venerdì 30 agosto 2013

entspannte Grüße aus der Pfalz

Seit gestern bin ich bei meinen Eltern, melde mich aus deren Garten, während die großen Kinder drinnen relativ friedlich mit Stadt, Autos und Straßen spielen, Tertia zu meinen Füßen im Sandkasten Suppe kocht und über mir im Minutentakt die Amerikaner fliegen und "ihre Truppen" in Stellungen bringen.

Gestern Abend habe ich noch lang mit einem meiner Brüder zusammengegessen und u.a. gemeinsame Urlaubspläne fürs nächste Jahr geschmiedet (ich habe das Trauma des diesjährigen Urlaubs noch lange nicht verdaut, da hat man schon nur 10 Tage Jahresurlaub und der ist dann derartig besch ....), vorhin Zeitschriften meiner Mutter durchgeblättert und geschaut, von welchen Agenturen die Bilder stammen und ob ich da meine Bilder auch habe (Agentur Nr. 2 arbeitet mit 150 (oder so) internationalen Agenturen zusammen, so dass ich inzwischen eine ganz gute Abdeckung habe) und morgen steht ein Familientreffen mit einem Teil der Familie  (Teile sind im Urlaub, Teile auf einer Hochzeit, aber es bleiben immer noch genug übrig ;-)) auf dem Programm.

Und dann ist das ja noch die Causa FCK samt Stadionbesuch. Mein erste Stadionbesuch mit dem Sohn und ich hoffe inständig, er wird kein bekanntes Gesicht antreffen ... aber das ist erst am Montag und bis dahin wird ENTSPANNUNG groß geschrieben ...

mercoledì 28 agosto 2013

Zähl-Kind


Eine Leidenschaft Tertias scheint das Zählen zu sein, wenn immer sie kann, zählt sie, Tiere in Bilderbüchern, Blumen in Bilderbücher, wie viele Teller auf einem Tisch stehen, wie viele Fenster ein Haus hat, wie viele Autos an der Ampel stehen oder wie viele Menschen an der Kasse ... neulich war sie plötzlich verschwunden und ich fand sie im Badezimmer wieder, wo sie verzweifelt versuchte, die Löcher im Gitter unseres Wäschekorbs zu zählen (100!) - bis zwölf kommt sie und dann geht es drunter und drüber, aber für den Alltag (nicht für Wäschekörbe ;-)) reicht das ja in der Regel auch aus. 
Ilfiglio versucht ihr übrigens Rechnen beizubringen - Guck mal Tertia, da sind zwei Äpfel und jetzt tun wir noch drei dazu - das sind?!  - Gott sei Dank ist er zu faul tatsächlich Äpfel anzuschleppen und so klappt es gar nicht, also das Zusammenzählen der imaginären Äpfel. Ich hoffe, das bleibt auch noch etwas länger so.

Schnipsel

Man kann nicht behaupten, dass es derzeit hier super entspannt wäre, aber definitiv deutlich besser als im Urlaub. Trotz des ständigen Regens und der Tatsache, dass derzeit keine weiteren Kinder im Dorf sind. Und Morgen fahren wir dann zu meinen Eltern - also die Kinder und ich, miomarito bleibt weiter fleißig am Schreibtisch sitzen, gezwungenermaßen.

Gestern dafür lustiges Beisammensein am Abend mit Freunden, hatten wir auch schon länger nicht mehr und schön war's (importierte Troffie mit tatsächlich leckerem Pesto aus deutschem Basilikum und importierter Monte Baldo-Käse mit Mostarda *hmmmm*)

Ebenfalls gestern habe ich meine Bilder endlich bei Agentur Nr. 3 online gesehen ... und jetzt sind sie wieder verschwunden ... hm ... aber ich habe ein Beweisfoto ;-)

Na, mal schauen, wie das weiter geht ...

Tertia finde ich zur Zeit völlig faszinierend, nicht nur, dass sie unglaublich höflich und freundlich ist, sie gibt auch so Sätze von sich wie Mir bissche langweilig is', ich glaub', iche mir Puzzle hol und bissche puzzle, im Wohnzimmer, ja Mama?! Und danach räumt sie es auch einfach so wieder auf!!

