martedì 12 febbraio 2013

Fasnet im Schwäbischen

Ich als Neigschmeckte bin natürlich kein Experte was die schwäbisch-alemannische Fastnacht angeht, daher kann ich auch nur wenig erhellendes zu den einzelnen Figuren sagen. 

Im Allgemeinen nennt man die Kostümträger Hästräger und die einzelnen Narrenzünfte wechseln nicht die Kostüm, sondern tragen jedes Jahr die gleichen Masken und Kostüme. Die Holzmasken werden manchmal wohl auch über Generationen vererbt (ich nehme an, so eine Maske ist auch ziemlich teuer). Es gibt verschiede Figuren in der schwäbisch-alemannische Fastnacht, die bekannteste und beliebteste dürfte die Hexe sein, wir sehen hier auch immer viele Narren (mit freundlichen Gesichtern), Wilde Leute gibt es eher weniger, dafür aber Teufel und ganz selten auch Flecklenarren ohne Gesichter (zweitletztes Bild) - was ich immer besonders gruselig finde. Hunde und Katzen gibt es auch, die Katzen habe ich dieses Jahr nicht gesehen (sind mit ängstlichen Kindern aber immer ein Lichtblick, weil wirklich nicht Furcht einflößend), die Bilder von den Hunden sind alle katastrophal verwackelt.












Gestern habe ich auf dem Umzug allerdings auch eine Blaskapelle (es gibt hier keine richtige Guggemusik, die Kapellen spielen normale Blechmusik) gesehen, deren Verkleidung (eigentlich tragen die Kapellen keine Häs, sondern hier eher Verkleidungen wie aus dem rheinischen Fasching oder eher komplette Eigen-Phantasie-Kreationen) also, was ich sagen wollte, gestern gab es eine Kapelle, deren Verkleidung als "Höllenhunde" (oder was immer das war) bös an Herr der Ringe erinnerte ... nun ja. 












Die Hexen und Teufel laufen durch die Straßen, klauen gerne junge Damen (Kabelbinder um Knöchel und Handgelenke und ab über die Schulter oder in den Wagen mit Stroh, geht aber auch ohne Kabelbinder), malen den Leuten die Gesichter an, überschütten sie mit Stroh, Sägemehl oder Konfetti, zerstrubbeln Frisuren und klauen Haarspangen (mir gestern passiert - als das mit der Haarspange, heute hatte ich ca. 2 kg Konfetti, Sägemehl und Stroh zwischen Über- und Unterbekleidung, außerdem ein schwarzes Gesicht)
Die Kinder bekommen Süßigkeiten (auch von den Narren), müssen die Süßigkeiten den Hexen und Teufeln aber eigentlich aus der Hand nehmen, was bis zu einem gewissen Alter (und je nach Kind) sehr viel Überwindung kostet.








Vielen Narren tragen auch Schellen und hüpfen während des Umzugs gemeinsam sozusagen von einem auf das anderen Bein, so dass die Schellen im gemeinsamen Rhythmus klingen. Überhaupt wirkt die Verkleidung der Narren vor allem dadurch, dass es so viele in der gleichen Verkleidung mit der gleichen Maske sind. Auf den Bildern kann man auch gut erkennen, wie die Kostüme der so genannten Flekcennarren aus einzelnen Stoffstücken (früher Stoffreste) zusammengenäht sind bzw es werden die einzelnen Stoffstücke aufgenäht.












Auch wenn bei der schwäbisch-alemannische Fastnacht der Eindruck entsteht, es handle sich hierbei um eine Art ursprügliche Version der Fastnacht bzw. hier hätten sich seit Jahrhunderten dörfliche Traditionen überliefert, so muss man doch sagen, dass die meisten Narrenzünfte aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen und das Ganze in den letzten 20 Jahren nochmals einen Riesen-Boom erlebt hat - so dass es jetzt eben auch im protestantischen Tübingen Narrenzünfte und Umzug gibt. Mir gefällt's trotzdem :-)


21 commenti:

Anonimo ha detto...

Hallo,

ich wusste gar nicht, dass euch so tolle Masken verwendet werden. Hier in Bamberg waren im Wesentlichen die Kinder und vereinzelt Erwachsene verkleidet. Mein Kleiner war ganz von den Hexen fasziniert. Hätte er die von eurem Umzug gesehen, hätten wir eventuell vorzeitig aufbrechen müssen.

