sabato 26 settembre 2015

Darf auch mal sein

Nach einer ziemlich doof-anstrengenden Woche mit viel Arbeit, 1000 ach, ich brauch ja noch für Mathe bis morgen ..., neuen, alles etwas durcheinander wirbelnden Terminen für die Kinder, dem Rausschmiss (und dann wieder Einstellung) des Putzmannes, einem kleinen Nervenzusammenbruch nach dem Motto, wie soll ich das eigentlich alles schaffen, endlich wieder vollen Schulprogramm für die Kinder und mit dem Ausblick auf einen voll gepackten Sonntag*... und der Tatsache, dass ich heute mit den Kinder alleine zu Haus bin ... da habe ich beschlossen, dass wir heute absolut gar nicht machen und die elektronische Medienbenutzung völlig freigegeben ist. Darf auch mal sein. Und Fertigpizza ;-)

* Morgen fahre ich in der Früh mit den Kindern in Richtung Schwäbisch Gmünd, wohin sich mioamrito heute schon mit dem Fahrrad aufgemacht hat und wo ein Freund aus Brüssel (!) seinen 40. Geburtstag mit der Teilnahme an einem Laien-Ski-Springen (!!) (auf Matten oder so) feiert. Eigentlich war gedacht gewesen, dass wir die Kinder bei miomaritos Eltern lassen und zu zweit feiern gehen, aber das klappte dann nicht ... und also komme ich eben morgen mit den Kindern nach. Am frühen Nachmittag müssen wir dann aber wieder hier im Nachbardorf sein, denn ein weiterer Freund feiert ebenfalls seinen 40. Geburtstag ... wird Zeit, dass das mit den runden Geburtstagen wieder aufhört ;-)

P.S.: Ilfiglio schummelt und ist schon wieder auf dem Weg zum Fußballplatz ... ;-)

domenica 20 settembre 2015

Wochenend' und viel los

Da ilfiglio nicht mit seinen Freunden feiern wollte, hatten wir uns lang hin und her überlegt, was wir anlässlich seines Geburtstages noch machen könnten und zunächst sah alles nach einem Besuch des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart aus, aber wir schmissen dann doch noch mal alles um, um nach Friedrichshafen auf die Interboot zu fahren - kluge Entscheidung, es war nämlich ganz toll :-)




Hier der Messe-See mit Mini-Segelbooten - Silencia fuhr gleich mal einen Runde, ilfiglio fand die Boote zu kindisch und probierte lieber das Tret-Kajak aus 


Ich habe jetzt kaum Fotos von den vielen Booten gemacht, wir sind ja am Überlegen, ob wir uns ein größeres Boot für den Gardasee zulegen sollen. Der Laser hat nicht nur 40 Jahre auf dem Buckel, sondern ist eben eigentlich eine Ein-Mann-Jolle. Ein 420 wie auf dem Bild wird es vermutlich nicht werden, aber so in die Richtung - ich habe mich allerdings in Folkeboote verliebt ... aber erst mal Geld zusammensparen, dann mal schauen, was der Gebrauchtmarkt so bietet ...



Die Hallen mit den Motorbooten haben wir eher schnell durchschritten, die Kinder waren in ein paar Booten drin, aber einhellige Meinung: Lenkrad drehen ist doof und die Motoren stinken eh ;-) Also genug gesehen und nach 3,5 Stunden wieder raus


Friedrichshafen, Friedrichshafen, das war doch noch was ;-)


Dann wollten wir eigentlich an den Hafen, um uns den zweiten Teil der Messe anzusehen, aber die großen Kinder wollten UNBEDINGT! noch Wake-Boarden ausprobieren. Davor waren sie schon fleißig SUPen - also Stand Up Paddling. Ilfiglio irgendwie etwas hinter meinem Rücken, sprich ich sah ihn irgendwann plötzlich in seinen Klamotten auf dem Brett stehen und dachte mir nur, wenn ich jetzt was sage, dann fällt er eh gleich rein und wir müssen nach Hause fahren ... Silencia konnte ich mir noch schnappen und zum Tragen eines - viel zu großen - Neopren-Anzugs verdonnern.
Und dann das Wakeboard ... ilfiglio ging tapfer aber dennoch einfach sang und klanglos vor recht viel Publikum unter - und kam auch nicht wieder auf die Beine. Keine Chance. Wir wollten dann Silencia davon überzeugen, dass sie es doch lassen soll, alle anderen waren Jugendliche und junge Erwachsene und es dauerte alles ewig usw. Aber: Nein, ich mach das. Ich kann das!


