domenica 22 novembre 2015

Huch .. Winter ...

Seit Tagen kündet sich der Winter ja mit lustigen Schneeflocken auf meiner Wetter-App an, aber wenn ich ehrlich sein soll, habe ich das nicht ernst genommen, weil ... hey, nach drei Wochen fast noch irgendwie Spätsommer wollte ich das nicht so wirklich wahr haben und außerdem ... hier schneit es ja eh nie, auch wenn der Rest Deutschlands im Schnee versinkt - also vergesst die virtuellen (und die realen) Schneeflocken.
Gestern Abend dann beim Fernsehen (zuerst bei Luis Trenker - der schmale Grat der Wahrheit hängengeblieben (dabei aber sehr viel in Wikipedia nachschlagen müssen ... nicht weil der Film schlecht oder ungenau war, aber man muss ja immer kontrollieren, ob das so einigermaßen hinkommt) und dann die Mini-Serie Prey – Die Beute  (wobei ich irgendwann in der dritten Folge eingeschlafen bin, weil es doch arg spät wurde) ... also jedenfalls irgendwann schauten wir aus dem Fenster und durch einen dicken Vorhang von Schneeflocken konnten wir erkennen, dass wir bereits eine geschlossene Schneedecke hatten.  Wow!
Inzwischen ist fast alles wieder weggetaut, aber es reichte um heute Tertia mit Mama! Papa! ES HAT GESCHNEIT!!! Dabei ist doch noch gar nicht Weihnachten!! ins Schlafzimmer stürmen zu lassen. Im Moment kratzt sie die letzten Rest Schnee auf dem Balkon zusammen und ich freue mich, dass die Sonne mein Zimmer (ohne Heizung) wieder aufwärmt. Allerdings schenke ich der weiteren Wettervorhersage jetzt Glaube und habe mal die Nachtspeicherofen in der Küche in Betrieb genommen ... glaube ich jedenfalls, denn jeden Winteranfang bin ich mir nicht mehr sicher, wie genau das blöde, alte Ding funktioniert (weil total unlogisch) und in der Regel entscheide ich mich für die falsche Option und muss am nächsten Morgen zum Frühstück bei unter 15°C wärmende Jacken an die Kinder austeilen.

Am Donnerstagabend habe ich mich - nachdem Tertia eingeschlafen war - aus dem Haus geschlichen und mich im Dorf-Gasthof mit andern Kindergarteneltern zum quasi Stammtisch getroffen. Im Alltag fehlt mir tatsächlich komplett die Zeit, die Eltern mit Kinder in Tertias Alter näher kennenzulernen. Also dachte ich mir gute Idee, gehe ich hin, nur dass miomarito ja auf Tagung war und somit ilfiglios BabyTertiasitten musste bzw. klar war, wenn sie aufwacht, ruft er mich an und ich muss heim sprinten. So dann um 22 Uhr (!!) geschehen ... 1,5 Stunden haben aber immerhin für einen sehr leckeren Salat, ein Viertele Weißwein und ein paar Gespräche, zu denen ich sonst eh nie gekommen wäre, gereicht.

Am Freitag war ja bundesweiter Vorlesetag und hier im Dorf hat sich quasi Jung und Alt zusammengetan und zum Thema Heimat – Weltwärts vorgelesen, sprich der örtlich Dorf-Verein mit eher älteren Mitgliedern und die 3./4. Klasse der Grundschule trafen sich in der als Veranstaltungsort ausgebauten Dorfscheune und lasen sich gegenseitig vor bzw. lauschten den Gesichten, die Leute aus dem Dorf in ihrer - nicht deutschen - Muttersprache vorlasen, sprich eine Russin, eine Engländerin, eine Französin, eine syrische Gymnasiastin (die vor 1,5 Jahre hier her geflohen ist!) usw. Silencia und ihre Klassen haben selbst kurze Geschichten/Gedichte zum Thema Heimat geschrieben - und ich weiß jetzt, dass Silencias erste Gedanke an Heimat Italien ist, dann kommt unser Dorf und dann die Schule.

Gestern haben die Kinder und ich (miomarito weilte ja 3 Tage auf Tagung) den ganzen Vormittag aufgeräumt und Chaos beseitigt, Silencia hat Haferkekse gebacken und dann sind wir zu meiner Freundin, die zu einer Open-House-Geburtstagfeier hier im Dorf eingeladen hatte. Meine Freundin hat diesen Herbst angefangen wieder zu studieren - Restauratorin in Stuttgart, mit vier Kindern zwischen 3 und 12 und Mann mit zwei Jobs - so dass wir uns eigentlich kaum noch sehen und so war es wirklich nett, mal wieder einen Nachmittag miteinander zu verbringen. Es war gewohnt turbulent (alleine wir zwei kommen ja schon auf 7 Kinder, die anderen Gäste kamen eigentlich auch alle mit mindestens zwei Kindern) und international (meine Freundin ist Französin, die Nachbarn syrische Kurden, andere Freunde Amerikaner usw.). Und ich hatte jemanden gefunden, der ALLES über das Fotografen-Business wissen wollte ;-)

Abends dann miomarito vom Bahnhof abgeholt und den oben beschriebenen gemütlichen Fernsehabend gemacht. So, und jetzt ist der Schnee auch brav weggetaut ;-)

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