Wenn ich mal Rentnerin bin, schnitze ich mir auch so eine schöne Maske.

LG Heike

Bine ha detto...

Danke für die tollen Bilder. Wir haben es dieses Jahr leider zu keinem Umzug geschafft. Nächstes Jahr dann wieder.
Lg SaBine

Käferchen ha detto...

eine ganz ander art des karnevals wie bei uns im rheinland. die masken finde ich fazzinierend und dazu so vielvältig was die charaktäre angeht.

lg gabi

stadtfrau ha detto...

das erinnert mich eher an perchtenläufe als an fasching - zumindest hat man von karneval in deutschland ja eher andere bilder im kopf ;). gerade deswegen finde ich diesen fastnacht-brauch jetzt sehr interessant.
schöner bericht - danke!

Anonimo ha detto...

Hier im badischen sind die Schwäbisch-Alemannischen Umzüge gerade auch so richtig am boomen, die sind "in".

Ich muss zugeben: ich schaue sie mir auch sehr gerne an (obwohl ich Faschingsumzüge nicht wirklich mag).
Mag die Häs und die Kleidung. Aber oft finde ich sie auch sehr gruselig.
V.a. da die Träger sich ja oft von hinten anschleichen (mit Konfetti, Farbe oder Besen) und ich schon sehr oft erschrocken bin.

Was Kinder betriftt habe ich aber schon festgestellt: die Hästräger kommen oft auf Kinderhöhe runter und unterhalten sich mit den Kleinen, um die Angst zu nehmen.
Manchmal nehmen sie auch kurz für die Kinder die Masken ab.

LG
Beate

rage ha detto...

mich erinnert das sehr an den brauchtum des silvesterklausens aus meiner alten heimat, dem kanton appenzell ausserrhoden... kuckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Silvesterkläuse da hat es aber jahrhundertelange tradition, und zäuerlen, diesen dazugehörigen singsang aus aneinandergehängten silben, das lernt jedes kind von früh auf. man praktiziert das auch oft an lagerfeuern anstelle der gitarre etc... :-)))

ich liebe das sechstletzte foto. grenzgenial.

IO ha detto...

@beate: Ja, das stimmt, die Hexen geben sich mit den Kindern schon richtig Mühe. Im alten Kindergarten waren beide Erzieherinnen in einer Narrenzunft und haben den Kindern auch ihre Masken mitgebracht und gezeigt - das war natürlich eine ideale Vorbereitung für die Umzüge. Außerdem haben wir in der Stadt genau da gewohnt, wo sich alle für den Tübinger Umzug aufgestellt haben. Da konnte man den Kindern auch immer schon vorher zeigen, dass da normale Menschen drunter sind.

@stadtfrau&rage: Ich glaube, an solchen Sachen haben sie dann die Reaktivierer der Fasnet am Beginn des 20. Jahrhunderts dann auch orientiert, es gab bestimmt in den Dörfern auch noch irgendwelche Rest solcher Bräuche, aber inzwischen ist es eben ganz normale - wenn auch sehr schöne - naja .. Massenware ... oder so.
Gestern gab es eine wirklich altertümlich wirkende Figur bzw. zwei Männer als - wie ich gelernt habe - Äschatreppler die "einfach" von oben bis unten in Stroh eingewickelt waren und aussahen wie laufende Strohhaufen - aber vermutlich ist das trotzdem eine quasi-moderne Erfindung.

lacaosa ha detto...

Ich kann mit Fasching ja nicht wirklich was anfangen und beneide dich daher schon seit Jahren um eure Fasnet - das Gruselige liegt mir viel mehr als das aufgesetzte Lustige.
Bei unserem Faschingsumzug am Sonntag waren das erste Mal auch solch Maskierte zu sehen, hauptsächlich Fleckennarren (wie ich jetzt weiß ;-) ), und jetzt hoffe ich mal sehr, dass diese Art des Brauchtums auch bei uns boomt.
Dann mag auch ich den Fasching wieder :-)

Strickschneckle ha detto...

