giovedì 10 marzo 2016

Are you kidding me?!

Artikel gerade im Spiegel entdeckt, die deutsche Version von Regretting motherhood ... und ich frage mich, ist das nicht regretting living in the fucking erzkatholisch bavarian Pampa with a - im besten Fall - insensitive husband and moral standards from not even the 50ies (als meine Großmutter natürlich gearbeitet hat, meine Großeltern ein Kindermädchen für die drei Kinder hatten und meine Mutter mit drei in den Kindergarten ging)

Bereute Mutterschaft "Nennen Sie es einen gesunden Egoismus"


(und beim Lesen der Kommentare ... holy shit ... ich lebe wohl in einer Tübinger Filterblase ...)

6 commenti:

Anonimo ha detto...

Kinder zu haben oder auch nicht, ist nach wie vor eine "freie Entscheidung". Irgendwie traurig, wenn sich eine Frau dem gesellschaftlichen Druck beugt ("weil man das halt so macht, zuerst heiraten, und dann Kinder bekommen") und dann in der bayrischen Pamapa als desperate housewife unglücklich ist.

stahldame ha detto...

Ich bin fassungslos. Aus diversen Gründen.

IO ha detto...

Ich finde halt das Interview bzw. die Auswahl der interviewten Person selten schlecht. Ich bin mir sicher, es gibt Frauen, die irgendwann merken, scheiße, das mit dem Mutter werden, das war ein großer Fehler bzw. das ist definitiv nicht meine Sache, da wachse ich auch nicht mehr rein oder so.
Aber jemanden zu nehmen, der motherhood - zumindest in diesem Interview - so interpretiert, dass man ständig Kuchen backen, zu sämtlichen Fußballspielen erscheinen, Fußball Schuhe des Sohnes putzen, immer mit den Kinder spielen und nicht arbeiten gehen soll ... sorry, da hab ich gar nicht erst mit motherhood angefangen ... wäre es da nicht ehrlicher zu sagen, scheiße, ich hab mein Leben verbockt, weil ich nie raus bin, zu früh geheiratet und Kinder bekommen habe und es dann nie geschafft habe, mein Vorstellungen von Elternschaft, meinem Leben, Partnerschaft usw. um- bzw. durchzusetzen. Motherhood ist da wohl eher das geringste Problem (und es ist verdammt unfair, das Ganze jetzt an den Kindern festzumachen).

[Es kann natürlich immer noch sein, dass sie nix mit dem Muttersein anfangen kann, aber das kommt halt jetzt nicht so wirklich rüber]

[Und der Vater, was macht der eigentlich?!]

Barbara ha detto...

Wer weiß, was sie sagen würde, hätte sie keine Kinder bekommen?
Ich versuche mir das gerade vorzustellen ... manche Menschen sind einfach grundunzufrieden und es ist so, wie Du sagst, Larissa. Mutterschaft bedeutet doch nicht sich selbst aufzugeben oder nur noch für andere da zu sein. Ich finde diese Diskussion, die da gerade stattfindet, ungut und viele Frauen werden sich deswegen wieder "zerfleischen". Und das sage ich als "getrennt erziehende" Mutter.

Gruß ins nach Süden
Barbara

stahldame ha detto...

Ich hatte mir einen inhaltlichen Kommentar zu dem Interview erstmal verkniffen...
1. Es kommt vor, dass man sich für etwas entscheidet und hinterher feststellt "das wars nicht." Passiert, ok. Ich wäre auch keine gute Vollzeit-und-lebenslang-nur-Mutter-und-Hausfrau.
2. Kommt diese ganze Erwartungshaltung wirklich von außen? und ist sie so stark, dass man nicht dagegen ankommen kann? Oder sitzt sie im Kopf der Interviewten?
3. Was mich wirklich fassungslos gemacht hat: Muss ich das meiner neunzehnjährigen Tochter mitteilen? Nee, oder?

Susi Sonnenschein ha detto...

Ich hatte den Eindruck, dass die Frau grunsätzlich mit ihrem Leben unzufrieden ist. Es ist bei ihr halt alles nicht so gekommen, wie sie es gerne gehabt hätte. Grundsätzliches Bedauern über das Mutter-Sein kam bei mir so nicht rüber in diesem Interview, sondern eher das Gejammer, dass die anderen alles schuld seien: Die Nachbarn und Verwandten, weil "man" eben so früh heiratet, weil "man" eben direkt Kinder kriegen muss, weil "man" ja dann zu Hause zu sein hat, etc. Sie hat sich dem echten oder eingebildeten Druck gebeugt und gibt jetzt den Kindern die Schuld daran, dass sie ihr Leben nicht so auf die Kette gekriegt hat, wie sie es eigentlich gerne gehabt hätte. Nur: Dass man dazu selber aktiv werden muss und eigenverantwortlich handeln muss, kam ihr scheinbar so gar nicht in den Sinn.

Mir ist sie nicht auf die Nerven gegangen, weil sie ihr Muttersein bedauert, sondern sich selber und ihr ganzes Leben dazu. Und was meint ihr, wie sich die Kinder fühlen, wenn sie hören: "Mama will mich eigentlich gar nicht." Ganz egal, wie sehr die Kinder geliebt werden - das gibt einen riesigen Knacks in der Vertrauensbasis. Und da rede ich aus eigener Erfahrung.