Ansonsten schaue ich jeden zweiten Tag auf die Homepage von ilfiglios Gymnasium, ob da jetzt schon die AGs mit Zeitpunkt fürs neue Schuljahr aufgelistet sind ... wenn alles klappt, dann werde ich Mittagessen zumindest zum Teil outsourcen (es gibt ein mir sinnvoll erscheinendes Programm für die 5. Klässler "Essen und Reden", wo sie von 9. Klässlern beim Mensa-Gang unter ihre Fittiche genommen werden), ebenfalls die Hausaufgaben (Hausaufgabenbetreuung für 5. Klässler separat, durch Lehrer, ältere Schüler und Lehramtsstudierende) -  Latein-Vokabeln will ich aber selbst abfragen! ;-)) - und dann gibt es eben zwei bis drei Nachmittage entweder AGs oder Hort bis zum Fußballtraining. Und wehe, der Kerl ist dann nicht glücklich und ausgelastet!

[wenn ich dann dann ans nächste Frühjahr denke, wenn Tertia bis 14 Uhr (oder so) im Kindergarten ist, dann bekomme Schnappatmung - ich habe ja auch nur ein inzwischen mehrere Seiten lange Liste mit Foto-Ideen und Plänen ... und nach Barcelona müsste es dann ja auch mal gehen ...]

So, und jetzt muss ich schnell das Schlafzimmer aufräumen, denn wir bekommen die letzten - Dach - Fenster ersetzt.

P.S.: Damit ilfiglio und Silencia nicht unrecht getan wird - sie spielen seit gut einer Stunde in ilfiglios Zimmer zusammen Lego und ich habe bisher kein einziges lautes Wort gehört, geschweige denn ein MAAAMAAA!  Geht doch! 

martedì 27 agosto 2013

scherzo!

Als die Mädchen in Italien im Schuhladen sündhaft teure Sandalen anprobierten, wollte die Verkäuferin wissen, ob sie noch für dieses Jahr seien oder aber eher im nächsten Sommer passen sollten. Spaßeshalber meinte ich zu ihr, dass wenn wir nach Deutschland zurück kehren würden, der Sommer dort schon längst vorüber sei und niemand mehr Sandalen bräuchte - also bitte Schuhe fürs nächste Jahr.
Das war als Scherz gedacht ... also irgendwie jedenfalls ...

lunedì 26 agosto 2013

Zeichen und Wunder

Silencia und ilfiglio haben eine Dreiviertelstunde zusammen ruhig in ilfiglios Zimmer GESPIELT. Dass ich das noch erleben darf!

(Inzwischen sind sie aber wieder zu gegenseitigem Beleidigen, Anbrüllen, Angreifen, allgemeinen Herumgewälzte und ständigem MAAAMAAA! zurückgekehrt. Nächstes Jahr vielleicht wieder ...)

domenica 25 agosto 2013

ungünstig

Ungünstig ausgerechnet dann krank zu werden, wenn alle Kinder wieder zu Hause sind, alle Freunde im Urlaub und miomarito dringend arbeiten muss. Also wieder meine übliche Taktik: 36 Schlafen und dann einfach hoffen, dass es so wieder geht. Bis jetzt sieht es gut aus, die Spülmaschine läuft schon wieder, Müll habe ich auch schon rausgebracht und der Wackel-Faktor der Beine hält sich in Grenzen.

3 Tage muss ich jetzt hier noch durchhalten, dann geht's weiter zu meinen Eltern und wenn es nach mir ginge - und ich nicht wüsste, dass es ja immer noch den Fußboden gibt - würde ich alle Möbelstücke aus dem Haus entfernen lassen, die sich zum gelangweilten Herumwälzen eignen ... 

giovedì 22 agosto 2013

mercoledì 21 agosto 2013

Lektüretip

Kurz bevor wir ins Urlaub fuhren, entdeckte ich on der SZ (leider ist der Artikel nicht online) einen fast ganzseitigen Artikel über Patrick Leigh Fermor - von dem ich noch nie gehört hatte - der sich im Winter 1933 18jährig zu Fuß auf den Weg nach Konstantinopel machte. Moment, zu Fuß nach Istanbul? Da war doch was gewesen!  Und mit keinem einzigen Wort war da erwähnt worden, dass der Autor nicht der erste Engländer mit dieser verrückten Idee gewesen war. Also - muss ich lesen!