Und siehe da!
(ganz aufrichten hat noch nicht geklappt, aber die Jungs und Mädels vom Wakeboard-Team waren ziemlich begeistert und meinten, wenn sie noch etwas üben würde, dann könne sie das auch ganz schnell) So schälte ich aber eine leicht bläulich angelaufene und vor Kälte zitternde Silencia aus dem Anzug und es ging nach Friedrichshafen zum Hafen.

Dort war es dann Gott sei Dank nicht sooo toll, viel Zeit hatten wir eh nicht mehr, es wurde dunkel und fing an zu regnen, Abendessen und dann wieder heim.




Heute morgen hieß es für mich dann ran an die Arbeit und beim Roten Kreuz Kleiderspenden für Flüchtlinge sortieren. Seit letzter Woche - als die letzte Sortier-Aktion gewesen war - hatten sich Unmengen von Spenden gesammelt und so hatten fast 50 Leute wirklich sehr viel zu tun, um das Ganze zu sortieren (in Männer, Frauen und Kinder sowie dann in Größen und Art der Bekleidung) und in Kisten zu verpacken.





Das Ganze hat wirklich Spaß gemacht, wir waren eine lustige, bunt gemischte Truppe und ich kann jedem nur empfehlen mit anzupacken. Allerdings ... angesichts der zu Hause wartenden Wäschekörbe habe ich mir dann schon überlegt, ob ich mich das nächste Mal nicht besser für etwas anderes melde ;-)

So, und jetzt wartet - eben - der Haushalt, der immer noch nicht gelernt hat, sich selbst zu erledigen ... aber alles in gemütlich sonntäglich bitte.

mercoledì 16 settembre 2015

Neues von der Rosa-Lila-Glitzer-Front

Seit Monaten lag mir Tertia in den Ohren, dass sie unbedingt Ballett machen möchte ... es gibt bei uns im Dorf tatsächlich die Möglichkeit Ballett zu lernen. Tertia stand regelmäßig vor den Glasscheiben unserer Mini-Turnhalle, drückte sich die Nase platt und seufzte Mama, ich will auch Ballett machen ... Ich schob die Sache ehrlich gesagt immer weiter vor mir her, dachte an eine Phase und murmelte etwas von ... im Herbst vielleicht. Die Sommerferien rückten näher ... Mama, bald ist Herbst, dann darf ich ins Ballett, ja?! und es stellte sich heraus, dass Tertias beste Freundin ebenfalls den dringenden Wunsch verspürt, Ballett zu lernen. Also gut, nach den Sommerferien. In den Ferien erzählte Tertia dann jedem, dass sie NACH den Sommerfeiern endlich, endlich mit Ballett anfangen würde, aber noch gar keinen Tutu - denn Mama, so heisst der Rock beim Ballett, der ist Rosa und ein bisschen Ballett kann ich ja auch schon. Guck MAMA!

Gestern dann der große Tag, die erste Ballett-Stunde! Ich befürchtet schon schlimmstes, da wir alle um halb 7 aufgestanden waren, um ilfiglios Geburtstag zu feiern und Tertia normalweise deutlich länger schläft und am Abend vorher auch nicht wirklich früh ins Bett gegangen war ... den ersten Nervenzusammenbruch bekam sie dann auch prompt kurz vorm Beginn der Ballett-Stunde, weil, kein Tutu, keine echten Ballett-Schuhe und Mama, ich weiß ja gar nicht, was man dann alles so wirklich braucht!!

Das russische Ehepaar, das den Ballett-Unterricht gibt, war dann aber sehr freundlich zu Tertia, erklärt ihr, dass sie einfach so mit machen könnte und sich das erst einmal anschauen solle. Und los ging es, sechs kleine Mädchen zwischen vier und fünf Jahren. Ich schaut von außen (die Glasscheibe) ein bisschen zu, strahlende Augen bei Tertia, die dann aber etwa zu fleißig mir zuwinkte, so dass ich doch lieber und die Ecke verschwand. Ihr Freundin wollte dann doch lieber ihre Mutter dabei haben und nur zuschauen, so dass ich mir dann später alles von ihrer Mutter erzählen lassen konnte. Und ja, ein absolut glückliches Kind, das fleißig mitgemacht, seine Müdigkeit vergessen hat und demnächst dann wohl auch einen Tutu bekommt, und Ballett-Schuhe und sich ganz prima gegen die großen Geschwister, die keine wirklichen Ballett-Fans sind (Euphemismus), durchsetzt. 

