lunedì 27 agosto 2012

Bilderflut - die erste

Eigentlich wollte ich gar nicht so viele Bilder zeigen, dachte auch gar nicht, dass ich so viele zeigenswerte Bilder hätte, aber jetzt ... irgendwie ... gibt es doch noch so viel zu erzählen und zu zeigen ... wen es nicht interessiert und wer lieber wieder Alltagsgeschichten lesen möchte, muss sich noch ein bis zwei Tage gedulden.




Als erstes machen fahren wir mit dem Auto (und damit Tertia Mittagsschlaf machen kann) an der Save den gesamten Naturpark ab.



eins der Dörfer




Wie alle Flüsse der Gegend fließt die Save sehr breit und flach durch die Landschaft.
Im Frühling, Herbst und Winter tritt sie - wie auch die anderen Flüsse - über die Ufer und überschwemmt die ganze Landschaft.
Pferde und Kühe werden dann in höher gelegene Gebiete gebracht,
die Schweine der Gegend können wohl schwimmen und bleiben im Hochwassergebiet.





Am Ende der Tour machen wir halt in Jasenovac, einem kleinen Örtchen zwischen Una und Save,
und lassen uns im Laden Sandwichs machen 
(in Jasenovac war das größte KZ Südosteuropas, was wir aber auch nicht wussten)



Die katholische Kirche sieht schon wieder eher österreichisch aus



Auch hier in immer noch viel Spuren des letzten Krieges 


In jedem noch so kleinen Dorf findet man an den Häuser Einschusslöcher




In Hrvatska Dubica (oben auf der Karte ganz unter an der Una zu erkennen) sind die gesamten Häuser der Uferfront zerstört und immer noch komplett unbewohnt - Bilder habe ich keine. Als sehe man keinen Sinn, die Häuser wieder "in Betreib" zu nehmen, weil man nicht wissen kann, wann man sich wieder über die Grenze (die Una) zu steiten beginnt. Vielleicht auch kein Wunder bei einer Stadt, die schon von Flüchtigen gegründet wurde, die 1739 nach dem Freieden von Belgrad aus dem eigentlich Dubica (heute: Bosanska Dubica oder Kozarska Dubica) geflüchtet waren (das alte Dubica fiel an das Osmanische Reich).

Während der ganzen Fahrerei wundern sich miomarito und ich über die komischen schmalen Holzhäuschen in der Gärten - als wir am späten Nachmittag zu einem der Naturpark-Rund-Wanderwege aufbrechen (nur mit Silencia und Tertia, ilfiglio zieht die Pubertät schon mal vor, motzt, das sei alles total uninteressant und bleibt Rote Zora lesend auf dem Zeltplatz) - also da entdecken wir des Rätsels Lösung in modern(er) im Garten des Nachbarhauses:


Man trocknet Mais darin (der hier überall angebaut wird)



Wir schauen uns im Dorf den "Čigoć Info and Educational Centre" (ein renoviertes Holz-Haus mit Info-Tafeln) an und werfen eine Blick in den Garten des Nachbarhauses 



Tertia muss natürlich auch den ersten Stock erkunden



Viele der schönen Holzhäuser verfallen leider, einige sind zu verkaufen und wenn wir nicht "etwas" weit entfernt wohnen würden ...


ich finde, die sehen sehr gemütlich aus



Und überall Storchennester

Wir absolvieren den Rundwanderweg von denen es im Naturpark mehrere gibt, die aber nicht unbedingt für Mitte August geeignet sind (jedenfalls nicht tagsüber - die Hitze ...)


Der Weg führt Mitten durch die Kuhherden 
(eigentlich wurden uns auch Pferde versprochen, die dann aber nirgends zu sehen waren)


Später ging's über die Dämme


direkt zu den Schafen


Silencia als Hirten-Mädchen


Morgen dann noch etwas übers Baden an der Kupa und einen Mini-Abstecher nach Zagreb. Gute Nacht!

2 commenti:

Marlies ha detto...

Die Bilder sehen aus, als wären sie in Rumänien entstanden - abgesehen von den Schusslöchern. Vielleicht wäre das auch mal einen Besuch für euch wert?

IO ha detto...

Über Rumänien habe ich noch nie nachgedacht .. hm ... nach Bulgarien will ich unbedingt mal, die Burgen abklappern und eigentlich steht die Krim auch auf unserer to-do-Liste und eben Istanbul und ... und ... und ... (Wenn die Kinder größer sind) als nächstes versuchen wir es vielleicht mit Serbien ... oder machen zur Abwechslung dann doch mal ganz normalen Urlaub ... mal sehen.