lunedì 22 agosto 2016

Ferien - Teil 1 - Der Schlüssel

Bei dieser Urlaubsvorbereitung (siehe hier) konnte ja nichts mehr schief gehen, alles bereits am Vortag gepackt, humane Abfahrtszeit, für lange Stauzeiten gerüstet und eh .. die Kinder werden ja immer größer und alles ist viel einfacher als früher.

Als erstes mussten wir um 11 Uhr die zeltlagernde Silencia bei Leonberg einsammeln, dort sollten wir (weil eh das ganze Dorf vor Ort) auch unsere Katzen- und Haushüterin treffen, ihr unseren Haus- und Wohnungsschlüssel übereichen und uns dann auf in den sonnigen Süden machen. Alle sassen also am Samstagmorgen um kurz nach 10 Uhr brav und pünktlich im Auto, ich schloss noch unsere Wohnung ab, setzte mich ans Steuer und wir fuhren also erst einmal Richtung Norden, die hoffentlich sehr müde Tochter abholen. 


Zeltlager

Im Zeltlager gibt es dann immer eine kleine Zusammenfassung (die diesmal freundlicherweise eher kurz ausfiel), man sammelt das ganze Zeugs der Kinder ein, hält Schwätzchen mit den anderen Eltern, fragt die müden Kinder, wie es denn so war (toll!) und nach dem gemeinsamen Luftballon-Start mussten wir nur noch den Schlüssel übergeben ... der ... hm ... wohl noch im Auto war ... nein, also hat du den? Wo hab ich den denn hin? Ich bin doch nur ins Auto ein - und dann wieder ausgestiegen ...?! Ganz sicher, dass du den nicht hast? Ach, der fliegt bestimmt im Handschuhfach rum - kurz gesagt, der Schlüssel war weg. Spurlos verschwunden. Unauffindbar (und das sind große alte Schlüssel, also nix zum in die Hosentasche stecken). Wir stellen das Auto, so weit man eins für 2 Wochen und 5 Leute bepacktes Auto auf den Kopf stellen kann, auf den Kopf - der Schlüssel war weg! 
Das wäre jetzt nicht ganz so ein Drama gewesen, wenn es nicht derzeit unser einziger Schlüssel gewesen wäre (man kann bei uns die Haustüre nicht zuziehen, die Wohnungstür ebenso wenig und eigentlich ist auch immer jemand zu Hause, so dass die Schlüssel bei uns eine sehr untergeordnete Rolle spielen, aber wenn man für 2 Wochen in Urlaub fährt - und dazu Vermieter hat, die dann gerne mal durch die Wohnung wandern - möchte man doch gerne abschliessen (das System ist auch extra-kompliziert, ich werde im weiter Verlauf nicht explizit darauf eingehen, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften) und eigentlich sollte ja auch die Katze gefüttert werden - und wie kommen wir jetzt (oder am Ende der Urlaubs) eigentlich wieder in unsere Wohnung ... und wo ist dieser verdammte Schlüssel!!

Mir war klar, die einzige Möglichkeit, dass ich diesen Schlüssel hätte verlieren können, war direkt in unserem Hof beim Einsteigen ins Auto. Also alle wieder ins Auto und zurück nach Hause ... Stimmung bombig. Dort alles abgesucht, Auto noch mal durchsucht. NICHTS. Alternative Fütterungssysteme für die Katze ausgedacht, miomarito hatte zunächst gedacht, er können nach dem Entfernen des ersten Sicherungssystems (da hatten wir einen zweiten Schlüssel) die Wohnungstür recht zügig aufbekommen... - dem war aber nicht so. Diverse Fahrten zum Schlüsseldienst, um uns Schlüssel auszuleihen (wenn sie jetzt ein modernes Sicherheit-Schlüssel-System ihr Eigen nennen, dann mag sich das jetzt sehr dubios anhören, aber wie leben hier noch im 19. Schlüssel-Jahrhundert oder noch früher). Irgendwann hatten wir tatsächlich die Tür auf, aber es war klar, das können wir unserer Haus- und Katzensitterin nicht zumuten (also das recht komplizierte Öffnen der Tür), also wird vor der wieder von uns verschlossenen Wohnungstüre gefüttert bzw. ich habe in der Küche zahlreiche Wasser- und Futternäpfe aufgestellt (unsere Katze überfrisst sich nicht, kann sich eigentlich auch selbst ernähren und isst von uns eh nur Trockenfutter - falls Sie sich fragen), der Sitterin gesagt, sie solle keine Panik bekommen, wenn die Vor-der-Tür-Schüssel nicht so wirklich angerührt werden, habe ihr eben keinen Schlüssel überreicht und dann ging es weit nach 15 Uhr endlich los ...

Da man ja immer schauen sollte, dass man die Dinge positiv sieht ... wir hatten absolut kein Verkehr. Der ADAC hatte zwar vor einem Mega-Stau-Wochenende gewarnt, hatte geraten, am besten gleich komplett zu Hause zu bleiben und Fahrten über die Alpen auf am besten Dienstag zu verschieben, aber wir hatten eine reine Fahrtzeit von nur etwas mehr als 6 Stunden. 


irgendwo hinterm Fernpass
(sieht nach mehr Verkehr aus als es tatsächlich war)

Weil die Vorstellung abends um 22 Uhr noch Abendessen in der Wohnung am Lago zu kochen nach so einem Tag irgendwie nicht so prickelnd klang, einigten wir uns ziemlich schnell darauf, wie schon einmal hier (bei Klausen in der Nähe) einen Halt zum Pizza-Abendessen zu machen. Schloß Friedburg kann ich nur jedem empfehlen, gute Pizza zu gutem Preis, sehr kinderfreundlich und sowohl im Garten (sehr schön) als auch drinnen (sehr gemütlich) sehr nett.

Und irgendwann kurz nach 23 Uhr waren wir dann endlich am Lago. Endlich Urlaub ... oder so.



3 commenti:

Karen ha detto...

Und? Ist der Schlüssel irgendwann wieder aufgetaucht?

(Ist ja der reinste Krimi!)

Maike ha detto...

Ich glaube das wäre das Ende unserer Ehe gewesen...
Jetzt platze ich vor Neugier ob der Schlüssel wieder aufgetaucht ist :-)

IO ha detto...

Geduld, Geduld ;-)