Ich oute mich mal als "Hästrägerin" ;)
Ich kann soweit alles bestätigen was Du geschrieben hast.
Ergänzend:
die Masken sind richtig teuer - eine solche Maske kostet leicht 500 € und mehr. Vererbt werden sie, das ist richtig, meist sind sie Eigentum des Vereins und werden so auch weitergegeben.

Musikvereine tragen oft gekaufte Kostüme - ist einfach auch günstiger und sepziell genäht würde sich bei einem Musikverein, der sie während der Faset 2 mal oder so trägt (so ist es bei uns im Ort), einfach ned lohnen.

Guggenmusik kommt ursprl. aus der Schweiz. Ich bin selbst aktives Mitglied einer Guggenmusik (und einer Narrenzunft). Wir - 60 Aktive zwischen 6 und 60 - tragen unser Häs im Schnitt 5 Jahre und nähen dann ein neues. Entweder selbst oder eine Schneiderin. Es wird von uns entworfen, steht normalerweise in Zusammenhang mit dem Verein. Häs wird es auch genannt, obwohl es gewechselt wird. Speziell genäht lohnt sich bei einer Guggenmusik, da diese im November, sowie ab 06.Januar bis Aschermittwoch jedes WE unterwegs ist, die letzten beiden Wochenenden auch mehr.

hm... was noch..... Achja:
Maskengruppen:
es gibt "liebe" Hexen mit freundlichen Gesichtern (z.b. unsere haben sehr freundliche Gesichter oder auch Mondhexen usw.) und böse Hexen. Bei letzterem tragen viele ihre Masken bei Tagesumzüge aber auch nicht vor dem Gesicht. Wegen den Kindern. Angst wollen sie nicht wirklich verbreiten. Ganz anders bei Nachtumzügen.... da schaut es anders aus.
Ansonsten gibt es noch Waldgeister usw. Viele dieser Gruppen haben über 100 Jahre alte Traditionen.
Urprünglich war es in vielen Gebieten auch mal so, dass die Hexen, Geister usw. mit ihrem Krach den Winter vertreiben sollen (ich hoffe, wir waren erfolgreich und der haut jetzt mal ab!)

Gegen das "Stopfen" wie es bei uns heißt hilft:
Dicht schliessende Jacken. Am besten dicken Schal. Konfetti, Stoh usw. nicht komplett abschütteln. Viele haben dann "Mitleid".

Was ich bei Deinen Fotos "vermisse" sind Prinzenpaar, Elferräte, Garde. Sowas halt.

Wir sind hier übrigens erzkatholisch (1200 Eiwohner, 1100 Katholiken....), unsere Narrenzunft ist 60 Jahre alt, und eigentlich ist jeder Einwohner auch Mitglied der Narrenzunft. Viele schon seit Geburt. Fasetsonntag ist der ganze Ort auf den Beinen.
Ich selbst bin nicht von hier und hab im ersten Jahr hier sowas wie nen "Kulturschock" bekommen - 1 Jahr später war ich allerdings schon mittendrin. Es geht hier einfach ned anders.

Falls es dich interessiert: Das sind wir :)http://www.dannazaepflen.de/

Anonimo ha detto...

ich hab so einen fasnet umzug zum ersten und einzigen mal vor...20 J ahren in Freiburg erlebt ( oder dort irgendwo in der nähe)
Und ich finds super! kann mit fasching/Karnevalsumzügen nämlich eigentlich gar nicht soviel anfangen, aber die hexen, die schweineblasen, die schellen! klasse!
Lg julia

IO ha detto...

@strickschneckle: Vielen Dank für Deine Ausführungen.
Was die Garden angeht, die gab es gestern auf dem Umzug gar nicht, auf dem am Montag waren es zwei. Also sehr wenig.
Liebe Hexen kenne ich nicht, aber vielleicht muss ich da auch noch mal genauer hinschauen. Bei uns tragen die immer die Masken, ohne Maske habe ich noch nie gesehen, es sei denn, sie wollen kurz einem Kind zeigen, wer unter der Maske steckt. Ich glaube, es gibt aber auch nicht viele Nachtumzüge, höchstens ein Hexensprung am Dienstagabend. Waldgeister gibt es bei uns auch nicht - oder sind da auf den Fotos welche? Ich dachte, das sind alles Narren.
Prinzenpaar und Elferräte habe ich bei diesem Umzug entweder verpasst (wir waren etwas spät dran) oder nicht erwischt, weil gerade ein Kind was-weiß-ich-was für ein Theater gemacht hat.