martedì 15 settembre 2015

11


Kaum zu glauben, dass ilfiglio mal so klein war, jetzt ist er 11, was irgendwie genauso komisch erscheint, weil man ja doch meist denkt, er sei deutlich älter, was auch nicht immer einfach sein dürfte (seine Freunde sind alle schon 12 oder 13 geworden ...) Also groß ist er, unabhängig war er schon immer und irgendwann wir er bestimmt auch noch etwas weniger anstrengend. Nein, ist er ja schon geworden, deutlich. Trotzdem, wir werden uns wohl gemeinsam durch die nächsten Jahre kämpfen ;-)

Kindergeburtstag gibt es natürlich keinen mehr, heute Morgen wurde er zu früher Stunde beschenkt, am Samstag geht es auf seinen Wunsch hin zum Mercedes-Museum und ich nehme an, heute in und nach der Schule lässt er sich noch von seinen Freunden feiern. Heute Abend soll ich übrigens Kürbis-Suppe kochen - Bumma-Suppe - falls sich jemand der langjährigen Leser noch daran erinnert.


lunedì 14 settembre 2015

So

So, Ferien zu Ende, und was soll ich sagen, war prima. Das straff organisierte Ferienprogramm (und das investierte Geld) hat sich gelohnt, das Gewälzt inklusive Mir ist aber sooo langweilig Gebrüll hielt sich in Grenzen. Die Kinder waren überraschend glücklich und zufrieden und so bin ich es auch.

Silencia war letzte Woche noch einen Tag im Lego-Land, hat Capoeira getestet und am Samstag noch Trickfilme mit dem ipad gemacht, ilfiglio war seit letztem Wochenende im Zeltlager und kam am Samstag deutlich erschöpft wieder nach Hause, es war sehr schön, allerdings doch recht kalt, vor allem nachts und er trug dieses Mal zum Schlafen wohl einfach alle mitgegebene Kleidung auf einmal ;-)

So, und nun hat uns der ganz normale Alltag also wieder, ich muss auch dringend wieder arbeiten, das hat diese Ferien irgendwie gar nicht geklappt ... aber es läuft ja zur Zeit eh ganz gut, ich hab meine für dieses Jahr gesteckten Ziele erreicht und da darf man auch schon mal Urlaub machen ;-) Allerdings ... ich will das neue iphone ... ganz dringend und meine innere schwäbische Hausfrau lässt mich das nicht bestellen, solange ich es mir nicht anständig (zusätzlich) verdient habe, also, ran an die Arbeit!!

martedì 8 settembre 2015

Gretchenfrage

Die derzeitige Gretchenfrage dürfte in etwa so lauten: Sag, wie hält Du es mit den Flüchtlingen?

Neulich habe ich ja schon mal angedeutet, dass ich versuche, als Deutschlehrerin einzuspringen. Ehrenamtlich. Im Nachbardorf, wo es schon immer ein Asylbewerberheim gibt. Ich habe früher schon Deutsch unterrichtet, an der Uni hier für ausländische Studierende, in den USA an der Uni als Teaching Assistant - sprich ich kann das, ich mach das gerne und nachdem ich in Genua ja Italienisch in genau so einem Kurs (Corso di Alfabetizzazione per Immigrati) gelernt habe, habe ich auch so eine ungefähre Vorstellung, was mich da erwarten würde. Und wie unglaublich wichtig das ist.

Jetzt sind diese Kurse aber Nachmittags, was ein wenig (dezente Untertreibung) mit dem Familienalltag und der zu leistenden Kinder-Logistik kollidiert und so habe ich mich der netten Organisations-Frau darauf geeinigt, dass ich erst einmal die Stundenpläne der Kinder abwarte und dann schaue, ob und wie sich das organisieren lässt. Mitbringen dürfte ich sie auch, so viel Kontakt wie möglich, aber ich weiß noch nicht, ob sich das sinnvoll verbinden lässt (also ich lehrend, die Kinder lärmend - oder so).
Also erst einmal abwarten. Vielleicht findet sich auch noch eine andere "Organisation", die irgendwas am Vormittag hat. Ich denke, Hektik ist da nicht angebracht, im Moment helfen ja alle gerne, schnell und viel mit Sachspenden und bei der Aufnahme, der Deutschunterricht wird ja aber noch länger dringend gebraucht, also lieber was sinnvoll organisiertes als jetzt schnell irgendwas, was ich gar nicht lange durchhalten kann.

Aber unsere Winterjacken und Mäntel werde ich jetzt mal durchgehen, aussortieren und dann zur Kleiderkammer bringen. Demnächst kommen neue Flüchtling an.

Ansonsten noch der Hinweis auf die Aktion Blogger für Flüchtlinge, bei der man sich beteiligen kann, Geld spenden kann, aber auch konkrete Hilfsangebote findet. Eine sehr schöne Aktion!



Einfach auf das Logo klicken.


