mercoledì 17 febbraio 2010

Wespensommer

Das erste Buch, das ich gelesen haben, war der Wespensommer von Helga Glaesner:



Ich hatte von ihr schon irgendwann einmal die Safranhändlerin gelesen, kann mich aber nicht mehr so ganz an dieses Buch erinnern. Der Wespensommer spielt im Jahre 1780 in der Toscana und kann als leichter historischer Krimi bzw. Roman beschrieben werden. Man erhält einige Einblicke in die für damalige Verhältnisse fortschrittliche Justitzgeschichte der Toscana, die Rolle der Frau wird thematisiert, die Anfänge der Psychatrie, aber alles so, dass man nicht allzusehr nachdenken muss ;-) Der Krimi ist recht spannend und bietet einen überraschenden Schluss. Ein wirklich nettes Buch für Zwischendurch, das im Verlauf auch deutlich besser wird.

Einziges wirkliches Manko: Das Buch könnte genauso gut, das heißt, wenn man mal vom historischen Setting absieht, sogar besser in Deutschland spielen. Die Figuren sind meiner Meinung nach so etwas von deutsch und unitalienisch, dass selbst die immer mal wieder eingestreuten italienischen Wörter eher überraschend wirken - Ach so, ja, Italien! Ich vergaß! Natürlich soll so ein Buch auch nicht von italienischen Cliche-Gestalten wimmeln, aber man wünscht sich, Frau Glaesner wäre bei ihren Leisten also bei ihrem Land geblieben, so sehr natürlich die Toscana lockt und reizt, aber außer der ständig thematisierten Hitze ist so rein gar nichts "südländisch".

KOMMENTARE:

Katrin in tü ha detto...
Hallo io, ich habe vor einiger Zeit von Helga Glaesener "Die Rechenkünstlerin" gelesen. Dort ist sie bei ihren Leisten geblieben - das Buch spielt in Heidelberg, an der frisch gegründeten Universität, und man muss selbst kein Rechenkünstler sein, um es zu lesen ;-). Falls Dich interessiert, wie sich die Autorin auf heimischem Boden schlägt, wäre das ein Tipp.


io ha detto...
Ich glaube, das habe ich mal verschenkt - ohne es gelesen zu haben ... - an eine Freundin, die in Heidelberg Mathe (und Philisophie) studiert hat. Die Safranhändlerin war - meiner etwas düsteren Erinnerung nach - auch nicht schlecht. Ich muss mal wieder in die Stadtbücherrei, da gibt es die bestimmt alle.


Susi Sonnenschein ha detto...
Ich habs nicht gelesen, aber das Umschlagbild paßt ja auch so gar nicht, da weder italienisch noch deutsch und 18. Jahrhundert schon mal gar nicht... Aber egal, ich wollte nur wieder mal meinen Senf dazu geben ;-).
Auf ein schönes 2008 mit weniger Krankheiten und mehr Schlaf. Alles Gute
Susan


io ha detto...
Danke! Ich fand das auch seltsam, vor allem weil die Protagonistin immer auf ihre Schnürbrust schimpft und die braucht man bei diesem Kleid ja nun eben gar nicht mehr. Ich bin nur nicht so stilsicher. Aber Herr Ingres wurde 1780 erst geboren (Wikiedia sei Dank)! Also schon ganz schön frech!

Der Roman spielt auch nicht wirklich in Florenz ... die Ansicht ist wohl von van Wittel/Vanvitelli

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