch noch Sachen gibt, die ich als Kind anhatte.).
Am Nachmittag hadere ich kurz ein wenig, dass ich nicht doch versucht habe, mit meinem Bruder auf den Betze zu gehen und dem FCK beim Kampf gegen den Abstieg in die 3. Liga beizustehen (aber es ging ja auch so gut aus), treffe mich mit meinem Freund samt Familie, wünsche ihnen zum Abschied, dass sie ihr Programm (München, Paris und dann wieder zurück nach Sidney mit zwei Kindern im Alter von 2 und 4 ...) heil überstehen und schau noch mal bei meinem anderen Bruder samt Freund vorbei, die sich erst langsam von einer Hochzeit am Tag vorher erholen. KurzecAbsprache über eventuell gemeinsame Urlaubspläne im August am Lago, dann noch eine Runde gemütliches Beisammensein im Garten mit allen und schon muss ich mich beeilen, meinen Zug zu bekommen. 

Weil die Hinreise so entspannt war, meine ich noch beim Abschied zu meinen Eltern, dass ich vielleicht doch mal wieder mit den Kindern übers Wochenende komme (wovon ich nach endlosen Staus auf der A8 Abstand genommen haben, weil ich immer wieder für eine Strecke, für die man mal 2,5 Stunden gebraucht hat, 5 Stunden im Auto sass und das für nicht mal 48 Stunden Besuch einfach keinen Sinn macht). Im ersten Zug nach Mannheim nehme ich davon sofort wieder Abstand, obwohl ich noch vor den 10tausenden Fußball-Fans aus der Stadt rauskomme, ist der Zug rappelvoll, die Koffer stapeln sich, die Menschen quetschen sich in die Gänge und Zwischenräumen und haben eigentlich allen noch vorhandnen Sauerstoff aufgebraucht. 
In Mannheim dann Umstieg in den ICE, der erst einmal nicht abfährt, weil er überfüllt ist (ich denke mir, dass mein Zug davor vermutlich eigentlich auch nicht hätte fahren dürfen...), zwei vorhergehende ICEs in die gleiche Richtung haben Verspätung bzw. sind eben noch nicht angekommen, also wollen drei Zugladungen in Richtung Stuttgart. Irgendwann gebe ich auf und räume meinen Sitzplatz (!), weil ich meinen eigentlichen Anschlusszug nach Herrenberg eh nicht mehr bekommen werde und somit auch auf einen der verspäteten, aber bald eintreffenden ICEs warten kann. 
Nach Stuttgart brauchen wir dann doch überraschend lange, ich whatsappe miomarito, der mich in Herrenberg abholt, dass es noch später wird, weil ich vermutlich auch die nächste S-Bahn verpassen werde. In Stuttgart dann Aufstiegsstimmung und ich samt Koffer mittendrin, sprinte aus dem Bahnhof, runter in die S-Bahn durch eine Millionen Leute und weil - Überraschung! - in Stuttgart so viele Leute unterwegs sind, geht da eh gar nix und die S-Bahn fahren nicht mehr wirklich nach Plan. Ich bekomme also noch eine S-Bahn raus nach Herrenberg, wo mich dann miomarito und Tertia in Empfang nehmen. Das mit dem Zugfahren und Kinder am Wochenende lassen wir dann doch lieber.

So, uns jetzt wieder Gegenwart und normaler Alltag.




domenica 14 maggio 2017

Muttertag

Da ich ja so ein wahnsinnig großer Fan des Muttertages bin, habe ich heute gleich mal die Küche von oben bis unten geputzt, das Sonntagessen gekocht (eigentlich miomaritos Aufgabe) und bin dann ein wenig beim Fußball schauen verzweifelt. Freundlicherweise belästigt auch der Kindergarten einem nicht mehr mit fürchterlichen selbstgebastelten Muttertagsgeschenken, sondern es gab "für Mama und Papa" eine kleine Karte mit Foto der Tochter. Geht doch ;-)


martedì 9 maggio 2017

Gemütszustand


Man halte mich von Waffen (und Gegenständen, die ich als Waffe benutzen könnte) fern.

