martedì 1 settembre 2015

Sommerurlaub Venedig I

Im zugegebenermaßen kurzen Vorfeld unseres Urlaubs - denn eigentlich waren nur 10 Tage Gardasee angedacht gewesen, bis miomarito dann doch die Zelt-Lust befiel und er vorschlug, eine Woche bei Venedig zu zelten und somit den Kinder den schon lange versprochene Venedig-Besuch zu ermöglichen - also es wurde im Vorfeld schnell klar, dass Zelten bei Venedig Massentourismus bedeutet. Jetzt könnt man ja annehmen, dass uns das mit dem ständigen Aufenthalten am Gardasee ein bekanntes Phänomen sei, dem ist aber irgendwie nicht so, unser Ecke ist eher ruhig, wir bewegen uns im Sommer eh nur zwischen Strand und dem Haus von miomaritos inzwischen verstorbener Großmutter hin und her ... Besuch von Markt und Geschäften enden für miomartio in der Regel mit Ma ... tu sei il figlio di Gianni, no?, und wenn wir uns mal mit dem Auto ernsthaft auf die Gardesana Orientale begeben, dann in der Regel, um einen Großeinkauf zu machen, eine Spülmaschine zu kaufen oder aber dem Internet-Betreibern vor Ort Druck zu machen.

Aber zurück zu Adria und Venedig. Ich machte mich im Internet also auf die Suche nach einem nicht allzu großen Zeltplatz, möglichst nah an der Punta Sabbioni, von wo die Vaporetti Richtung Venedig losfahren und mit direktem Zugang zum Strand. Miomarito hätte gerne direkt auf dem Lido gezeltet, allerdings gab es da eben keine direkten Zugang zum Strand, da man erst um den - tollen -  Flughafen herum laufen muss. Bei dem einzigen irgendwie akzeptablen Campingplatz den ich finden konnte, konnte man allerdings für die Hochsaison nicht reservieren, nur ein paar Tage vorher anrufen, ob etwas frei wäre. Während ich mit den Kinder also in der Pfalz Turm-Urlaub machte, versuchte miomarito sein Glück beim ausgesuchten Campingplatz und bekam die Information: komplett voll. Nach einigen Telefonaten zwischen Tübingen und Kaiserslautern, etwas Internet Recherche einigten wir uns darauf, es hier zu probieren. Auch wenn es bei Tripadvisor etliche Kritiken mit dem Tenor gab, dass die Bar&Disko am Strand jedes Schlafen vor 3 bis 4 Uhr am Morgen unmöglich mache ...

Am Sonntagmorgen um 5 Uhr ging es dann - mit Ohrstöpsel für die ganze Familie - los. Wie üblich via Fernpass und Brenner und dann aber quer durch die Dolomiten über das Sellajoch und den Coole Santa Lucia - dabei ständiger Regen, bisweilen so, dass man kaum noch fahren konnte und immer die spannende Frage im Hinterkopf, wie man wohl ein 5-Mann-Baumwollzelt im Regen aufbaut ...


Brenner


Passo di sella (Sellajoch)


Colle Santa Lucia

Einmal an der Adria angekommen, wurde das Wetter besser, die Kinder klebten beim Lido di Jesolo an den Fensterscheiben und schrieen Da wollen wir hin!! (NAHAIN!) und nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt erreichten wir unseren Campingplatz - der wunderschön war, nichts Massentourismus - sondern "wie immer" klein, familiär, übersichtlich, ruhig, mit zwei kleinen Pools, eigenem Strand und Mini-Disco für die Kinder (bei uns: Mädels) am Abend (dazu später noch mehr). 
Einzige negative Überraschung: unser Zelt hatte sich etwas aufgelöst, sprich Schnüre und Stangen zerbröselten beim Aufbau und statt schnell (was eh ein Euphemismus gewesen wäre) das Zelt aufzubauen, brauchten wir ewig, um alles zu reparieren. 