Während wir also am Gardasee weilten - was für uns zwar immer im Prinzip wunderschön ist (lassen wir die Nervensägen jetzt mal außen vor), aber ja doch auch immer bedeutet, dass Zeit und Geld nicht für ausgedehnten Abenteuer-Urlaub reichen ... also da bot es sich doch sehr an, per Lektüre in die Ferne zu schweifen. Und was soll ich sagen?! Eine Entdeckung! Ein ganz, ganz tolles Buch, Reisebeschreibung wie sie meiner Meinung nach sein sollte, informativ, wohl überlegt, reflektiert und sehr gespickt mit umfangreichen Wissen.






Fermor ist als Kind im ersten Weltkrieg von seiner in Indien lebenden Familie in England zurückgelassen worden und wuchs die ersten Jahre bei einer einfachen Bauernfamilie auf, später, nach der Rückkehr seiner Mutter, wurde er auf diverse Schulen geschickt von denen er regelmäßig flog und nach diversen Experimenten beschloss er, sich zum Militär zu melden. Während der Vorbereitungszeit in London wird ihm dann aber klar, dass er in Friedenszeiten (!) doch lieber nicht Soldat sein möchte und beschließt statt dessen zu Fuß nach Konstantinopel zu laufen (...).

Der gesamte Reisebericht umfasst drei Bände, wovon bisher erst zwei auf Deutsch erschienen sind, der dritte kommt aber (Gott sei Dank!) im September auf den Markt (bestehend aus dem Manuskript Fermors, an dem er bis zu seinem Tode vor zwei Jahren gearbeitet hat und seinem letzten Tagebuch)

Kurz gesagt, ich war hin und weg, jeden Abend - wenn die Kinder endlich im Bett waren - musste ich miomarito berichten, wo Fermor war, was er gesehen und erlebt hatte, wo er übernachtet hatte, welche Menschen er getroffen hatte usw. Im ersten Band wandert er von Rotterdam durch das "frische" Nazi-Deutschland über Wien und die Tschechoslowakei bis nach Ungarn. Während die Schilderungen der Niederlande quasi im Schnee versinken und sich viel auf die Malerei der Holländischen Schulen beziehen, sind die Wochen in Deutschland natürlich auch wegen des Zeitpunkts seiner Reise (1933/34) besonders interessant. Je weiter er in den Osten kommt, um so faszinierender wird es, von den Resten der k. und k.-Zeit zu lesen. Femor, dessen Vater für seine Dienste den Adelstitel verliehen bekommen hatte und der selbst später einen erhielt, übernachtet hier immer wieder bei völlig aus der Zeit zu fallen scheinenden Burg- und Schlossherren, die von der alten Zeit, Kaiser Franz Joseph und den Besuchen in England während ihrer Jugend schwärmen.
Dazwischen aber auch viele Schilderungen der einfachen Bauernfamilien, bei denen er übernachtet, seine Zeit in Wien, wo er sich als Porträtmaler über Wasser halten muss, weil seine 5 Pfund bei der Botschaft nicht eintreffen (er hatte vorher berechnet, wie weit er wohl in 4 Wochen vorankäme, und liess sich dann an die entsprechende Botschaft 5 Pfund schicken, um damit die nächsten 4 Wochen Reise finanzieren zu können). Und Landschaftsbeschreibungen und ganz, ganz viel Kultur ... kleine Warnung: der Autor deklamiert auf seinen Wanderungen gerne Gedichte auf Latein, beschreibt zum Beispiel das Kloster Melk komplett in musikalischen Formulierungen und skizziert mal kurz beim Überqueren der Donau die gesamte Völkerwanderung (ich weiß nicht, wie sich das Ganze liest, wenn einem das so gar nicht interessiert) - und das, obwohl der doch von allen Schulen flog ;-)

Man muss dazu sagen, dass Fermor das Ganze erst viel, viel später zu Papier gebracht hat. Er hat zwar während der Wanderung Tagebuch geführt (das erste wurde ihm allerdings in München in der Jugendherberge geklaut - der Herr war zu lange im Hofbräuhaus gewesen bzw. wurde - nach dem Genuss etlicher Maß bewusstlos geworden - von einem Handwerke mit der Schubkarre in dessen Werkstatt mitgenommen und am nächsten Morgen war sein in der Jugendherberge zurückgelassener Rucksack samt Pass und Geld und eben Tagebuch weg) - ich hoffe ein wenig, dass er sich das ganze Wissen vielleicht auch erst später angelesen hat ... im Verlauf des ersten Bandes zitiert er dann aber gegen Ende auch immer wieder direkt aus den noch vorhandenen Tagebüchern.

