martedì 3 febbraio 2015

heute so …

Gestern Abend stellte ich bei einem Blick auf mein Handy fest, dass für heute einigermaßen schönes Wetter vorhergesagt wurde, und dachte mir nach den Schilderungen miomaritos von den tollen Schneeverhältnissen quasi vor der Haustüre .. also nicht der wirklichen Haustüre, da beträgt die Schneehöhe konstant irgendwas zwischen 0 und 1 cm … also es scheint ja ca. 20 min von hier auf der Schwäbischen Alb genug Schnee zumindest zum Schlittenfahren zu geben (miomarito war am Sonntag mit Tertia den halben Tag Schlittenfahren) … also dachte ich mir, Schnee und Sonne, hört sich gut an, ich brauche dringend noch ein paar Winter-Fotos.

Abends recherchierte ich dann schnell via Internet noch diverse Aussichtspunkt und gutgelegene Berge … richtete meine Winter-Ausrüstung … und beschloss, die Kinder möglichst früh aus dem Haus zu scheuchen, um dann kurz nach Sonnenaufgang auf einem Hügel zu stehen und schöne Fotos zu machen. Da ich dann doch nicht ganz so früh los kam wie erhofft, fuhr ich den Berg auf meiner Liste an, bei dem mir ein Parkplatz quasi direkt am Aussichtspunkt versprochen wurde.

Ja, den gibt es vermutlich tatsächlich, den Parkplatz (ich habe später so etwas ähnliches entdeckt), allerdings wohl nur im Sommer. Jetzt im Winter liess mich schon die Zufahrtsstraße nach wenigen Meter umkehren und mein Auto im Dorf abstellen. Also zu Fuß weiter - zunächst fand ich das doch etwas übervorsichtigt:



nach 2 km, in denen ich mich durch im tiefer werdende Schneemaßen kämpfte eine SEHR gute Idee.
Etwa am Punkt des folgenden Fotos würde ich langsam unruhig, der Schnee immer tiefer und meine Beine … nun ja … irgendwie bin ich das Laufen durch Schnee nicht wirklich gewohnt und mir fingen langsam an, die Beine weh zu tun, d.h. die Leisten beider Beine und irgendwie schien auch kein Ende des Waldes in Sicht zu sein und überhaupt, wo war ich eigentlich, kein Handyempfang, keine Schilder und vor allem kein Mensch weit und breit zu sehen.


Aber so einfach wollte ich mich nicht geschlagen geben und irgendwo müsste doch der versprochene Ausblick kommen.


Der Ausblick kam erst einmal nicht, dafür die freie Bergkuppe - und jungfräulicher Schnee so weit das Auge reichte:





Hatte ich bisher noch nie gesehen. Wunderschön!

So ge- und verblendet machte ich mich dann auch noch durch den Tiefschnee auf ans andere Ende des Berges, weil - so tat jetzt eine Wandertafel kund - es dort eben den phänomenalen Ausblick gäbe.
Auf halber Strecke zum Ausblick konnte ich eigentlich schon nicht mehr richtig laufen, aber nachdem ich mich schon den ganzen Berg hoch gekämpft hatte, war aufgeben wieder nicht drin und ich packte  meinen inneren pfälzischen Landmann Udo Bölts aus, sagte mir Quäl Dich, du Sau! und marschierte weiter tapfer und laut Schritte zählend in die angegebene Richtung.

                                   

Weit entfernt von locker …



Aber immer noch wunderschön, trotz Schmerzen



Der Aussichtspunkt war dann eher so naja … 


Aber immerhin mal wieder Handyempfang und die Möglichkeit, miomarito anzurufen und ihm zu erklären, wo ich mich befand und dass ich für den Rückweg (*uah*) bestimmt noch einige Zeit brauchen würde. 



