mercoledì 24 agosto 2016

Ferien- Teil 4 - Cres

Wie schon im Vorfeld vermutet, war die Woche am Gardasee ja nicht so wirklich Urlaub, selbst ganz ohne Bootkauf ist eine Woche dort immer so voll gestopft mit Dingen, die erledigt werden müssen, dass man noch nicht von echtem Urlaub sprechen kann, dazu Freunde und Familie und eben der dann ja doch recht spontane Kauf der Segelbootes ... wir brauchen richtigen Urlaub! Also weiter nach Kroatien.

(Wir haben zum Beispiel kein Wein eingekauft, kein Olivenöl, auf dem Markt waren wir auch nicht, haben nicht nach Schuhen geschaut und Fotos habe ich auch keine gemacht)

Sonntagabend geht es aber mit den Mädels noch schnell ins Nachbardorf auf die Festa di San Rocco, wo wir eigentlich jedes Jahr - wenn wir da sind - hingehen und leckeres Risotto al Tastasal essen. Dieses Mal allerdings nur recht kurz, weil wir ja am nächsten Morgen zügig los müssen und wegen des ausgiebigen Segelns natürlich noch nicht gepackt haben.

Am Morgen also eher hektisches Packen und wie sich nachher herumstellen wird, sind neun anwesende Leute für mich doch zu viel, um den Überblick zu behalten, so dass wir diverse Proviant-Sachen und die Hälfte meiner Klamotten liegen lassen ...

Wir lassen uns einfachheitshalber vom Navi auf schnellstem Weg nach Kroatien leiten, was bisweilen zu einer interessanten Streckenführung führt, die erste unglaublich steile Straße bekommen wir gleich am Lago serviert, sie ist so steil und eng, dass ich vergesse Fotos zu machen und wir uns schwören, das nie wieder als Abkürzung zu benutzen - und wir sind da sonst nicht zimperlich (es war tatsächlich eine Abkürzung, sonst hätten wir vermutlich über eine Stunde im Stau gestanden, weil zu den üblichen Gardasee-Urlaubern natürlich noch die italienischen Tagestouristen zu ferragosto an den See kamen und eigentlich nichts mehr ging). In Istrien geht es dann auch auf kleinen Sträußchen mitten durch bis zur Fähre im Süden:


irgendwo in Istrien


Endlich, das Meer


ilfiglio auf der Fähre


Silencia auf der Fähre


So schön blau hier!


die Hauptstraße der Insel - hier irgendwo nach der Fähranlegestelle im Norden


weiter, weiter Richtung Süden und Campingplätze


Das Problem war ein wenig, dass man auf Cres und der angrenzenden Insel Lošinj - eigentlich war das mal eine Insel, die Römer haben dann aber einen Mini-Kanal durch die Insel gegraben und damit waren es zwei Inseln, die heute durch eine kleine Drehbrücke verbunden sind - also ich konnte für August keinen Platz auf einem der Campingplätze reservieren und dazu kam, dass wir längst nicht so zeitig vom Lago aufgebrochen waren, wie es eigentlich nötig gewesen wäre, dann mussten wir doch recht lange auf die Fähre warten und nun ja ... es wurde knapp. Der erste Campingplatz war uns zu groß, der zweite war bis in die letzte Ecke voll belegt, die Sonne ging unter und langsam wurde es dunkel ... schließlich gab's doch noch ein Plätzchen für uns, ganz im Süden von Cres, bei Osor, ein eigentlich voll belegter Campingplatz, auf dem wir aber hinten in einer sehr ruhigen Ecke noch genügend Platz für unsere zwei Zelte samt Auto fanden.


Aber die großen Kinder fanden den Platz doof, und am nächsten Morgen das Meer (salzig, nicht das offene Meer, keine großen Wellen) und den Strand und letztes Jahr war alles viel besser, wo ist der Pool und der Sandstrand, die Mini-Disko war doof, die Kidsspiele auch und wer sei eigentlich auf die bescheuerte Idee gekommen, hier Urlaub zu machen und auf diesen blöden Zeltplatz zu gehen. 


