domenica 8 febbraio 2015

Menno, warum machen wir am Wochenende nie was tolles?

Menno, warum machen wir am Wochenende nie was tolles?! So wie alle anderen?! lautet ein Standard-Jammer-Satz der großen Kinder. Ich weiß auch nicht …

Heute: Schlittenfahren. Ich und drei Kinder, da miomarito Garage ausräumen muss. Genörgelt wann wir endlich fahren wird ab 8:30 Uhr - auch wenn ich gleich klipp und klar unsere Abfahrt für NACH DEM MITTAGESSEN ankündige. Als es dann Mittagessen gibt (Kartoffelauflauf), will keiner was essen, weil eklig, hab kein Hunger, äh, das hab' ich doch gestern schon gegessen (nein, hast du nicht!) usw. Nach erfolglosen Erklärungsversuchen, warum man beim Schlittenfahren was im Magen haben sollte, erste wenn-dann-Drohungen: Wenn kein Mittagessen gegessen wird - dann fahren wir nicht. Gemaule und Gemotze, aber gegessen wird dann nach einer halben Stunde Theater doch. Anziehen, dabei das gleiche Theater noch mal mit dem Gang auf die Toilette, dann eine fast halbstündige Fahrt zum Rodelberg auf der Schwäbischen Alb.
Erst wird sich mal ausgiebig im Schnee gewälzt und die Mutter für total doof erklärt, weil sie anmerkt, dass dabei vielleicht eine Menge Schnee in/unter die Klamotten gerät, man kalt bekommt und man sich das doch vielleicht besser für den Schluss aufheben sollte. Stattdessen dann erstes Gestreite darum, wer welchen Schlitten (4!) benutzen darf und warum man immer nur den doofen bekommt und das sei total ungerecht  und gemein. Dann Streiterei wer mit Tertia fahren darf. Ich kehre zu den wenn-dann-Drohungen zurück, wenn das Gestreite nicht sofort aufhöre bzw. auf ein erträgliches Maß reduziert wird, dann fahren wir nach Hause. Tertia will erst alleine fahren und dann nur noch mit mir - aber auch nur auf dem Holzschlitten. Den will aber Silencia haben, weil nie darf sie und überhaupt und gemein und ungerecht. Und wenn Tertia nicht mit ihr fährt, dann ist es eh blöd, und nie und gemein und ungerecht. Tertia will jetzt gar nicht mehr Schlitten fahren sondern nach Hause. Ihr ist kalt. Geschrei und Gebrüll der Großen, weil nie kann man und immer und unrechte und gemein. Tertia will JETZT! SOFORT! nach Hause und lässt sich auch nicht mehr umstimmen. Keine 40 min nach unsere Ankunft am Berg sitzen wir wieder im Auto und fahren zurück.

Ich weiß auch nicht, warum wir am Wochenende nie was tolles machen - so wie alle anderen.


4 commenti:

Kapellenstrasse ha detto...

Hätte bei uns nicht anders aussehen können. Traurig, aber wahr. Am Samstag haben wir uns aufgeamcht in die Titanicausstellung nach Speyer: das größte Kind wollte partu nicht mit, durfte mit einer Freundin zu Hause bleiben, das mittlere fing dann auch an zu zicken, das jüngste durfte einen Freund mitnehmen, war dann aber mit der Freundeswahl plötzlich nicht mehr einverstanden, vor der Abfahrt sowieso Streitigkeiten unter den Geschwistern....
Die Ausstellung war toll!
Zum Abschlussessen in der Pizzeria gabs Tränen, weil nicht die gewünschte Pizza zu bestlellen ging. Uah: und da haben die Eltern Wochenende, endlich mal Zeit was mit den Kindern zu nachen und dann ist keiner richtig zufrieden...

IO ha detto...

@Kapellenstrasse: :-)
Man beginnt über Internate nachzudenken ;-)

Anonimo ha detto...

Oh je...
Wir haben inzwischen die Erfahrung: Wenn wir mit etwas Schönem "drohen", hauen die Kinder automatisch die Bremse rein, so dass wir auf jeden Fall mit Verspätung los gehen (egal wie viel Pufferzeit einkalkuliert war - wer hindert die Kinder daran, am Ende der Pufferzeit weiterzuzanken?) und alles schon mit schlechter Laune anfängt.

Warum eigentlich?

Anonimo ha detto...

Haben deine Kinder schon einmal eine Hochzeit mitgemacht? So mit einer Rede der Braut/Bräutigam-Eltern? Da, wo alle Peinlichkeiten der Kindheit aufgezählt werden?
Wir hatten eine Liste und haben 'notiert' und ich glaube die Kinder sind sich bis heute nicht sicher, ob da nicht noch die Rache der Eltern folgt ;-))
LG
Sabine