giovedì 10 novembre 2016

Nashville

Passend zur weltpolitischen Lage - und zum Wetter - hat mich eine fiese Erkältung erwischt und ich habe die letzten zwei Vormittage im Bett verbracht, serienschauend. Ich dachte, ich schau' was ganz anderes und begebe mich in einen flyover state, nämlich Tennessee - und zwar nach Nashville ... Countrymusic *Yee-haw*



[Ich bin ja hauptsächlich Ostküsten und Chicago geprägt, ein bisschen war ich auch in LA, meine  Familie drüben ist jüdisches New York und weitere Ostküste, meine jeweiligen Freunde waren Boston bzw. Chicago, also alles sehr, sehr weit weg von Südstaaten und Cowboys - nicht mal mit den Fingerspitzen würde ich sagen]

Aber zurück zum Film bzw. der Serie, ich finde die wirklich gut, man muss natürlich Countrymusic ertragen können, mir gelingt das auch nur teilweise, es gibt Lieder, die mir wirklich gut gefallen (oder das) andere sind wirklich nicht mehr nur grenzwertig - und es gibt sehr viel Musik in dieser Serie, da sich alles um das Countrymusic-Business dreht. Aber ich finde die Charaktere wirklich interessant, durchaus vielschichtig, alle haben ihre eigenen Geschichte, keiner ist eindeutig gut (oder eindeutig "böse"), jeder macht Fehler, Gutgemeintes hat oft fatale Auswirkungen, manchmal fehlen die Worte, machmal ist jedes Wort zu viel usw. -  und den Trick, zwei Hauptdarstellerinnen aus quasi zwei Generationen zu haben, hilft bestimmt auch. Gerade als 40something steht einem Connie Britton als Rayna Jaymes vermutlich nahe, seit mehreren Jahrzehnten erfolgreiche Country-Sängerin, deren letzte Platte nicht mehr ganz so gut läuft und die jetzt mit einer jüngeren, sehr ehrgeizigen Sängerin (Juliette Barnes als Hayden Panettiere) zusammen auf Tour gehen soll und die sich außerdem um ihre angeknackste Ehe und ihre zwei Töchter kümmern muss, ihre große Ex-Liebe oder doch nicht Ex-Liebe und ihren herrischen Vater. Das Drehbuch stammt von Callie Khouri, die auch das Drehbuch für Thelma & Louise geschrieben hat (und dafür einen Oscar bekam) und das garantiert, dass hier der Bechtel-Test durchgehend bestanden wird. Es geht allerdings nicht um große Gesellschaftskritik, sondern um die klassischen großen Themen wie Liebe, Erfolg, Macht und Loyalitäten, aber das ist so gut gemacht, dass zumindest ich die erste Staffel jetzt fast schon durch habe - und es gibt noch drei weitere (Staffel 1, 2 und drei gibt es derzeit auf amazon prime, auf netflix gibt es wohl auch ... und ja, die erste Staffel ist von 2013, aber ich hinke eben etwas hinterher ...)

Hier noch der Hinweis auf zwei Kritiken aus dem Spiegel und der FAZ.

P.S.: Und wenn kann, natürlich UNBEDINGT auf Englisch schauen (auf amazon gibt es allerdings keine Untertitel, man muss sich etwas reinhören, jedenfalls wenn man wie ich eben keine Südstaaten-Erfahrung hat, aber es ist dann schnell zu verstehen)

7 commenti:

stadtfrau ha detto...

Bin schon ewig Nashville-Fan, bin der Serie von Anfang an verfallen! :) Ja, ein bisschen Seifenoper, aber man kann so schön mitleiden und mitfiebern - und ich hab mir damals sogar den Soundtrack der ersten Staffel gekauft... :D Muss gleich schauen, ob es eigentlich schon eine neue Staffel gibt! Aber ein bisschen überrascht bin ich jetzt schon - du und Nashville?! ;) :P

IO ha detto...

Na ja, für gut gemachte Unterhaltung bin ich schon haben, mal schauen, wie viele Staffeln ich es toll finde, bei Downton Abby ging das ja nicht so ewig lange gut. Man bzw. frau ;-) muss aber auch sagen, dass die Besetzung ähnlich gelungen wie bei Thelma und Louise ist ;-) - das macht natürlich doppelt Spaß.

Gabi ha detto...

Da ich meine Englischkenntnisse wieder auf Vordermann bringen möchte, bin ich auf der Suche nach Filmen im OT allerdings MIT Untertitel... hast du eine Idee, wo ich das finden kann?

IO ha detto...

hm, ich schau halt viel auf amazon prime, da gibt es in vielen Fällen Untertitel, aber eben nicht immer - ich weiß ja nicht, ob du einen streaming Dienst hast? Ansonsten DVDs. Da gibt es ja in der Regel die Möglichkeit, sich das ganze auf Englisch mit Untertiteln anzuschauen. Ich finde gerade Serien gut, um Englisch "zu lernen", weil das dann über die ganze Staffel hinweg die gleiche "Sprache" (soziales Umfeld bleibt gleich, Dialekt bleibt gleich, Themen bleiben ungefähr gleich, Sprachniveau bleibt gleich) ist - um man sich gut einhören kann - bei Filmen ist das oft komplizierter, bzw. wenn man dann endlich in Slang, Vokabular usw. drin ist, ist der Film schon wieder rum.

Gabi ha detto...

Welche Serie hat bei amazon.prime Untertitel?

IO ha detto...

Ohje, das muss man jeweils nachschauen ..Mr. Robot hat Untertitel in Deutsch und in Englisch ... Transparent ebenso, Elementry, Mozart in the Jungle auch, bei Downton Abby bin ich mir nicht sicher, oft ist es auch so, dass es die Serie auf Englisch gibt, Untertitel aber nur auf deutsch. Muss man einfach schauen.

marco ha detto...

Bei Netflix kann man aller Serien und Filme OmdU schauen.