P.S.: Und wenn wir das tatsächlich alles hinbekommen, das mit den Flüchtlingen, dann wäre ich tatsächlich bereit so was zu sagen, wie dass ich stolz bin zu diesem Land zu gehören (und das aus meinem Munde)

lunedì 7 settembre 2015

Nachgeschlafen

So, das mit dem Tagebuchbloggen am Samstag hat ja grandios geklappt ... Fotos habe ich auch keine gemacht ... und jetzt erst einmal 14 Stunden am Stück nachgeschlafen. Ich würde sagen, das spricht alles für eine sehr gute Party :-) Wie immer, wenn ich mir eigentlich ja unbekannte Internetmenschen treffen, dann wird es toll, so als kenne man sich seit Jahren und träfe sich eben endlich mal wieder - und das gilt faszinierenderweise ja auch für Menschen, die nicht einmal selbst bloggen, sondern die ich sozusagen nur über die Kommentare kenne (ebenfalls schon mehrmals äußerst positiv getestet ;-))

Mein ganzer Respekt gilt allerdings den Mädels, die das alles - fast 1 Stunde Zug, 4 Stunden und mehr Auto, dann Party bis Mitternacht (Tertia schlief um 23 Uhr dann endlich auf Sofa und Schoss ein) , Schlafen, 4 Stunden Auto und wieder fast 1 Stunde Zug - relativ klaglos mitgemacht haben, vermutlich hätte ich Tertia besser zu Hause gelassen (aber das Geschrei, dass sie nicht mit darf aber Silencia möchte ich mir gar nicht vorstellen ...), aber es ging dann ja doch irgendwie, auch wenn die anwesenden Kinder alle mindestens doppelt so alt waren und Gott sei Dank musste ich ja auch nicht Auto fahren (Danke!). Außerdem gab's ja zur Belohnung eine Barbie von der Tochter des Hauses (Tertias Augen haben ihre Größe noch mal verdoppelt ;-) so glücklich war das Kind - Silencia hat allerdings angedroht, sie samt Barbie aus dem gemeinsamen Zimmer rauszuschmeissen)

So, und jetzt wieder schnöder Alltag, die Wäsche und die letzte Ferienwoche warten. 

sabato 5 settembre 2015

5. September

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? und heute könnte ich eigentlich so richtig was bloggen, was nur Leute bloggen können, die bloggen ... (oder so). Ich mach mich nämlich heute auf, den 40. Geburtstag einer Frau zu feiern, die ich bisher noch nie persönlich getroffen oder gesprochen habe, sprich, die ich nur über ihren, inzwischen nicht mehr existierenden Blog kenne.Und es kommen lauter andere Leute, die ich ebenfalls nicht kenne, also wenn, dann über ihre Blogs, aber von einigen kenne ich nicht mal die Blogs bzw. lese diese gar nicht oder ich kenne sie nur von Kommentaren in Blogs und *uaaaaah* ich kenne also niemanden so wirklich. Ich bin also sehr gespannt wie das wird.(nicht, dass ich nicht selbst schon Blogger-Treffen organisiert hätte, aber ...)  Mit kommen werden als Begleitschutz Silencia und Tertia (ilfiglio fährt heute ins Zeltlager und miomarito darf eine Wochenende durcharbeiten)

Eigentlich wollte ich aber darauf hinaus, dass ich nicht weiß, wie und ob ich zum Tagebuch bloggen komme. Ich blogge ja doch immer vom heimischen Rechner aus, vielleicht mal von miomaritos macbook am Lago ... aber per smartphone eher nicht .. mal schauen ... sollte hier Stille einkehren, dann gilt wie immer - einfach bei Instagram mal reinschauen, ansonsten ... ist halt Stille.

6:30 Uhr ich schleiche mich aus dem Bett und hoffe, dass Tertia noch etwas weiter schläft ... Kaffee!

7 Uhr - da ich jetzt schon mehrmals darauf angesprochen wurde und gerade wieder zwei Emails reinkamen - Ja, das ist Tertia, das Mädchen auf den überall hängenden WWF-Plakaten, die im abgebrannten Regenwald "sandelt".