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lunedì 8 maggio 2017

das Wochenende

Das Wochenende war genauso voll gepackt, wie es bereits Tage vorher den Anschein hatte. Ich habe sogar vergessen, auf die alljährliche Stilwild (so eine hippe Dawanda-und-local-Messe) zu gehen, weil ich nicht mal Zeit hatte, darüber nachzudenken, wann ich denn dafür Zeit hätte.

Am Samstagvormittag kamen zwei Schwestern zu Tertia zum Spielen, ich konnte gerade noch verhindern, dass sie schon um 9 Uhr vor der Tür standen und sie auf halb 10 herunter (bzw. eher hoch) handeln. Was der Rest der Familie immer noch recht ungläubig WANN?!?! kommentierte, aber ich finde das sehr praktisch, weil diese Schwestern äußerst pflegeleicht sind und ich damit die Samstagvormittag nicht damit verbringen muss, die gelangweilte Tertia bei Laune zu handeln - während der Rest der Familie eben noch schläft (oder miomarito am Schreibtisch sitzt).

Um 13 Uhr ging es dann zusammen zum sogenannten Dorfturnier, wo diverse Dorfmannschaften gegeneinander spielen. Miomarito spielt traditionell in der Schulväter-Mannschaft mit, deren erklärtes Ziel bisher immer war, nicht letzter zu werden und sich keine größeren Verletzungen zuzuziehen. Bisher klappte immerhin letzteres ganz gut.
Allerdings stellte dieses mal die Freiwillige Feuer (rustikal, ehrgeizig) keine Mannschaft auf, dafür aber der Kindergarten - und zwar auch mit Frauen. Womit - bei allem Einsatz für Gleichberechtigung - natürlich klar war, wer letzter werden würde. Ich hatte auch dankend abgelehnt, weil ich a) kein Fußball spielen kann und b) mir die Vorstellung, mir springt da irgendein 90kg Amateur-(also Amateur im Sinne von Kreisliga) Spieler aufs Bein und ich verbringe die nächsten Wochen im Krankenhaus/an Krücken nicht so prickelnd vorkam - wobei durch den Wegfall der Freiwilligen Feuerwehr die Aggression im Spiel dieses Mal deutlich geringer war und sich tatsächlich niemand ernsthaft verletzte (im letzten Jahr ging gleich im ersten Spiel eine Achillessehne flöten).


Dorf-Bolzplatz


Das Wetter spielte so einigermaßen mit, bisweilen schien sogar mal die Sonne, erst beim letzten Spiel am späten Nachmittag setzte der Regen ein. Die Kinder sprangen fröhlich durch die Gegend, verdrückten Kuchen, Bratwürste und Steakwecken, man hatte Zeit, mit jedem ein Schwätzchen zu halten und sensationellerweise gelang des den Schulvätern tatsächlich einen unglaublichen 2. Platz zu erreichen (die letzten beiden Spiele wurden sogar recht souverän gegen Mannschaft gewonnen, deren Altersdurchschnitt vermutlich halb so hoch war wie der der Schulvätermannschaft).

Abends ging es dann nach Hause, wir hatten den Mädchen versprochen, dass sie Minions schauen dürften, eine Freundin Tertias schloss sich an und am Ende folgten dann auch noch deren Vater und ihre Brüder und wir improvisierten bei uns einen Kinoabend mit Häppchen.

Ich machte fatalerweise den Fehler, Tertia nach Ende des Film gegen 21 Uhr ins Bett zu bringen bzw. mich "kurz" zu ihr zu legen und auf Grund der Tatsache, das sich doch das ein oder andere Bier getrunken hatte, schlief ich prompt mit ihr ein. Und wacht dann nachts um 2 Uhr munter wieder auf ... und weil es ja derzeit (derzeit ... derzeit sind inzwischen Jahre .. oder so) wieder sehr viel zum Grübeln und Aufregen gibt war ich wach bis morgens um 6 Uhr ... dann noch mal 3 Stunden Schlaf ... und sehr viel Kaffee am Sonntagmorgen, um den Matschkopf vom zusammengestückelten Schlaf loszuwerden.