Susi Sonnenschein ha detto...

Wir waren auch gestern, in der alten Heimat, da Pferdemarkt einfach nur klasse ist. Morgens ist der Markt, nachmittags gibt es den Umzug, der kein klassischer Fasnet-Umzug ist, sondern eine Mischung, d.h. den Anfang machen die Pferde und Kuschengruppen, die in der Zeit prämiert wurden. Besonders toll finden die Kinder die Mittelaltergruppen, die in Panzerrüstung und Prinzessinenkleidern einherreiten.
Prinzenpaar und dergleichen gibt es gar nicht. Die Garde kommt irgendwann hinterher, gestern sogar gehinkt, da eines der Funkenmariechen Krücken hatte. Man merkt aber, dass das hier mit Karneval, Mariechen, etc. nicht wirklich eingewurzelt ist. Am Ende kommen dann die Häs und die Guggenmusik. Eine Spezialität der Leonberger sind die Löwen, die sog. Lewenbercher.

Das Ganze ist nicht so schrill wie Karneval, daher mag ich es ziemlich gerne. Irgendwie ist es eine familiäre Atmosphäre, da auch sehr viele heimische Vereine mitziehen. Das Kind fand die Hexen trotz Versicherung, dass darunter echte Menschen stecken, extremst gruselig und hat sich hinter mir versteckt. :-)

Gestern war es übrigens besonders dramatisch, denn der ganze Umzug wurde mit einer Gasexplosion und Feuerwehraufgebot eingeläutet.

Meeresrauschen ha detto...

Wow, vielen Dank für die beeindruckenden Bilder. Es war sehr interessant zu lesen, was es alles für verschiedene Figuren bei euch gibt! Dad vorletzte Bild finde ich auch ziemlich unheimlich. Wahrscheinlich wirken Figuren ohne Gesicht deswegen so gruselig, weil wir es gewohnt sind Emotionen im Gesicht zu lesen. Wenn das nicht geht - Grusel!
Die Hexen auf den ersten Bildern sind auch besonders beeindruckend. Die laufen schon so, als ob sie jeden Augenblick losrennen und jemanden wegschnappen. Die Kinder müssen doch alle riesige Angst haben??
Also vielen Dank für die Bilder und die Erklärungen!
Kathrin

IO ha detto...

@susi: Hättest Du was gesagt ;-) ich hatte es mir auch kurz überlegt, Silencia wegen, aber dann verworfen, weil alleine mit drei Kindern ... und Ihr nicht mehr vor Ort.

@Meeresrauschen: Unsere Kinder haben keine Angst, also Silencia hatte mit 3 Jahren wirklich Panik, da bin sofort wieder gegangen, mit 4 versteckte sie sich dann hinter unseren Beinen bzw. auf miomaritos Arm, inzwischen ... beim dritten Umzug gestern hat ihr eine Hexe ihre Statue of Liberty "Krone" ins Gesicht gezogen, worauf sie schrie Du doofe gemeine Hexe! Lass da! und ilfiglio geht inzwischen mit dem Schwert auf Hexen los in der Hoffnung, dass sie ihn mitnehmen.
Aber ich kenne Schulkinder, die es kategorisch ablehnen auf solch einen Umzug gehen bzw. Kinder, die deutlich älter als ilfiglio sind, und sich hinter ihren Eltern verstecken.
Andererseits laufen ja auch Kinder im Umzig mit, im gleichen Kostüm wie ihre Eltern, ohne Maske, und das hilft natürlich auch (die habe ich nicht fotografiert, weil man eben die Gesichter sieht).

Die Hexen sind aber schon beeindruckend, das sind oft junge, große Männer, die mit der Maske dann schon extrem groß sind und schon einschüchternd wirken. Es kommt auch immer darauf an, wo man sich so einen Umzug ansieht, ich fand es in Tübingen, in den sehr engen Gassen der Altstadt, immer besonders "unheimlich", weil man nicht einfach nach hinten ausweichen kann. Das war jetzt auch den Dörfern einfach.

Eva ha detto...