7:30 Uhr ich schmeisse die Mädchen aus dem Bett, in einer Stunde fährt unser Zug. Später werden wir dann eingesammelt und fahren mit einer mir eigentlich auch völlig unbekannten "Gästin" weiter bis fast nach Salzbug ...  Dort werden wir dann bei unbekannten Menschen übernachten (Airbnb) und mit unbekannten Menschen Party feiern :-) Ilfiglio steht auch auf, er fährt heute in Richtung Biberach ins Unterstufen-Zeltlager.




giovedì 3 settembre 2015

Sommerurlaub - Lago

Nach dem Abbau des Zeltes ging es dann erst einmal nach Vicenza, den Neuankömmling der Familie besuchen (hier war er ja noch im Bauch) und sassen dann wie man sich das so vorstellt in einer Bar, mit miomaritos Großcousin (oder so), seiner Frau, dem Baby, einem eher verrückten Onkel, dem aus Rom auf Durchfahrt befindlichen Bruder der frisch gebackenen Mutter, seiner Freundin und alles ging durcheinander, laut, über den Tisch diskutieren, sich ins Wort fallen, begeistert ... vor allem der Bruder, der große Roma-Fan ist als wir ihm erklärten, dass Silencias ihren zweiten Vornamen deshalb bekam, weil Totti bei der WM 2006 den entscheidendem Elfmeter mit Löffelchen ins Tor brachte ... Veneziani gran signori, Padovani gran dottori, Vicentini mangia gatti, Veronesi tutti matti ... letztes bestätigte sich mal wieder, während die Vicentini wohl doch eher keine Katzen essen ;-) Zum Fotografieren kam ich da natürlich gar nicht.

Und dann weiter an den Lago, miomaritos Schwester erwartete uns mit dem Abendessen, 9 Leute für 2 Tage auf engstem Raum bei strömenden Regen ging allerdings überraschend gut, die jüngste ist ja auch noch klein (nicht ganz 6 Monate) und in den beiden nächsten Tagen verziehen wir uns auch immer mal wieder rum Spülmaschinen und Schuhe kaufen.

Nach der Abreise von miomaritos Schwester wird das Wetter dann auch wieder schön (kein kausaler Zusammenhang ;-)), wir gehen viel an den Strand und Segeln (Achtung Bilderflut, teilweise waren die auch schon auf Instagram, aber so viele gute Fotos werden es dann doch nicht, dass ich immer noch neue hätte)




seltenes Selfie


Tertia beim Zählen ... das Kind kann jetzt problemlos bis ca. 20 multiplizieren, im Kopf, ohne Finger usw. selbst ilfiglio war völlig perplex. Sind ja noch 2 Jahr bis zur Einschulung ... *muhaha*



Tertia bei ihrem ersten Segel-Turn 
große Freude


die Mädels bei boarden des Bootes - was relativ kompliziert ist, weil miomarito das Bott draußen anhalten und die Mädels zum Boot raus schwimmen müssen - für Silencia kein Problem, aber Tertia bekam dann doch auch immer mal wieder Panik (vor allem beim Aussteigen)


So schön!








So und jetzt wieder Alltag, Kinderbespaßung, Zeltlager für ilfiglio, Kinder-Zirkus für Silencia, Kindergarten für Tertia, Geburtstagsvorbereitungen und mein Versuch, irgendwo als Deutschlehrerin für Flüchtlinge unterzukommen. 

mercoledì 2 settembre 2015

Sommerurlaub Venedig IV

5. Tag

Wir beschließen, uns einen Tag auszuruhen, unsere Sachen vielleicht endlich mal wieder komplett trocken zu bekommen und nur zwischen Strand und Pool hin und her zu pendeln. 


Zwei Wäscheleinen voll mit nasser Wäsche, ebenso die Fahrräder und selbst das reicht nicht aus. Die Nächte sind überraschend feucht und so wird alles über Nacht wieder feucht bzw. eben nicht trocken. 


ilfiglio im Pool


Gemütliche Terrasse des Hotels, wo man aber auch als Zeltplatz-Gast herumlungern kann und vor allem W-Lan nutzen kann - und die ombra darf auch nicht fehlen ;-) Wir beschließen es heute wirklich ruhig angehen zu lassen und am Abend auch noch Essen zu gehen - früh ;-) früh vor allem auch deshalb weil Tertia entdeckt hat, dass die allabendliche Mini-Disco (Disco für Kinder) il coccodrillo come fa spielt (Tertias Lieblingslied, dass sie noch aus Zeiten der italienischen Babysitter-Studentin kennt). Die Tage davor waren wir entweder nicht da, oder aber Tertia schlief schon und nur Silencia sprang auf der Mini-Disco herum. Heute hatten wir ihr versprochen, dass sie zum coccodrillo dürfe.




Heute essen alle Pizza - sehr nettes Strandlokal direkt am Strand und direkt neben unserem Campingplatz. Dann ging es schnell, schnell zurück auf den Campingplatz, Silencia hatte sich schon während des Tages mit einem Mädchen aus München angefreundet und zur Disco verabredet, Tertia sang bereits seit Stunden il coccodrillo come fa. Als wir ankommen, hat die Musik bereits begonnen und - Gott sei Dank ist Tertia überglücklich auf der Bühne tanzen zu können - il coccodrillo wird nicht gespielt. Wir müssen also morgen noch mal kommen.