Die Sprache ist wunderbar (auf Englisch vermutlich noch wunderbarer, aber dazu reichen meine Nerven gerade nicht, denn einfach ist die Lektüre bestimmt nicht), Fermor ist in seiner Heimat .. nun ja .. er hat eigentlich zwei, England und Griechenland (mehr dazu in diesen ausführlichen Artikeln aus der Zeit: Schule der Langsamkeit und Der letzte Byzantiner) jedenfalls ist es mir ein Rätsel, warum er hier in Deutschland nicht auch viel gelesen und so bekannt ist. Ich kaufe mir jetzt jedenfalls ganz gespannt Band zwei, warte dann auf die Verffentlichung des dritten Bandes und habe mit miomarito schon Pläne geschmiedet, wie man mit dem Fahrrad an der Donau zumindest einen Teil der Reise nachmachen könnte.

Kurz gesagt: LESEN!

Bilder

Ach, was hatte ich vor zu fotografieren, hatte extra mein Stativ mitgenommen, mir überlegt, wann ich wo welche Fotos machen könnte usw. Am Ende war ich einfach froh, wenn der Tag vorbei und die KInder im Bett waren. Daher nur ein paar Schnappschüsse:


Die zwei Wasserratten
(Silencia noch mit Schwimmflügeln)


Ilfiglio mit miomaritos altem Schlauchboot




ausnahmsweise mal nicht streitend sondern nach der Fähre Ausschau haltend





Silencia lernt schwimmen

miomarito und ilfiglio segeln
(ilfiglio fand seinen Segelkurs übrigens ganz toll und war entsprechend - erstmalig - geknickt, dass das geplante weitere Segeln mit dem Laser nach der x Ermahnung ersatzlos gestrichen wurde)


Tertia okkupiert am Abend die Liegen des Hotels am Strand


Immer wieder wunderschön, der See am Abend





und zum 1 Millionsten Mal fotografiert: Der Blick aus der Haustüre

Heimfahrt mal anders, nämlich auf der Landstraße durch Süd-Tirol und dann über den Jaufenpass
(nicht so schlau, wenn das jüngste Kind mal Morgen schon mal eine Runde gespuckt hat ...
also spuckte sie oben auf dem Pass noch mal - dem passbegeisterten Vater in den Kragen ;-p) 



So, und das war's dieses Jahr vom Urlaub.
Lektüretip dann vermutlich heute Abend.

martedì 20 agosto 2013

Nun ja ...

Nun ja ... so könnte man unseren Kurzurlaub am Lago kurz zusammenfassen. Obwohl wir fast komplett auf kulturelles Nebenprogramm verzichtet haben, obwohl ilfiglio eine Woche lang jeden Tag drei Stunden Segelkurs hatte, obwohl wir die Tage eigentlich fast nur am Strand verbracht haben, obwohl Wetter und Temperaturen traumhaft waren, obwohl wir einen ganzen Tag Besuch von Tübinger Freunden mit Kinder im gleichen Alter hatten, obwohl die Hinfahrt mit Burgbesichtigung und Pizzaessen wunderschön war, trotz alle dem war ich nach 4 Tagen soweit, im nächsten Jahr sofort eine abenteuerlicher Camping-Reise durch den ganzen Osten Europas bis zum Ural zu machen (vermutlich genauso unentspannend, dafür hat man dann aber wenigstens was zu erzählen), nach 6 Tagen war klar, wir bleiben keinen Tag länger als unbedingt nötig (sprich bis ilfiglios Segelkurs zu Ende ist) und nach unserer Rückkehr - und einem kleinen Zwischenstopp bei miomaritos Eltern - möchte ich einfach nur nur schreine: Nie wieder Urlaub mit unseren Kinder! (Also ilfiglios steht dabei an erster Stelle, mit etwas Abstand, aber dennoch dicht gefolgt von Silencia, während Tertia jederzeit wieder mit darf).

