sabato 16 luglio 2016

Hoch die Hände - Wochenende

Ich muss gestehen, dass ich diese Spruch gar nicht kannte, erst seit ein paar Monaten kommentiert Tertia alles Wochenende mit Hoch die Hände ... und Skikurs-Ende aber lassen wir das mal ... (ich denke, sie hat das von ihrer Freundin, die im Winter mal eine Woche lang einen Skikurs gemacht hat).

Während man ja das Gefühl hat, dass einem gerade der Großraum Europa um die Ohren fliegt, geht der Familienalltag einfach weiter - und das ist, so stelle ich fest, irgendwie beruhigend, bei 9/11 sass ich tagelang wie gebannt vor Rechner und Fernseher (okay, da erwartete ich auch panisch den Einsatzbefehl für meinen damaligen Freund), so was geht ja im ganzen Familienchaos nicht mehr, das Leben geht einfach weiter.

Am Dienstag waren miomarito und ich bei der Antrittsvorlesung eines Freundes, der zum Honorarprofessor ernannt worden war (der Chef vom Humpis-Quartier, mit dem wir damals die Genua-Ausstellung gemacht haben (d.h. miomarito, ich habe ja "nur" die Fotos beigesteuert, also zu Ausstellung und Buch). Tertia sollte bei einer Freundin zu Abendessen und dort dann einschlafen, bis ich sie kurz nach 22 Uhr abholen wollte, Silencia blieb zunächst bei einer Freundin bis halb 8, kam dann nach Hause, sollte sich eine Pizza in den Ofen schieben und dann selbstständig auch ins Bett gehen. Erstmalig ganz alleine, der große Bruder weilte ja an der Nordsee. Früher - also vor den Kindern - wäre das ja alles kein Act gewesen, so gab ich beim Ballett schon eine tränenüberströmtes Tertia ab, die nicht mehr zu ihrer Freundin wollte (nachher lief es dann aber sehr gut), erklärt Silencia xmal wie man den Ofen bedient, wie HEISS der wird, wie man eine Pizza aus dem Ofen holt ohne sich zu verbrennen usw. Das Ganze dann noch mal nach dem Vortrag und vorm Sekt-Empfang am Telefon begleitend zum Vorgang des Pizza aus dem Ofen holens. So war es ganz nett, miomarito und ich trafen uns vorab noch mit einem Freund in unserer alten Studentenkneipe, wo ich vermutlich seit fast 10 Jahren nicht mehr war, um 22 Uhr war für mich dann Schluss, der Rest zog weiter in die Stadt, ich fuhr wieder aufs Land und durfte eine fröhliche, nicht schlafende Tertia (huhu! Mama!) einsammeln und nach Hause bringen. Wie immer stellt sich im Nachhinein ein bisschen die Frage, ob der Aufwand sich lohnt ...

Am Mittwoch wollte ich am Nachmittag mit Silencia kurz in die Stadt fahren, ob ihr eine kurze Hose fürs Zeltlager zu kaufen - Madame besitzt eine kurze Hose, der Rest sind Röcke und die sind nicht so wirklich Zeltlager tauglich (bzw. dürfen auf Wanderungen usw. gar nicht angezogen werden). Also zu h&m und eine kurze Hose kaufen ... wo es aber für Mädchen nur knappste Hotpants gibt. Ich bin da ja gar nicht so, ich hatte auch immer gerne die kürzesten Röcke und knappsten Klamotten an, aber irgendwie fand ich das schon grenzwertig und Silencia weigerte sich überhaupt irgendwelche Hotpants anzuziehen (sie hat ein paar, eben ihre einzige kurze Hose, aber die sind auch nicht ganz so knapp). Also probierten wir kurze Hosen fürs Jungs, viel zu weit  ... aus dem Angebot im Second-Hand-Kinderladen ist Silencia inzwischen sehr offensichtlich herausgewachsen und meine letzte Hoffnung war das örtliche "Modehaus", wo ich, seitdem ich in Tübingen leben - was ja jetzt auch schon fast 2 Jahrzehnte sind (*uah*) -, noch nie gescheite Kleidung gefunden habe. Aber - Wunder oh Wunder - irgendwas hat sich getan, oder die diesjährige Saison ist irgendwie besonders toll ... keine Ahnung ... jedenfalls kamen wir nach einer Stunde mit einem Stapel sehr schöner reduzierte T-Shirts, Hosen und Jumpsuit heraus. Heute das Ganze dann mit ilfiglio - die Chance muss man ja nutzen, wer weiß, wie es nächstes Jahr aussieht ... (ich hoffe, er wächst nicht sooo viel über den Winter ...)

Apropos ilfiglio, dieser wurde von mir gestern Abend am Bahnhof eingesammelt, sichtlich gezeichnet von 6 Tagen Klassenfahrt, die letze Nacht hatte sein Zimmer wohl gar nicht geschlafen, sondern u.a. timelaps-Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht ... Ansonsten waren sie auf Helgoland (wie erwartet war ilfiglio seefest, während die halbe Klasse sich übergab), Wattwandern, im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven (Historikerkind war begeistert, freut besonders die Mutter, die mehrere Sommer- und Semesterferien pfälzische USA-Auswanderer bearbeitet hat), im Universum (Bremen) und im Klimahaus (Bremerhaven, ebenfalls große Begeisterung) und auch im Mediterraneo - was er als gefühlt halber Italiener doch sehr befremdlich fand.

Zur Abwechslung ist Silencia jetzt auf Tour, gestern ging es - nach viel hin und her, weil die Organisation etwa zu wünschen übrig liess - mit dem Turnen nach Bayern zu einem großen Wettkampf, wir erwarten sie heute Abend wieder zurück und sind gespannt, was sie zu berichten hat. Es gab gestern Abend wohl einen Art Disko, sie schlafen mit Schlafsack und Isomatten in einer Schule und es ist ihr erster Wettkampf. Tertia war zwischenzeitlich sehr traurig, dass alle großen Kinder weg waren (3 Stunden lang ... beide) und freut sich sehr auf heute Abend, wenn wir wieder vollzählig sind.

P.S.:Ilfiglio rügt mich wegen des Post-Titels, das sei ein ganz, ganz schlimmes Mallorca-Lied ... öhm ... wusste ich nicht ... für mich ist das Tertia und Kindergarten ...

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