Der doofe Strand


mit doofem verfallenen Kloster im Hintergrund
(wie cool ist das denn?!)

Am späten Nachmittag - nachdem wir versucht haben gemeinsam Tischtennis zu spielen, wobei aber jedes Kind immer beleidig und motzig war, weil es nicht mit dem gewünschten Partner oder wenn dann aber nur viel zu kurz spielen "durfte" und überhaupt, alles ungerecht und gemein und doof -  ging's ins Örtchen Osor, das früher einmal ein Bischofssitz war, heute aber kaum noch Bewohner hat und auch in der Hochsaison recht verschlafen aber sehr schön wirkt. 






überall anzutreffen: der Venezianische Löwe 


Wir setzen uns in ein .. äh ... das Café auf dem Dorf-Platz, die Kinder strapazieren unsere Nerven unglaublich, streiten sich ständig und motzen nur herum - dann geht es weiter in den kleinen Dorf-Laden zum Abendessen-Einkauf. Und mit Sonnenuntergang wieder zurück auf den Campingplatz.


Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche nach einem nicht so blöden Strand ... was immer das sein soll ... ich finde sogar Hinweise auf einen Sandstrand ... vorher fahren wir aber noch zum Picknick-Machen in ein kleines Städtchen namens Nerzeine, der erste Ort auf den anderen Insel. Hier gibt es auch eine Art Strand, dieses Mal Fels statt Steine und eine richtige "Schwimmbadleiter" ins Wasser. Wir essen und baden - wollen dann weiter - noch eine Runde schwimmen bitte! 




Und plötzlich schreit Tertia auf, hält sich das blutende Bein, wir Eltern springen herbei und werfen einen Blick auf die klaffende Wunde - okay, Arzt, wir brauchen einen Arzt! Der neben dem "Strand" liegende Campingplatz hat keinen Arzt, wir fragen uns weiter durch, die weinende und blutenden Tertia auf miomaritos Arm, ein junger Amerikaner spricht uns an, er wohne neben dem Arzt und zeigt miomarito den Weg, während ich die großen Kinder und unser Zeug einsammle. Wie sich dann herausstellt, ist der Arzt bis 18 Uhr geschlossen ... wir haben 14 Uhr. Super! Wir packen also alle in unser Auto, erkundigen uns nach dem nächsten Krankenhaus und machen uns auf den Weg ins 20 km entfernte Mali Lošinj. 

Tertia hat sich inzwischen beruhigt, die Wunde blutet nicht mehr, miomarito und ich machen schon wieder Witze (über befreundete Eltern, die mit ihrem Kleinkind keinen Urlaub in Skandinavien machen wollten, weil es dort keinen Kinderarzt in der Nähe gäbe ... Anfänger! ;-)) und werden nur noch einmal etwas hektisch als es darum geht, in dem Städtchen das Krankenhaus zu finden bzw. durch die engen Gässchen mit den doch vielen Touristen zum Krankenhaus zu fahren.

Dort treffen wir auf eine nette Ärztin und eine nette Krankenschwester mit denen wir uns auf deutsch, italienisch und englisch (und drei Brocken kroatisch) durcheinander unterhalten, die Ärztin beschließt, dass die Wunde nicht so tief sei, dass man sie nähen müsste - wir sind zunächst etwas skeptisch, lassen uns dann aber davon überzeugen, das Nähen ausfallen zu lassen - und Tertia wird mit viele Strips zusammen geklebt. Wir vier Erwachsene machen uns inzwischen einen Spaß daraus, jedes Wort auf allen vier Sprachen zu sagen und so haben alle gute Laune als wir wieder zu den im Auto wartenden großen Kinder kommen. Allerdings ist eines klar. Baden ist für Tertia erst einmal gestrichen - und wir sollen sie ruhig halten *muahaha*


Zum Trost gibt es dann erst einmal eine Runde Eisbecher für die Kinder - die sie dann nicht essen ... -  am Hafen. Miomarito und ich sinnieren inzwischen über Urlaub alleine und mit dem Segelboot in Kroatien nach. Muss man auch, wenn man die vielen Segelboote in den Hafen ein und ausfahren sieht - und sich die großen Kinder ständig streiten bzw. ilfiglio ständig auf Silencias herumhackt, wie dumm sie doch sei (und wir im Zweifelsfall auch).