Ein einziges Gekeifer, Gestreite, Generve, Gezeter wegen nichts und wieder nichts, ilfiglio war indiskutabel unerträglich, Silencia füllte die eventuell entstehenden Lücken mit komplett irrationalen Anfällen und was wir jetzt unbedingt bräuchten - wäre Urlaub (von den Kindern). Ilfiglio haben wir schon mal bei miomaritos Eltern gelassen ...

P.S.: Aber eine tolle Literatur-Entdeckung habe ich gemacht. Mehr dazu in den nächsten Tagen!

mercoledì 7 agosto 2013

Chiuso per ferie


Siamo al lago - a presto!

martedì 6 agosto 2013

leichtes Spiel

Jemand hat gerade leichtes Spiel -  und nutze es schlau ;-)

Ohh, schööön! Schöner Rock du an hast! Sieht schick aus, Mama!

Mama, iche mir Puzzle holt habt!
Tertia, kannst Du das Puzzle im Wohnzimmer machen und nicht bei mir im Zimmer, bitte?!
Okay, Wohnzimmer! Auf kleine Tisch? Ja, Mama?!
Pause
Mama, iche ne fertig bin. Puzzle aufräumt habt. Rück bringt habt, ja Mama?! Neues mir hole gehn.

Mama, was Du da machst? 
Ich räume auf.
Iche ne Dir helfe, ja Mama?! Wir beide aufräumen, ja?!

Tertia, da ist ein Stuhl und da Dein Essen.
Oh, lecker! Danke schön, Mama!

Mama, iche müde bin. Du mir Buch vorlese, EIN Buch, ja Mama?! Iche dann schlafe.

Ich weiß, es ist nur eine Phase ...

fake

Bei meiner Food-Fotografiererei kommt mir ja ein wenig immer mein schlechtes Gewissen dazwischen, dass es mir nicht ermöglicht, Lebensmittel irgendwie nur für's Fotografieren zu kaufen oder - Gott behüte - nach einem Shooting einfach wegzuschmeissen. Verkompliziert das Ganze natürlich. heute habe ich dann ganz verschämt ein paar Gurken zum Einlegen gekauft und ich vermute, die werde ich tatsächlich nicht einlegen ... aber schöne Fotos sind es geworden ... 




Ansonten warten wir auf das Gewitter ... da fällt mir ein, ich wollte noch mal die Unterwetterwarnungen nachschauen ... man wird ja ein wenig vorsichtiger ... nach so viel Scherben ...

P.S.:

Örtlich schwere Gewitter. Dabei sind Starkregen über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, Hagel mit Korngrößen teils über 4 cm und schweren Sturmböen um 100 km/h möglich.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleineren Flüssen sind möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien! Verlassen Sie nicht das Haus und suchen Sie sichere Räume auf! Stellen Sie Fahrzeuge nach Möglichkeit in die Garage!
Ich mag nicht mehr ... 

lunedì 5 agosto 2013

5. August

Auf die Gefahr hin, einen völlig unspektakulären und langweiligen Ferientag zu dokumentieren, mache ich heute wieder bei Frau Brüllens Tagebuchbloggen mit.

Endlich mal eine Nacht, in der die Schlafzimmertemperatur unter 29°C fällt. Das ist um kurz nach Mitternacht schon mal ein ganz toller Start in die Nacht.

Der Tag beginnt um kurz nach acht - habe ich schon mal erwähnt, wie es mich unendlich freut, mit Tertia endlich ein schon in jungen Jahren eher lang schlafendes Kind zu haben?! - als ilfiglio ins Schlafzimmer stürmt und mich und Tertia weckt.

