mercoledì 21 settembre 2011

Aus aktuellem Anlass ;-)

Englisch in der Grundschule - Fremdeln mit der Fremdsprache

Chinesisch im Kindergarten, Englisch ab der 1. Klasse: Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser, so die verbreitete Meinung. Experten aber bezweifeln, dass das wirklich sinnvoll ist - und wollen das Tempo nun wieder drosseln.[mehr]
[ilfiglio hat sich heute tapfer durch ein Gitterrätsel gekämpft und sollte ohne schriftliche Vorlage 13 Farben finden - 11 sind es dann geworden. Mir fallen nicht mal auf Deutsch 13 Farben ein ;-) ]

9 commenti:

stadtfrau ha detto...

endlich kommt hier auch mal eine gegenmeinung!
ich bin ja hier meistens allein auf weiter flur - wenn die meisten anderen eltern schon im kindergarten in jeden englischkurs springen oder tuscheln, dass die klassenlehrerin ja ganz super sei, aber halt leider viel zu wenig englisch macht - dabei lernen das doch die kinder NIE WIEDER so leicht wie jetzt!!!

zugegeben: das kind hat jetzt einmal in der woche französisch(!) - er hat sich selber angemeldet dafür, mir wärs wurscht.

und im gymnasium fangen sie dann wieder bei null an...

Silke in LE ha detto...

Bei Fredi kommt jede zweite (!) Woche eine Englischlehrerin für zehn (!) Minuten in den Kunstunterricht, um mit den Kindern Englisch zu reden. Die anderen Eltern (außer mir) finden's natürlich alle voll super ...

julia ha detto...

Hier wird ja französisch gelernt, wegen der Nähe zu Frankreich...
Ich hatte ja mitlernen wollen, aber im Sprachbad habe ich da natürlich schlechte Karten.
Aber der Bruder des Schulkindes kann mehr Französisch als seine Schwester, vermutlich, weil er sich das gemerkt hat, was ich für unsere Sommerferien so alles gelernt habe- ich hatte nie Französisch- und hin und wieder auf der Autofahrt erzählt habe. Die 2. Klässlerin trällert hin und wieder ein lustiges Lied auf Französisch und macht Bewegungen dazu, denn Sinn des Textes hat sie bisher selten erfragt .

Ich glaube übrigens weder daran, daß 4 jährige Fremdsprachen lernen müssen, noch Babies Zeichensprache, noch Vorschüler Vorschulblocks durcharbeiten müssen.

vreni ha detto...

witzig! grad letztens erzählte mir irgendwer (und ich hab leider vergessen, wer…), dass jetzt bei uns die ersten schüler ins gymnasium kommen (7. schuljahr bei uns), die frühenglisch gehabt haben. aber nicht alle hatten frühenglisch. nach einem viertel jahr merke man keinen unterschied mehr, ob ein schüler frühenglisch gehabt hat oder nicht. das ist dann doch irgendwie bedenklich...

stadtfrau ha detto...

@vreni: finde ich logisch, weil im unterricht vermutlich nicht auf die verschiedenen kenntnisse eingegangen wird und die kinder jeweils von dort weiterlernen, sondern alle von einem punkt wegstarten - die einen von null und die anderen vertiefen halt das, was sie eh schon können. und wieso sollte jemand, der nicht schon mit vier englisch hatte, nicht trotzdem mit zehn die sprache ziemlich flott lernen?

soll ja beim lesen das gleiche sein: nach einem jahr schule merkt man nicht mehr, wer schon vor der schule lesen konnte und wer nicht.

ich halte diese panik, dass die kinder ja NIE WIEDER SO LEICHT... für sooo übertrieben.

Anonimo ha detto...

Ich zitiere mal eine Englisch-Lehrerin vom Gymnasium: "Ich brauche 4 Wochen, bis die Grundschüler ohne Englisch auf dem Niveau sind, aber oft 4 Monate bis alle Fehler ausgemerzt sind bei denen mit Grundschul-Englisch. "
Es könnte schon gut sein, aber nicht so... und die Deutsch-Stunden werden gestrichen und Lesekompetenz geht auch den Bach runter..
LG Astrid

Wolfram ha detto...

