giovedì 20 aprile 2017

Lago-Tage Teil 2

Am Montagmorgen stand miomarito früh auf, um sich wieder an seine Bewerbung zu setzten, der Rest der Familie schlief sich aus. Ilfiglio, der schon den ganzen Sonntag genervt hatte, wann wir denn jetzt endlich Segeln gingen (wir erinnern uns daran, dass er im letzten Sommer noch ständig über unser neues Boot spottete und meinte, das sei so peinlich, da setze er keinen Fuß drauf ...) und gestern ein heute nicht nicht akzeptieren konnte, lief schon wieder zu Hochtouren auf und irgendwann gab miomarito genervt auf und fuhr mit ihm zum Segelklub. Ich blieb mit den Mädchen oben im Haus, weil ich miomarito nicht noch mehr ungeduldige Zuschauer zumuten wollte - und weil die Mädchen eh meinten, das sei ja eher langweilig ... zu zu schauen, wie die das Boot vorbereiten würden.

Gegen Mittag erreichte mich einen SMS von miomarito, ob ich den Schlüssel fürs Boot mitbringen könne und auf meine Frage, ob wir denn jetzt runter kommen sollten - keine Antwort ... dafür fuhren 40 min später miomarito und ilfilgio in klatschnass vor ... ohne jetzt auf die Einzelheiten einzugehen (und die gegenseitigen Schuldzuweisungen) das Mini-Boot war gekippt, alle beide landeten im Wasser (samt Rucksack mit Autoschlüssel, Handys usw.), ilfiglios Brille ging unter (und gesellt sich damit zu meiner vor Jahren an fast gleicher Stelle versenkter Sonnenbrille) und die beiden hatte ordentlich zu tun, das Mini-Boot wieder umzudrehen und an Land zu kommen. Aber das wichtigste: niemand vom Club hatte es gehen ;-) (wir gehen davon aus, dass die uns eh ... allen voran das Faktotum des Clubs ... für völlig bescheuert und unfähig halten ... warum wohl ...)



Am späteren Nachmittag ging es wieder runter, allerdings war das Wetter nicht so wirklich toll und der Motor unseres Segelboote funktionierte plötzlich auch nicht mehr, so dass an irgendwo anlegen und Mädchen einsammeln auch nicht so wirklich zu denken war. Also Segeln erst mal verschoben - wir fuhren stattdessen nach Malcesine, um diverse Schlüssel für Boot usw. nachmachen zu lassen (etwas, was man im Sommer tunlichst vermeiden sollte, wenn sich die die Touristenmassen durch die Gassen schieben). Für die Kinder gibt es Eis und für uns einen Weißwein - das machen wir sonst im Segelclub, aber ... wir erinnern uns ... der ist heute eher zu.

Am Dienstag ging es für mich und die Mädchen zu Fuß (bzw. für Silencia, die ja nicht mehr hasst als Laufen, mit dem Rad) nach Castelletto auf den Markt. Da ist man gemütlich eine Stunde unterwegs, läuft immer schön am Strand entlang und wenn ich verspreche, dass am Ende jeder ein Eis bekommt, dann klappt das auch relativ gut ohne Gemotze - im Sommer ist das die bisher einzige Alternative dazu, ewig mit dem Auto im Markt-Stau zu stehen und dann auch keinen Parkplatz zu bekommen. Aber wir haben eine Plan - dazu später mehr ;-)


Mal kein Gestreite und Gezanke sondern schwesterliche Zusammenarbeit


Am Markt ist überraschenderweise kaum etwas los, man hätte vermutlich auch direkt am Markt parken können, ich ziehe eine Nummer am Käse-Stand und werde gleich als nächstes aufgerufen - das hatten wir noch NIE.


Am Käse-Stand gibt es den besten Käse (der Welt - also aus der Gardasee-Region), ich kaufe immer sehr große Mengen ein, denke immer erst, dass das Geld bestimmt nicht reicht und dann, wenn ich die zu zahlende Summe genannt bekomme, dass sie bestimmt aus Versehen die Hälfte des Käse jemanden anders auf die Rechnung gesetzt haben - und freue mich dann nach einem Kontrollblick auf den scontrino unendlich, dass man da so viel guten Käse für so wenig Geld bekommt.




Und weil wir bei der Freundin von miomaritos Tante etwas sehr seltsames serviert bekamen (bzw. ich just eine Woche vorher darüber etwas in einem Food-Blog gelesen hatte) kaufe ich dieses komische grüne Zeugs (und bekannteres) am Gemüsestand. Es handelt sich dabei um agretti (auch barba di frate genannt), ich fand, dass sie etwas wie Algen schmecken, bei meiner folgenden Internet-Recherche stellte sich dann heraus, dass es sich dabei um ein Gewächs aus der Gattung der Salzkräuter handelt - was den salzigen Geschmack erklärt, ansonsten aber eher so was wie Spinat ist, also vom sonstigen Geschmack und von der Zubereitung her. 

So, und aber zu unserem genialen Marktplan: 


Hier sieht man rechts so ein bisschen den Markt, in der Mitte den Steg, an dem man mit dem Boot parken kann. Ja, Parken. Es gibt ja hier nur ganz kleine Mini-Häfen, wo kein Platz für Gastboote ist, aber hier kann man eben anlegen und einen PARKSCHEIN ziehen:


Das finde ich so abgefahren, dass wir das unbedingt machen müssen. Außerdem umgeht man so im Sommer den ganzen Verkehr bzw. die Lauferei - wobei miomarito meinte, das sein wegen des Windes vermutlich nicht ganz so einfach ... 

Als wir uns auf dem Heimweg machen, kommen uns miomarito und ilfiglio mit dem Auto entgegen, nehmen die Mädchen mit, während ich mit dem Rad heimfahre. Nachmittags geht es noch mal nach Malcesine - bevor es über Ostern dann voll wird -  miomarito kauft sich Schuhe, außerdem treffen wir jemandem vom Segelclub, der miomarito für den nächsten Tag zwei Stunden lang einen Segellehrer organisiert, damit er sein Segelkönnen wieder etwas auffrischen kann.


So schön




Den nächsten Tag verbrachte miomarito hauptsächlich mit Bewerbung schreiben, ich las ein bisschen (dazu in einem gesonderten Post noch mehr), wusch Wäsche usw, die Kinder lagen in ihren Betten und benutzen ausgiebig das hauseigene WLan. 



Miomarito und ilfiglio verschwanden dann am späten Nachmittag zum Segeln mit Segellehrer, Tertia und ich  (Silencia blieb lieber motzig zu Hause ...) spazierten etwas später gemütlich zum Segelclub, der heute - Mittwoch - geöffnet war - daher ein Wein für mich, ein Eis für Tertia - und ein Foto, damit man sieht, wie glamourös das Ganze ist ;-)




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