Vorm Frühstück gibt es die gestern mit miomarito besprochene eindeutige Ansage an die großen Kinder, dass es so mit ihrem Verhalten nicht weiter gehen kann, dass wir nicht ihre Bediensteten sind, dass wir nicht nur Mitarbeit im Haushalt erwarten, sondern auch dass sich an klar definierte Regel gehalten wird. Dass in Zukunft alles, was am Freitagnachmittag unaufgeräumt in den Zimmer herumfliegt eingesammelt wird und auf Nimmerwiedersehen verschwindet usw. Außerdem bekommt jeder, weil die Ferien ja so unsäglich langweilig sind und man sich deshalb stundenlang irgendwo herumwälzen, sich gegenseitig ärgern oder einfach nur den Eltern auf die Nerven gehen muss (und gestern bereits ein komplettes Medien-Verbot bis Urlaubsbeginn ausgesprochen wurde und es somit viel neugewonnenen Freiraum gibt), Extra-Aufgaben zu geteilt. Ilfiglio darf so heute zum Beispiel unseren Gartentisch mit Öl einpinseln (literarische Jungs-Aufgabe sozusagen - einen Zaun haben wir nicht so richtig). So.

10:20 Uhr:

hatte mich schon über die Ruhe gewundert ...


Die Kinder nehmen ersten Kontakt mit den neuen Nachbarskindern auf, das ermöglicht mir einen kurzen "Büro"-Chat mit meiner Fotografen-Kollegin über Verkäufe, Shootings und weiter mögliche oder unmögliche Agenturen oder warum es bei der einen schnell geht und bei der anderen alles ewig dauert.

11:30 Uhr Ruhe ... also fast. Silencia ist mit miomarito an die Uni gefahren, wo sie gemeinsam Frühstücken wollen, miomarito hat heute das Auto, weil wir endlich mal die Hagelschäden, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, reparierte haben wollen. Schließlich soll es am Donnerstag endlich Richtung Lago gehen. Silencia fährt dann erstmalig mit dem Bus alleine wieder zurück ins Dorf.
Ilfiglio verschwindet zu den neuen Nachbarn. Der Junge ist so alt wie er, d.h. einen Tick älter, kommt jetzt in die 3. Klasse und ich sah mich neulich im Gespräch mit seinen Eltern schon wieder in der blöden Situation, nicht zu wissen, wie und ob ich meine Antwort auf in welche Klasse ilfiglio geht, erklären soll. So, Tertia brüllt (so viel zur Ruhe) nach mehr Joghurt!

12:30 Uhr Unglaublich aber wahr, Tertia spielt seit 20 min alleine im Wohnzimmer bzw. hat anscheinend das Puzzeln wiederentdeckt. Was mir die Möglichkeit gibt, wieder einmal ein von Agentur Nr. 2 zurück geschicktes Bild wegen Farbrauschens zu überarbeiten. Nach dem Urlaub gibt's dann aber hoffentlich endlich die quasi-rauschfreie neue Kamera ...

13:40 Uhr Showtime: Silencia ist wohlbehalten und vollgestopft mit Schnitzel (so viel zu Frühstück ;-)) aus der Stadt heimgekehrt, erste Explosion weil ilfiglio mit dem Nachbarsjungen spielt und sie nicht mitspielen darf (nie darf ich mit jemanden spielen! - wir erinnern uns, sie ist das Kind, das jeden Nachmittag eine Verabredung hatte). Zweite Explosion: Silencia soll ihr Bücherregal aufräumen: Kann ich nicht! Will ich nicht! Geschrei, Gebrüll, Bücher fliegen durch die Gegend. Ilfiglio erklärt mir gleichzeitig nach seiner Heimkehr, dass er nichts zu Mittag essen will, was zur Folge haben wird, dass er in einer Stunde die Speisekammer plündert und entsprechendes Chaos hinterlässt. Geschrei! Gebrüll! Na, gut, esse ich halt was! Silencia flippt immer noch aus und ist nicht wirklich ansprechbar. Tertia arbeitet derweilen an ihrem ersten 100er Puzzle.

14:46 Uhr Die Bücher sind eingeräumt, Nahrung wurde aufgenommen, das Puzzle ist fast fertig und jetzt beginnt das große Herumgewälze. (ich hoffe, ich komme irgendwann noch mal dazu, etwas darüber zu schreiben, wie ich mir immer Ferien vorgestellt (bzw. wie ich Ferien auch in Erinnerung) habe und wie sie sich hier nun fast täglich präsentieren ...)

