domenica 18 ottobre 2015

München

Wie schon so oft schien sich die Welt zunächst einmal gegen mich verschworen zu haben, denn mitten in der Nacht zum Freitag meinte Tertia neben mir im Bett plötzlich ganz kläglich Mama ... und spuckte ihr gesamtes Abendessen neben mich ... da ich nun überhaupt keine Lust hatte, Hotel, Bahnfahrt und Party abzusagen "durfte" miomarito übernehmen und ich verkroch mich ins Kinderzimmer. Von der Idee, in diese Nacht "vorzuschlafen" um bei der Party am Freitagabend nicht einfach gegen Mitternacht sanft einzuschlafen, da Tertia munter weiter spuckt und sich bei mir das entsprechende Kopfkino breit machte .. so von wegen ich spuckend auf der Party und das ganze Team ansteckende, oder ich spuckend im Zug usw.

Am nächsten Morgen scheuchte ich morgen die großen Kinder in die Schule, lies miomarito und Tertia schlafen, räumte die Wohnung für den Putzmann auf (der dann wegen ebenfalls krankem Kind aber kurzfristig absagte ..) und verschwand immer unentspannt in mich und meinen Magen horchend das Haus.

Drei Stunden Zugfahrt nach München, immer noch ein Entspannungstraum für mich, drei Stunden, in denen niemand etwas von mir will, in denen ich gar nichts arbeiten kann, sondern nur gemütlich im Abteil sitze und lese - oder aus dem Fenster schaue. In München angekommen ging's ins Hotel, miomariot anrufen, wie es an der Krankheitsfront läuft (Keine weitere Spuckerei) noch eine Stunde auf dem Bett liegen und faulenzen bzw. lesen und dann ab in die Stadt zum Läden bummeln. Die Suche nach einem Rock war völlig erfolglos, dafür habe ich noch schöne Schüsseln und Teller gefunden, die ich fürs Fotografieren sehr gut gebrauchen kann.

Dann wieder zum Bahnhof, meine Shootingqueens Kollegin plus Fotografen-Freundin abholen (dieser Programmpunkt dauerte etwas länger, da der Zug sage und schreiben 80 min Verspätung hatte, bei einer Fahrzeit von nicht mal einer Stunde ... ) ab ins Hotel und auf zur Party unserer Agentur.

Dort war es sehr nett, wir Fotografen kennen uns ja eigentlich nicht untereinander, jeder arbeitet an seinem Heimatort und man kennt eben nur den Namen (oder das Pseudonym) und weiß in der Regel, was derjenige fotografiert, sonst eben nicht viel mehr. Dazu kommt, dass eigentlich alle sehr nett und offen ist, so dass man sich bis tief in die Nacht eben sehr gut unterhält und austauscht, obwohl man sich ja vorher überhaupt nicht kannte. Besonders witzig war es, einen Fotografen aus Hamburg kennenzulernen, bei dem sich neulich in einem kurzen Chat herausgestellt hatte, dass er (urspünglich aus Peru kommend) mit der einzigen mir bekannten Person aus Peru in einer Klasse war. Die Welt ist so klein. So auf jeden Fall war es sehr nett und sehr, sehr spät ...

Am nächsten Morgen dann sehr mühsames Aufstehen, Kaffee auf dem Weg zum Treffpunkt und dann einen Stadtführung zum Thema München und sein Bier :-) Was wirklich interessant war, viel historisches :-), viel frische Luft (Gott sei Dank) und am Schluss dann Mittagessen, Schweinebraten und tatsächlich Bier (hätte ich nicht gedacht, dass ich das schaffe, ging dann aber doch, auch wenn ich danach beinahe auf meinem Stuhl eingeschlafen wäre). Beim Kaffee dann noch etwas Agentur-Infos von den Chefs und dann ging's wieder zurück zum Bahnhof und heim - ins Bett ;-)

Tertia ist immer noch nicht wirklich fit, scheint aber tatsächlich niemanden angesteckt zu haben. Ich habe zusammen mit ihr unglaubliche 14 Stunden geschlafen, jetzt liegt sie vorm Fernseher und ich muss mich mal langsam um Wäsche und ähnliches kümmern. 

2 commenti:

einfachich ha detto...

Ende gut alles gut. Freut mich, dass es in München so gut gelaufen ist.

IO ha detto...

Danke :-)