6. und letzter Tag

Heute steht auf Wunsch der Mädchen Maske-Kaufen in Venedig (Tertia) und Murano (Silencia) auf dem Programm. 


Leider fährt dieses hier in die falsche Richtung 


Anfahrt auf Venedig

Wir kaufen Tertia (und Silencia) eine Karnevals-Maske, im ersten Geschäft, das wir am Montag gesehen hatten, gehen im gleichen Supermarkt wieder einkaufen und Essen auf dem gleichen Platz panini wie schon am Montag. Dann geht es weiter nach Murano - was ganz, ganz fürchterlich ist. Wir schauen kurz einem Glasbläser zu, bestaunen die Hässlichkeit in den Auslagen, jeder bekommt eine granita und dann fahren wir ganz schnell wieder zurück nach Venedig, um die Stadt noch einmal mit dem vaporetto zu umfahren (dieses Mal die andere Hälfte) - dann geht es heim zum Zelt, zur einer neuen Runde salsicce auf dem Grill und endlich il coccodrillo come fa für Tertia ;-)




So schön - wir kommen sicher wieder
(und weiter zum Lago)


Sommerurlaub Venedig III

3. Tag

Am dritten Tag schüttet es, wir sind uns nicht sogwirklich sicher, ob unser Baumwollzelt das aushält ... da die Kinder alle sehr müde sind, bleiben wir alle erst einmal im Zelt, schlafen uns einigermaßen aus oder lesen fleißig. Miomarito übernimmt die undankbare Aufgabe, Essen einzukaufen - dummerweise fällt uns das nämlich erst ein, als der Campingplatz das Benutzen der Autos (13-15 Uhr) nicht mehr erlaubt ...


überfluteter Campingplatz 

Miomarito wird dann aber langsam endgültig unruhig und beschließt, zusammen mit Silencia doch nach Venedig zu fahren. Ilfiglio streikt, ich möchte mit Tertia auch lieber einen Ruhetag einlegen und teilen wir uns auf. Miomarito und Silencia verpacken ihre Ersatzkleidung in Plastiktüten, schwingen sich auf die Räder und gehen die goldenen Pferde ansehen.

[ich hatte den Kinder vor der Abfahrt das Buch Lavendel in Venedig gekauft, das wirklich ein sehr schönes, leider nicht mehr aufgelegtes Buch etwas veraltetes Buch (Lavendel wird Lire- Millionärin)für Kinder zum Thema Venedig ist - geschrieben übrigens, das wusste ich aber gar nicht, von Christina Björk, welche die Linnea-und Linus-Bücher geschrieben hat, darunter Linnea im Garten des Malers, eins meiner Lieblingsreisebücher (über Paris bzw. Monet) als Kind]

Ich bleibe mit den beiden anderen im Zelt, verhindere, dass sich in Flut IN unserem Zelt weiter ausbreitet, Tertia hört Hörbücher und spiel Tiptoi, ilfiglio liest. Als es aufhört zu regnen gehen wir kurz an den Stand und wärmen uns die Füße im warmen Adria-Wasser ;-)




4. Tag

Endlich scheint wieder die Sonne, die Kinder verschwinden mit miomarito an den Pool, ich versuch etwas Ordnung ins Chaos zu bringen. Danach geht es an den Strand.



Der Plan für heute heisst, neue 3-Tages-Tickets für die großen Kinder besorgen, kurz nach Venedig rein fahren und dann am Abend auf Le Vignole essen zu gehen. Letzteres war mein Wunsch, weil ich in den 10 Sekunden, in denen ich mal den Reiseführer haben durfte ;-) einen sogenannten Geheim-Tipp entdeckt hatte (Geheimtipps in Reiseführern sind ja so eine Sache ...), eine eher rustikale Trattoria, in der man gut und günstig essen könne.

Das erste Problem entsteht dadurch, dass man von dort nicht mehr nach Punta Sabbioni kommt, sondern nur nach Treporti - was genau so weit von unserem Campingplatz weg ist wie Punta Sabbioni - aber wir müssen natürlich wegen der Räder auch von dort Richtung Venedig abfahren. 



Dort kann man dann aber nicht wie gedacht das günstige 3-Tages-Ticket für die großen Kinder kaufen. Wir nehmen also das nächste Schiff, bezahlen für die Kinder normal und versuchen dann in Venedig selbst das 3-Tages-Ticket zu kaufen - was sich also größere Herausforderung herausstellt, vor allem weil wir - wie sich im Laufe der Suche ebenfalls herausstellt - zum Bahnhof müssen. Was bedeutet, wir müssen einmal quer durchs volle Venedig laufen und dann wieder zurück ... dazwischen gibt es Bestechungseis für die Kinder und Beruhigung-Ombre (Glas Weißwein) für die Eltern.






