mercoledì 17 febbraio 2010

Calcio

Da ich ja schon längts mal eine Beurteilung meiner Calcio-Lektüre abgeben wollte, nehme ich den heutigen Aufmacher des SZ-Sport-Teils zum Anlaß, endlich den Lobgesang auf Birgit Schönau anzustimmen:

Italien: Im Auftrag der Mafia
Mit Hilfe neofaschistischer Tifosi und mittels massiver Drohungen wollte ein ehemaliger Spieler Lazio Rom kaufen [mehr]

Wenn Birgit Schönau über Fußball schreibt, dann schreibt sie nie nur über Fußball, sondern auch immer über die italienische Gesellschaft, über Politik und die Verstrickungen der selben in den italienischen Fußball.


Somit ist das Buch nicht nur etwas für Fußball-Fans sondern auch für Italien-Liebhaber oder auch Hasser. Sehr informativ, sehr aktuell und sehr schön zu lesen. Besonders erfreulich, die Frau hat nicht nur wirklich Ahnung von Fußball, sondern spart sich auch den oft herablassenden Blick teutonischer Korespondenden auf Italien ohne darauf zu verzichten, die Umstände da zu kritisieren, wo sind kritisiert werden müssen.

Mein absolutes Highlight in diesem Buch war die Beschreibung der italienischen Fußball-Fernseh-Landschaft. Ich fühlte mich einfach sehr nett an unsere Zeit in Italien erinnert, für "Ausstehende" muss das ganze einfach nur völlig absurd sein: Es gibt keine Live-Bilder, halb nackte Mädels tanzen zwischen den von einer Amateur-Mannschaft nachgestellten Toren und die Kommentatoren sitzen in der Regel mit mehr oder weniger bekannten Promis auf der Tribüne usw.

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