sabato 3 agosto 2013

Die Rückkehr des nicht wirklich verlorenen Sohns

Als ich heute mit den Mädchen zu ilfiglio ins Zeltlager fuhr (miomarito kam mit dem Fahrrad nach), um den nicht wirklich verlorenen Sohn wieder in meine Arme zu schließen (etwas, was mir zu seiner Erleichterung niemals einfallen würde), da war ich schon sehr gespannt, ob ihm der einwöchige Aufenthalt unter bekennenden Jungscharlern (oder überhaupt Gruppe, oder überhaupt Zeltlager, oder überhaupt so lange weg) gefallen haben würde.

Und was soll ich sagen, es begrüßte uns ein sonnengebräuntes (oder vielleicht auch nur komplett verdrecktes), müdes, leicht heiseres, aber glückliches Kind. Eine Stunde lang hörte ich kein Gemotze, keine Kritikpunkte und kein Herumgenöle über dies oder jenes. Mir wurde von Nachtwachen erzählt, von Überfällen und verteidigten Fahnen, von einem Saloon mit Pokersessions, von Spüldiensten und Kloputzen, von der Tatsache, dass sie morgens um halb 8 zunächst durch mehre Blechbläser am Sammelplatz geweckt wurden, wer nicht aufstand bekam dann Besuch vom Tuba-Spieler IM Zelt und wenn das nicht half wurde man wohl kurzerhand ins Wasser geschmissen, von Spielen und Wettbewerben, von Lagerfeuern (okay, später kam dann das Gemotze über die viele zu singenden christlichen Liedern dazu) bis zum Himmel, vom Aufbleiben bis Mitternacht, von lustigen Tagesrückblicken mit Winntouch, Ranger und einem rosa Häschen, von Todeslisten und Mörderspielen, Schnitzjagden, Wasserschlachten und überhaupt.

(der selbst zu gestaltende Gottesdienst am Sonntag, die tägliche Bibelarbeiten und wie gesagt das viele Gesinge war im Gegenzug wohl zu ertragen)

Ich hatte das Gefühl, die Kinder (alle zwischen fast 9 - also ilfiglio war der Jüngste - und 15 Jahren) hatten einen Mordspaß, 70 waren es insgesamt, was bei einem so kleinen Dorf wie unserem schon enorm ist und ich hoffe inständig (für uns Eltern, aber auch für die Kinder), dass diese Woche Zeltlager sich auch bei unserer Familie zu einer Art Institution entwickelt.

Hach, und auf der Rückfahrt nervte ilfiglio dann eine Ewigkeit wegen irgendwelcher meinerseits nur wagen Informationen zu Wasserschutzgebieten, Fahrbeschränkungen für Gefahrentransporter, Baubeschränkungen und Straßenbauvorschriften - ich hatte ja gesagt, ich hätte ihn vermisst ;-)

4 commenti:

Anonimo ha detto...

Ach, einen kurzen Augenblick hab ich mir gewünscht, er wäre bekehrt und würde euch mit christlichen Botschaften aufmischen ... Schön, dass er wieder da ist!

Eva

IO ha detto...

Das wird dann Silencia in zwei Jahren machen ... da steht ja vermutlich auch noch Kommunionsunterricht an!

vreni ha detto...

Das klingt abgesehen von Christenkram wie bei den Pfadfindern. Vielleicht eine Alternative? T geht wöchentlich Samstag Nachmittag hin (sowie ins herbstlager) und findet es toll.

IO ha detto...

Das ganze hat mich schon auch an meine Besuche im - vermutlich - Surseer Pfadi-Lager erinnert, auch wenn die noch deutlich spartanischer waren.

Bei uns sind die Pfadfinder hier katholisch und in der Stadt, das hatten wir uns auch schon mal überlegt, aber ilfiglio wollte dann nicht hin, weil die eben normalerweise eher basteln, singen usw. und das findet er ja eher doof. Er ist hier im Dorf ja auch nicht bei der Jungschar.