Für den Abend hatten wir wieder Freunde eingeladen um die französische Wahl zu verfolgen, d.h. ich hatte einer ob des Ausgang nervösen Freundin angeboten, dass wir - damit auch alles gut wird - einfach ganz abergläubisch alles wieder so machen wie beim ersten Wahldurchgang. Also gleicher Ort (also bei uns), fast die gleichen Leute usw. und dann klappt es bestimmt mit der LePen-Verhinderung.




Den restlichen Tag war ich mit Aufräumen, Putzen und dem Zaubern einer (meiner ersten) Quiche Lorraine beschäftigt. Außerdem brachte meine französische Freundin schon mal eins ihrer Kinder vorbei, damit sie in Ruhe in der Stadt wählen gehen konnte. Eigentlich waren wieder nur kleiner Umtrunk und ein paar Häppchen geplant, aber so was können wir alle irgendwie nur schlecht ;-) Also gab es drei verschiedene Quiche (passenderweise waren die Farben der einzelnen Quiche-Formen weiß, blau und rot) außerdem einen leckeren Salade niçoise,Œuf mimosa so wie Käse, eine als Pate verkleidete Leberwurst und vieles mehr. 




(die Kinder hatten sogar ganz französisch ihren eigenen separaten Tisch ;-))


Wir waren dann doch auch viele Leute, viele Kinder, viel Trubel und viel Gewusel, aber um 20 Uhr allgemeine Erleichterung: LePen verliert deutlich. 



(eher nichts sagendes Symbol-Bild)


Heute Nacht dann wieder eine Nacht des Grauens für mich, ab 2 Uhr war wieder kein Schlaf möglich, ab 5 Uhr dann noch mal stückchenweise Halbschlaf und nachdem ich die Kinder dann aus dem Haus hatte, habe ich mich angesichts es eh fürchterlichen Wetters (kein wirkliches Arbeiten möglich) und weil wir uns eigentlich heute Abend wieder mit Freunden zum Abendessen verabredet haben, einfach noch mal hingelegt und 2,5 Stunden geschlafen. Ich bin wirklich froh, dass ich das so machen kann, aber eine Dauerlösung ist das natürlich nicht und ich muss dringend wieder richtig schlafen bzw. ich denke, ich brauche eine neue Ablenk-Serie ... oder so.

venerdì 5 maggio 2017

5. Mai

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats in die Runde: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? oder kurz und einprägsam WMDEDGT?

Mitternacht miomarito und ich sitzen bei nicht nur einem Gläschen Wein im Esszimmer und überlegen uns, wie es denn jetzt so weiter geht. Anlass - ich hätte es im letzten Post nicht schreiben sollen - ein später Anruf aus der Schule .... zum ersten mal seit 3 Monaten. Ich hatte mich an die Ruhe schon viel zu gut gewöhnt ... Und auch sonst läuft es ja grad mal wieder richtig rund.

1:30 Uhr ich gehe ins Bett und miomarito verspricht, die Kinder am Morgen zu übernehmen.

6:30 Uhr der Wecker klingelt, ich schmeisse miomarito aus dem Bett und versuche mehr schlecht als recht weiter zu schlafen. Klappt nicht so wirklich, die Kirchenglocken, die Katze und eigentlich müsste ich ja dringend usw.

10 Uhr Schluss, ich stehe ziemlich zermatscht auf, Kaffee, schauen was die Agenturen treiben, Fotos werde ich heute keine machen, das Wochenende ist schon wieder komplett verplant, so dass ich heute Haushalt, Aufräumen usw. auf dem Plan stehen habe.

11 Uhr mehr Kaffee, ich muss ein paar Fotos von gestern zur Agentur hochladen (Weihnachtsbilder ... gestern geschossen .... antizyklisches Arbeiten ..)