Aber es blieb am Ende dann doch noch Zeit, schnell an Meer zu gehen und eine Runde zu schwimmen (ich nicht, weil viel zu kalt, aber alle anderen begeistert)


Nordsee-Feeling auf dem Weg zum Meer


Tertia 

Abends - eigentlich viel zu spät (was ein ständiges Problem der nächsten Tage werden sollte), da wir ja alle schon seit morgens um 4:30 Uhr wach waren - haben wir dann noch schnell den Campinggrill angeschmissen und Salsicce gegessen.

Am nächsten Morgen sprangen die großen Kinder wie in den folgenden Tage auch sofort in den Pool, danach machten wir uns mit auf zur Anlegestelle. Die Idee war ja gewesen, mit einem Wochenticket (für uns große, die großen Kinder bekamen 2x3 Tage Kinder/Jugendticket) für den Venezianischen Öffentlichen Personennahverkehr die Stadt und Gegend zu erkunden. Öffentlicher Personennahverkehr bedeutet im Falle Venedigs natürlich Schifffahren ohne Ende ;-) Allerdings waren wir davon ausgegangen, dass man mit dem Bus die zwei Station von unserem Campingplatz zur Anlagestelle ebenfalls mit diesem Ticket fahren konnte. Konnte man aber nicht, sondern musste pro Person 2 Euro bezahlen - was auf 20 Euro pro Tag für uns 5 gekommen wäre ... also schlucken, bezahlen und dann aber erst einmal Venedig: 



So voll es rund um San Marco und die Rialto-Brücke ist, begibt man sich von der Anlagestelle einfach nur ein paar kleines Gasse nach Nord-Osten ... reinstes Ferragosto-Gefühl ;-) Kein Mensch zu sehen, alle Läden geschlossen und einfach nur wunder-wunderschön. 



Hier bei der Chiesa di San Francesco della Vigna
Dann gib es weiter von - wenn ich mich recht erinnere - der Haltestelle Celestia mit der 5.1 einmal halb um Venedig herum. 



Dann einmal Liniewechseln und weiter den Canale Grande entlang  





Zum Abschluss dann natürlich auch noch mit ALLEN auf den Markusplatz




Um kurz nach 17 Uhr waren wir dann doch etwas erschlagen und nahmen das nächste Boot "nach Hause". Dort kamen wir dann auf die eher nicht so tolle Idee, "einfach" zurück zum Campingplatz zu laufen statt wieder 10 Euro für den Bus zu bezahlen ... zwei Haltestelle, das konnte ja nicht sooo viel sein ... es waren dann aber doch 6 km und besonders bei der eher lauffaulen Silencia sorget das für den ersten Aufstand. Aber irgendwann waren wir dann doch da, schnell noch mal wie schon den ganzen Tag versprochen ans Meer zum Schwimmen:




ich wieder eher nicht ;-)

Und dann gab's wieder viel zu spät was zu essen, Tertia ass kaum mehr was, sondern fiel gleich um ins Zelt, und wir anderen folgten ihr bald. Demnächst mehr.

3 commenti:

Meeresrauschen ha detto...

Hui, da habt ihr ja gleich viel unternommen. Klingt aber sehr schön. Ist Tertia etwa auch die 6 km gelaufen? Liebe Grüße,
Kathrin

IO ha detto...

Ja, so richtig Urlaub können wir nicht ... (wird noch besser ...). Tertia ist mehr und besser gelaufen als Silencia - die extrem ungern läuft - miomarito musste am Schluss dann aber beide tragen (war seine Idee gewesen, das mit dem zurücklaufen ;-p)

Susi Sonnenschein ha detto...

Ui, Venedig, wie Schön :-) Ich habe beste Erinnerungen an die Stadt und es stimmt: Die Touristenmassen sammeln sich an den zentralen Punkten wie z.B. am Markusplatz. Verirrt man sich in den wunderschönen Gässchen, ist nichts mehr davon zu spüren. Ich versuche ja schon seit drei Jahren, den Mann zu überreden, zumindest an Venedig vorbeizufahren... Klingt jedenfalls nach einem schönen, wenn auch nicht erholsamen Urlaub, den ihr da hattet.