domenica 23 ottobre 2016

einmal München und zurück

Am Freitagmorgen ging es also los, und 8:18 Uhr ging mein Bus in die Stadt - ein Nachteil, wenn man nicht mit der Bahn fährt ist natürlich, dass man für den Bus in die Stadt zahlen muss, von dort ging es dann erstmalig mit dem Fernbus weiter.




Und was soll ich sagen, ich war BEGEISTERT. Ich habe 3,5 Stunden in einem wohl temperierten Bus gesessen, die ganze Zeit in RUHE mein Buch gelesen, alle Mitfahrer waren ruhig, haben Filme geschaut, gelesen oder einfach geschlafen.



Ich glaube, das waren mit Abstand die entspanntesten 3,5 Reise-Stunden ever - vor allem eben auch nicht der ständige Blick auf das Handy, ob wir noch in der Zeit sind und der Anschlusszug noch zu erreichen ist und mit welchem Ersatz man dann hoffentlich noch so einigermaßen rechtzeitig ankommen würde.

In München angekommen habe ich mich dann aber auf dem Weg zum eigentlich direkt neben der Busstation legenden Bahnhof etwas verlaufen ... bei der Rückfahrt ging das dann aber schon besser ;-). Aber die mit dem Zug angereiste Frau Kollegin war so nett und wartete geduldig auf mich.

Unser Aufenthalt in München war dieses Mal sehr durchgetaktet, da wir uns für den Nachmittag ja noch für einen Workshop bei der Agentur angemeldet hatte, also Gepäck einschließen, ganz kurzer Schlenker in die Fußgängerzone (und ganz schneller Schuh-Schnäppchen-Kauf *hüstel*), dann schnell etwas Essen - Grundlagen schaffen und wir waren uns ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher, ob wir das mit dem angekündigten Koreanischen Buffett am Abend so eine super Idee fanden. Und weiter zur Agentur.

Dann der Workshop, der keiner war, sondern eher zwei Vorträge. Aber man traf eben schon mal die ganze Crew der Agentur, die ersten bekannten Fotografen-Gesichter, neue Gesichter und überhaupt, war's mal nett, in den heiligen Hallen der Agentur selbst zu sein.

Anschließend wieder zurück zum Bahnhof, Koffer holen, schnell nochmal was Essen (Koreanisches Buffett, ich weiß nicht mal, was das sein könnte ...) , zum Hotel, eingescheckt hatte ich ja schon vorher online


Hotelzimmerwand - interessant wäre wohl was passende Wort ...



hübsch machen und dann zur Party Location um die Ecke - wobei die nicht so ganz um die Ecke war bzw. um sehr dunkle Ecken, so dass wir stark hofften, dass vielleicht noch jemand anderes, männliches ein Zimmer dort haben würde, weil nachts den Heimweg so ganz alleine zu zweit antreten ... nun ja, es würde sich was ergeben.

Die Party war das sehr schön, das koreanische Essen übrigens sehr lecker, die Leute wie immer sehr entspannt und lustig, alte Bekannte getroffen, neue kennengelernt, wieder einmal festgestellt wie klein die Welt ist. Letztes Jahr hatte ich ja festgestellt, dass die einzigen zwei Menschen, die ich aus Peru kenne - einer ein Freund aus dem Studium, der andere eben Fotograf bei meiner Agentur - zusammen in der selben Schulklasse waren, dann dass die Nichte eines der besten Reisefotografen Deutschlands (der auch bei mir in der Agentur ist) seit vielen Jahren die Freundin meines Cousin ist und dieses Mal kam eine Agentur-Mitarbeiterin gleich auf mich zugestürmt und meinte, sie müsse mir ihren Mann vorstellen, der sitze nämlich auf der Arbeit mit einem meiner Studienfreunde und Kollegen aus Hiwi-Zeiten zusammen in einem Zimmer - was natürlich auch wieder völlig abgefahren ist (was ich dann noch vergessen habe nachzufragen, war ob die Frau von der Qualitätskontrolle und im eigentlichen Beruf Cutterin bei Film und Fernsehen nicht vielleicht den Schwager von Frau Brüllen kennt - was auch wieder witzig wäre, denn der Hübsche hat mir ja damals geraten, mich mit meinen Fotos mal bei Getty zu bewerben und so gesehen meine Fotografen-Karriere ins Rollen gebracht - hol ich aber nach)


(hätte man mir jetzt auch als japanisch verkaufen können)



Begrüßungsprosecco

Außerdem hatte die Agentur eigenes Bier brauen lassen, spaßeshalber benannt nach dem Chefs - Sachen gibt's in der Großstadt (wobei München ... ;-)).