Trotzdem immer noch sehr schön da



untergehende Sonne über Venedig vom Vaporetto Nr. 13 aus


Das nächste Problem zieht deutlich sichtbar am Himmel auf. Meine Wetter App hatte zwar hartnäckig versprochen, dass es bis kurz nach Mitternacht trocken bleiben soll - die heraufziehende Wolkenfront verspricht anderes ... wir sind sommerlich bekleidet und haben keine Regenjacken oder ähnliches dabei .. weil es sollte ja trocken bleiben ...





Auf Le Vignole angekommen schauen wir uns in der beginnenden Dunkelheit erst einmal interessiert um, die Insel ist ja so etwas wie eine Gemüse-Insel, früher wurde von hier (und Sant’Erasmo) Venedig versorgt, jetzt wohnen nur noch wenige Menschen hier und irgendwie steigt auch sonst niemand aus ... vielleicht doch ein echter Geheimtipp ... oder heute Ruhetag ... oder es gibt den Geheimtipp gar nicht mehr? Nach einigen hundert Meter entdecken wir allerdings ein Schild Trattoria Alle Vignole - alles gut. 

Was dann folgt begeistert mich sehr, einfach weil ich so etwas sehr mag und es auch in etwa so ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir sind tatsächlich die einzigen Touristen, das Ganze hat etwas von einem Biergarten, man holt sich die Getränke usw. selbst, bekommt das Essen dann aber an den Tisch gebraucht, es ist laut, italienisch und wir reden uns fleißig ein, dass das mit dem Wetter schon noch hinhaut - jedenfalls so lange, wie niemand die Sturmfenster einsetzten würde (unser Witz seit Kroatien und die Bora). Es dauert nicht lang und die Wände des quasi offen stehenden Hauses werden eingesetzt ... wir essen aber fröhlich (und lecker) weiter, Tertia schläft wieder auf dem Schoß ein, es beginnt zu regnen, wir essen den absonderlichsten Nachtisch seit langem:




Schokoladen-Wurst
(selbst Silencia, der fleischfressenden Pflanze wird es zu viel)

Und machen uns dann gegen 22 Uhr durch den Regen rennend auf zum Boot - das dann nicht kommt.   Witzig. Tertia ist inzwischen wieder wach und friert erbärmlich. Miomarito stellt sein Polo-Hemd zu Verfügung, zwei italienische Familien gesellen sich zu uns an die - immerhin überdachte - Anlegestelle und schenkt uns eine - vermutlich ursprünglich von der Trattoria ausgegebenen - dicke Mülltüte mit ausgeschnitten Löchern für Arme und Kopf, die wir Tertia anziehen. Wir unterhalten uns, diskutieren das Schilfproblem und miomaritos Herkunft - wenn ich mich richtig erinnere - und dann kommt ihr Boot (das aber nicht in unsere Richtung fährt) und sie schenken uns drei ihrer Jacken für Silencia, ilfiglio und mich, damit wir nicht so frieren. Wo gibt es denn das?! Wir können es kaum fassen.
Wir warten dann immerhin etwas wärmer weiter auf das nächste Boot in unsere Richtung, dass dann tatsächlich irgendwann - vermutlich so gegen 23 Uhr - kommt, d.h. zunächst denken wir, es handle sich um ein privates Motorboot, so klein ist es, aber nein, es ist tatsächlich die Linie 13 - (oder der "Nachtbus" ... wenn ich mir jetzt den Plan so anschaue und mir überlege, wie lange wir unterwegs waren). Wir quetschen uns unter Decke, es gibt ein paar wenige Mitreisende und knapp über der Wasseroberfläche schippern wer gefühlte Stunden (vermutlich aber "nur! eine) durch Wind und Gewitter bis wir endlich in Treporti ankommen - wo uns im strömenden Regen unsere Fahrräder erwarten (Freude!). Miomarito fährt mit der im Fahrrad-Sitz schlafenden Tertia voraus, ich mit den beiden Kinder hinter her und versuche dabei gute Stimmung zu verbreiten, damit wir irgendwie nach Hause ins Zelt kommen. Das schaffen wir tatsächlich, bis auf die Haut durchnässt und entsprechend frierend und müde. Aber wir sind im mehr oder weniger Trockenen und können endlich schlafen.