Das Pfarrfraumädchen lernt ja nun seit quasi seinem ersten Tag französisch. Kunststück, selbst die Hebamme sprach kein Deutsch...
Wir sprechen mit ihr nicht französisch, trotzdem hat sie manche Wörter zuerst auf französisch gesagt. Zum Beispiel "donne" (gib). Oder: alle Tiere sind "datze", mit ggfs. entsprechenden Lauten dazu, aber sie hat mir auch schon erklärt, "datze - scha" (chat), und "datze mffmff - schien" (chien). Und sagt zum Hund "dégaaaage" (hau ab). Dabei hört der Hund weder auf deutsch noch auf französisch, der hat Alterstaubheit zwischen den Ohren.

Aber welche Wahl hätten wir gehabt? Mit dem Kind die Landessprache sprechen, die nicht unsere Muttersprache ist, und ihm damit den Kontakt zur gesamten Verwandtschaft verwehren?

Tatsächlich lernen Kinder um so leichter Sprachen, je kleiner sie sind. Aber das muß dann auch richtig sein, und nicht nur alle 14 Tage mal 10 Minuten. Es lebt von der ständigen Wiederholung. Aber ein Konzept wirklich durchdenken und umsetzen, das ist nicht die Stärke deutscher Schulpolitiker, sonst wäre man nie auf diese idiotischen Ganztagsschulprogramme abgefahren (Frankreich hat auch Ganztagsschule, aber Frankreich hat bei Pisa wesentlich schlechter abgeschnitten als Deutschland. Ergo - Ganztagsschule bringts nicht.)

Die Englischlehrerin von Astrid hat leider nicht gesagt, ob die Früh-Lerner denn eine bessere Aussprache haben als die Spät-Anfänger, oder ob sie alle gleich das th spucken, rotzeln oder wie auch immer. Denn bei der Aussprache und bei der Integration einer Sprache ins Denken, da liegen die wirklichen Knackpunkte - aber die werden von Schul-Sprachlehrern nicht unbedingt wahrgenommen, in Frankreich noch weniger als in Deutschland.

Julia aus M'cr ha detto...

@Wolfram: Die Idee hinter der Ganztagsschule ist glaube ich weniger paedagogisch als wirtschaflich bedingt: sie soll es ermoeglichen, dass mehr Leute (aka mehr Frauen) arbeiten gehen koennen. Das ist ja auch ganz gut so; ich (ueblicherweise in England lebend, arbeitend, mit Kindern in Ganztagsschule) bin sehr froh darueber. Ich mag meinen Job sehr gerne und mache auch gerne Karriere, trotz bzw. mit Kindern. Aber Du hast schon recht: paedagogisch ist da nicht viel dran. Wir sind im Moment fuer ein Jahr in Deutschland und mein Sohn (2. Klasse) hat an zwei Tagen in der Woche um 11.15 (!!!) Schule aus. Trotzdem habe ich das Gefuehl, dass er hier mehr lernt als in England, da werden naemlich auch viele sinnlose Beschaeftigungsmassnahmen gemacht, um den Tag rumzukriegen, waehrend in D konzentrierter gearbeitet und da von den Kindern mehr gefordert wird. ABER: wie soll ich arbeiten, wenn mein Kind schon um 11.30 wieder da ist? Also, siehe oben. Schwierig.

Strickschneckle ha detto...

Meine Tochte ist bis zum 7 Lebensjahr 2sprachig aufgewachsen (deutsch-spanisch). Danach 8 Jahre keinen Kontakt zum leiblichen Vater (kein Interesse von beiden Seiten). Dann kamm im Gymnasium Französisch und das Kind überflügelte nach kurzer Zeit alle. 2 Jahre später: Spanisch. Ich hatte beim ersten elternabend eine kleien Unterhaltung mit dem Spanischlehrer um vorzuwarnene, dass das Kind evtl. nicht das erwünschte europäische Spanisch sprechen kann. Nach einem halben Jahr war sie auf dem Stand vom Lehrer. und ein halbes Jahr später hat er sie gefragt, wenn er unsicher war.... auf der beruffachschule wurde sie dann vom spanisch-unterricht freigestellt, nachdem ihre Lehrerin meinte, sie könnte ihr nix mehr beibringen.
Fazit: frühe Fremdsprachen machen nur dann wirklich Sinn, wenn die Kinder damit konfrontriert werden. Und alle 14 Tage für 10 min reicht da halt ned.... (die Spanischlehrerin meinte übrigens, dass Sprache lernen wie Fahrradfahren ist - man verlernt es nicht mehr...)
Achja... trotz das mein Kind ein sprachliches Wunder ist, 2 Sprachen fliessend sprich, eine ewiter perfekt und die vierte sehr gut - hat sie nichts daraus gemacht... Sie macht eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau..... (so kanns auch gehen....)