sabato 3 dicembre 2016

Erste Wahl



Frei nach dem Motto, es gibt nichts, was besser ablenkt als ein anständiger Schildwall, habe ich mir The last Kingdom als erste Serie auf Netflix ausgesucht. Eigentlich wollte ich ja was leichtes, helles, fröhliches ... aber ich konnte anständigem historischen Schlachtgetümmel ja noch nie widerstehen. 

Interessant ist, dass es sich bei THE LAST KINGDOM um die Verfilmung (durch BBC America, ab der nächsten Staffel ist auch Netflix selbst mit dabei) einer Reihe meines Lieblingsautoren in Sachen frühe englische Geschichte geht; die Uhtred-Saga von Bernard Cornwell (hier habe ich schon mal etwas darüber geschrieben). Eigentlich - ich motze ja gerne - wäre es mir lieber gewesen, sie hätten die noch bessere und absolut empfehlenswerte, wunderbare Artus-Trilogie von ihm verfilmt, aber gut, ich nehme auch Uhtred ;-)
Die Bücher sind sehr schlachtenlastig und so weit ich mich jetzt ernsthaft zurückerinnern kann, spielen Frauen eigentlich kaum eine Rolle (was für die dargestellte Zeit und das Thema jetzt keine so große Überraschung ist - anders ist das logischerweise bei Artus), allerdings haben die Macher der Serien für das Fernsehpublikum aus einer im Buch nur am Rande auftauchenden weiblichen Person eine wichtige und auch überzeugende Hauptperson gemacht (jedenfalls bis jetzt) - so was gelingt ja auch nicht immer.
Um nicht zu viel zu verraten gibt es jetzt keine großen Angaben zum Inhalt, ich weiß auch nicht, wie sehr sich die Serie im weiteren Verlauf an die Bücher hält; die Bücher sind sehr ausführlich, Cronwell ist ein ausgezeichneter Kenner der Zeit des 9. Jahrhunderts und liebt eben die bereits erwähnten Schlachtenschilderungen, aber im Prinzip geht es auf der einen Seite um die persönliche Geschichte Uhtreds, der Angelsache ist, aber teilweise bei den Dänen im Danelag aufgewachsen ist, und der seinen Familienbesitz wieder erobern möchte und zum anderen um .. sagen wir einmal ... die Entstehung Englands.

Bis jetzt (4. Folge) finde ich die Umsetzung in der Serien gelungen, schön gefilmt, die Schauspieler sind auch gut, Uhtred ist mir ein wenig zu zart geraten, er erinnert aber machmal an John Snow, aber okay, einziger Kritikpunkt die Dänen und die Angelsachsen sprechen genau die selbe Sprache, sprich das selbe Englisch, was dann doch irgendwie dazu führt, dass man vergisst, dass hier doch zwei sehr unterschiedliche, wenn auch germanische Kulturen aufeinander treffen. Und man sich ja auch hätte überlegen können, das irgendwie anders zu gestalten. Aber trotzdem gute Serie, bisher gibt es nur die erste Staffel, die zweite soll Ende des Jahres kommen. Stoff für weiter Staffeln gibt es auch zu genüge, im April wurde der 10. Band der Uhtred-Reihe veröffentlicht, ein Band immer so 500 Seiten plus, da gibt es noch viel zu erzählen.

(wie immer schaue ich auf Englisch, die deutsche Synchronisation habe ich mir gar nicht angehört ... das Englisch ist aber gleich gut verständlich, kein Vergleich zu den Vikings, wo man sich meiner Meinung nach eher länger einhören muss).

P.S.: Vielen Dank für all die Tipps und gedrückten Daumen. Die Tipps sind alle in meiner watchlist, ich werde sicher berichten und die gedrückten Daumen helfen uns hoffentlich durch die nächsten Monate .. und Jahre .. oder so.

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