Hallihallo,

also bei DEM Thema muss sich die Buchhändlerin aus der benachbarten Fasnetshochburg Rottenburg natürlich zu Wort melden;)! Wir sind hier ja totale Fasnets-Freaks, die große Tochter ist schon länger Hexe, wir stehen auf der Warteliste der hiesigen Narrenzunft... Hier in "Raoteburg" ist die Fasnet in ihren Ursprüngen übrigens schon jahrhundertelang überliefert, drei der sechs Zünfte, die zur Narrenzunft, also zum eigentlichen Kern der Rottenburger Fasnet gehören, sind schon uralte Figuren; die Weißnarren ("Ahleande"), das sind die mit dem weißen Fell, die als typische Schellenträger in einem bestimmten Rhythmus hüpfen und einen eigenen Tanz aufführen; die Laufnarren ("Bogges") - bitte nie Clown sagen! Also die klassischen Spaßmacher, und die Stadthexen - sieben gehören mit Namen zum festen Teil eines Hexenspiels (Dein letztes Foto ist eine davon), sie sind immer Männer und der "Job" geht bis zum Lebensende oder "Hexenpension" und wird dann weitergegeben. Neuer sind der historische Teil um die Gräfin Mechthild, der Schutzherrin der Rottenburger Fasnet - Prinzenpaar gibt es hier natürlich nicht, Mechthild ist deutschlandweit die einzige weibliche Alleinherrscherin; dazu die Stadtkapelle und, am neusten, nämlich seit 1978, die Pompele, die "Braunnarren" ,mit Schellen. Alles läuft hier sehr traditionell ab, mit ganz vielen Ritualen, die auch schon die Kleinsten kennen - hier kommen Vertreter der Narrenzunft in alle Kindergärten und zeigen und erklären die Häser, ganz viele Kinder sind seit Geburt in einer Zunft oder gehen als Patenkinder mit. Nachtumzüge gibt es übrigen in der Region ziemlich viele! Die sind aber sehr gruselig. Und auch Wald- und Flußgeister (ja, Du hast ein paar Fotos davon...;))! Ist aber wahrscheinlich eher schwierig, die Unterschiede zwischen Narren, Hexen und Geistern auszumachen, wenn man nicht entsprechend viel damit zu tun hat.
Ich liebe die Fasnet, dies Verrückte, vor allem aber das Ursprüngliche, Traditionelle, auch Derbe, das hier wirklich extrem intensiv das ganze JAhr über gelebt wird. Hier ist das eben keine Modererscheinung und Trendthema, sondern uralter und fester Bestandteil des Gemeinde- und Kulturlebens, darum ist es so besonders (und deshalb gibt es auch keine oder kaum Prinzen, Garden etc. - das ist nicht schwäbisch-alemannisch!)
Jepp, und teuer ist das Ganze sehr - neue Häser zwischen 700 und 1500 Euro... Jede Maske wird übrigens individuell angefertigt und muss der Zunft zur Genehmigung vorgelegt werden! Und wenn es die Hästräger mit ihren Scherzen zu bunt treiben (kleiner Tipp): jeder hat eine eigene, individuelle Nummer am Häs, unter der er bei der Zunft registriert ist - wird also einer zu unverschämt, Nummer merken und bei der Zunft anzeigen! Funktioniert - die Gruppe unserer Tochter ist wegen Quatschmachen seit Jahren für den Rottenburger Umzug gesperrt...
Meistens sind aber alle zumindest zu Kindern sehr sehr liebe und fürsorglich und geben sich sehr viel Mühe!
So, das musste aus dem Herzen der Fasnetverrückten aus der Fasnetshochburg...;)
Liebe Grüße!

IO ha detto...

@eva: Vielen Dank!

Und bitte, wo gibt es die Nachtumzüge?! Ilfiglio braucht nächstes Jahr dringend ein upgrade ;-)

Eva ha detto...

