mercoledì 17 febbraio 2010

Imperium

So nun komme ich ENDLICH dazu, meine Kritik zum am Wochenende ausgelesen Buch Imperium von Robert Harris zu schreiben.

Also, nun ja, ganz nett. Literarisch wie erwartet keine Offenbarung. Mein erstes Buch von Harris war Aurora, eines der spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das Ende völlig bescheuert war. Ich (und auch miomarito) konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen und habe es in einem Tag und einer Nacht durchgelesen. [Wir folgern - das muss vor gut über 2 Jahren und 4 Monaten gewesen sein] Pompeji habe ich als Hörbuch gehört und fand es wirklich ganz unterhaltsam, nicht so spannend wie Aurora, aber mit deutlich besserem Schluss.

Imperium soll die - tatsächlich geschriebene, aber verloren gegangene - Biographie Ciceros aus der Hand seines Sekretärs Tiro sein und beschreibt dessen - also Ciceros - Weg nach oben.

Somit fällt schon mal der Punkt Spannung zu großen Teilen weg. Als altem Lateiner und Historiker ist einem natürlich klar - und da verrate ich auch kein großes Geheimnis ;-) - am Ende wird Cicero - Überraschung, Überraschung - doch noch Konsul. Leider gelingt es meiner Meinung nach Harris nicht, den Wegfall der Spannung durch irgendetwas zu ersetzen. Die Dialoge sind nicht schlecht und auch die Schilderungen des römischen Politik- und Anwaltsalltages sind gut. Die Figur oder der Charakter des Ciceros wird allerdings meiner Meinung nach nicht wirklich gut herausgearbeitet - hätte man besser machen können.

Witzig war, dass nach dem ersten Teil zu miomarito meinte, dass ich immer das Gefühl hätte, Cicero würde die ganze Zeit zu seinen "Mitarbeitern" im Orginal bestimmt Guys, we can do it! sagen.
Im zweiten Teil traute ich dann meinen Augen nicht, als es darum ging, Pompeius den Oberbefehl gegen die Piraten zuschustern zu lassen. Die Bedrohung der Piraten wird aufgebuscht [freudscher Tippfehler, den lasse ich so stehen ;-)], es ist von einer neuen Art der Bedrohung die Rede, man kämpfe nicht mehr gegen einen Staat, das sei eine neue Art der Kriegsführung, die auch einen neue Befehlsstruktur benötige. Alle verbündeten Staaten Roms müssten ebenfalls gegen die Piraten kämpfen, wer ihnen Unterschlupf biete, müsse bestraft werden, denn - entweder sind sie für und oder gegen uns. Kommt einem alles bekannt vor, oder?! Ich war dann ganz überrascht, das Harris Engländer ist ...

Nun ja, da ich ins Bett muss, meine abschießende Beurteilung: Kein Muss, aber auch nicht wirklich schlecht. Allerdings würde ich zum Einstieg in die römische Geschichte am Ende der Republik eher die SPQR-Krimis empfehlen, die bieten ähnlich gut recherchierte Geschichte der selben Zeit, nur viel lustiger, spannende rund interessanter verpackt.

Ach so, und die Verschwörung des Catilina kommt leider nicht drin vor, das Buch endet mit Ciceros Wahl zum Konsul. Vielleicht gibt es ja aber eine Fortsetzung ...?!

KOMMENTARE:

Moritz Papa ha detto...
Der Teil mit den Piraten klingt ja ganz nett, also eher was zur lockeren Unterhaltung nur als Taschenbuch.
Den Schluss von Aurora fand ich auch reichlich absurd. Am besten hat mir bisher Enigma gefallen.

00schmidt.com ha detto...
Robert Harris ist so wenig ernst zu nehmen wie alle diese Blockbuster/Bestseller-Agenturen. Im besten Falle sollte die Abteilung Finde-es-heraus nicht zu viele Fehler machen.
Und es ist meist seeeeehr unterhaltsam.

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