Mali Lošinj wirkt ein bisschen wie ein deutlich geschrumpftes Split - nur ohne römischen Palast, wir müssen aber wieder zurück zum Zeltplatz, gehen noch schnell Abendessen einkaufen und überlegen uns leicht verzweifelt, wie wir a) Tertia ruhig halten sollen und b) den weiteren Urlaub verbringen sollen, wenn die Arme nicht ins Wasser darf. 

Während des Abendessens stellt sich also die Frage, was tun? Wir sind in Kroatien: Wo könnten wir hinfahren - und somit Tertia zumindest einen Tag ruhig halten - wo es keinen Strand gibt und trotzdem schön ist? Genau! Da gibt es eigentlich nur eine Lösung, die Lösung für verkorkste Urlaube und überhaupt alles doofe wenn man schon mal in Kroatien ist - wir fahren nach Čigoć!! (wir hatten alle vier diese Idee :-))

Am nächsten Tag packen wir zusammen, miomarito, Tertia und ich schauen uns noch schnell Cres (die Stadt) an, weil wir vermutlich erst einmal nicht mehr hier her kommen werden. Cres gefällt uns sehr gut, aber weil wir die Fähre um 13 Uhr erreichen wollen, müssen wir uns beeilen und flitzen nur einmal schnell durch die Gässchen: 






Dann geht es schnell, schnell weiter zur Fähre ... die ohne uns abfährt. Nicht weil wir zu spät gewesen wären, sondern weil nicht alle Autos auf die Fähre passen ... 1,5 Stunden warten in der prallen Sonne ... super!


Die Fähre von Cres nach Krk - ohne uns!


lange Schlange für die Fähre, zwischendurch bekommen wir (also vor allem ich) Panik, dass wir es vielleicht auch nicht auf die zweite Fähre schaffen ...


Es wird zwar knapp, aber wir schaffen es auf die zweite Fähre und verabschieden uns fürs erste vom Meer (geplant ist, nach ein paar Tagen in Čigoć noch für zwei Nächte an die Adria zu fahren, nach Grado, wo die Kinder unbedingt hin möchte und wo es dann Sandstrand gibt - und Tertia notfalls auch im halbtrockenen Sandburgen bauen kann)


Aber jetzt erst einmal Čigoć!

P.S.: Der schon seit längerem vermisste Schlüsselbund Nr. 2 fiel übrigens beim ersten Öffnen der Picknick-Tasche aus einer kleinen "Nebentaschen" - und sage wir es mal so, auch wenn die gesamte Familie mir das Verschwinden dieses Schlüssels angelastet hatte, ich hatte ihn da nicht hinein. Im Klartext bedeutete das: Wir hatten jetzt immerhin wieder einen richtigen Wohnungstürschlüssel - allerdings mit altem Haustürschlüssel (es gab vor wenigen Woche ein neues Hasutüschloss, weil der Sohn unserer Vermieterin das geschrottet hatte) 

2 commenti:

Anonimo ha detto...

Hört sich ein wenig psycho an: wenn der Sohn der Vermieterin in eurer Abwesenheit sich am Türschloss zu schaffen macht...
Lg Julia

IO ha detto...

Nee, nee, unser Vermieterin wohnt ja unten im Haus, wir haben eine gemeinsame Haustür. Unsere Vermieterin wäre längere Zeit im Krankenhaus plus Reha und in der Zeit hat sich der Sohn um Post/Katze usw. gekümmert und dabei das Schloss irgendwie kaputt gemacht. Dann hatte wir 2 Wochen kein Schloss mehr, nur einen Riegel Innen (was sehr sinnvoll ist ...) und jetzt eben seit ein paar Wochen ein neues Schloss.