15:30 Uhr Kapitulation der Mutter angesichts eines weiteren Nachmittag mit sich langweilenden Kindern - wir gehen bzw. fahren ins Schwimmbad ...

19:30 Uhr Rückkehr aus dem Freibad, Tertia ist entgegen aller meiner Berechnungen nicht erschöpft im Anhänger eingeschlafen, sondern noch erschöpft wach. Glücklicherweise trifft zeitgleich miomarito ein und übernimmt ilfiglios Einführung in das Ölen von Holztischen, während ich die inzwischen Ich bin nicht müde! brüllende Tertia ins Bett bringe und mich immer noch nicht einkriege, dass Silencia heute einfach mal so vom Dreier gesprungen ist. Mit Schwimmflügeln, weil so richtig schwimmen kann sie ja noch nicht. Aber vom Dreier springen. Ilfiglio und ich - wir beiden Höhenschisser - waren überzeugt, dass sie das Ein-Meter-Brett meint, als sie uns erklärte, sie sei neulich schon mal vom Dreier gesprungen. Ja, klar! Vom Dreier! *augenroll* Ja, klar, sie springt tatsächlich vom Dreier.

20:00 Uhr, so und jetzt Abendessen kochen (und nicht einfach erschöpft vorm Rechner einschlafen ...)

21:30 Uhr die Beete sind gewässert, die Kinder springen immer noch mit dem Nachbarsjungen im Garten umher, von miomaritos Tante haben wir gehört, dass es am Lago sehr heiss sei und wenn sich miomarito jetzt gleich wieder an den Schreibtisch setzt, dann verschwinde ich vermutlich in Richtung Bett ... Schwimmbad "schafft" immer nur mich ... und Tertia. Immerhin. (Die Suche nach einem Internat wurde heute bis auf weiteres ausgesetzt.)

22:00 Uhr Ilfiglio fällt beim Ins-Bett-Gehen ein, dass er beim geölten Tisch doch vergessen hat, das überschüssige Öl abzunehmen. Schön. Also nix mit Feierabend, mit Taschenlampe und Lappen mache ich mich auf in den Garten und an die Arbeit. Entdecke dabei, dass das letzte Viertel auch gar nicht eingeölt wurde ... ich bin zu müde, um mich aufzuregen. Morgen dann wieder. Gute Nacht.

22:45 Uhr nachdem Silencia vor ca. 15 min endlich aufgehört hat, mir aus dem Wohnzimmer (wo sie zur Zeit wegen der Hitze schläft) komplizierte, ihr nicht verständliche Wörter ihres Buchs über die Römer (d.h.  eigentlich ilfiglios Buch) vorzubuchstabieren (Mama, was heißt A-Q-U-Ä-D-U-K-T?!), bittet mich miomarito, der unbedingt arbeiten muss, Tertia zu übernehmen, die bereits zum x. Mal wieder aufgewacht ist und der es im Mädchen-Schafzimmer wohl doch auch zu heiss ist. Also zieht sie um in ilfiglios Zimmer ... und ich hoffe inständig, dass ich jetzt endlich ins Bett fallen kann ...

domenica 4 agosto 2013

Zwischenfrage (24 Stunden später)

Gibt's das auch in zwei- oder noch besser drei- bis sechswöchig?!

sabato 3 agosto 2013

Die Rückkehr des nicht wirklich verlorenen Sohns

Als ich heute mit den Mädchen zu ilfiglio ins Zeltlager fuhr (miomarito kam mit dem Fahrrad nach), um den nicht wirklich verlorenen Sohn wieder in meine Arme zu schließen (etwas, was mir zu seiner Erleichterung niemals einfallen würde), da war ich schon sehr gespannt, ob ihm der einwöchige Aufenthalt unter bekennenden Jungscharlern (oder überhaupt Gruppe, oder überhaupt Zeltlager, oder überhaupt so lange weg) gefallen haben würde.