Demnächst mehr.


martedì 1 settembre 2015

Sommerurlaub Venedig II

2. Tag

Von der in den Kritiken angekündigten nächtlichen Disko-Musik konnten wir nichts hören (und schieben das auf das für italienische Verhältnisse eher schlechte Wetter), aber trotzdem erst einmal eine große Runde Kaffee - die großen Kinder verschwinden zum Pool:

Dann ging es ab an den Strand - mit überraschend - also für Adria überraschend - vielen Wellen und tatsächlich abfallendem Ufer ;-) Angenehm, da nicht so viele Leute (wir schieben das auf das für italienische Verhältnisse eher schlechte Wetter ;-)) 


Aber man kann ja nicht den ganzen Tag am Strand herumliegen, wenn es ringsherum so viel zu sehen gibt. Also pünktlich zur Mittagszeit rauf aufs Schiff (inzwischen haben wir Fahrräder, also miomarito hatte unser Allzweck-Rad samt Sitz für Tertia und das von Silencia eh eingepackt, also bekommen ilfiglio und ich vom Campingplatz zwei Räder - für die ganze Woche) 


So verbringen wir die meiste Zeit auf den Schiffen


Heute geht es von der Punta Sabbioni durch die Lagune nach Westen. eigentlich stand nur Burano auf dem Plan, aber weil das Schiff eh noch weiter nach Torcello fährt, müssen wir das noch schnell einschieben.


Von Torcello haben ich irgendwie keine Bilder gemacht - ich habe eh nur mit dem iphone fotografiert, weil ich a) schnell gemerkt habe, dass das mit dem "echten" Fotografieren, der Stadt und den Kindern eh nix wird und b) ich dann ja auch mal richtig Urlaub machen könnte anstatt mich zu ärgern, dass ich jetzt eigentlich da und da sein müsste und das Licht und wenn man jetzt nicht schon wieder nach hause usw. - also keine Bilder von Torcello, da die Kinder etwas sauer waren, weil heiss, weil öh ... doofe Kirche und überhaupt -  und erst nach einer Runde Granita wieder etwas kooperativer wurden. Also hier nur ein Bild eines wartenden Taxi-Fahrers am Ende des Canale in Torcello.
(Torcello ist deshalb so interessant/wichtig, weil es quasi die Vorgängerstadt von Venedig ist, heute wohnen hier nur noch eine Handvoll Leute, früher (also so 9.-10. Jahrhundert) waren es aber mal 20 000 - was man sich heute absolut nicht mehr vorstellen kann.

Dann ging es weiter bzw. wieder zurück nach Burano, was wirklich entzückend ist. Venedig in klein und bunt. 


Komischerweise werden hier aber gegen 18:30 Uhr die nicht vorhandenen Bürgersteige hochgeklappt und als dann kurz darauf auch die Stühle und Tische vieler Lokale reingestellt werden, werden wir recht unsicher, was unsere Rückfahrt ans Festland angeht. Während Tertia die Häuser verteilt - Das grüne da ist für die Silencia, ich nehme das rosane, nein, doch das lilane, nein, dort das violette ist vielen schöner und Mama, für dich ... - versucht miomarito herauszubekommen, wann denn das letzte Schiff fährt. Zum ersten Mal ist jemand - die Auskunft an der Anlegestelle - nicht freundlich (ich war den letzten Tag ganz fasziniert davon, die freundlich und hilfsbereit die Venezianer waren, trotz der Massen von Menschen, die sich da täglich durch die Stadt schieben) und so konnten wir nur spekulieren, was die Punkte, Striche und Abkürzungen auf den Plänen bedeuten sollten ... also  nahmen mit den jetzt doch sehr müden Kindern einen aperitivo in Sichtweite der Anlegestelle ein und beschlossen, sicherheitshalber doch erst mit dem Schiff aufs Festland zu fahren und dann Essen zu gehen. 


Hier kann man auch Tauben jagen - etwas übersichtlicher als auf dem Markusplatz ;-)






Wir fahren also mit dem Boot wieder zurück nach Punta Sabbioni, schwingen uns dort auf die Fahrräder und essen zu später Stunde in einem typischen Touristenlokal Pizza (die großen Kinder), "Pommes!" (Tertia) und Fritto Misto (Eltern) ... mit deutschem Wirtshaussalat ... wir verlangen zu wissen, welche der Flaschen mit weißer, fast durchsichtiger Flüssigkeit das Öl und welches der Essig sein soll - bei der zweiten Nachfrage bekommen wir dann (vermutlich direkt aus dem Geheimdepot aus der Küche) Olivenöl und Balsamico - geht doch ;-) Tertia kippt nach ihrer Portion um und schläft auf der Bank mit Kopf auf meinem Schoss (oder war es miomaritos?) ein. Abfahrt nach Hause ins Zelt.