Email an die Mütter/Eltern der anderen "Chorknaben" schreiben, wie es da so läuft, Einkaufszettel schreiben, weil wir am Sonntag mit Freunden und kulinarischem Begleitprogramm die Wahlen in Frankreich schauen wollen, morgen früh kommen zwei Freundinnen von Tertia zum Spielen vorbei, ab dem Mittag nimmt miomarito am alljährlichen Dorf-Fußball-Turnier mit der Schul-Väter-Mannschaft teil (obwohl wir dieses Jahr ausnahmsweise gar kein Kind in der Grundschule haben) und vermutlich werden wir dort den ganzen Nachmittag unterstützend jubeln und planen außerdem abends vielleicht noch einmal Freunde zu uns einzuladen.

13 Uhr Silencia hatte heute nur fünf Stunden und lungert chillt schon wieder pubertär in ihrem Bett herum, ilfiglio hat heute zu seiner Begeisterung wieder den ganzen Nachmittag Theaterproben (Halbjahres-Projekt des Hochbegabten-Zugs statt des eigentlichen Themas Mensch – Natur – Technik in Kooperation mit Uni-Forschungsinstituten, ist ja aber fast das gleiche ...) und kann deshalb auch nicht zum Segeln gehen ... Tertia müsste jeden Moment vom Kindergarten heimkommen und auf dem Herd stehen schon die bei den Kindern allseits beliebten Maultaschen (am liebsten jeden zweiten Tag ...)
Oh Überraschung, Maultaschen sind plötzliche des Teufels ... und Tertia brüllt erst einmal eine Runde, weil sie immer Maultaschen essen muss ... anschließend streiten die Mädchen sich so beim Essen, dass am Ende eine in der Küche und eine im Esszimmer isst. Ich omme derweilen ... und lade schnell noch ein paar Bilder zu Agentur Nr. 4 hoch.

14 Uhr oh wie schön, ich finde mal wieder ein gedrucktes Bild von mir in einem Magazin:



15:00 Uhr Aufgeräumt, Geschirrspülmaschine aus- und eingeräumt, Waschmaschine gefüllt, die Antwort-Email einer der anderen Chorknaben-Mütter gelesen und mich über die Schule aufgeregt, herzlich über die neuste Email unserer Vermieter gelacht, weil alles so absurd, mal sehen, wie, wann und ob überhaupt jetzt die Räumungsklage kommt. Agentur Nr. 2 gecheckt und gesehen, dass sie brav alle meine Bilder angenommen haben, Agentur 3 scheint sehr lange für die Verschlagwortung zu brauchen ... *grummel* und meine letzte Einsendung wurde wohl auch noch nicht ediert ...  
Rücksendezettel ausgedruckt ... ich bin seit Wochen und Monaten auf der Suche nach ein paar schönen Oberteilen, wurde aber nie so richtig fündig, bis mir Amazon was schönes vorschlug -  ich war sehr angetan, genau so was hast eich gesucht ... bis ich die Oberteile anhatte und sie hinten und vorne nicht passten (also sowohl zu weit als auch zu eng und überhaupt ...) ... also alles wieder zurück *heul*

15:45 Uhr OMG! Die Sonne scheint!! Schnell, schnell, meint Tertia, raus in den Garten, wer weiß, wie lange sie bleibt! Tertia beschließt, dass sie einer ihrer Freundinnen ihr Freundebuch bringen möchte und flitzt mit ihrem Roller davon, dort ist dann aber niemand zu Hause, also kommt sie wieder, überlegt, wem sie es statt dessen geben möchte und zieht zu Fuß wieder los (dieses Mal mit einem Zettel in der Hand, auf dem der Nachname des Kinder steht, weil eher viele Klingeln und komplizierter Nachname). Hach - sie wird groß ;-)

17 Uhr Silencia hat beschlossen, dass sie zum Abendessen Waffeln backen will, wir einigen uns auf drei (!!) Sorten, zwei mal salzig, ein mal süß. Die Mädchen ziehen gemeinsam los, um die fehlenden Zutaten einzukaufen. Ich sehe, dass Agentur Nr. 2 sich bei einem Bild darüber beschwert hat, dass ich vergessen habe, alle Aufschriften, Namen, Nummern usw. auf einem Boot weg zu retuschieren. Also bekomme es wieder zurück und darf dann noch mal schauen, was ich übersehen haben. Verschiebe das aber auf morgen. 

