martedì 26 luglio 2011

Abschied nehmen, die erste

5 Jahre lang bin ich jetzt - fast - jeden Morgen diese Strecke gelaufen, zuerst mit ilfiglio - mehr oder weniger - an der Hand, dann mit ilfiglio auf dem Laufrad und Silencia im Tuch, dann mit ilfiglio auf dem Fahrrad und Silencia im Sportwagen, dann mit ilfiglio auf dem Fahrrad und Silencia auf dem Laufrad, dann mit den beiden auf dem Rad und jetzt am Schluss mit Silencia auf dem Rad und Tertia im Tuch. In die Kleinkindgruppe, in Kindergarten Nr. 1 und seit letzen Sommer noch eine Ecke weiter in in Kindergarten Nr. 2. Und heute werde ich die Strecke zum letzten Mal laufen.

Der Abschied vom Kindergarten fällt eher leicht, denn Silencia geht ja nun schon seit Monaten nur noch unter Protest, mir gefiel der alte Kindergarten (also in den ilfiglio ging und Silencia bis zum letzten Jahr) viel besser, der neue ähnelt mit seinen 100 Kindern doch eher an eine Verwahranstalt, was jetzt nicht an den Erzieherinnen und Erziehern liegt, sondern einfach an der Situation und der dünnen Personaldecke. (Zu allem Überfluss kam jetzt kurz vor den Ferien noch ein Brief von der Stadt, dass noch mehr Plätze eingerichtet werden müssen und in Folge dessen auch keine altershomogenen Projektgruppen mehr drin sind und der ständig ausfallende Waldtag wird auch komplett gestrichen usw. Aber wie sagte der OB ja: Quantität geht vor Qualität).

Kurz und Gut, ein bisschen Wehmut, mir wird der Schwatz am Morgen mit Silencias Bezugserzieherin fehlen, aber ich freue mich dann doch wie Silencia auf den September mit dem neuen kleinen Bullerbü-Kindergarten. Und dass ich dann erst einmal nicht mehr jeden Morgen bei Wind und Wetter mit störrischen Kindern raus muss ;-)

2 commenti:

Vollzeitmutter ha detto...

DAS hat der Bürgermeister gesagt?!?

IO ha detto...

Ja, mehrmals sogar. Und es entspricht ja vermutlich auch der Realität. also in der Hinsicht, dass die meisten Eltern lieber sicher irgendeinen Betreuungsplatz haben möchten als irgendwann vielleicht mal einen explizit guten Betreuungsplatz. Natürlich will niemand eine schlechte Betreuung für sein Kind, aber wenn man eben dringend einen Platz braucht ... Proteste gegen die Ausspruch gab es eigentlich nur von Erzieherseiten, die eben sagen, dass sie so eigentlich nicht vernünftig arbeiten können.

Da sich jetzt überraschend herausgestellt hat, dass zum nächsten Schuljahr 300 Ü3-Ganztagesplätze fehlen, werden die jetzt größtenteils schnell aus dem Boden gestampft, sprich Container aufgestellt, noch einmal Verfügungszeiten und Springer gekürzt usw. Alle Erzieherinnen mit denen ich gesprochen habe, sind völlig mit den Nerven fertig - aber was will man machen. (Man zieht aufs Land, wo die Kindergartenleiterin meinte, es sei manchmal ganz gut, weit ab vom Schuss zu arbeiten ;-))