Ich weiß nicht mehr, wie lange ich für die besch … Strecke zurück gebraucht habe. Ich weiß nur, dass ich das letzte mal vor fast 4 Jahren solche Schmerzen hatten und ich mir zwischendurch ernsthaft ausgerechnet habe, wie lange es wohl dauern würde, bis miomarito merken würden (Handy inzwischen komplett tot), dass irgendwas nicht stimmt, ich schon längst wieder zu Hause hätte sein müssen und er Hilfe schicken würde. Immerhin schien die Sonne und es war verhältnismäßig warm - und wenn ich stehen blieb, hatte ich auch keine Schmerzen mehr, dafür konnte ich mich dann natürlich kaum überwinden wieder weiter zu laufen. Irgendwann versuchte ich auch mal abzukürzen, nicht tun meinen Fußspuren zurück zu gehen, und sank prompt bis weit über die Knie ein .. ganz toll. Was für eine total bescheuerte Idee alleine hier herumzulaufen … es gab ja nicht mal Fußspuren von vor ein paar Tagen, höchstens von Tieren …

Irgendwann habe ich es dann aber doch geschafft mit ein paar Tränen in den Augen und selten war ich über den Anblick eines Waldes so erfreut (Wald - weniger Schnee) und noch schöner fand ich es, dass  jemand anscheinen nicht so schlau (naja … von schlau sollte ich vielleicht heute nicht sprechen …) wie ich gewesen war, sondern versucht hatte mit einem Auto den verschneiten Weg hochzufahren und fast oben angekommen wieder umgedreht war, so dass ich einen relativ komfortablem Abstieg hatte, da ich in den Reifenspuren laufen konnte.

Von da ab war ich dann auch relativ schnell wieder zu Hause, gerade zu dem Zeitpunkt als miomarito begann, sich zu überlegen, was er machten sollte, falls er mich weiter auf meinem Handy nicht erreichen würde und ob ich wohl in irgendeiner Schneewehe liegen würde. Mein Bedarf an Erkundungstouren auf der Schwäbischen Alb ist zumindest für die Wintermonate jetzt erst einmal gedeckt … Durch Tiefschnee laufen ist dann doch nochmals was ganz anderes … jedenfalls für mich Flachland-Menschen …

Ich hoffe, ich kann morgen wieder Treppen laufen  - und muss auch nicht wie heute Nachmittag im Supermarkt den Einkaufswagen als Rollator benutzen …

7 commenti:

hiddenlidar ha detto...

Es tut mir leid, aber ich habe herzhaft gelacht. Ich kenne das so gut, dieser schmale Grad zwischen "Ich gehe nie wieder irgendwo hin" und "Reiß Dich mal zusammen, andere besteigen 8000ern". Und die Fotos sind der Wahnsinn! Hut ab vor der Leistung. (Ob ich jetzt den Marsch oder die Bilder meine, darfst Du Dir aussuchen.;-) )

stadtfrau ha detto...

also erstens: unfassbar coole fotos, wow!
udn zweitens: :DDD was machst du denn immer für sachen? hab mich herrlich amüsiert ;)

Anonimo ha detto...

Tolle Bilder!! Wow. Die Entstehungsgeschichte klingt allerdings wirklich äusserst anstrengend. Du Arme.

LG, Ina

casa.curiosita@gamil.com ha detto...

Die Bilder sind dafür aber wirklich wunderschön geworden! Wir können uns hier über Schnee nicht wirklich beschweren, bei uns liegt hier immer noch genügend : )

LG
Marion

Meeresrauschen ha detto...

Ohh, herrliche Bilder! Also ich hab ja nicht deine Schmerzen und Bedenken empfunden, also kann ich sagen, dafür hat sich der Ausflug doch gelohnt ;-)
Viele Grüße,
Kathrin

IO ha detto...

Es war schon toll, Schmerzen vergisst man ja wieder, aber den Anblick dieser unberührten Schneelandschaft werde ich nie mehr vergessen - aber nochmals machen muss ich das auch nicht ;-)
Am Wochenende noch mal Schlittenfahren mit den Kindern auf der Alb und dann bitte schön FRÜHLING!!

Mama Laura ha detto...

Wahnsinnig schöne Bilder! :-)
Da bekommt man gleich Lust auf Urlaub. Danke für die schönen Impressionen!