mercoledì 17 febbraio 2010

Schnee in Venedig

Dieses Mal gibt es etwas für Italien-Liebhaber, Krimi-Fans und Freunde des historischen-Romans - die Rede ist von Nicolas Remin und seiner Venedig-Krimi-Reihe. Während ich bei meinen Eltern im Bett lag und langsam wieder zu Kräften kam, habe ich mich mal schnell durch die ersten drei Bücher dieser Reihe gelesen.



Den historischen Hintergrund bildet Venedig unter österreichischen Herrschaft in denn 60er Jahren des 19. Jahrhunderts (ja, genau, Sissi, die auch prompt im ersten Buch mit von der Partie ist), der ermittelnde Commissario ist Alvise Tron, letzter aus einem alten, inzwischen völlig verarmten Venezianischen Adelsgeschlecht, der mit seiner Mutter in einem vor den Augen des Lesers zusammenbröselnden Pallazzo lebt.

Die Bücher sollte man wie der Autor mit Augenzwinkern lesen und nicht allzu ernst nehmen - trotz der vielen, zum Teil sehr blutigen Morde - aber wenn zum Beispiel Trons - österreichischer - Vorgesetzter den Commisario bittet, eine Novelle in dessen nur mittelmäßig erfolgreichen Literaturzeitschrift zu veröffentlichen, um seine venezianische Geliebte zu beeindrucken und gleichzeitig zu verstehen gibt, dass Tron diese Novelle am besten gleich einmal ausführlich "vorskizzieren" solle, ist dies schon sehr amüsant. Das i-Tüpfelchen bekommt diese Episode dann aber, wenn Tron als Handlung vorschlägt, ein Schriftsteller im besten Alter reise nach Venedig, verliebe sich dort in eine junge Polin, um am Ende an der ... sagen wir ... Cholera zu sterben ;-)

Ebenso amüsant sind die Auseinandersetzungen zwischen Tron und der ihm zur Seite stehenden sehr moderne, geschäftstüchtige und reiche Principessa di Montalcino, die im dritten Band versucht, ihn dazu zu bewegen, seinen guten alten Namen für die neue Reihe einer ihrer Murano-Glas-Produktion herzugeben und plötzlich überraschende Unterstützung von Trons Mutter der Comtessa erhält, die fortan ständig von Produktlinie, Multiplikatoren und Pressglas spricht.

Also, es geht nicht nur um Mord und Totschlag, sondern auch politische Verwicklungen, historische Hintergründe und das ständige Venedig-Thema Verfall. Die Bücher sind wirklich gut, anspruchsvoll ohne Überheblichkeit und mit viel Humor geschrieben. Wer noch mehr über die Reihe erfahren möchte, wird hier fündig.

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