18:20 Uhr ich falle jedes Mal wieder darauf ein ... also wie toll es ist, dass die Kinder mal selbst etwa kochen/backen wollen .... allein die Definition von "selbst" ist dabei sehr interessant .... Mama, soll ich ...?! Mama, kannst du mal ...?! Mama, guck mal !! Mamaaaaaa, komm mal!! ... Ilfiglio ist inzwischen auch wieder zu Hause, d.h. er muss noch Bücher ausfahren. Ich dreh schon wieder hohl, weil ich nicht weiß, was wir mit ihm machen sollen, schultechnisch.

19:20 Uhr die Waffelteige sind fertig, Silencia backt die ersten Waffeln.

20:30 Uhr fast alle Waffeln sind weg, ich bin sehr müde und mit dem Ins-Bett-Bringen von Tertia an der Reihe ... ich vermute, es geht heute nicht mehr weiter ;-)

21 Uhr Tertia schläft, ich gehe ins Bett und schau noch etwas Mad Men bis mir die Augen zufallen.

die anderen Tagebuchblogger gibt es hier bei Frau Brüllen.

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giovedì 4 maggio 2017

Geschnipseltes

So, die zugegebenermaßen kurze Woche ist auch schon fast wieder vorbei und ich habe nicht so wirklich das Gefühl, voran gekommen zu sein, weder bei der Foto-Arbeit noch im sonstigen Alltagschaos, aber wir hangeln uns weiter durch.

Tertias Kinderhaus hat nach jahrelanger Vakanz diesem Monat wieder eine feste Leitung - und zwar in männlicher Form und in großzügig tätowiert - wie ich heute feststellen durfte :-) Dass es einen Leiter geben wird, wusste ich schon länger, d.h. "wir" haben jetzt an manchen Tage sogar zwei Männer für die Kinder. Und neulich ist mir aufgefallen, dass unser Kinderhaus - diversitytechnisch - auch sonst nicht schlecht dastehen, weil über die Hälfte der Erzieherinnen irgendeinen Migrationshintergrund haben, inklusive unserer vor 3 Jahren geflohenen syrischen FSJlerin. Geht also auch auf dem Mini-Dorf ;-)

Gestern war im Nachbardorf Sperrmüll, d.h. vermutlich eher heute morgen und weil Tertia gestern nach dem Kindergarten bei ihrer Freundin im Nachbardorf war und dort die beiden dann zusammen mit dem großem Bruder der Freundin plus weiterem Freund fast das ganze Dorf nach Schätzen abgesucht haben ... haben wir jetzt ganz viele tolle Sachen hier rumfliegen ... wie gut, dass Tertia auch einen ganz, ganz tollen Koffer für sich gefunden hat, in den kann man dann das ganze Zeugs reinpacken ... (und wie gut, dass bei uns der Sperrmüll zwei Wochen kommt ... und wie gut, dass ich dann kategorisch alle weiten Schatzsuchen unterbinden werde)

Ilfiglio wächst und isst und wächst und isst und ist jetzt bestimmt schon größer als ich (und krächzt seit neustem heftigst - muss ich mich noch daran gewöhnen). Schule hat sich verhaltenstechnisch deutlich entspannt, angeblich ist sein Klassenlehrer auch der Meinung, dass er die Klasse noch schaffen wird - was ich rechnerisch jetzt höchst interessant finde, weil ... ich seh das nicht so wirklich ... aber lassen wir uns mal überraschen - und suchen auch weiter noch nach Ersatzschulen. Meine Hoffnung, dass bei Silencia die Schule ein Kinderspiel wird erfüllt sich nicht so ganz, kein Vergleich zu ilfiglio, aber *uuuh* lernen ... nö ... doof ... keine Lust ... morgen vielleicht ... ist eh scheisse ... kein Bock usw. Ich habe beschlossen, dass die Herrschaft jetzt einfach beide mal sehen sollen, wie sie das auf die Reihe bekommen, denn ich sehe nicht ein, dass ich den halben Tag mit Gebrüll, Geschrei (die Kinder) und Bestrafung (ich) verbringen muss, damit mal irgendjemand auch nur einen Strich für die Schule tut - und setze meine Hoffnungen in Tertia ...