Und was soll ich sagen, es begrüßte uns ein sonnengebräuntes (oder vielleicht auch nur komplett verdrecktes), müdes, leicht heiseres, aber glückliches Kind. Eine Stunde lang hörte ich kein Gemotze, keine Kritikpunkte und kein Herumgenöle über dies oder jenes. Mir wurde von Nachtwachen erzählt, von Überfällen und verteidigten Fahnen, von einem Saloon mit Pokersessions, von Spüldiensten und Kloputzen, von der Tatsache, dass sie morgens um halb 8 zunächst durch mehre Blechbläser am Sammelplatz geweckt wurden, wer nicht aufstand bekam dann Besuch vom Tuba-Spieler IM Zelt und wenn das nicht half wurde man wohl kurzerhand ins Wasser geschmissen, von Spielen und Wettbewerben, von Lagerfeuern (okay, später kam dann das Gemotze über die viele zu singenden christlichen Liedern dazu) bis zum Himmel, vom Aufbleiben bis Mitternacht, von lustigen Tagesrückblicken mit Winntouch, Ranger und einem rosa Häschen, von Todeslisten und Mörderspielen, Schnitzjagden, Wasserschlachten und überhaupt.

(der selbst zu gestaltende Gottesdienst am Sonntag, die tägliche Bibelarbeiten und wie gesagt das viele Gesinge war im Gegenzug wohl zu ertragen)

Ich hatte das Gefühl, die Kinder (alle zwischen fast 9 - also ilfiglio war der Jüngste - und 15 Jahren) hatten einen Mordspaß, 70 waren es insgesamt, was bei einem so kleinen Dorf wie unserem schon enorm ist und ich hoffe inständig (für uns Eltern, aber auch für die Kinder), dass diese Woche Zeltlager sich auch bei unserer Familie zu einer Art Institution entwickelt.

Hach, und auf der Rückfahrt nervte ilfiglio dann eine Ewigkeit wegen irgendwelcher meinerseits nur wagen Informationen zu Wasserschutzgebieten, Fahrbeschränkungen für Gefahrentransporter, Baubeschränkungen und Straßenbauvorschriften - ich hatte ja gesagt, ich hätte ihn vermisst ;-)

venerdì 2 agosto 2013

Erinnerungen

Langsam werden Erinnerungen an 2003 wach. Aber irgendwie war das damals alles viel einfacher - warum nur ?! ;-)

freigeschaufelt

Deb gestrigen Mittagsschlaf von Tertia und Silencias Ausflug mit Freunden ins Schwimmbad ausgiebig genutzt ;-)






giovedì 1 agosto 2013

Schnipsel

Gestern den Begriff der Notverglasung kennengelernt, aber auch heute "leider" immer noch keine Ahnung was das ist, denn die Glaser kamen, nahmen unsere simplen Doppel-Fenster mit und haben versprochen, dass sie heute Abend vollständig wieder montiert werden. Nur auf unsere modernen Dachfenster werden wir ein paar Wochen warten müssen, weil diese erst bestellt werden müssen. Ich nehme an, wenn diese nicht nur gesprungen sondern eben komplett kaputt gewesen wären, dann hätten wir die Notverglasung kennen gelernt.




Heute morgen haben Silencia und ich Tertia in der Kita abgeliefert und waren danach im Buchladen, damit Silencia ihr Zeugnisgeld von den Großeltern in Bücher umtauschen konnte. Den restlichen Weg durch die Stadt musste ich dann ein im Laufen lesendes Kind hinter mir herziehen. Den Rest des Vormittags verbrachte die junge Dame unterm selbstgebastelten Sonnenschutz auf dem Balkon - lesend natürlich.




das hat mich dann auch noch rechtzeitig daran erinnert, dass ich uns für den Urlaub noch eine Kiste - gebrauchter - Bücher bestellen muss ...

Im Supermarkt (Silencia blieb lesend im Auto) dann sehr viele ältere Frauen die in der Obst- und Gemüseabteilung standen und vor sich hin murmelten: Isch jo alles hie im Gaade ... alles ... (oder so ähnlich)

Jetzt sind es schon wieder gut über 30°C und ich werde die - durch die mal wieder Mittagsschlaf machende Tertia entstandene - Mittagspause sicher nicht für Aufräumarbeiten im Garten nutzen ... gestern habe ich immerhin Abends noch 2 Stunden Laub, Äste und Zweige zusammengerecht und entsorgt ...