Gegen halb 3 sind wir dann nicht mehr so ganz nüchtern mit männlichem Geleitschutz wieder zurück ins Hotel und ... das nächste Mal werden wir uns eine andere Unterkunft  suchen ... der Lärm, den die anderen Hotelbewohner veranstaltetet waren unglaublich, die Wände so dünn, dass kurz nach 8 Uhr nicht mehr wirklich an schlafen zu denken war. Und das, nachdem wir so froh waren, dass dieses mal nicht wie sonst immer einen vormittägliche Stadtführung auf dem Plan stand, sondern ein gemeinsames Mittagessen um 12 Uhr - aber mit ausschlafen war leider so gar nix - und das obwohl wir ein Zimmer ganz am Ende des Gangs hatten (Es handelte sich wohl in der Überzahl um junge Fußballfans (Bayern München und Mönchengladbach) die zum Spiel nach München gekommen waren und die es zum Beispiel auch super witzig fanden, immer alle Knöpfe im Aufzug (8 Stockwerke) zudrücken *muahaha*)) - da nächste Mal nehmen wir etwas höherpreisiges ...)

Super leckeres Mittagessen dann hier in Neuhausen - kann ich wirklich empfehlen, auch wenn die Foodbilder auf der Seite gräßlich sind  - die Mittagessen mit dem verkaterten Rest der Agentur sind immer sehr nett und informativ, so auch dieses Mal, mein Bus fuhr erst um 16 Uhr, so das man es wirklich gemütlich angehen lassen konnte.


Die Rückfahrt war ebenfalls wieder unglaublich entspannt und ruhig, diese Mal habe ich einfach auf dem Handy Zeitungen gelesen und später dann Mr. Robot angefangen zu schauen - Gott sei Dank doch noch zu Hause runterladen, denn hinter Augsburg war die A8 komplett gesperrt und unsere wirklich witzigen schwäbischen Busfahrer beschlossen, nicht wie von der Berliner Zentrale vorgegeben auf der gesperrten A8 zu bleiben, sondern uns über diverse Landstraßen an Stau und Sperrung vorbeizufahren - mir machet des jetzt so wie mir uns des denket (oder so ähnlich) - und irgendwie lief das da mit dem Bus eigenen WLan nicht mehr durchgehend so super - aber die Landschaft :-)





In Tübingen angekommen hatten wir dann zwar 20 min Stunde Verspätung, aber da ich ja keine Anschlusszüge usw. erreichen musste, war das ja auch völlig egal (mein Mantra in Sachen Bahn ist ja schon immer, dass die ihre Verbindungen nicht so knapp kalkulieren sollen, denn mir ist es ehrlich gesagt egal, ob ich nach München 3 oder 3,5 Stunden brauche, Hauptsache, ich stehe nicht wieder eine Stunde oder mehr irgendwo auf einem zugigen Bahnhof herum, weil der Anschlusszug weg ist) und dann ging es nach Hause, die Kinder gedrückt (naja, Tertia, die Großen lassen sich ja nicht mehr so richtig drücken ;-)), schnell miomaritos Spätzle, Linsen und Wurst gegessen und ins Bett gefallen.

Schön war's :-)

2 commenti:

Anonimo ha detto...

Sehr interessant geschrieben! Und das Buch habe ich mir auch mal vermerkt!
Grüße Yvonne (ich lese schon lange mit)

IO ha detto...

@Yvonne: Danke :-)
Das Buch ist übrigens auch eine Wie klein doch die Welt ist-Geschichte (oder wie lang ich auf dem Schlauch stehen kann). Ich wollte das Buch nämlich schon 2012 lesen, bin aber dank schlafloser Tertia nie dazugekommen. Vor zwei Wochen ist mir dann aufgegangen, dass das Buch die Mutter von ilfiglios Freund geschrieben hat ... (einzige Entschuldigung, er kam erst letztes Jahr in die Klasse, aber trotzdem ...) ich dachte einfach, das sei halt hier ein sehr üblicher Nachname ...