Wir wissen ja immer noch nicht, wo und wie es im Herbst weiter geht, aber nachdem jetzt die ganzen Anmeldezettel für die Zeltlager in den Sommerferien eintrudeln und die großen Kinder unbedingt dahin wollen, werden wir sie wohl demnächst einfach anmelden und darauf vertrauen, dass das schon irgendwie hinhaut (wie alles andere auch) - und wir nicht spontan in ein (Bundes)Land umziehen müssen, wo schon längst wieder Schule ist ...

(Ansonsten auch noch schön: wir warten auf die Räumungsklage, die jetzt dann kommen müsste - oder auch nicht (wie vor 2 Jahren), es bleibt spannend)

Apropos Urlaub und Ferien, miomarito und mir ist das fast unmöglich erscheinende gelungen und wir haben für die zweite Woche Pfingstferien alle Kinder auf unsere Eltern aufgeteilt bekommen und fahren ALLEINE für FÜNF TAGE an den Lago. Hammer! ;-) (ich freu mich so, ich freu mich so, ich freu mich so)

lunedì 1 maggio 2017

1. Mai Piep

Hier mal wieder ein Piep von mir, irgendwie rast die Zeit einfach nur vorbei ... letzte Woche war ich immer noch nicht so richtig fit, die Seuche vom Lago habe ich irgendwie ordentlich verschleppt ... das letzte Wochenende war dann auch etwas übertrieben gestaltet worden (Mädchen bei meinen Eltern, Ausgehen und Freunde zu Besuch), Sonntag dann alle wieder da und gemeinsam mit Freunden und guten Pariser Mitbringseln die Wahlen in Frankreich geschaut ... und der Alltag hilft beim Auskurieren natürlich auch nicht.

Aber jetzt, langes Wochenende, miomarito war mit den Mädchen von Samstag auf Sonntag bei seinen Eltern. Ilfiglio, der gestern Ansegeln mit zwei Regatten hatte, blieb zusammen mit mir zu Hause. Ich habe mich ausgeruht, versucht, den Haushalt wieder etwas besser in den Griff zu bekommen und war abends gemütlich mit Freunden unterwegs.


*hach*



Gestern dann großes Maibaum-Dorf-Event bei dem der Kindergarten wie immer einen Tanz aufführte und Tertia war im Vorfeld schon sehr aufgeregt und stellte eine Schneiderin da - es wurde zu "Wer will fleißige Handwerker sehn" getanzt.



Mai-Feier-Vorbereitungen


;-)


In den letzten Jahren fiel das Aufstellen des Maibaums eigentlich immer ins Wasser, vor drei Jahren wurde sogar die ganze Veranstaltung abgesagt, jedenfalls stand man immer frierend und bange Blicke zum Himmel werfen herum. Gestern dann endlich mal strahlender Sonnenschein und die Hoffnung dass man sich nicht sofort bibbernd im Mini-Zelt verkriechen und der Wunsch nach einem Glühweinstand aufkommen würde.


Maibaum steht

So wurde es dann zwar auch schneller ziemlich kalt, aber wir blieben mit Freunden und den kleinen Kinder um uns herumspringend noch länger sitzen, Silencia verschwand mit ihren Dorf-Freunden in die Hexennacht (Deadline war Mitternacht und ich mit ja deutlicher Großstadtsehnsucht musste mich plötzlich fragen, ob der Dorfleben nicht doch hin und wieder eindeutige Vorteile bietet), ilfiglio hingegen blieb zu Hause, weil eh Kinderkram und lächerlich. 

So und heute ist das Wetter wieder fürchterlich, hier muss aber für die Schule gelernt und gearbeitet (miomarito) werden, so dass das schon irgendwie passt - nichtsdestotrotz wäre so langsam mal etwas wärmeres und schöneres Wetter angesagt ... das nächste Dorf-Event (Dorf-Fußballturnier) steht kommendes Wochenende an ... und überhaupt. 

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