Also, Nachtumzüge dieses Jahr erinnere ich mich an Pfäffingen und Jettingen; leider sind die Fasnetskalender schon nicht mehr online. Schau mal nächstes Jahr z.B. über www.narrenzunft-rottenburg.de, die haben dann immer einen Kalender, oder auch übers Tagblatt. Auf der Homepage der Narrenzunft gibt es übrigens auch tolle Bilder und Erklärungen und auch einen Film von diesem Jahr - wer mal genauer schauen möchte. Da sieht man dann auch, dass auch dieses JAhr wieder "harmlose" Gesellen für ängstliche Kinder dabei waren - Katzen, Gänse, Esel (sogar echte!), Schweine usw.... Hach ja, schee wars...;)

Strickschneckle ha detto...

ich nochmal :)

Nachtümzuge kenne ich in Schellbronn (bei Pforzheim - ist aber ein Stücken von euch weg) oder Hettenleidelheim (nur alle 2 Jahre, sehr schön - aber Pfalz). Dort war ich bei beiden schon selbst dabei.

Unsere Narrenzunft unterteilt sich wie folgt:
Präsident und VizePräsident
Elferrat
Prinzenpaar (jedes Jahr neu)
mit Garde (aktuell 3, bzw. 4 Garden: Mäuse, Frösche, Elfen und Minis)
Dazu gibt es noch folgende Untergruppen der Narrenzunft:
wir, die Guggenmusik.
die Hexen (Buchholzhexen heißen die unseren), mit Hexenmeister und seit diesem Jahr einen Teufel
Belzenmärdel - eine Maskengruppe und prarktisch die Waldgeister
dann haben wir noch nen Haderlump. Das ist eine einzelne Maskenfigur, der rumläuft und Blödsinn macht. Gerne mal auf VOrdächern, Bäumen rumturnt, zwischen dem Publikum rumläuft usw.
Ebenfalls im Ort haben wir noch die Dachdraufschwaben, die aber nicht zur Narrenzunft gehören. Wir sind hier Badner, liegen auf einer Anhöhe (Berg wäre übertrieben. Auch wenn es die höchste Erhöhung im LK KA ist....). Wir sitzen also praktisch in der Dachrinne der Schwaben. Daher Dachtraufschwaben. Das Häs derer ist: schwarze Schuhe und gelbe Hosen (in Nachahmung der alten Unform), schwarze jacken, Schlapphut. bzw. ein Schwarzwaldhaus auf dem Kopf, welches in eigener Handarbeit hergestellt wird.

Das mit den Nummer kann übrigens wichtig sein. Wir hatten letztes Jahr beim Umzug einen Vorfall mit einer "Gasthexe" oder einem Teufel. die hatten Konfetti in nen Kinderwagen gestopft, wo ein 3 Monate alte Mädchen drinne lag. Über die Nummer wurder der gefunden. Die Gruppe hat seitdem Auftrittsverbot hier.... Kinderwagen und kleine Kinder, bzw. Kinder mit Angst sind für unsere Hexen tabu. Find ich auch richtig. Die Kinder sollen Spass am Fasching haben und keine Angst.

Sinnvoll ist es übrigens sich - wenn man es weiß - in der Nähe eines Sprechers aufzustellen. Da bauen die Hexen nämlich dann tolle Pyramiden oder machen nen Tanz.

Und wenn dein Junior unbedingt mal "gestohlen" werden will, hilft es, wenn du oder dein mann hinter ihn stehen und einer Hexe oder einem Waldgeist andeuten, dass sie den mal klauen sollen ;).

Bine ha detto...

In Bondorf gibt es auch einen Nachtumzug und ich glaube Deckenpfronn hat auch einen. Ergenzingen evtl auch, zusammen mit der Fleckenfasnet. Und Obernau glaube ich auch :-)


Lg SaBine

IO ha detto...

Oookaaay, das muss ich mal Google-Earth ... das ist ja schlimmer als bei ilfiglios Fußball-Spielen ...

Ha, Hettenleidelheim! Was habe ich diesen Ort als Kind gehasst, weil ich ihn nie habe aussprechen können, immer habe ich irgendwelche Silben umgeschmissen, weggelassen oder komplett verschluckt! Da wüsste ich Pfälzerin natürlich genau, wo das ist.

Strickschneckle ha detto...

wenn es ich trösted: ein paar meiner mitguggen war es auf der heimfahrt nicht mehr möglich den wort auszusprechen. und überhaupt heißt er bei uns intern inzwischen schon hettenleidelSheim.
Aber der Umzug dort ist echt schön (wenn auch megalang. unser längster.... mit 6 km.), viele hexen, guggen, waldmenschen, quellengeister usw.